Bandscheiben-Forum

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> Versteifung L5/S1 ?/ Wer hat so was machen lassen, Bandscheibenversteifung L5/S1
Mocca
Geschrieben am: Montag, 07.Dezember 2009, 01:38 Uhr


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Hallo zusammen.
Wer kann mir bitte Helfen.
Ich suche Menschen die sich im Bereich L5/S1 Versteifen lassen.
Bitte Mit Erfahrungsbericht/Klinik/ Dauer des Aufenthalts
Wie Lange Krankgeschrieben/ Hilfe von Aussen.
Bitte Helft mir da ich derzeit wie andere Flach liege und die Ärzte an mir Rummachen.
Habe kein Vertrauen Mehr.
Mit schönen Grüßen aus dem Krankenbett
Mocca.
ps Währe schön wenn sich Jemand meldet.
Danke
PM
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Ave
Geschrieben am: Montag, 07.Dezember 2009, 02:54 Uhr


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Hallo Mocca

Ich bin an L5/S1 versteift.

Warum sollst Du denn versteift werden? Wurde bei Dir eine Instabilität im Bereich L5/S1 festgestellt?
Welche Ärzte haben Dir zur Versteifung geraten? Hast Du Dir eine Zweitmeinung eingeholt?

Was wurde bisher alles an Therapien gemacht? Wie äußerst sich Dein Schmerz?
Dein Profil ist leider nicht sehr aussagekräftig in der Hinsicht.

Wie lange laborierst Du schon rum mit dem Rücken?
Wenn Du schon länger als ein halbes Jahr damit zu tun hast, dann sollte erst einmal abgeklärt werden, ob sich nicht eine Schmerzchronifizierung entwickelt hat, hier hat der Schmerz seine Funktion als Warnsignal verloren und wird zu einer eigenständigen Krankheit.
Ist eine Chronifizierung eingetreten, sollte vorher versucht werden, die Versteifung mittels eines Gipskorsetts zu simulieren, um zu sehen, ob eine Fusion/Fixierung des betroffenen Segments überhaupt Sinn machen würde.

Du siehst - es gibt noch eine Menge an Fragen vorher zu klären!
Nimmst Du denn Medikamente und wenn ja welche?

Haben die Ärzte Dir erklärt, mit welcher Technik Du versteift werden würdest, wenn es denn zu einer Versteifung kommt?

Bevor Du Dich zu diesem Schritt entschließt, muss noch viel abgeklärt werden und eine Spondylodese ist kein Zuckerschlecken!
Die Operation, also die Fusion der betroffenen Segmente ist erst der erste Schritt zur Versteifung.
Ganz wichtig ist, dass der Körper im versteiften Gebiet Knochenmaterial aufbaut, diesen Vorgang nennt man Verknöcherung und diese nimmt viel Zeit in Anspruch.

Die ersten Wochen nach einer Versteifung ist man sehr eingeschränkt und man muss auch Monate danach noch Acht geben.

Vlt beschreibst Du erst einmal, was bei Dir bisher gemacht wurde und warum jetzt versteift werden soll.

Gute Besserung

Lg
Maria

PS: Warst Du auch schon einmal bei einem Facharzt für spezielle Schmerztherapie vorstellig?
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KleineHexe1973
Geschrieben am: Montag, 07.Dezember 2009, 10:37 Uhr


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hallo ihr 2,

ich kann dazu nicht viel schreiben, aber ich habe am 6.1. eine fusions-OP vor mir.
ich habe seit Oktober 2008 einen BSV L5/S1. ich habe nun alle klassischen behandlungsmethoden durch, nichts hilft. bei mir spielt aber auch noch die vorerkrankung eine große rolle. hatte 2004 gebärmutterhalskrebs und bin bestrahlt worden. in dieser region sind wohl ziemliche verschleißerscheinungen aufgrund der bestrahlung. durch die fusion soll eine entlastung in dem segment geschaffen werden und somit linderung der schmerzen. erst sollte nur ein cache eingesetzt werden, aber man ist der meinung, dieser allein reicht nicht. eine bandscheibenprothese geht nicht, da eine erneute OP durch den bauch nicht vorgenommen wird. diese OP-methode ist mit meinem NC und 2 orthopäden abgestimmt. man hat sich da nicht leicht getan und auch bis zum schluss die OP verneint. ich sollte schon im november operiert werden, dann ist die OP aber verschoben worden. also bei mir wurde echt viel überlegt, ob die OP sinnvoll ist, da es ja doch ein großer eingriff ist.
ich wollte diese OP auch nicht wirklich, aber es ist wohl jetzt der letzte schritt, um mir eventuell etwas schmerzlinderung zu verschaffen. und ich hoffe es auch. ein bissel angst ist schon dabei.
wie geht es dir heute Ave? bist du schmerzfrei? kannst du wieder arbeiten?
mocca eine OP sollte wirklich die letzte lösung sein und gut überlegt. du kannst es dann nicht rückgängig machen.
lg diana
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Urmeleobk
  Geschrieben am: Montag, 07.Dezember 2009, 11:29 Uhr


