Bandscheiben-Forum

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> Heute Bescheid von der Rentenversicherung, Rat und Erfahrung gesucht
frühling
Geschrieben am: Samstag, 07.Januar 2017, 18:44 Uhr


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Hallo,
nachdem ich im Oktober beim Gutachter war, kam nun heute der Ablehnungsbescheid
der Erwerbsminderungsrente. Eigentlich wie erwartet.

Was mich stutzig macht, ist die Angaben der Diagnosen in diesem Bescheid, die Hälfte fehlt!

Habe ich ein Recht darauf den Bericht des Gutachters anzufordern?

Da ich am 18. Januar einen Besprechungstermin in einer Klinik habe zwecks Spondylodese, werde ich mit dem
Widerspruch noch solange warten.
Den neuesten Bericht vom Neurochirurgen hat die Rentenversicherung auch nicht, da dieser Termin
nach dem Gutachtertermin war.

Ich dachte ich werde diese Berichte dann dem Widerspruch beilegen? Oder ist es sinnvoller sich mit
dem Widerspruch an einen Anwalt zu wenden?

Mit dem Ablehnungsbescheid kam gleichzeitig an Antrag zur Teilhabe am Arbeitsleben. Die zuständige
Sachbearbeiterin werde sich dann bei mir melden, sobald sie meine Akte gesichtet hat.

Welchen Weg soll ich gehen?
Was ist richtig?

Ich freue mich sehr auf Antworten und lieben Dank

Eveline

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Stefan77
Geschrieben am: Samstag, 07.Januar 2017, 19:40 Uhr


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Hallo,

den Bericht kannst Du anfordern.

Ein Anwalt ist sehr teuer.

Ich habe mir Hilfe beim VDK geholt.

Grüße

Stefan
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milka135
Geschrieben am: Samstag, 07.Januar 2017, 20:08 Uhr


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Hallo Frühling,
zu der Frage:
Zitat (frühling @ Samstag, 07.Januar 2017, 18:44 Uhr) 

Habe ich ein Recht darauf den Bericht des Gutachters anzufordern?

Ja, das Recht hast du und von dem Recht soltest du vor einem ausführlichen Widerspruch gebrauch machen!
Zu dem soltest du auch um eine Kopie von den Bericht die DEINE Ärzte im Auftrag/Anforderung der RV verfasst haben. Dann siehste erst mal ob deine Ärzte mitgezogen haben.

So wie du schriftl. (Einschreiben) bei der RV um die Kopien bittest. Soltest du einige Sätze im Sinne eine Fristwahrend Widerspruch schreiben und deutl. schreiben, dass ein ausführlicher Widerspruch von dir erst erfolgen kann. Wenn die Kopien bei dir eingetroffen sind. Für die Kopien wirst du aber pro Seite 0,50€ bezahlen.

Da Gutachter nie allein die Verantwortung übernehmen wollen und der Puhmann sein will der gegen dem Staat arbeitet und dich in die EU-Rente schickt. Fallen gern mal Diagnosen & Co. unter dem Tisch.

Liebe Grüße,
Milka
:;
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frühling
Geschrieben am: Samstag, 07.Januar 2017, 20:22 Uhr


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Hallo ihr beiden ,
Lieben dank.
Der brief geht gleich am montag raus.
Lg Eveline
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paul42
Geschrieben am: Sonntag, 08.Januar 2017, 18:43 Uhr


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Hallo Eveline

Inhaltlich kann ich mich den Vorschreibern durchaus anschließen.
Rein rechtlich gesehen hast du Anspruch auf Akteneinsicht.

Was dir aber klar sein sollte, dass es nach dem Widerspruch nur noch den Weg der Klage gibt sollte der Widerspruch abgelehnt werden.

Das mit einen RA durchzuboxen würde ich dir auf keinen Fall empfehlen.
Besser wäre wirklich so wie Stefan schon geschrieben hat die Sache zusammen mit dem VdK grundsätzlich zu prüfen.

Was ich ebenfalls als wichtig erachte ist die Fragestellung mit der der Gutachter beauftragt wurde.

