Newsletter Juli
2010-07-26 19:09:15

Lieber Bandi [NAME]
Banditreffen im Raum München (Reichertshausen) vom 10.09. bis 12.09. 2010
Liebe Bandis,
wir freuen uns, dass wir nun auch das Programm zu unserem Banditreffen vom 10.09. bis 12.09.2010 bekannt geben können.
Das Banditreffen werden Topsy und Dieter in Reichertshausen ausrichten. An dieser Stelle schon mal unser Dank für die Planungsphase.
Doch nun zum Ablauf:
Anreisetag 10.09.2010:
Wer mit dem Flieger kommen möchte, der ist auf dem Zielflughafen München richtig. Von dort bitte mit dem Zug bis Reichertshausen. Von dort sind es noch 5 Gehminuten bis zum Gasthof Lindermeir.
Wer mit dem Zug anreisen möchte, bitte ebenfalls Reichertshausen anfahren.
Wer mit dem Auto anreist, sollte der Stimme von Blondie folgen, vorausgesetzt, Ihr habt Blondie Eure Wünsche mitgeteilt.
Programm:
Am Freitag steht uns eine Holzhütte zur Verfügung. Dort werden wir einen gemütlichen Grillabend ab ca. 18.00 Uhr verbringen.
Für Essen-Spenden wären wir sehr dankbar! Zwecks Koordination setzt Euch bitte mit Topsy in Verbindung.
Am Samstag werden wir nach dem Frühstück gegen ca. 10.00 Uhr mit dem Reisebus nach Kehlheim fahren und die Befreiungshalle anschauen.
Nach der geplanten Stadtbesichtigung geht es um 13.20 Uhr weiter mit dem Schiff durch die Weltenburger Enge nach Weltenburg zum Kloster Weltenburg, wo wir eine Verschnaufpause einlegen werden. Je nach dem, wie Ihr Euch fühlt, können wir dort auch noch andere Sehenswürdigkeiten besichtigen. Anschließend fährt uns der Reisebus gegen 16.00 Uhr wieder nach Reichertshausen zum Hotel zurück.
An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass die Kosten für den Grillabend am Freitag und der Samstag (Bus, Schiff, Eintrittsgelder, etc.) vom Forum getragen werden. Lediglich für Euer leibliches Wohl müsst Ihr selber sorgen.
Am Samstagabend treffen wir uns gegen 18.00 Uhr im Gasthof Lindermeir im Nebenzimmer zum Essen und gemütlichen Beisammensein.
Am Sonntag nach dem Frühstück (bis 11.15 Uhr) heißt es dann Abschied nehmen. Wer von Euch noch zu Mittag bleiben möchte, bitte eine kurze Rückmeldung an Topsy, damit ein gemeinsamer Tisch reserviert werden kann.
Wir hoffen, das Programm gefällt Euch und wir freuen uns auf ein Kennenlernen/Wiedersehen mit Euch!
Wir warten auf Eure zahlreichen Anmeldungen, wobei wir uns über "neue" Teilnehmer sehr freuen würden!
Anmeldungen bitte in diesem Thread.
Anmeldungen bitte in diesem Thread.
Liebe Grüße und in freudiger Erwartung
Topsy und Dieter, Harro und Heidi so wie das Team von www.diebandscheibe.de
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Quelle: „Heart“
Mit Rheuma ins Fitness-Studio?
BERLIN (eb). Bewegungstherapie ist ein wichtiger Teil bei der Behandlung entzündlichen Rheumas. Ziel ist, die Funktion von Gelenken, Muskeln und Bändern und damit die Mobilität zu erhalten. Spezielle
Trainingsprogramme berücksichtigen Belastbarkeit und Funktionsstatus der Patienten. Wichtig sei auch ein ärztlicher Check-up.
Auch Patienten mit entzündlichem Rheuma können Sport treiben, doch sollte das in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt geschehen.
Darüber hinaus wollen aber vor allem junge Betroffene nicht auf ihren Sport im Fitness-Studio verzichten. Doch dort fehle es oft an fachlicher Expertise, um den speziellen Anforderungen der Erkrankung
gerecht zu werden. Zu diesem Fazit kommt Professor Uwe Lange, Mitglied der Kommission Rehabilitation und Sozialmedizin der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (Zeitschrift für Rheumatologie (2010; 69:
292).
Für Menschen mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist das Motto "es lebe der Sport!" keine Selbstverständlichkeit. "Wenn Muskeln schmerzen und Gelenke geschwollen sind, meiden Betroffene meist die
Bewegung", sagt der Rheumatologe von der Kerckhoff-Klinik Bad Nauheim in einer Mitteilung der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie. Um Finger- und Kniegelenke beweglich zu halten, gehöre Krankengymnastik
aber unbedingt zur Rheumatherapie dazu. Mehrere Studien aus den vergangenen Jahren haben zudem ergeben, dass spezielle gelenkschützende Übungsprogramme Schmerzen und lokale Entzündungen verringern und
Patienten alltägliche Tätigkeiten wieder besser durchführen können. Dazu gehört etwa schon, eine Getränkeflasche aufzuschrauben.
Vor dem Übungsprogramm: gründliche Analyse
Inwieweit Menschen mit Rheuma diese Bewegungsübungen, die auf mehr Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer zielen, auch im Fitness-Studio vornehmen können, hängt von der fachlichen Betreuung durch das Personal ab.
Bevor es ans Üben und Trainieren geht, sollte zunächst ein gründlicher Check der individuellen Belastbarkeit und Beweglichkeit gemacht werden. "Nur durch eine gründliche Analyse kann ein Übungsprogramm
aufgestellt werden, das die Gelenke schont und Schmerzen auf ein erträgliches Maß reduziert", so Lange. Trainer müssten darauf achten, dass die Patienten sich nicht überlasten und eine gute Körperhaltung
einnehmen. Zudem gelte es, fehlerhafte Bewegungsmuster auszumerzen. Hilfreich erweisen sich mehrere kleine und wenig anstrengende Übungseinheiten oder das Arbeiten mit leichten Hantelgewichten und höherer
Frequenz. Auch tägliche Aufwärm- und Dehnübungen empfiehlt Lange.
Eine Alternative sind Kurse der Rheumaliga
Obwohl er ein Übungsprogramm im Fitness-Studio grundsätzlich befürworte, sei eine intensive und dauerhafte Betreuung dort seiner Meinung nach kaum zu leisten. Die Patienten würden vor dem Training fast nie
untersucht. Das Übungsprogramm sei nur selten an ihren Bedürfnisse ausgerichtet und werde auch nicht überwacht oder angepasst, wenn sich der Krankheitszustand ändert.
Bislang gebe es keine Studie, die den Nutzen von kommerziellem Sport im Fitness-Studio bei Rheumapatienten belege. Eine Alternative seien Kurse an Rehakliniken, bei den Selbsthilfegruppen der Rheuma-Liga und
in ambulanten Praxen mit rheumatologisch geschulten Personal, in dem Menschen mit Rheuma Bewegungsübungen durchführen oder für zu Hause erlernen können.
Quelle: www.ärztezeitung.de
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Neue Regeln für den Kampf gegen Kopfschmerz
Experten prüfen Arzneien. Kombipräparate problemlos. Viele gebräuchliche Mittel aber nicht getestet
Bei kaum einem Leiden gibt es so viele gut gemeinte Ratschläge, Hausmittelchen und Medikamente wie bei Kopfschmerzen und Migräne. Doch was hilft wirklich? Jetzt hat erstmals die Deutsche Migräne- und
Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) eine Leitlinie zur Selbstmedikation herausgegeben, die auf wissenschaftlicher Basis erstellt wurde.