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Hallo zusammen,

hier mal meine Geschichte :

2007 wurde bei mir ein Bandscheibenvorfall L5/S1 diagnostiziert - mit Bandscheibenvorwölbung L4/L5
Nervenwurzeltandierung rechts
nach drei PRTs war klar, dies würde mir nicht helfen - bzw. hat mir nicht weitergeholfen
Also wechselte ich von Orthopäden zum Neurochirurgen, da mein Taubheitsgefühl mittlerweile schon in beiden Beinen war (vorher nur rechts)
2008 wurde ich "gelasert" - also drei kleine Stiche in den Rücken - Laser rein - Bandscheiben "verkleinert" (was im Nerv
steckte, wurde abgebrannt) ... und anschließende ambulante Reha über die DRV.
Diese war voll für den Eimer. Dazu muss ich sagen, dass ich zu dem Zeitpunkt 27 Jahre alt war, deutlich die Jüngte in dieser Reha und abgesehen von einem Triathleten auch die sportlich fitteste :-))))
trotz meines BSV bin ich joggen gegangen, geritten, Spinning gefahren u.s.w.
der Witz war - um so mehr ich mich bewegt habe - desto besser ging es mir - um so weniger ich gemacht habe - desto schlechter
stehen oder sitzen war die Hölle... und langsames gehen...
also war ich Hamster im Laufrad und habe versucht so viel wie möglich zu machen - da es mir ja eigentlich damit am Besten ging.
Wenig Verständnis kam von meinem Umfeld - die haben ja immer nur gesehen, dass ich nur unterwegs und in Action war - aber waurm - das konnte keiner nachvollziehen... man kommt sich dann schnell vor wie ein Simulant :-((((
Das man sich teilweise gleich morgens nach dem Aufstehen 2-4 x 600mg Ibu gegönnt hat, um sich nicht zu bewegen und zu fühlen wie eine 90jährige, hat keiner gesehen.

Ende 2008 wurden die Schmerzen immer schlimmer.... hatte im Oktober noch mit Boxen angefangen - wobei es mir erstaunlich gut ging.
Mein Doc (Neurochirurg) ordnete einen neues MRT an - und im Januar 2009 hatten wir dann das Ergebnis:

da ich eine sehr ausgeprägte Hyperlordose (Hohlkreuz) habe - mein Kreuzbein steht fast im rechten Winkel zur LWS, würden meine Wirbel langsam aber sicher zerreiben - bzw. hätten diese schon ziemlich zerrieben.
ALSO : Offene OP - Einsetzen eines Pina Stand Alone Cages --> zählt als PLIF (also Versteifung) - allerdings wird nur das betroffene Segment versteift - bzw die eigene Bandscheibe rausgeholt und durch Plastik ersetzt.
OP war dann am 16. April 2009 - alles lief ohne Komplikationen, musste anschließend zwei Tage stramm im Bett bleiben, da mein Spinalnerv lt. meinem Doc extrem Vernarbt war durch die PRTs und dies auch noch "gerichtet wurde".
Korsett für 6 Wochen und dann ist alles gut....
am 05. Mai ging es dann zur Reha an die Ostsee. Super... 3 Wochen lang am A... der Welt...
Wie soll man denn gesund werden, wenn man sozial völlig verkümmert !!??!?!?!
Wie auch immer... Mein Operateur hatte gesagt, dass ich noch keine Wasseranwendungen habe dürfte - meine kosmetisch genähte Narbe wäre noch leicht verschorft. Ich sollte noch eine Woche warten. Das sah der Reha-Arzt aber ganz anders... Ende vom Lied : nach 5 Tagen war meine Narbe das 1. Mal auf - ich wurde 5 Tage vom Wasser befreit - und dann am 1. Tag gleich wieder 2x innerhalb von 2 Stunden für jeweils 40 min ins Wasser gejagt... Folge : Narbe war das 2te Mal offen :( habe mich danach geweigert, weiter an Wasseranwendungen teilzunehmen.
Korsett wurde mir gleich am 1. Tag ausgeredet - davon würden sich die Muskeln zurückbilden.
tja... das "Highlight" war die Einzel-KG (Krankengymnastik) - ich wurde von einer netten Auszubildenden im 2ten Lehrjahr behandelt, die
mir in der 1. Behandlung noch erzählt hat, dass sie total aufgeregt wäre, weil ich ihr 1. Implantat bin. Super... ganz toll... erst habe ich noch überlegt, ob ich sage, dass ich nicht von einer Azubine behandelt werden möchte - aber ich hatte noch 2,5 Wochen vor mir und wollte nicht gleich negativ auffallen... tja... hätte ich es mal getan...
ihr Stabilisierungsübungen fand ich sehr grenzwertig - aber bei meinem Physio hier, der mich seit 1,5 Jahren betreut, mache ich mir nie Sorgen, bzw. zweifele nie etwas an.... da ich davon ausgehe, dass das med. Fachpersonal ordentlich geschult ist.
Sie ließ mich auf jeden Fall den Hintern anheben ( zu einer Art Brücke) und versuchte mein Becken zu kippen.
Die Pina Cages werden zwischen die Wirbel geschoben und müssen an diesen festwachsen - Versteifung "ohne steif" zu sein.
leider sind diese nach 5 Wochen nicht annährend angewachsen.
Ich hatte das Gefühl, mir hat jemand in den Rücken geschossen.... ich gequickt, sie erschrocken.... Hölle Schmerzen ...aufgestanden und weggewackelt wie ein Pinguin...
nächsten Tag ging es nach Hause. 1 Tag später zum Operateur zum Kontroll-CT - ernste Gesichter - es tut uns leid - ihr Implantat ist verschoben.
Wir warten jetzt noch mal 2 Wochen, ob sich etwas zurechtruckelt - ansonsten müssen wir wieder aufmachen.
Was soll ich sagen - hatte wieder mal das Glück gepachtet - es hat sich nichts geruckelt.
Inzwischen kam ich mir schon vor, als wenn ich völlig degenerieren würde, denn meine ganze Wohnung war ein einziges Post-it - ich konnte mir nichts mehr merken und hatte permanent Kopfweh.... werden wohl die Schmerztabletten sein :-((((((
25.Juni dann die Revisions-OP - nach dem Aufwachen war ich völlig kaputt und fühlte mich wie vom LKW überfahren...
mein Arzt kam und fragte, ob ich schon aufnahmefähig wäre.... na klar... : der Cage hätte auf der rechten Seite im Spinalnerv gesessen und wäre da schon festgewachsen gewesen, hätte die Dura (Hirnhaut - schützt das Rückenmark) verletzt und mir wäre Liquor ausgelaufen (Gehirnwasser) - was jetzt auch meine Kopfschmerzen und Vergesslichkeit erklärte - mein Hirn war schon angeschwollen durch den Unterdruck. Außerdem hätte ich extrem viel Blut verloren - aber Fremdblut wäre noch nicht nötig.
3 Tage stramme Bettruhe inkl. Blasenkatheter waren die Belohnung. Mir war 4 Tage komplett übel und ich hatte oberheftige Kopfschmerzen.
Donnerstags wurde ich operiert - Sonntag sollte ich das 1. Mal aufstehen - Kreislauf war ganz gut.... schwungvoll wollte ich aus dem Bett - und konnte gar nicht so schnell gucken, wie mein rechtes Bein unter mir weggebrochen ist... die Schwester konnte mich zum Glück noch halten.
meine Operateure wurden bestellt - und ich bekam einen Gehwagen - mit 28 !!!!!
Ende vom Lied - Nervenwurzelläsion L5/S1, da mein Nerv extremst verärgert war, dass er innerhalb von 2 Monaten 2 x geschnitten wurde.
Super... Dienstags kam der Orthopädietechniker : lila Krücken (die Sommerfarbe schlechthin ;-)))), Korsett von der Brust bis zum Po und Beinschiene (wie eine Sohle - bis unters Knie).
Ich kam mir vor wie ein Polizist im Vollschutz - und im Hochsommer echt nicht zu empfehlen.
Dann durfte ich nach Hause ... ich konnte nicht alleine stehen, Zähne putzen im Sitzen, Weg vom Sofa / Bett zum Klo war nicht ohne Krücken und Korsett möglich.
Meine Familie und Freunde völlig fertig - keiner konnte sagen, ob ich wieder fit werde - bzw. wie lange es dauern würde.
Zum Glück habe ich einen tollen Freund, eine tolle Familie und tolle Freunde..... sie besuchten mich alle zu Hause und halfen wo sie konnten und versuchten mir im Rahmen der Möglichkeiten ein Sozialleben zu ermöglichen.
Ich versuchte tapfer zu sein...musste lernen auch mal "Nein" zu sagen...heute geht es mir gar nicht gut und ich will alleine sein...aber auch dafür hatten sie Verständnis... und kamen trotzdem wieder ;-)))))))

