Hallo liebe Bandis, hier nun meine Krankengeschichte.
Im Dez. 1991 begann alles mit einem Arbeitsunfall, bei dem ich mir einen
Bandscheibenvorfall L5/S1 zugezogen habe und der im Juni 1992 dann durch
ein MRT nachgewiesen wurde. Weil meine Beschwerden im li. Bein immer
stärker und nun auch Ausfälle festgestellt wurden, wurde in der
Orthopädischen Klinik Rotheburg im Aug. 1992 mein BSV in einer
Fensterungsoperation nach Love ausgeräumt. Danach ging es mir deutlich
besser und 1993 begann ich eine Wiedereingliederung auf meinem alten
Arbeitsplatz die aber schief ging. So bekam ich 1994 einen
Arbeitsplatzwechsel (halbtags im HNO Op). Ich hatte zwar immer mal
Beschwerden, aber im großen und ganzen machte mir die Arbeit wieder viel
Spaß.
Weihnachten 1995 bekam ich massive Beschwerden mit starken Schmerzen im
Rücken und linken Bein mit Gefühlsverlust. Am 2.Januar 1996 ging ich zum
Orthopäden, der sofort ein CT veranlasste. In diesem CT wurde ein sehr
großer BSV L4/L5 festgestellt. Ich wurde noch am gleichen Tag wieder in
die Orthopädische Klinik Rothenburg eingewiesen. Dort führte man eine
Myelographie durch und entschied sich danach zu einer Discographie. In
der Discographie im Bereich L4/L5 zeigte sich ein Auslaufen des
Kontrastmittels in den Rückenmarkskanal. Dadurch konnte auch keine
Laserung erfolgen. Somit entschied man sich zu einer erweiterten
Fensterungsoperation L4/L5 und einer Revision L5/S1 die eine Woche
später durchgeführt wurde. Nach dieser OP war nichts mehr wie vorher.
Meine Beschwerden: Schmerzen im Rücken ins li. Bein ausstrahlend,
Fußheberschwäche und Missempfindungen im gesamten li. Bein und ein Conus–Cauda-Syndrom.
So fuhr ich im Februar 1996 zur AHB nach Bad Schandau. Ich wurde dort
voll auf Belastung gesetzt und das verschlimmerte meine Probleme und ich
fuhr nach 6 Wochen in einem schlechteren Zustand nach Hause wie ich
hingekommen bin. Zu Hause verordnete mein behandelnder Orthopäde erst
mal absolute Ruhe und weiter tragen meines Stützkorsetts was ich schon
im Krankenhaus bekommen hatte. Endlich beruhigten sich meine Schmerzen
etwas, aber die Missempfindungen, Fußheberschwäche und
Conus-Cauda-Syndrom blieben bestehen. Nun mußte ich einen Rentenantrag
stellen der auch vom MD der Krankenkassen unterstützt wurde.
1997 bekam ich dann meine EU-Rente für 2 Jahre gewährt und auch die
Anerkennung meines Arbeitsunfalls wurde vom Sozialgericht angeordnet.
Nun musste ich immer wieder meine Rente verlängern lassen weil es
einfach nicht besser werden wollte und seit 2003 habe ich nun eine EU
Rente auf unbestimmte Dauer.
Seit 2002 werde ich in der Schmerzklinik in Görlitz betreut und seit dem
habe ich auch eine Besserung meiner Schmerzen so dass ich damit halbwegs
leben kann.
2001 wurden durch ein MRT dann noch 2 Bandscheibenvorwölbungen in der
HWS C5/6 und C6/7 mit erreichen der Segmentwurzeln festgestellt. Die
machen mir auch oft ganz schön zu schaffen mit Taubheit des re. Mittel-
und Ringfingers und schmerzhaftes Ziehen in den re. Arm und
Kopfschmerzen.
2002 wurde dann noch mal ein MRT von der LWS gemacht und dort wurde eine
Bandscheibenprotrusion L4/5 dorsal, deutliche Narbenbildung und mehrere
Zysten in Höhe L2/3 festgestellt.
Mein Orthopäde sagte mir, das alles zusammen meine Beschwerden erklären
würde, ich aber austherapiert sei. Für ihn ist der Fall abgeschlossen
und mein Schmerarzt ist derjenige der sich noch um mich regelmäßig
kümmert. Ich versuche mich mit M-Dolor 60 3x1, Katadolon b. Bedarf und
ab und zu KG und MT über Wasser zu halten, was so recht und schlecht
geht.
Ich bin froh, Euch gefunden zu haben, denn es tut gut, sich mit
Gleichgesinnten auszutauschen.
Außerdem habe ich die Selbsthilfegruppe in Bautzen
http://www.shg-wirbel.de mit ins
Leben gerufen.
Ganz liebe Grüße von
Angelika