Schmerzen aller Art selbst zu behandeln ist nicht immer gut, viele Patienten gehören in ärztliche Hände. Aber es ist Fakt: 50 Prozent der Kopfschmerzpatienten holen sich ohne ärztlichen Rat frei verkäufliche
Medikamente, 80 Prozent aller Schmerzmittel werden so genommen. „Sie helfen sich mit allen möglichen Methoden: von Nachtkerzenöl über tibetische Klangschalen (Psychophonie) bis hin zu Medikamenten“, sagt
Professor Gunther Haag, Chefarzt der Elztal-Klinik in Elzach (Schwarzwald), Präsident der DMKG und einer der Autoren der Leitlinie.
Hier sei es wichtig, die Spreu vom Weizen zu trennen. Bisher waren Empfehlungen von Gesellschaften in der Regel Expertenmeinungen – von denen nicht immer klar ist, auf welcher Basis sie zu Stande kamen. Dies
entspricht nicht internationalen Standards. Denn Richtlinien sollten auf der Basis von wissenschaftlich gesicherten Erkenntnissen stehen – also „evidenzbasiert“ sein. Die Autoren der Empfehlungen haben also
eingehend die Fachliteratur begutachtet. „Schlechte“ Untersuchungen haben sie aussortiert. Dazu gehören etwa Studien, die nicht mit einem Scheinmedikament (Placebo) kontrolliert wurden. So blieben von etwa
500 beurteilten Veröffentlichungen allerdings nur noch 49 übrig.
Und genau hier liegt das Problem, das Verwirrung stiftet. Denn bei diesen 49 Studien ist durchaus nicht jeder Medikamententyp gleich vertreten. So gab es beispielsweise keine Studien für Acetylsalicylsäure
(ASS, Aspirin) kombiniert mit Koffein. Aber die Autoren konnten nach ihren Standards nur für gut befinden, was auch in Studien nachgewiesen war.
Auf der Basis der wenigen stichhaltigen Studien ist ihr Ergebnis klar: Beim Spannungskopfschmerz empfehlen die Experten Kombinationspräparate aus Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein. Auf Platz
zwei steht Ibuprofen gleichauf mit ASS. Bei Migräne werden ASS, Ibuprofen, Paracetamol und das Kombipräparat gleichermaßen empfohlen. Weitere, gut wirksame Medikamente, bei Migräne etwa Triptane, sind
verschreibungspflichtig.
Doch trotz dieser klaren Aussage sorgen die DMKG-Empfehlungen auch für Verwirrung. Zum einen, so Professor Hartmut Göbel, Leiter der Schmerzklinik Kiel, könnten sie so missverstanden werden, dass sich jetzt
jeder selbst behandeln könne. Zum anderen lassen die Empfehlungen sehr verbreitete Medikamente aus, weil es zu ihrer Wirksamkeit keine wissenschaftlich stichhaltigen Studienbelege gibt. Diese Medikamente
haben sich in der täglichen Praxis aber oft als sehr hilfreich erwiesen. „Seit Jahrzehnten bewährte Schmerzmittel werden nicht und müssen nicht neu untersucht werden“, so Göbel. Eine „evidenzbasierte“
Methodik, „führt daher zwangsläufig dazu, dass bewährte Substanzen fehlbeurteilt werden“.
Dieses Problem sehen die Autoren auch selbst: Stefan Evers, Mitautor und Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Neurologie der Universität Münster, kommentiert: „Ich persönlich bin überzeugt, dass Ibuprofen
ein gutes Mittel ist, aber ich kann das nicht belegen.“
Interessant ist die Neubewertung der Mischpräparate aus ASS, Paracetamol und Koffein. Ein solches wurde gerade in den USA zugelassen. Die positiven Ergebnisse für dieses – in der Dosierung aber
unterschiedlich zusammengesetzte – Medikament wurden für sein deutsches Pendant herangezogen. Dieses ist nun Mittel erster Wahl in der Empfehlung der DMKG. Das Kombipräparat stand lange Jahre im Ruf,
Nierenschäden und medikamenteninduzierten Kopfschmerz (Kopfschmerz durch Kopfschmerzmittel) zu verursachen.
Mittlerweile streiten sich die Geister. Ärzte wie Göbel warnen wie ehedem vor diesen Präparaten und betonen Ergebnisse von früheren Studien. Evers entgegnet jedoch: „Dieser Vorwurf ist nicht belegt, und
insbesondere ist kein Unterschied in dieser Frage zu Monopräparaten belegt.“ Er fügt jedoch hinzu, dass der Vorwurf „nach strengen Kriterien“ auch „nicht zweifelsfrei widerlegt“ sei. Diese vage bleibende
Aussage klingt gar nicht mehr so streng nach evidenzbasierter Medizin (EBM).
Dem verwirrten Patienten bleibt der Rat, im Zweifelsfall doch besser zum Arzt gehen. Dies ist übrigens die einzige Empfehlung, die alle Experten teilen: Bei häufigem Kopfschmerz oder Migräneanfällen sollte
ein Arzt konsultiert werden. Auch wenn der Kopfschmerz mit starkem Schwindel einhergeht oder in sonstiger Art ungewöhnlich ist, ist der Weg zum Arzt unerlässlich.
Auch vorsorglich genommene Schmerzmittel lehnen die Mediziner unisono ab. Das berge die Gefahr der Abhängigkeit. Wer nur gelegentlichen Spannungskopfschmerz behandelt, kann nach Meinung der DMKG auf die
empfohlenen Medikamente zurückgreifen oder bei dem von ihm bevorzugten Präparat bleiben. Aber dabei ist ganz wichtig: Kopfschmerz- und Migränepräparate sollen nicht länger als drei Tage hintereinander und
nicht häufiger als an zehn Tagen pro Monat eingenommen werden.
Medikamente für die Eigentherapie
Spannungskopfschmerz ist die häufigste Form von Kopfschmerz. Er hat seine Ursache meist in schlechter Körperhaltung, Stress, Verspannungen in Kopfhaut und Nackenmuskulatur. Hier empfehlen die Experten drei
Medikamente. Auf Platz eins stehen Kombinationspräparate aus Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein. Auf Platz zwei steht ASS gleichauf mit Ibuprofen.
Etwas anders sieht es bei Migräne aus, die durch Stress, Schlafmangel, Alkohol oder bestimmte Lebensmittel ausgelöst werden kann und oft mit Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit
einhergeht. Bei Migräne werden gleichwertig ASS, Ibuprofen, Paracetamol und das Kombipräparat aus ASS, Paracetamol und Koffein empfohlen. Wichtig sei aber, auf die richtige, wirksame Dosis von ASS und
Paracetamol zu achten. Wer eines davon als Einzelpräparat nutzt, sollte 1000 Milligramm (zwei 500-Milligramm-Tabletten!) einnehmen.
Quelle: Welt-Online.
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Verstärkes Schmerzempfinden: Depression tut doppelt weh
Depressionen verstärken Schmerzen: Italienische Neurologen haben neue Belege dafür gefunden, dass eine Depression nicht nur die Verarbeitung von Schmerzimpulsen verändert, sondern auch das Schmerzempfinden
intensiviert. Die Forscher vermuten den Grund darin, dass für die Verarbeitung von emotionalen Stimmungen im Gehirn teils die gleichen Regionen und Neurotransmitter zuständig sind wie für die Verarbeitung
körperlicher Schmerzen. Das Team um Prof. Michele Tinazzi stellt seine Ergebnisse auf der 20. Jahrestagung der Europäischen Neurologischen Gesellschaft (ENS) in Berlin vor, wo vom 19. bis zum 23. Juni rund
3000 Neurologen zusammenkommen.
In ihrer Studie verglichen die Neurologen die Schmerzschwelle und auch die Schmerztoleranz von 25 Menschen mit noch unbehandelter Depression mit den Werten einer gesunden Kontrollgruppe. Als sie den
Probanden leichte Stromimpulse an Händen und Füßen verabreichten, registrierten die Depressiven den Schmerz früher und empfanden ihn auch als unangenehmer als die Gesunden.