Inzwischen war ich auch auf 4 x täglich 20 Tropfen Tramal - ohne war es nicht auszuhalten.

Eine Reha habe ich nach der 2ten OP verweigert - mein Doc hatte vollstes Verständnis.

Mein Physio hier - 1,85m , 115 kg und Ex - Football Spieler fing erst mit Strom an und langsam wechselten wir zur Krankengymnastik.
Ihm habe ich viel zu verdanken... meine Beschimpfungen lies er stoisch über sich ergehen - man ist tierich gefrustet, wenn man bis vor kurzem noch geboxt hat - und nun zwischen 2 Liegen, einer Wand und seinem Physio eingeklemmt wird, damit alle Richtungen abgesichert sind, in die man fallen könnte.
und ich meine fallen - richtig fallen - wie ein nasser Sack... weil man keine Koordination mehr hat.
Die Beinschiene war die Hölle - meine Hacke war komplett wund und meine Achillessehne aufgerissen.
Also gabs die zweite - wie ein stabilerer Strumpf. Null Stütze - und außerdem hat diese die Blutversorgung des Fusses fast komplett
unterbunden.

Mittlerweile kann ich einigermaßen alleine laufen - eher wackeln wie ein Pinguin - aber ich gehe im Rahmen meiner Möglichkeiten.
Mein Pferd hat mich nie mehr geliebt als jetzt - ich komme zum Füttern und Bepuscheln - reiten ist nicht absehbar.
Mein Physio hat immer noch eine Engelsgeduld ....
ich habe die dritte Schiene bekommen (Blue Rocker - 190 gramm - Carbon - 700.-- Euro - Sondergenehmigung von der KV - drückt auch nicht mehr, sobald die Knochenhaut vernarbt ist - wie lange das dauert, kann keiner sagen)....
Anwalt ist eingeschaltet - meiner Meinung nach ist es grob fahrlässig, Azubis ohne Aufsicht an Patienten "üben" zu lassen....

Das fiese an dieser Nervenlähmung ist, dass du deinen Fuss spürst - aber nicht mehr richtig bewegen kannst. Meine Zehen sind Fremdkörper hochziehen ist nicht möglich - dadurch kann ich beim Gehen auch nicht abrollen. Ich kann mich schon wieder leicht auf die Zehenspitzen stellen - mit Halt - an Hackengang ist nicht zu denken - braucht man ja eigentlich nicht - aber auch nicht schön, wenn es nicht mehr klappt.

ABER ICH HABE NOCH GLÜCK GEHABT! !!!!!!

Lt. meinem Operateur hat ihn das alles eh gewundert... er hatte nach der 2ten OP gesagt, dass er Querschnittslähmung mit Kontrollverlust über Körperflüssigkeiten diagnostiziert hätte - hätte er mich vorher nicht gehen sehen.
Er meinte, dass er sich gewundert hat, dass ich überhaupt noch laufen konnte.....

Jetzt sind 5,5 Monate rum.... endlich hat mal einer das Wort "NERVENLÄHMUNG" in den Mund genommen - womit man als Patient mehr anfangen kann - als mit Parese oder Läsion.....
6 - 12 Monate kann so etwas dauern....
und ich lerne geduldig zu sein.....

Warum schreibe ich dir das alles :

1. Versteifung geht auch "sanfter" mit diesen Cages - du bekommst keine Schrauben und Platten - und bist deutlich beweglicher als mit kompletter Versteifung
2. Eingriff ist kleiner - Narbe ist kleiner (nur knapp 5 cm)
3. lasse dich um Himmels willen nicht von Azubis etc. behandeln - Patienten haben auch Rechte und sind keine Dummys zum Üben

Liebe Grüße und ich hoffe, ich konnte dir damit helfen,

Nina
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Stiefele
Geschrieben am: Montag, 07.Dezember 2009, 12:41 Uhr


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Hallo Mocca,

die ganzen Fragen die vor einer Spondy zu klären sind, hat Maria dir ja bereits geschrieben.

