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Komplette Version 2. NCH Meinung eingeholt

Bandscheiben-Forum > HWS-Forum
Dickusch
Hallo Bandis,
wie ihr wißt war ich ja im Januar bei einem NCH mit meinen Bildern und er bekräftigte die Notwendigkeit einer Op. Verweise dazu auf meinen Tread vom 17.1 KLICK MICH Er wollte von C4 -C7 verplatten,huch, hört sich ja schrecklich an.
Jedenfalls war er sehr fair und hat mir empfohlen, einen weiteren NCH zu einer Stellungnahme aufzusuchen. Nun war ich also gestern in der Uniklinik Dresden in der Neurochirurgie und war bei einem super netten und sympathischen NCH gelandet. Er hatte sich schon meine Bilder vom MRT und Röntgen angeschaut und die LWS meinte er, können wir erst mal ignorieren, weil momentan kein großer Handlungsbedarf nötig sei. Aber!!!! Ihre HWS sieht übelst aus. er betonte, daß er eigentlich sehr konservativ eingestellt ist und OP's so gut als möglich vermeiden will. Ihm macht jedoch meine BS C5/6 sehr große Sorgen. Er stellte fest, daß in diesem Bereich gar kein Liquor mehr vorhanden ist und die BS sich bereits verknöchert hat und unheimlich Druck auf das Rückenmark ausübt. Daraus resultieren meine starken Bewegungseinschränkungen und die Taubheit im Genick und dem oberen Rücken. Kurz gesagt, die BS muß raus und er würde dann einen Cage aus Titan dazwischen schieben, also nur eine Etage.Ich frug dann nach einer beweglichen BS -Prothese. Antwort:die setzen wir nur bis Lebensalter 50 ein und da bin ich ja mit 58 schon ein bißchen drüber. Auch würden dabei noch die knöchernen Anbauten etwas weggenomen, damit wieder mehr Raum wird.er meinte auch, das sind sicher MRT-Bilder im Liegen. Die könnte er nicht so richtig verwerten, weil er doch wissen will, was das ganze in Bewegung veranstaltet.Er hat mir angeboten, daß ich 10-12 Tage stationär komme, um dann einige Untersuchungen durchzuführen. EMG usw. Dann sollen auch die einzelnen BS meiner HWS angespritzt werden schulterzuck.gif
Ich mußte auch diesen Seiltänzertest machen. Mit geschlossenen Augen ging da nicht mal mehr 2 Schritte. Als ich ihn noch gefragt habe wegen der Verplattung, die der erste NCH machen wollte meinte er, dann nehme ich ihnen ja die Beweglichkeit förmlich weg und ein halbes Jahr später liegen sie wieder hier bei mir.
Also, ich habe ein ganz gutes Gefühl und habe mich zur OP durchgerungen. Ist ja nicht gleich heute oder morgen. Erst mal stationäre Diagnostik Wartezeit 3 Monate, OP wartezeit 5 Monate.So können wir alles in Ruhe planen.
Sorry, ist mein Post aber lang geworden. Danke fürs lesen Dickusch
Eumel1979
Hey Dickusch!!

Das klingt doch ganz gut. Hätte glaube ich auch ein gnaz gutes Gefühl...

Halt uns doch auf dem Laufenden!!!

LG Eumel
isab
Hallo Dickusch,

das liest sich ja gut.

Ich finde es sehr gut, dass eine
vernünftige Diagnostik gemacht wird.

Bei mir wurde nur die schlimmste
Stelle C 4/5 operiert und jetzt machen
unteren Etagen ganz schlimme
Probleme.

Du hast ja die Zeit, Dir alles genau
zu überlegen und das für und wieder
abzuwägen.

Ich wünsche Dir gute Besserung.

LG Isab wink.gif
Dickusch
Hallo Bandis,
Seit gestern liegt mir nun der Befund des NCH vom 13.03. vor. Ich möchte euch daraus einige Passagen zur Kenntnis geben und wissen, wie ihr das interpretiert.das übliche bla bla lasse ich mal weg.

Diagnosen:
-Kyhosierung der HWS mit Scheitelpunkt 5/6, hier ausgeprägte Osteochondrose und Spinalstenose mit radiographischem Verdacht auf Myelopathiesignal
- HWS Stenose 6/7 , Spinalknal auf beiden Ebenen noch ca. max 8mmm

Bei Pat. besteht seit Jahren ein HWS/LWS Syndrom, was zu EU führte. Mittlerweile besteht eine progrediente Bewegungseinschränkung der HWS in alle Richtungen, insbesondere Retroflexion nicht möglich.zusätzlich erhebliche allgemeine Minderung der Leistungsfähigkeit.
Aufgrund der Multisegmentalität möchte man natürlich einerseits gern von einem op. Vorgehen Abstand nehmen , ich bin mir noch nicht sicher, ob bereits in Höhe 5/6 ein Myelopathiesignal zu verifizieren ist. Ich denke, daß die Pat. von einer Dekompression in Höhe 5/6 und der Implantation eines Cages profitieren könnte, wobei mir natürlich auch die Probleme der Anschlussstörung 6/7 bekannt sind.
Konservativen Massnahmen ist meist der Vorzug zu geben. Ich halte es für nötig, bei einem Neurologen eine Tibialis SEP sowie MEP Untersuchungen durchführen zu lassen, um eine signifikante Schädigung medullärer Strukturen auszuschliessen.
Sollte sich die Pat weiter konservativ therapieren lassen, so halte ich eine Einweisung in eine Wirbelsäulenklinik im Rahmen einer stat. Reha für sinnvoll. Auch muß eine MRT - Verlaufskontrolle erfolgen.