Depression und Schmerz gleichzeitig bekämpfen
Sollte die Theorie zutreffen, dass die neurophysiologischen Regelkreise von Depression und Schmerz zusammenhängen, könnten Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer künftig möglicherweise beides
gleichzeitig bekämpfen, folgern die Forscher. "Diese Hypothese muss aber erst durch weitere, detaillierte Studien überprüft werden", ergänzte Neurologe Zambito Masala
Quelle: dpa/NTV
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Hartz IV: Darlehen nicht anrechnen
Darlehen von Verwandten dürfen Hartz-IV-Empfängern nicht als Einkommen angerechnet werden. Das hat das Bundessozialgericht entschieden.
Im konkreten Fall verurteilte der 14. Senat des Gerichts die ARGE des Märkischen Kreises, die Kürzung von Leistungen bei einer jungen Frau aus Iserlohn rückgängig zu machen. Sie hatte ab März 2006 ALG II
bezogen. Im Dezember 2006 erhielt sie von ihrem Onkel 1500 Euro, die sie zurückzahlen sollte, wenn sie wieder Arbeit fände. Mit dem Geld hatte die heute 29-Jährige Schulden beglichen. (AZ: B 14 AS 46/09 R)
Quelle: ARD-Text
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Vollkost für die Zähne
Von Christina Hohmann / Die Ernährung spielt für die Gesundheit der Zähne neben der Mundhygiene und Fluoridzufuhr eine ganz entscheidende Rolle. Durch einige einfache Ernährungsregeln lässt sich das Risiko
für Plaquebildung, Karies und Zahnfleischerkrankungen deutlich reduzieren.
Beim Thema Zahngesundheit denkt man in erster Linie an Karies, denn diese ist immer noch die häufigste Zahnerkrankung überhaupt. Nicht einmal 1 Prozent der erwachsenen Deutschen hat ein kariesfreies Gebiss,
wie der Situationsbericht »Mundgesundheit« zeigt, den Zahnmediziner des Universitätsklinikums Greifswald vergangenes Jahr für das Robert-Koch-Institut erstellt haben.
Eine vollwertige Ernährung, die kauintensiv und zuckerarm ist, senkt das Risiko für Karies und Zahnfleischerkrankungen.
Welche entscheidende Rolle die Ernährung für die Kariesentwick lung spielt, zeigt eine Nahrungs restriktion. Wenn zum Beispiel in Hungerszeiten die Häufigkeit der Mahlzeiten stark reduziert ist oder wenn
wegen einer erblichen Fruc toseintoleranz Zucker gemieden wird, sinkt die Kariesinzidenz er heblich. Doch solche drastischen Restriktionen sind weder durchzu halten noch ernährungsphysio logisch sinnvoll.
Aber schon mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Kariesrisiko senken.
Für den Angriff auf die Zähne sind verschiedene Bakterienarten, vor allem Streptococcus mutans, ver antwortlich. Diese siedeln sich auf der Zahnoberfläche zusammen mit anderen Keimen an und bilden einen
Biofilm, die sogenannte Plaque. Die kariesverursachenden Bakterien bauen Zucker aus der Nahrung ab, wobei Säuren entstehen, die den pH-Wert im Mund senken. Die Säuren greifen den Zahnschmelz an und lösen
Mineralstoffe, vor allem Calcium und Phosphor, heraus. Diese Demineralisation kann durch den Speichel wieder ausgeglichen werden. Er enthält Mineralien wie Calciumphosphate, die in den Zahnschmelz eingebaut
werden können. Zwischen Demineralisation durch die Säuren und Remineralisation durch den Speichel besteht normalerweise ein Gleichgewicht. Überwiegt aber die Demineralisation über längere Zeit, entsteht
Karies.
Die Kariesentwicklung hängt von verschiedenen Faktoren ab: Zum einen ist die Zusammensetzung der Nahrung, Art der enthaltenen Kohlenhydrate und deren Verweildauer an den Zähnen sowie das Ausmaß und die
Zusammensetzung der mikrobiellen Plaque wichtig.
Die kariesfördernden Bakterien werden meist von den Eltern auf das Kind übertragen, etwa durch das Ablutschen des Schnullers oder des Löffels. Denn bei der Geburt ist die Mundhöhle des Kindes noch
bakterienfrei. Im Laufe der Zeit nist
en sich a
ber eine Vielzahl von Bakteriearten an. Zwischen diesen besteht ein natürliches Gleichgewicht. Durch einen übermäßigen Zuckerkonsum über längere Zeit wird das
Wachstum der kariesfördernden Keime begünstigt. Zucker dient diesen als Energiequelle und als Bausubstanz für die Biofilm-Matrix. Prinzipiell können sie alle Kohlenhydrate nutzen, am schnellsten und
effektivsten können sie aber Mono- und Disaccharide verwenden. Hierzu gehören zum Beispiel Glucose, Fructose, Maltose, Lactose oder Saccharose. Diese kleinen Moleküle können in tiefere Schichten des Biofilms
eindringen und dort rasch von den Bakterien zu Säure abgebaut werden. Langkettige Kohlenhydrate wie zum Beispiel Stärke müssen erst in Monosaccharide aufgespalten werden, bevor die Keime sie verwerten
können. Stärkehaltige Lebensmittel sind daher an sich nicht kariogen. Nur in bestimmten Zubereitungsformen, wenn Stärke zusammen mit Zucker erhitzt wird, wirken stärkehaltige Lebensmittel auch kariogen, weil
sie zum einen klebrig werden und länger an den Zähnen haften und zum anderen weil die Hitze den Mehrfachzucker in seine Einzelzucker aufspaltet. Dies gilt für Lebensmittel wie Cornflakes, Chips, Cracker oder
Kekse.
Lutscher sind besonders schädlich für die Zähne, weil sie lange im Mund bleiben.
Neben dem Anteil der niedermolekularen Zucker ist auch die Verweildauer im Mund entscheidend für die Kariogeni tät von Lebensmitteln. Besonders kritisch zu sehen sind daher klebrige Süßigkeiten oder solche,
die über längere Zeit im Mund verbleiben wie Lutscher oder Bonbons.
Ganz auf zuckerhaltige Lebensmittel zu verzichten, ist in der Praxis kaum durchzuhalten. Ein völliger Verzicht ist auch nicht nötig. Hin und wieder naschen ist erlaubt. Da bei kommt es nach heutigem
Kenntnisstand weniger auf die konsumierte Zuckermenge an, als auf die Häufigkeit des Verzehrs. Also lieber einmal am Tag ein Stück Ku chen essen, als mehrmals einen kleinen Bonbon na schen. Denn bei häufigen
Verzehr hat der Speichel kaum die Möglichkeit, den Säureangriff auf die Zähne wieder zu neutralisieren. Zahnärzte empfehlen daher, nur ein- oder zweimal am Tag Süßes zu verzehren, am bes ten zu oder nach den
Hauptmahlzeiten und dann anschlie ßend die Zähne zu putzen. Zwischendurch sollten aus dem selben Grund zuckerfreie Getränke konsumiert werden.
Versteckter Zucker
Zuckerfreie Lebensmittel zu finden, ist nicht immer ganz einfach. Denn der Aufdruck »ohne Zucker« bezieht sich ausschließlich auf Haushaltszucker (Saccharose). Diese Produkte können dann aber Zucker in
anderer Form wie etwa Fruchtzucker oder Sirup enthalten. Auf der Zutatenliste kann sich Zucker unter verschiedenen Synonymen wie Dextrose, Maltodextrin, Glucosesirup oder Invertzucker verbergen und zum Teil
mehrfach aufgeführt sein. Auf unbehandelte Lebensmittel zurückzugreifen, um Zucker zu vermeiden ist auch nicht immer sinnvoll, denn einige Nahrungsmittel wie Obst enthalten von Natur aus Zucker.
Honig ist keine Alternative zu Haushalts zucker, weil er ebenso kariogen ist.
