Name:     Claudia Schönleitner
geb.:        2. Juni 1967
Größe:     ziemlich klein
Hobbies: singen, lesen, schwimmen

 

Damit ihr euch auch von mir eine Vorstellung machen könnt, werde ich ein paar Zeilen zusammenfassen.

Bei mir hat das Kreuz mit dem Kreuz schon ungefähr mit 20 das erste mal angefangen. Das hielt sich so um die zehn Jahre in Grenzen. Damit meine ich, dass ich jedes Jahr ein bis zweimal nicht mehr weiter konnte, und ich mir beim Arzt Flaschen und diverse Spritzen verabreichen ließ.

Zu meinem ersten Bandscheibenvorfall kam es erst `98. Ich wusste anfangs überhaupt nicht, was ich habe. Ich konnte nicht sitzen, stehen oder liegen, ohne furchtbare Schmerzen zu verspüren. Kurzentschlossen, fuhr ich in die Orthopädie nach Sbg., wo ich geschlagene dreieinhalb Stunden wartete, bis ich drankam. Dazu muss ich sagen, dass das die längsten dreieinhalb Stunden meines Lebens waren.

In der Praxis fragte mich der Arzt, welche Beschwerden ich hätte, und ich antwortete ihm, dass mir der linke Fuß fürchterlich ziehe. Er hob mir im liegen den Fuß ein wenig in die Höhe und wieder runter und meinte, dass er für Fußziehen nicht der richtige Arzt sei. Dann meinte er, dass das schon vom Kreuz käme, aber dass ich mit dem leben muss. Zuhause mit den Nerven am Ende angekommen, schleppte mich mein Mann am Abend noch zum Hausarzt der gleich einen Bandscheibenvorfall vermutete, da meine kleine Zehe schon taub war. Nach mehreren Wochen bekam ich den ersten Befund. Ich schreibe jetzt nur den der operierten Bandscheibe.

L5/S1:Der Bandscheibenraum dorsal u. lateral verschmälert. Bandscheibendegeneration. Zentraler nach re>li lateral ausladender DP mit einem rechtsseitig nach caudal/S1 diszolierten u. raumfordernden, etw

2 : 1,2 cm großen Bandscheibensequester. Durchriss innerer u. äusserer Annulusfasern re. NW-Bedrängung S1 re. Die kontralaterale NW-S1 intakt....................

Nach der OP ging es mir vier Jahre ziemlich gut, bis ich im November auf dem Eis ausrutschte und in freiem Fall auf mein Kreuz stürzte. Da ich oberhalb schon Vorwölbungen hatte, kann man sich denken, dass der nächste Bandscheibenvorfall schon perfekt war. Ich hatte wieder starke Schmerzen und die mir bekannten Lähmungserscheinungen kamen später auch.

L4/L5: Verschmälerter Bandscheibenraum.

Raumfordernder, dzt. subligamentär gelegener und nach cranial sequestierter DP (craniocaudaler Durchmesser 2 cm, a/p-Durchmesser 1,3 cm). Be- und Verdrängung des Duralsackes. Alteration der Strukturen der Cauda aequina.Einengung des Rec.lat. li. NW-AlterationL5 li

Nach dieser OP ging es mir ca. zwei Wochen besser. Nun folgten andere Schmerzen. Ich kann sie jetzt gar nicht mehr richtig beschreiben und vor allem  war ich psychisch total am Boden. Man muss sich das vorstellen, dass für mich alles umsonst war. Im Krankenhaus stellte man nach einer ganzen Reihe Untersuchungen fest, dass ich eine Instabilität an den Wirbeln L3-L5 hatte. Da man das ohne OP nicht beheben konnte, legte ich mich nun zum dritten mal unters Messer.

Nun geht es mir soweit ganz gut. Mal sind die Schmerzen schlimmer mal weniger schlimm. Ich war schon wieder Ski fahren und Langlaufen.

Am meisten stört es mich, dass ich meinen Beruf als Floristin aufgeben musste, da man mir riet, nicht mehr als fünf Kilo zu heben. Außerdem muss ich mich nach anstrengenderen Arbeiten sowieso immer etwas auslasten. Ich hoffe, dass ich jetzt lange nicht mehr in die Neuro muss, aber die Angst ist natürlich vorhanden.

Nun möchte ich euch noch sagen, wie wohl es mir tut, mit " Gleichgesinnten" über dieses und jenes zu quatschen. Ein besonderer Dank an Ralf und Heidi!

Liebe Grüße

Claudia