So, was nun? Verstehe ich das richtig, daß er selber von einer Op nicht so ganz überzeugt ist? Oder sieht er einige Risiken und versucht es noch hinauszuzöger?Und was würden die erwähnten Untersuchungen hervorbringen? Fragen über Fragen. habe schon gegoogelt, aber nicht alles verstanden.vielleicht können mir einige von euch was Näheres dazu schreiben. kinnkratz.gif kinnkratz.gif
Danke für Eure Statements und evtl Ratschläge.
Tschüß eine nachdenkliche und etwas ratlose Dickusch
Ralf
Huhu Dikusch,

der Bericht besagt recht offen, daß die Chancen für eine Versteifung von C5/C6 sehr gut scheinen (eine Garantie bekommt man ja nie). Ob das Myelon schon bedrängt wird, konnte der Arzt nicht festmachen. Deshalb ja auch die weiteren Untersuchungen.

Genau wie wir ja auch immer betonen, daß der konservativen Behandlung der Vorzug zu geben ist, würde er es auch empfehlen, wenn die weiteren Untersuchungen negativ sind.

Auf jeden Fall solltest Du noch mal mit dem Arzt das weitere Vorgehen besprechen! Finde den Bericht übrigens sehr gut geschrieben klatsch.gif

Wünsche Dir viel Erfolg bei den weiteren Abklärungen!

Liebe Grüße

Ralf winke.gif

P.S. Habe mir erlaubt, den Bezugsbeitrag vom 17.01. zu verlinken. zwinker.gif
Dickusch
Hallo Ihr,
war heute bei meiner Schmerzi und sie hat sich den Bericht vom NCH auch durchgelesen. Ihre Meinung: Der NCH "eiert" ein wenig herum. Er hätte kein gutes Gefühl, diese OP evtl machen zu müssen. Den Tip mit der Klinik fand sie ganz gut, sagte aber, daß dadurch meine absoloute HWS Stenose leider auch nicht weggeht. Und anhand meiner übrigen Befunde, die sie alle hat, vermutet sie, daß mehr als nur 5/6 operiert werden müßte. Ihre Devise ist eigentlich, OP nur dann wenn absolout nichts mehr geht, sie fürchtet jedoch, daß ich nicht darum herumkomme und es alles andere als ein Spaziergang werden wird. Das ist mir ja schon klar. Bei mir sind nicht starke Schmerzen das Problem, sondern daß meine Beweglichkeit immer mehr und in letzter Zeit ziemlich rapide abnimmt.Kann mich fast nicht mehr drehen, die Kräfte schwinden irgendwie auch.So ein Sch...aber auch. Selbst Physiotherapie egal welcher Art bekommt mir zur Zeit gar nicht. Meine HWS ist so was von sensibel geworden, schon das Drüberstreichen mit einer Hand, läßt mich hochspringen. weinen.gif Tens bekommt mir ebenfalls nicht mehr und selbst nach meinem geliebten Wassersport bin ich nur noch alle. Weiß gar nicht, wie das nun weitergeht.Gestern bin ich nun 58 geworden, aber gefühlt habe ich mich wie 100. na was solls. Diese Phase wird auch mal wieder vergehn. Und Unkraut vergeht nun mal nicht. Werde mich schon wieder hochrappeln. heul.gif
Danke, daß ich mich mal aussprechen(schreiben) konnte.
LG Dickusch
Hermine
Hallo Dickusch wink.gif

so jetzt erstmal smilie_troest.gif und durchatmen !!!!

Weisst Du, ich fände es schon richtig erstmal die gesamte Diagnostik durchzuziehen und die Befunde abzuwarten.

Was ich auf jeden Fall machen würde (ich jetzt für mich persönlich) - alles an konservativen Behandlungen wahrzunehmen die man bekommen kann und sogar die vorgeschlagene stationäre Reha in Anspruch nehmen.

Sollten die Befunde der noch ausstehenden Diagnostik dass natürlich zulassen.

Sollten sich bei den Untersuchungen Befunde ergeben die eine OP unumgänglich machen sollten dann würde ich denke ich mal auch nicht mehr lange überlegen und sie machen lassen - der Doc scheint sich ja auch viel davon zu versprechen so wie es lt. Befund zu lesen ist.

Vielleicht bringt Dir ja die stationäre Reha was da bist du jeden Tage in Behandlung und es wird mit Dir konsequent an Deinerm Körper gearbeitet - ich denke mal wenn, wie gesagt die noch ausstehenden Befunde es zu lassen würde ich wirklich die Chance wahrnehmen und erstmal konservativ alles ausnutzen - danach kann man dann immer noch weiterüberlegen.

Ich weiss, es ist schwer - aber versuche nach vorne zu schauen und nicht nach hinten auch wenn es oft schwer fällt. Rede über Deine Sorgen und Ängste dass tut ungemein gut und man fühlt sich etwas besser danach!!!

Wünsche Dir ganz viel Kraft streicheln.gif

LG



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