Nicht die Vielzahl von Befunden ist dabei ausschlaggebend, von daher ist es fraglich ob für das Gutachten aus Sicht des Gutachters der Rest wirklich bewußt weggelassen wurde.
Wer Klage erhebt ist in der Beweispflicht.
Recht haben und Recht bekommen ist nicht so einfach.
Ich bin nicht sicher ob jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist um dagegen anzugehen.

Eigentlich steht schon in Stein gehauen, das du noch eine sehr wichtige und schwierige Entscheidung zu treffen hast.
Selbst den Antrag auf "Teilhabe am Arbeitsleben" kannst du vermutlich vergessen.

Eine berufliche Umschulung dauert 2 Jahre, bist du sicher ob du das wirklich durchstehst?

Dir haben jetzt drei Ärzte zur Versteifung geraten und ob der nächste Termin zu einem anderen Ergebnis kommt, glaube ich ehrlich gesagt auch nicht.
Was bringt dir in der Situation die Rente die vermutlich nur durch jahrelangen Rechtsstreit erreichbar erscheint.

Rein theroretisch kannst du jedes Jahr einen neuen Rentenantrag stellen.

Demnach würde ich dir empfehlen die Sache mit dem VdK zu beschrechen. Akteneinsicht und das Gutachten solltest du einfordern und von mir aus formlos Widerspruch einlegen.

Eines möchte ich noch erwähnen.
Sollte demnächst tatsächlich eine Spondylodese durchgeführt werden müssen, ist dieser Umstand nicht automatisch Bestandteil eines Rechtstreites der auf dem jetzigen Rentenantrag basiert.

viele Grüße
paul42
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Jürgen73
Geschrieben am: Sonntag, 08.Januar 2017, 18:51 Uhr


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Hallo Eveline,

Zitat

Da ich am 18. Januar einen Besprechungstermin in einer Klinik habe zwecks Spondylodese, werde ich mit dem
Widerspruch noch solange warten.


na ja, eine OP sieht für die DRV so aus das du danach geheilt bist und du wieder arbeiten kannst. :z

Was wahrscheinlich bei dir nicht der Fall ist.

Ich würde erstmal den Antrag auf Teilhabe stellen.

Das kann ja auf alles hinauslaufen von Reha bis Rente ist da alles möglich was dir bewilligt werden könnte.

Z.B. könnte in einer Rehamaßnahme deine Arbeitsfähigkeit getestet werden und eventuell doch eine Rente bewilligt werden.
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murmel
Geschrieben am: Montag, 09.Januar 2017, 01:51 Uhr


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Hallöchen Frühling :;

Hast du schon mal im Forum bei Dauerbrenner nachgeschaut?
Du wirst dort große Hilfe finden. Man braut da nicht alles noch mal schreiben!
Viele kommen erst viel zu Spät dort hin!

Es werden viele Hinweise gegeben!
Wie hier zum Beispiel. Dokumentation darauf sollte man achten!
http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=28431

Wie schon meine anderen Bandis schrieben
Ja
Antrag beim Gutachter auf eine Kopie der Begutachtung!
Mit Fristsetzung Ca:14Tage
Solltest du noch Krankengeld von der Krankenkasse beziehen
Ich kann nur sagen Spreche mit deiner Krankenkasse und bitte um eine Untersuchung durch den MDK!
Ansonsten auch wen du zum Arbeitsamt musst auch dort eine Untersuchung anfordern!
Du stehst am Anfang mit der Rentenversicherung

Bei jeglichen Untersuchungen von Ämtern sollte man sich jemand mitnehmen der einen beim
An und Ausziehen erheblich hilft!
Warum Antworte ich nur per PM

Den Widerspruch würde ich sofort schicken

Mit Der Vollständige Widerspruch erfolgt erst nach Einsicht von ihnen zugesendeten Vom Gutachter vom ….

So vergeht die Widerspruchfrist nicht!

Und man kann sich erst mal in das Gutachten rein finden!