Naturbelassene Süßungsmittel wie Sirup oder Honig stellen keine Alternative zu Haushaltszucker dar, da sie einen hohen Anteil niedermolekularer Saccharide enthal ten und zudem noch wegen ihrer klebrigen
Konsistenz lange an den Zähnen haften. Braunem Zucker wird manchmal nachgesagt, dass er weniger zahnschädigend sei als weißer. Doch diese Einschätzung beruht auf fehlerhaften Messungen in alten Studien und
ist schon lange widerlegt.
Eine tatsächliche Alternative für Haushaltszucker stellen dagegen Süßstoffe und die meisten Zuckeraustausch stoffe dar. Süßstoffe wie Cyclamat oder Aspartam sind in der Regel synthetisch hergestellte
Substanzen, die kalorienfrei sind und nicht kariogen wirken, weil sie für die kariesfördernden Bakterien nicht zu verwerten sind. Kinder sollten Süßstoffe allerdings nur in kleinen Mengen konsumieren, zum
Beispiel in Form von zuckerfreien Kaugummis. Das Kauen regt den Speichelfluss an, was eine reinigende und remineralisierende Wirkung hat.
Die meisten zuckerfreien »zahnschonenden« Süßigkeiten werden aber mit Zuckeraustauschstoffen hergestellt. Diese sind im Gegensatz zu den Süßstoffen natürlichen Ursprungs und enthalten Kalorien. Sie können
aber ebenfalls nicht von den kariesverursachenden Bakterien verstoffwechselt werden, weshalb sie für die Zähne nicht schädlich sind. Zu den Zuckeraustauschstoffen zählen Xylit, Sorbit, Mannit, Isomalt oder
Maltit. Diese Substanzen haben aber den Nachteil, dass sie in größeren Mengen konsumiert zu Durchfall und Blähungen führen können. Sie sollten daher sparsam eingesetzt werden. Am besten ist es, den Verzehr
von Süßigkeiten und gesüßten Getränken möglichst einzuschränken.
Nicht nur Zucker, sondern auch Säure ist schädlich für die Zähne, denn sie weicht den Zahnschmelz auf.
Aber nicht nur süße Lebensmittel sind zahnschädlich, sondern auch saure. Produkte mit einem hohen Gehalt an natürlichen oder zugesetzten Säuren wie Zitronen-, Ascorbin- oder Kohlensäure, senken den pH-Wert
des Speichels. Bei einem regelmäßigen Verzehr führt dies dazu, dass Mineralien aus der Zahnhartsubstanz heraus gelöst werden. Deshalb sollten Zitrusfrüchte, saure Bon bons, Cola oder pure Fruchtsäfte
zurückhaltend konsu miert werden. Außerdem ist zu beachten, dass die Säu re den Zahnschmelz aufweicht, weshalb nach dem Verzehr nicht sofort die Zähne geputzt werden sollten, da sonst Zahnsubstanz
weggeputzt wird. Besser ist es, den Mund mit Wasser auszuspülen oder den pH-Wert mit Milch oder Käse zu neutralisieren, bevor die Zähne geputzt werden.
Vollwertig ernähren
Insgesamt ist es empfehlenswert, sich vollwertig nach den »10 Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernäh rung« zu ernähren (siehe dazu Vollwertige Ernährung: So einfach ist das, PZ 10/2009). Hierbei machen
pflanzliche ballaststoffreiche Lebensmittel den größten Anteil aus. Diese Lebensmittel wie Vollkornbrot, Gemüserohkost und Obst müssen intensiv gekaut werden, wodurch sie die Produktion des schützenden
Speichels anregen. Durch solch eine kauaktive und zuckerarme Kost lässt sich das Kariesrisiko senken. Zudem gehören ausreichend Milch und Milchprodukte auf den Speiseplan, da sie gute Calciumlieferanten
sind. Der Mineralstoff wird nicht nur für den Aufbau der Knochen, sondern auch der Zähne benötigt. Ein wichtiger Aspekt bei der zahngesunden Ernährung ist auch das Trinken. Als Durstlöscher sind zuckerfreie
Getränke wie Wasser und ungesüßte Tees empfehlenswert. Fruchtsäfte sollten, da sie kariogen wirken, nur mäßig und möglichst verdünnt als Schorle konsumiert werden.
Wie zerstörerisch sich süße Getränke im Dauerkonsum auf das Gebiss auswirken, zeigt eine Sonderform der Karies: die sogenannte Nuckelflaschenkaries. Diese entsteht, wenn Eltern den Säuglingen oder
Kleinkindern Fläschchen zum Dauernuckeln zur Beruhigung oder als Einschlafhilfe überlassen. Besonders schädlich wirken sich dabei Fruchtsäfte oder gesüßte Kindertees aus. Aber auch bei vollgestillten
Kindern, die häufig angelegt werden, ist diese Kariesform schon aufgetreten.
Eine wichtige Rolle für die Zahngesundheit spielt die Fluoridzufuhr. Der Mineralstoff kann entweder mit der Nahrung, mit Getränken und über spezielle Tabletten aufgenommen oder mithilfe von Zahnpasten, Gelen
und Lacken direkt auf den Zahn aufgebracht werden. Der Fluoridgehalt in Lebensmitteln und im Trinkwasser in Deutschland ist relativ gering und trägt nur wenig zur Versorgung bei. Ausnahmen bilden schwarzer
Tee und Fischwaren, die Haut und Gräten enthalten (wie Ölsardinen oder Sprotten). Da über Lebensmittel und Trinkwasser die benötigte Fluoridmenge nicht erreicht wird, ist die Verwendung von fluoridiertem
Speisesalz empfehlenswert. Dies ist aber nicht notwendig, wenn Mineralwasser getrunken wird, das mehr als 0,7 mg Fluorid pro Liter enthält. Säuglinge und Kinder unter sieben Jahren sollten ein solches
Mineralwasser nicht auf Dauer zu trinken bekommen, da es dies zu Überdosierungen führen kann. Treten diese in der Schmelzbildungsphase auf, kann das die Struktur des Schmelzes stören, und es entstehen
Dentalfluorosen. Diese äußern sich in Form von weißen Flecken auf dem Zahn und in schweren Fällen auch in braunen Verfärbungen und Schmelzdefekten. Dentalfluorosen treten meist in Gegenden auf, die einen
hohen Gehalt von Fluor im Trinkwasser aufweisen. Sie können aber auch entstehen, wenn fluoridsupplementierte Säuglingsnahrung mit fluoridreichem Mineralwasser kombiniert wird. /
Quelle: www.www.pharmazeutische-zeitung.de
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Darmkrebs nicht erkannt - Ärztin muss haften
GÖTTINGEN (dpa). Ein Behandlungsfehler kommt eine Ärztin aus dem Kreis Göttingen teuer zu stehen. Weil sie einen tödlichen Darmkrebs mehrere Monate zu spät erkannte, verurteilte das Landgericht Göttingen sie
zu 70 000 Euro Schmerzensgeld und monatlich 650 Euro Unterhalt an den Witwer der gestorbenen Patientin. Das Gericht geht davon aus, dass die etwa 35 Jahre alte Patientin bei rechtzeitiger korrekter Diagnose
hätte gerettet werden können.
Einem Zeitungsbericht zufolge war die Patientin von Jugend an von der Hausärztin betreut worden und hatte deshalb zu ihr tiefes Vertrauen. Als sie 2007 wegen Unterleibsschmerzen erschien, habe die Ärztin
Psychotherapie verschrieben. Einen Monat danach habe sie wegen der gleichen Symptome Medikamente gegen Geschwüre und Entzündungen im Magen-Darm-Bereich und gegen Übelkeit verordnet. Später habe die Ärztin
dann ohne weitere Untersuchungen Sauerkrautsaft gegen Verstopfung, ein krampflösendes Mittel und erneut Psychotherapie verschrieben.
Erst rund fünf Monate nach dem ersten Besuch der Patientin in der Praxis war der Darmtumor erkannt worden. Die nun einsetzende Krebsbehandlung kam zu spät, die Patientin starb im Februar 2009. Das Urteil ist
noch nicht rechtskräftig.