Der Bericht von Nina macht einem wirklich Angst, man sieht was einem auch nach einer OP noch so alles passieren kann.

Ich kann dir im Moment berichten, wie es mir nach meiner Spondy L5/S1 geht. Meine ventrodorsale (von vorne und hinten) Spondy war am 18.11.09 im Rehabilitationskrankenhaus in Ulm. Nach einer Nacht auf Intensiv konnte ich im Beisein von 2 Physios aufstehen und einige Schritte gehen. Da es mir im KH echt gut ging und ich auch alleine aufstehen und gehen konnte wurde ich am 25.11. entlassen. Momentan geht es mir, trotz einem verärgerten Nerv und Schmerzen im linken Bein (lt. meinem Physio muskulär bedingt) für diese OP unheimlich gut.

Meinen nächsten Termin im RKU habe ich am 30.12., hier wird nach einem Kontrollröntgen entschieden, ob ich sitzen darf (die Schrauben müssen eingewachsen sein).
Eine AHB ist ab dem 11.01.2010 für 3 Wochen geplant, da werd ich ganz besonders darauf achten, wer mich behandeln will (ich sagte schon, dass mir die div. Beiträge hier im Forum zu denken geben, auf wen man hören darf).

Die gesamte Krankendauer wurde mir vor der OP mit 3 Monaten angegeben, dann Wiedereingliederung. Mein Doc hat gemeint, das sei realistisch.

Du siehst, ich kann dir nichts über Langzeiterfahrungen berichten, da ich mir aber gesagt habe, dass ich nach mehreren Jahren nur mit Schmerzen, Einschränkungen usw. diese OP als letzte Möglichkeit für mich sehe, um aus den Schmerzen herauszukommen, habe ich mich nach langem Überlegen für die OP entschieden.

Wenn du noch Fragen hast, die ich dir vielleicht beantworten kann, kannst du mir auch ne Privatmail schicken.

Liebe Grüße

Elke
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Mocca
Geschrieben am: Sonntag, 27.Dezember 2009, 02:24 Uhr


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Hallo zusammen .Danke für die Antworten. Fangen wir an.
1.) Derzeitige Beschwerden und Leiden!!
1.1 Bandscheibenvorfall L5/S1 zum 3 Mal an der gleichen Stelle.
1.2 Ausstrahlung ins Linke Bein.
1.3 Fussheber schwäche rechts.
1.4 Starke Rückenschmerzen in der Bandscheibe ( Stechender Schmerz)( Messer drin steckt).
1.5 Blasen und Mastdarmstörung.
1.6 Hinkentes Bein Links

2.) Medikament
2.1 Lyrika
2.2 Musaril N
2.3 Oxycorton 20mg
2.4 Cortison
2.5 Ortodon
2.6 Valoron 150
2.7 Magenschutz


OP`S
2006 Bandscheibe L5/S1 Marköningen
2009 Bandscheibe L5/S1 München

Nach der OP .
1. Wieder einen Bandscheibenvorfall L5/S1
1.1 Atrosse im Bereich L5 und L4
1.2 Nervenwurzel Entzündungen auf 3 Ebenen
1.3 Vollausstrahlung ins linke Bein.
1.4 Brennender Nerv Links
1.5 Blasen und Mastdarm Störung etc.

So war in einigen Kliniken und habe mich beraten Lassen. Dabei wurde mir gesagt das mann es sofort Operieren muss denn Bandscheibenvorfall. Aber Sie haben Angst das beim 3 Mal meine LWS instabil wird. Daher raten Sie mir mich versteifen zu lassen. Aber ich habe mich jezt mehrfach Spritzen Lassen .
1.Filtration der LWS / Kein Erfolg
2.Nerven Stilllegen/Kein Erfolg.
3. Medikamente nur noch BTM Hilft.
3 Schmerzarzt/Neurochi aufgesucht und behandelt lassen /Kein Erfolg.
4 Liege Flach wie eine Flunder .

Wer weis weiter :traurig2
PM
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Ave
Geschrieben am: Montag, 28.Dezember 2009, 15:32 Uhr


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Hallo


Tja, ich würde mal sagen, Du kommst um eine Versteifung nicht herum, so schlimm es auch klingt.
Du hast schon Blasen- und Mastdarmstörungen, da ist eine sofortige OP normalerweise unerlässlich!!!!
Du pokerst wirklich hoch!
Denn diese Problematik kann bleiben, wenn zu spät operiert wird!