Hallochen Paul
Altes Sprichwort eigentlich hier im Forum!
Wer nicht kämpft hat schon verloren!
Über den VDK und andere Verbände kann man schon streiten!
Würde Sagen nur so Gut wie der Mitarbeiter vor Ort.
Über den VDK wurde ja schon viel geschrieben!
Ich zum Beispiel würde jede Dokumentation zu mir immer nach Hause schicken lassen und
nicht zum VDK so hab ich die Kontrolle über fristen di man einhalten muss und kann gleich alles meiner Dokumentation hinzufügen.

Mit freundlichen Grüßen
murmel :bank
PS.
Problem ist das es sehr schwer ist eine Berentung mit der Bandscheibe! Da es eine Berufsunfähigkeit in dem Sinne nicht mehr gibt
Es wird oft auf eine Verweisungstätigkeit verwiesen leider! :traurig2

Bearbeitet von murmel am Montag, 09.Januar 2017, 01:52 Uhr
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frühling
Geschrieben am: Donnerstag, 12.Januar 2017, 10:34 Uhr


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Guten Morgen ihr Lieben,
so nun habe ich mal ein paar Nächte über alles geschlafen oder auch nicht :traurig2

Ich bin das Ganze jetzt mal der Reihe nach angegangen.
Zunächst hab ich die Beitrittserklärung des VDKs abgeschickt.
Gleichzeitig mein Gutachterbericht angefordert und formlosen Widerspruch eingelgt
bis ich die Unterlagen habe.

Danach werde ich einen Termin beim VDK machen und mich beraten lassen. Die haben ein
Büro bei uns in der Stadt, somit muss ich keine grossen Wege zurücklegen.

Sollte mir die Zeit vor der OP dazu nicht mehr reichen, werde ich eben zur gegebenen Zeit einen neuen
Antrag stellen.
Oder aber, meine Hoffnungen erfüllen sich und ich kann doch mal wieder Arbeiten gehen.
Das wäre mir ja eigentlich das allerliebste.

Ich wünsche Euch einen schönen Tag

lg
Eveline
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paul42
Geschrieben am: Donnerstag, 12.Januar 2017, 16:34 Uhr


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Hallo Eveline

Ich denke du warst fleißig genug, viel mehr ist im Moment nicht möglich.

Das du schlaflose Nächte hast ist zwar verständlich aber es wird sich mit der Zeit geben.
Mir ist schon klar, dass dir einiges durch den Kopf geht, aber bzgl. des Rentenantrages bzw. zum Widerspruch solltest du die Sache eher gelassen angehen. Die Mühlen der Behörden mahlen sehr langsam und es werden dazu Monate vergehen bis es zu einer erneuten Entscheidung kommt.

Bevor dir das Gutachten nicht vorliegt, kann man eigentlich kaum abschätzen wie es weiter geht.
Dennoch macht es Sinn sich mit den Unterlagen zu beschäftigen und dazu deine Krankenakte anzulegen. Besorge dir falls notwendig alle Befunde damit du diese als Kopie f.f. dem VdK vorlegen kannst.

Was deinen Termin nächste Woche zwecks zusätzlicher med. Einschätzung betrifft, versuche ruhig und gelassen zu bleiben.
Im Prinzip ist jetzt schon bekannt, was dich möglicherweise erwartet.

Sollte der Termin eine weitere Option auf konservative Behandlung aufzeigen, kannst du für dich überlegen, ob dazu aufgrund deiner Beschwerden noch eine Chance besteht.

Dein bisheriger Weg hat dir leider gezeigt, dass alle bisherigen Versuche immer nur ein zeitlicher Aufschub gewesen sind.
Unter Berücksichtigung der winterlichen Wetterlage wäre es dennoch sinnvoll irgendwie die Sache hinaus zu schieben bis der Winter endgültig vorbei ist.
Dieser weitere Aufschub ist jedoch nur vertretbar, wenn dazu aus med. Einschätzung nichts dagegen spricht.

Was ich positiv finde, dass du mit Hoffnung bereit bist, den Weg einer OP in Betracht zu ziehen.
Irgendwann ist man aufgrund persönlicher Bemühungen trotzdem einfach am Ende, sich täglich fortlaufend zu quälen und dann ist man auch bereit sich dieser schwierigen Entscheidung zu stellen.

viele Grüße
paul42
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