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Schlaganfall weltweit Problem Nummer 1
Weltkongress für Kardiologie: Zehn Risikofaktoren sind für 90 Prozent der Hirninfarkte ursächlich
PEKING (DE/eis). Das größte kardiovaskuläre Problem weltweit ist nicht der Herzinfarkt wie in Europa oder in den USA, sondern der Schlaganfall. Neue Daten dazu und Ansatzpunkte für eine Prävention wurden
beim Weltkongress für Kardiologie in Peking vorstellt.
Die Zahl der Schlaganfallpatienten steigt weltweit.
Außerhalb von Europa und Nordamerika, insbesondere in Asien, hat sich die Schlaganfall-Inzidenz in den letzten 40 Jahren von 52 auf 117 pro 100 000 Personenjahre mehr als verdoppelt. In den Industrieländern
hat sie im gleichen Zeitraum um 42 Prozent abgenommen (von 163 auf 94 pro 100 000). Die Frühmortalität ist in allen Teilen der Welt mit etwa 25 Prozent ungefähr gleich hoch. Ein ähnlicher Trend zeigt sich
für den hämorrhagischen Schlaganfall. Auf dem indischen Subkontinent ist die Inzidenz innerhalb von nur acht Jahren von 28 auf 46 angestiegen, während sie in Europa im gleichen Zeitraum rückläufig war.
85 Prozent aller tödlichen Schlaganfälle weltweit passieren in Ländern mit niedrigen bis mittleren Einkommen. Welche Risikofaktoren für den Schlaganfall eine Rolle spielen, wurde in der INTERSTROKE-Studie
bei 3000 Patienten in 22 Ländern untersucht. Die Studie wurde jetzt in Peking vorgestellt und zeitgleich publiziert (Lancet online). Dabei fand man, dass zehn Faktoren für 90 Prozent aller Schlaganfälle
ursächlich sind; fünf dieser Risikofaktoren erklären 80 Prozent aller Insulte - und das sind Bluthochdruck, Rauchen, abdominelle Adipositas, ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung. Bluthochdruck ist der
stärkste Faktor, der allein das Schlaganfallrisko verdreifacht. Die weiteren fünf Faktoren sind Lipide, Diabetes mellitus, Alkoholkonsum, Stress und Depression sowie Herzerkrankungen.
Die drohende Schlaganfall-Epidemie macht dringend globale Präventionsmaßnahmen notwendig. Ansatzpunkte bieten die auch in Asien und Afrika weit verbreiteten Risikofaktoren. Ein erhöhter Blutdruck lässt sich
zum Beispiel mit preisgünstigen Generika komplett normalisieren, hieß es dazu. Zudem ist die Reduktion von Salz in der Ernährung wichtig.
Quelle. www.ärztezeitung.de
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Akupunktur bessert Belastbarkeit bei Herzschwäche deutlich
Stärkt Muskeln und hemmt Entzündungen
Akupunktur kann die Belastbarkeit von Patienten mit chronischer Herzschwäche deutlich bessern. Wie eine Studie der Universitätsklinik Heidelberg zeigt, erhöht die Nadeltherapie zwar nicht die Schlagkraft des
Herzens. Aber sie beeinflusst die Skelettmuskulatur und steigert so die Fitness der Betroffenen.
Die chronische Herzschwäche zählt in Europa zu den häufigsten Erkrankungen und Todesursachen. Die Patienten sind wenig leistungsfähig und entwickeln bei körperlicher Belastung schnell Probleme wie
Erschöpfung und Luftnot. Hinter diesen Beschwerden steckt nicht nur eine nachlassende Pumpfunktion des Herzmuskels, sondern auch eine Störung des vegetativen Nervensystems.
Die Heidelberger Mediziner prüften, ob Patienten mit Herzschwäche von der aus China stammenden Therapie profitieren. Eine Gruppe der Teilnehmer erhielt in zehn Sitzungen klassische Akupunktur, die übrigen
bekamen eine Placebo-Behandlung mit Nadeln, die die Haut nicht ganz durchdringen. Nach der Therapie bewältigten die Akupunktur-Patienten eine längere Wegstrecke als die Teilnehmer der Placebo-Gruppe. Sie
erholten sich zudem schneller und fühlten sich weniger erschöpft, wie die Forscher in der Zeitschrift „Heart“ berichten.
Zwar änderte sich die Leistung des Herzens nicht. Aber Mediziner wissen, dass die Belastbarkeit der Herzpatienten nicht nur von der Pumpfunktion des Organs abhängt. Vielmehr senken Entzündungs-Botenstoffe im
Blut die Leistung der Muskeln. Die Stoffe aktivieren dort sogenannte Ergorezeptoren, die dem Körper Erschöpfung signalisieren.
„Tatsächlich verringerte sich nach der echten Akupunkturbehandlung der Blutspiegel des Botenstoffs TNF alpha drastisch“, sagt Mitautor Arnt Kristen. „Da TNF alpha unter anderem zur Abnahme von Muskelmasse
und Muskelkraft führt, müsste sich das positiv auf die Skelettmuskelarbeit ausgewirkt haben.“
Quelle: „Heart“
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11.000 Beschwerden über Arztfehler
Bei den deutschen Ärztekammern sind im vergangenen Jahr fast 11.000 Beschwerden wegen möglicher Behandlungsfehler eingegangen. Damit lag die Zahl in etwa auf demselben Niveau wie 2008, wie die
Bundesärztekammer mitteilte.
Von den exakt 10.972 Anträgen auf Überprüfung bearbeiteten die Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen der Kammern 7424 weiter, in 2184 Fällen stellten die Experten tatsächlich einen Behandlungsfehler
fest. In 1771 Fällen führte der Fehler zu Gesundheitsschäden, die einen Entschädigungsanspruch begründeten.
Quelle: ARD-Text
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Selbsthilfegruppen für Patienten oft wichtiger als Ärzte
Hamburg –56 Prozent der Deutschen finden Selbsthilfegruppen „manchmal wichtiger als Ärzte und Psychologen“. Das ergab eine repräsentative Forsa-Studie im Auftrag der DAK. Danach glauben 84 Prozent der
Befragten, dass Selbsthilfegruppen die ärztliche Behandlung sinnvoll ergänzen, 87 Prozent halten den Erfahrungsaustausch von Betroffenen für besonders wichtig. Dies gelte vor allem bei psychischen Problemen
wie Depressionen oder bei lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Krebs. Bei chronischen Leiden wie Diabetes finden 65 Prozent den Austausch nützlich, bei Beziehungsproblemen in der Familie 58 Prozent. Die
Ergebnisse zeigen, wie wichtig Selbsthilfeorganisationen bei der Bewältigung von chronischen Krankheiten und Behinderungen sind“, erklärt DAK-Sprecher Jörg Bodanowitz.
Neben der ambulanten und stationären Behandlung sowie Rehabilitationsmaßnahmen bildeten sie die vierte Säule im deutschen Gesundheitswesen. In Deutschland haben sich etwa drei Millionen Menschen in rund
50.000 Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen. ©
hil/aerzteblatt.de
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Schmerzexperten gegen Austauschpflicht für starke Opioide
Berlin – Als eine „Fehlentscheidung“ bewerten die sechs zur „Koalition gegen den Schmerz” zusammengeschlossenen Fachverbände und Patientenorganisationen die seit 2008 vorgeschriebene Austauschpflicht von
Arzneimitteln. Gemeinsam fordern sie die Abschaffung der automatischen Austauschpflicht für Opioide, die der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) unterliegen.