Und eine dritte "normale" Op wird Dir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Instabiität kommen und vermutlich ist die Bandscheibe so hinüber, dass sie wieder vorfällt.
Wie oft soll da noch rumoperiert werden? Jede OP birgt auch die Gefahr von Narbenbildung!

Ich rate normalerweise jedem von einer OP ab, auch von einer Versteifung, aber wenn ich lese, was bei Dir Sache ist, dann denke ich, ist es nicht mehr 5 vor 12, sondern schon 5 nach 12!!!
Lange solltest Du nicht mehr warten, sondern Dich bald entscheiden!!!

Eine Versteifung ist wahrlich kein Spaziergang, nach einer OP ist Schonung in den ersten Wochen ganz wichtig, aber ich denke, mit einer Versteifung hättest Du endlich mal eine Option aus der Scheisse (sorry, dass ich es so drastisch ausdrücke) in der Du grade sitzt, rauszukommen.

Natürlich kann der worsest case eintreten und die Versteifung für die Katz sein, weil sich nach der OP nix ändert.
Aber mit jedem Tag, den Du mehr wartest, wird das wahrscheinlicher, dass Deine Nerven so irreparabel geschädigt werden, dass sie sich nicht mehr erholen.

Tut mir leid, ich sehe für Dich keine andere Option! Meiner Meinung nach hast Du eh schon viel zu lange gewartet.
Ich selbst bin auch versteift, mich hat man ein Jahr zu spät operiert, aber meine Beschwerden waren im Vergleich zu Deinen Pipifax und bei mir war die Schmerzchronifizierung so weit fortgeschritten, dass ich nach der Versteifung noch mehr Schmerzen hatte als vorher und auch mein Nervenschmerz im rechten Bein hatte sich chronifiziert (neuropathischer Schmerz), so dass ich nach der Versteifung auch wieder Nervenschmerzen im re. Bein hatte.

Jedem anderen würde ich jetzt raten, eine Versteifungssimulation mit Gipskorsett zu probieren ( kann eine Versteifung zwar nicht 1:1 simulieren, aber ein wenig Erkenntnis bringt es schon), aber Du hast meiner Meinung nach keine Zeit mehr.

Ich kann Dir nur alles Gute wünschen und dass Du Dich noch rechtzeitig für Was-auch-immer entscheidest...
Natürlich haben die Ärzte das letzte Wort, aber diese raten Dir ja auch zu einer Versteifung. Ich bin kein Arzt, ich gebe nur meine persönliche Meinung wider und nur Du allein entscheidest.

Gute Besserung

Lg
Maria

Bearbeitet von Ave am Montag, 28.Dezember 2009, 16:24 Uhr
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Mocca
Geschrieben am: Montag, 28.Dezember 2009, 16:50 Uhr


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Hallo zusammen.
Ich Danke für die Worte die du geschrieben hast.
Ich weis das es wirklich 12 Uhr ist .Aber es sind derzeit keine Plätze bei uns frei und muss warten.
Habe die nächsten Tage weitere Termine und dann schauen wir.
Danke an alle das ihr da seid.
MFG Mocca :up
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Mocca
Geschrieben am: Dienstag, 29.Dezember 2009, 02:39 Uhr


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Hallo wer war zur Spondy in Marköningen.
Erfahrungsberichte bitte.
Wer kann mir helfen Bitte
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Luici
Geschrieben am: Donnerstag, 04.Februar 2010, 05:58 Uhr


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Hallo :; Hab mich im Forum neu angemeldet .Bin im März 2009 in Emmerich in einer Spezialklinik operiert worden.Spondylolisthesis Grad 3-4 Nach fast einem Jahr muss ich sagen ich bin froh das ich die OP habe machen lassen ich bin schmerzfrei.Natürlich sind die Schmerzen ab und zu mal da aber lange nicht so wie vor der OP.Nun geht es bald wieder ins Arbeitsleben muss noch zum Betriebsarzt dann gehts los mit der Wiedereingliederung.Kann nur raten in eine Spezialklinik zu gehen und das Jahr einzuplanen.Wichtig wie schon oft erwähnt Eine gute Reha und Muskelaufbau.Will nun für mich hoffen das das mit dem Schmerz auch im Arbeitsleben so bleibt und nicht bald drüber was kaputtgeht
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