Auch stark wirksame Opioide der WHO-Stufe III müssen mittlerweile gegen ein rabattiertes, wirkstoffgleiches Präparat oder eines der drei preisgünstigsten Generika ausgetauscht werden. „Bei dieser speziellen
Substanzklasse können jedoch selbst bei gleichem Wirkstoff und gleicher
Dosis erhebliche Unterschiede in der Wirkung entstehen“, warnt Gerhard H. H. Müller-Schwefe, Präsident der der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie
Viele der 15 Millionen chronischen Schmerzpatienten und etwa 1,5 Millionen Krebspatienten in Deutschland benötigten diese Opioide. Für sie habe die Austauschpflicht gravierende Konsequenzen, wie zum Beispiel
stärkere Schmerzen und vermehrte Nebenwirkungen, erklärte Müller-Schwefe.
Gleichzeitig kritisierten die Fachverbände, dass in Deutschland Medizinstudierende noch immer nicht im Bereich Schmerztherapie ausgebildet würden. Die „Koalition gegen den Schmerz” fordert des halb, die
Schmerztherapie in die Approbationsordnung als Pflichtfach aufzunehmen.
Der „Koalition gegen den Schmerz” haben sich die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS), die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes
(DGSS), die Bürgerinitiative Gesundheit DGVP (DGVP), die Deutsche Schmerzliga (DSL) sowie die Interdisziplinäre Gesellschaft für orthopädische und
unfallchirurgische Schmerztherapie (IGOST) zusammengeschlossen. ©
Quelle: hil/aerzteblatt.de
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Lumbale Spinalkanalstenose (Wirbelkanalstenose)
Im Spinalkanal der Wirbelsäule verläuft das empfindliche Rückenmark. Eine Verengung (Stenose) in diesem Kanal verursacht oft Rückenschmerzen und Schmerzen beim Gehen
Der Spinalkanal verläuft innerhalb der Wirbelsäule. In der Abbildung dargestellt ist ein Lendenwirbel – von oben betrachtet – mit Wirbelkörper (1), Spinalkanal (2), Querfortsätzen (3), Gelenkflächen der
Wirbelgelenke (4), Dornfortsatz (5). Der Dornfortsatz zeigt in Richtung Rücken, der Wirbelkörper in Richtung Bauch. Um die komplette Grafik zu sehen, bitte auf die Lupe oben links klicken
Was ist eine Spinalkanalstenose?
Innerhalb der Wirbelsäule befindet sich der Wirbelkanal, der Spinalkanal. Die Struktur aus Knochen und Bändern ummantelt das weiche Rückenmark und bildet dadurch einen knöchernen Schutz. Bei einer Verengung
(Stenose) des Wirbelkanals spricht man auch von einer Spinalkanalstenose. Meist ist der Wirbelkanal auf Höhe der Lendenwirbelsäule verengt (lumbale Spinalkanalstenose). Betroffene leiden unter chronischen
Rückenschmerzen, die sich beim Gehen deutlich verstärken und in die Beine ausstrahlen.
Die Ursachen für einen verengten Wirbelkanal können angeboren oder erworben sein. Angeborene Defekte wie Wirbelmissbildungen begünstigen die Krankheit ebenso wie Abnutzungserscheinungen der Wirbelknochen und
der Bandscheiben sowie eine erbliche Veranlagung. Oft treten angeborene und erworbene Ursachen auch kombiniert auf. Nicht immer ist bekannt, wodurch die Spinalkanalstenose entsteht.
Die lumbale Spinalkanalstenose ist in höherem Lebensalter eine sehr häufige Erkrankung. Bei über 60-jährigen liegt bei jedem fünften Patienten eine Verengung des Spinalkanals vor.
Die Symptome einer Spinalkanalstenose variieren. Charakteristisch sind Schmerzen, die beim Gehen und vor allem bei bestimmten Bewegungen auftreten. Insbesondere, wenn die Wirbelsäule ins Hohlkreuz gebogen
wird, kommt es zu Schmerzen im unteren Rücken, die bis in die Beine ausstrahlen können. In schweren Fällen können bestimmte Beinbewegungen nicht mehr ausgeführt werden und es treten Empfindungsstörungen auf.
Zur Bestätigung der Diagnose der Wirbelkanalverengung haben bildgebende Verfahren die größte Bedeutung. Dazu gehören die Röntgen-Untersuchung, Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT), Computertomografie (CT) sowie
die Myelografie (Röntgen-Kontrastmittel-Untersuchung des Rückenmarks). Sie können die krankhaften Veränderungen im Bereich der Wirbelknochen oder der Bandscheiben sichtbar machen.
Therapie: Die Spinalkanalstenose lässt sich in vielen Fällen sehr gut konservativ, das heißt ohne Operation behandeln. Neben krankengymnastischen Übungen kann ein Korsett die Wirbelsäule stabilisieren und
entlasten. Auch Wärmeanwendungen, Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente lindern die Beschwerden. Bringen diese Maßnahmen keine Besserung, ist manchmal auch eine Operation erforderlich.
Die Prognose bei einer Verengung des Wirbelkanals ist in der Regel gut. Meist bessern sich die Symptome durch die Therapie, sodass Alltagstätigkeiten möglich sind. Die Beschwerden können allerdings erneut
auftreten, sobald die Wirbelsäule ungünstig belastet wird. Auch durch eine Operation lassen sich oft gute Erfolge erzielen. Zu beachten sind jedoch mögliche Komplikationen der chirurgischen Eingriffe am
Wirbelkanal.
Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere
Experten ist leider nicht möglich.
Quelle: apotheken-umschau.de
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Alternativ heilen:
Akupunktur – feine Nadeln gegen Schmerzen
Die Heilmethode gehört zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Über spezielle Akupunkturpunkte können Ärzte zum Beispiel Migräne lindern
Akupunktur lindert zum Beispiel Kopfschmerzen
Was liegt der Akupunktur zugrunde?
Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gibt es im Körper Leitbahnen, durch die Lebensenergie, genannt Qi, fließt. Die Leitbahnen bestehen aus Hauptbahnen, den Meridianen, und Nebenbahnen. Die
Kräfte YIN und YANG halten die Lebensenergie im Gleichgewicht. Strömt Qi nicht ungestört, treten Krankheiten auf.
Wie wirkt Akupunktur?
Auf den Leitbahnen liegen so genannte Akupunkturpunkte. Stechen Mediziner mit einer Ausbildung in Akupunktur mit feinen Nadeln auf diese Punkte, kann die Lebensenergie wieder ungehindert fließen. Nach der
fernöstlichen Lehre wird so die Krankheit eines Patienten geheilt. Piksen die Therapeuten ihre Patienten am Ohr, sprechen Mediziner von Ohrakupunktur. Auf dem Ohr sollen Reflexzonen aller Organe des Körpers
liegen.
Bei welchen Krankheiten kann Akupunktur helfen?
Die feinen Nadelstiche lindern Rückenschmerzen und helfen bei Gelenkbeschwerden im Knie. Auch Personen, die an Spannungskopfschmerzen oder Migräne leiden, können von Akupunktur profitieren. Zudem gibt es
Hinweise, dass die Methode bei Heuschnupfen helfen kann, und dass sie es manchen Menschen erleichtert, das Rauchen aufzugeben. Akupunktur soll zudem während der letzten Wochen der Schwangerschaft den
Beckenboden entspannen.
Was gibt es noch?
Neben den klassischen Nadelstichen gibt es unter anderem noch die Akupressur. Dabei massieren Therapeuten die Akupunkturpunkte mit den Fingern. Bei der Moxibustion werden die Punkte mit Wärme angeregt.
Quelle: apotheken-umschau.de
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Bandscheibenvorfall: Nerven sind nicht Schmerzquelle
Gequetschte Nerven im Rückenmark gelten als Schmerzauslöser beim Bandscheibenvorfall. Der eigentlich Schuldige steckt wohl eher in Zellen des Immunsystems.
Die heftigen Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall gehen möglicherweise gar nicht auf zusammengedrückte Nerven im Rückenmark zurück, sondern auf eine Immunreaktion. Darauf deuten neue Studienergebnisse von
US-Forschern hin, die gesundes Bandscheibengewebe mit erkranktem verglichen und dabei typische Entzündungsbotenstoffe entdeckten. Sollte sich diese Theorie bestätigen, könnten völlig neue, gezielt auf die
Immunreaktion zugeschnittene Medikamente gegen die schmerzhafte Erkrankung entwickelt werden, hoffen die Wissenschaftler um Mohammed Shamji von der Duke-Universität in Durham. Sie stellen ihre Studie im
Fachblatt «Arthritis and Rheumatism» vor (doi: 10.1002/art27444).
Bei einem Bandscheibenvorfall reißt die feste äußere Schicht der scheibenförmigen Verbindungen zwischen den Wirbeln auf und das weiche Innere drückt sich nach außen. Dabei ragt es meist in den Wirbelkanal
hinein, in dem die Nervenfasern des Rückenmarks verlaufen. Bislang galt die These, dass der Druck, den das austretende Material auf die Nerven ausübt, auch die heftigen, häufig ins Bein ausstrahlenden
Schmerzen bei einem Bandscheibenvorfall verursacht. Allerdings gab es bereits früher Hinweise darauf, dass neben diesem Effekt auch eine Entzündungsreaktion eine Rolle bei der Erkrankung spielen könnte. Der
Einsatz entzündungshemmender Wirkstoffe hat sich bisher jedoch nicht bewährt - vermutlich, weil die Substanzen zu unspezifisch sind und daher in sehr geringen Dosen eingesetzt werden müssen, um nicht das
gesamte Immunsystem lahmzulegen.
Die Ergebnisse von Shamji und seinem Team könnten hier jedoch Abhilfe schaffen: Den Wissenschaftlern gelang es nicht nur, klare Anzeichen für eine Entzündungsreaktion nachzuweisen und damit die Theorie einer
Immunbeteiligung zu bestätigen. Sie identifizierten auch den mutmaßlichen Hauptverantwortlichen für diese Reaktion: Es handelt sich dabei um sogenannte Th17-Zellen, eine Gruppe von T-Zellen, die unter
anderem an Autoimmunerkrankungen beteiligt ist.
Diese Abwehrzellen werden vermutlich auf den Plan gerufen, weil das austretende Kernmaterial nicht als körpereigen erkannt wird - schließlich ist es aufgrund seiner geschützten Lage nie zuvor mit dem
Immunsystem in Kontakt gekommen. Der Körper reagiert demnach genau so auf das Material, wie er auch auf Bakterien oder andere Fremdkörper reagieren würde: Er löst eine Abwehrreaktion aus, die darauf abzielt,
den vermeintlichen Eindringling zu zerstören. Die dabei entstehende Entzündung greift dann auf die benachbarten Nervenwurzeln der Rückenmarksnerven über und lässt sie anschwellen, was schließlich die
Schmerzen verursacht.
Gelänge es nun, die Arbeit der Th17-Zellen zu blockieren, hätte man eine sehr wirkungsvolle Waffe gegen diese Schmerzen und vermutlich auch gegen den Fortschritt der Erkrankung zur Verfügung, sagen die
Forscher. Besonders interessant sei dabei die Tatsache, dass die Th17-Zellen nicht an der Infekt- oder Tumorabwehr beteiligt seien, so dass ein solcher Eingriff das normale Immungeschehen wohl nicht
beeinträchtigen würde. Bis ein solcher Wirkstoff jedoch zur Verfügung steht, wird es wohl noch eine ganze Weile dauern - bislang gibt es nicht einmal erste klinische Studien.
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Krankmeldung mit Ansage: Urteil
Arbeitnehmer, die sich mit Vorankündigung krankmelden, müssen in aller Regel eine fristlose Kündigung hinnehmen. Das gilt selbst dann, wenn sie die Erkrankung gegenüber dem Arbeitgeber zunächst "androhen",
dann aber tatsächlich erkranken. Anders liegt der Fall jedoch, wenn Arbeitnehmer bereits krank waren, als sie ihr Fernbleiben vom Arbeitsplatz ankündigten. (AZ: 2 AZR 251/07)
Im vorliegenden Fall hatte ein Arbeitnehmer Urlaub beantragt. Als der Tag nicht genehmigte wurde, erklärte der Beschäftigte, dass er an dem Tag krank sei. Er wurde daraufhin gekündigt.
Quelle: ARD-Text
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Neue Nummer für Ärztebereitschaft
Patienten können den ärztlichen Bereitschaftsdienst ab kommendem Jahr unter der einheitlichen Telefonnummer 116 117 erreichen. Man könne die Nummer kostenlos aus dem Fest- und dem Mobilfunknetz anwählen,
teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung mit.
Unter der neuen Nummer können sich die Bürger künftig außerhalb der Praxiszeiten an einen Bereitschaftsarzt in ihrer Umgebung vermitteln lassen. Bislang gab es unterschiedliche Rufnummern für den ärztlichen
Bereitschaftsdienst. Dieser Dienst ist nicht zu verwechseln mit dem Notdienst für lebensbedrohliche Fälle.
Quelle: http://www.krankenkassen.de
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Magengeschwür durch Medikamente: Prophylaxe ist möglich
Bei der Einnahme bestimmter Medikamente sollte man sich vor einem Magengeschwür schützen.
Zu den Wirkstoffen, die ein solches Geschwür verursachen können, gehörten beispielsweise Acetylsalicylsäure (ASS), verschiedene Schmerzmittel sowie Chemotherapeutika, sagt Birgit Kallinowski,
Gastroenterologin aus Schwetzingen.
Einige Menschen müssten aber gerade solche Medikamente über einen längeren Zeitraum hinweg einnehmen. «Um ein Magengeschwür zu verhindern, bekommen sie meist zusätzlich einen sogenannten Protonenpumpenhemmer
verschrieben.» Falls nicht, könne man den Arzt gezielt darauf ansprechen.
«Protonenpumpenhemmer unterdrücken die Bildung von Magensäure», sagt die Expertin. Sie könnten als Tabletten, aber auch als Infusion verabreicht werden. Die Mittel kämen nicht nur zur Prophylaxe von
Magengeschwüren zum Einsatz, sondern auch bei Zwölffingerdarm-Geschwüren und bei Speiseröhrenentzündungen.
Ansonsten sei es nach Kallinowskis Worten generell schwierig, einem Magengeschwür vorzubeugen. «Wer häufig unter Magenschmerzen leidet, sollte sicherheitshalber seinen Hausarzt oder einen Internisten
aufsuchen.»
Schmerzen in der Magengegend, die zum Brustbein, Unterbauch oder auch in den Rücken ausstrahlten, würden oftmals auf ein Geschwür hinweisen. Bei einigen Betroffenen verstärkten sich die Schmerzen während des
Essens. Ein unbehandeltes Magengeschwür könne unangenehme Folgen haben, wie etwa eine Bauchfellentzündung.
Quelle: http://www.az-web.de
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Vorsicht mit Schmerzpflastern - Hitze steigert Wirkung
Berlin (dpa/tmn) - Schmerzpflaster sollten vor allem im Sommer mit Vorsicht angewendet werden. Bei heißem Wetter kann es schnell zu Überdosierungen kommen, warnt die Arzneimittelkommission der Deutschen
Apotheker.
Wenn die Haut an einem heißen Tag oder durch die direkte Sonneneinstrahlung wärmer als gewöhnlich ist, nimmt auch die Wirksamkeit des Pflasters zu. Die stark wirkenden schmerzstillenden Wirkstoffe werden
schneller vom Blut aufgenommen. So sind Überdosierungen möglich.
Anzeichen einer Überdosierung sind unter anderem eine langsamere Atmung, Schwäche- und Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Kältegefühl, Verwirrtheit und Schwierigkeiten beim Gehen oder Sprechen. Patienten
sollten das Pflaster bei einem oder mehreren dieser Symptomen sofort entfernen. Die Kommission rät zudem, auch bei der Anwendung von Wärmeflaschen, Heizdecken, Saunabesuchen oder heißen Bädern vorsichtig zu
sein, wenn gleichzeitig Schmerzpflaster verwendet werden.
Quelle: ARD-Text
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Kreuzschmerzen: Können Massagen helfen?
Einige Formen von Massagen wie beispielsweise Akupressur können Kreuzschmerzen lindern, die schon mehrere Wochen andauern. Massagen können neben der Schmerzlinderung möglicherweise auch die Beweglichkeit
verbessern, besonders wenn sie begleitend zu Bewegung und Dehnübungen eingesetzt werden.
Kreuzschmerzen betreffen den unteren Rücken in der Lenden- und Kreuzbeinregion; an dieser Stelle schmerzt der Rücken am häufigsten. Sie werden manchmal auch als „Hexenschuss“ oder „Lumbago“ bezeichnet. Meist
bessern sich die Kreuzschmerzen innerhalb weniger Wochen von selbst soweit, dass die Betroffenen ihrem Alltag wieder wie gewohnt nachgehen können. Rückenschmerzen können aber auch sehr einschränkend sein und
zu langfristigen körperlichen und psychischen Belastungen führen.
Mögliche Ursachen für alle Formen von Rückenschmerzen sind Probleme an Knochen, Muskeln oder Nerven der Wirbelsäule. So können Muskelverspannungen die Nerven reizen, wodurch es zu Schmerzen kommt, die auch
in andere Körperteile wie die Beine ausstrahlen können (Ischialgie). Auch Fehlbelastungen oder Schäden an der Bandscheibe können Rückenschmerzen auslösen.
Häufig bleiben die Ursachen jedoch unklar. Dann werden die Rückenschmerzen als „unspezifisch“ bezeichnet. Rückenschmerzen sind sehr individuell und können vielfältige Gründe haben. Manchmal gibt es kein
Anzeichen für ein Problem, jemand hat aber dennoch Schmerzen – bei anderen wiederum zeigen sich in Röntgenaufnahmen zwar Verschleißerscheinungen an der Wirbelsäule, diese Menschen haben aber keinerlei
Beschwerden.
Je nach Dauer der Beschwerden unterscheidet man drei Formen von Rückenschmerzen:
* Akute Rückenschmerzen mit einer Dauer von weniger als 6 Wochen
* Subakute Rückenschmerzen mit einer Dauer von 6 bis 12 Wochen
* Chronische Rückenschmerzen mit einer Dauer von mehr als 12 Wochen
In seltenen Fällen liegen Rückenschmerzen ernste Probleme zu Grunde. Dann können sie mit anderen Beschwerden einhergehen, wie Taubheitsgefühlen, Lähmungserscheinungen, körperlicher Schwäche, Kribbeln oder
Störungen der Blasen- und Darmfunktion. Tritt eines dieser Symptome auf, ist es wichtig, umgehend ärztliche Hilfe zu suchen.
Behandlungsmöglichkeiten
Häufig nehmen die betroffenen Menschen Schmerztabletten ein oder lassen sich von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt eine Spritze gegen die Schmerzen geben. Nur selten wird bei unspezifischen Rückenschmerzen
operiert. Weitere Möglichkeiten sind beispielsweise Bewegungsübungen, Entspannungstechniken, Schulungen zur Rückenschonung, Krankengymnastik, Chiropraktik, Wärme- oder Kälteanwendungen, Akupunktur,
Einreibungen oder medizinische Salben sowie Bewegungstherapien wie die Alexander-Technik. Manche Menschen wenden auch die kognitive Verhaltenstherapie an. Dies ist eine psychotherapeutische Behandlungsform,
durch die man lernen kann, besser mit Schmerzen und Stress umzugehen. Mehr über die kognitive Verhaltenstherapie können Sie hier lesen.
Massagen sind eine traditionelle Behandlungsform bei Rückenschmerzen. Sie haben zum Ziel, die Schmerzen zu lindern, Muskeln zu lockern und ein Wohlgefühl hervorzurufen. So sollen Verspannungen beseitigt
werden, die möglicherweise mitverantwortlich für die Schmerzen sind, und die Muskeln sollen wieder beweglicher werden. Es gibt verschiedene Theorien dazu, wie Massagen wirken. Beispielsweise sollen sie
schmerzlindernde Substanzen, die sogenannten Endorphine, im Gehirn freisetzen. Andere Theorien besagen, dass die Massage das Nervensystem so stimuliert, dass eine Schmerzlinderung eintritt.
Es gibt verschiedene Formen von Massagen. Weit verbreitet sind unter anderem die klassische (schwedische) Massage, Thai-Massagen sowie die Akupressur. Sie unterscheiden sich in den angewendeten Handgriffen
und darin, wo massiert wird, mit welchem Druck und mit welchen Körperteilen oder Hilfsmitteln. Den verschiedenen Formen liegen auch unterschiedliche Vorstellungen zugrunde, wie Rückenschmerzen entstehen.
Mehr über die einzelnen Massageformen können Sie hier lesen.
Forschungsergebnisse: Massagen könnten länger andauernde Schmerzen lindern
Wissenschaftlerinnen der Cochrane Collaboration – einem internationalen Forschungsnetzwerk – haben Studien analysiert, die den Nutzen von Massagen bei unspezifischen Kreuzschmerzen untersucht haben. Sie
suchten nach Studien, die Massagen mit einer Scheinbehandlung, keiner Behandlung oder anderen Behandlungen verglichen haben. Warum ein solches Vorgehen wichtig ist, um herauszufinden, ob eine medizinische
Maßnahme wirkt, können Sie hier nachlesen. Die Wissenschafterinnen prüften, wie sich die Massagen auf folgende Aspekte auswirkten: Schmerzen, das allgemeine Befinden, Funktionen des Rückens, Lebensqualität
und körperliche Einschränkungen.
Die Forscherinnen fanden 13 Studien; die meisten hatten jedoch nur wenige Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Wissenschaftlerinnen kamen zu dem Schluss, dass vor allem 5 der Studien mit knapp 670
Teilnehmenden verlässliche Ergebnisse lieferten. Diese Studien untersuchten ganz verschiedene Massageformen, und die Teilnehmenden hatten die Kreuzschmerzen seit unterschiedlich langer Zeit. Deshalb konnten
die Studien die Fragen der Wissenschaftlerinnen nicht eindeutig beantworten.
Die Auswertung legt nahe, dass eine Kombination von Massagen und Bewegung wahrscheinlich effektiver ist als eine dieser Maßnahmen alleine. So waren beispielsweise die Menschen, die sowohl Massagen als auch
Bewegung und Dehnübungen nutzten, beweglicher und hatten kurz- und langfristig weniger Schmerzen.
Bisher ist nicht klar, welche Massageformen am besten helfen
Die Wissenschaftlerinnen betonten, dass Massagen mit ganz unterschiedlichen Zielen eingesetzt werden können. Manche sollen beispielsweise den Menschen helfen, sich (und die Muskeln) zu entspannen. Andere
wiederum zielen mehr auf eine Dehnung oder andere Arten, mit dem Körper zu arbeiten. Obwohl die Studien verschiedene Massageformen prüften, gab es nicht genügend Vergleiche, um zu zeigen, welche Formen den
Menschen mit ihren vielfältigen Problemen jeweils am besten helfen.
Viele der untersuchten Behandlungen mischten verschiedene Elemente miteinander – wie Massageöle, Dehnen und unterschiedliche Massagetechniken. Die Wissenschaftlerinnen schlossen, dass Akupressur (Druck mit
der Hand oder Stimulation mit einem Hilfsmittel) besonders effektiv sein könnte – allerdings bedarf es noch weiterer Forschung, um hier sicherzugehen.
Die wenigen Studien deuten an, dass die Thai-Massage ähnlich effektiv ist wie die klassische Massage. Die Fußreflexzonenmassage dagegen schien weder Schmerzen lindern noch die Beweglichkeit verbessern zu
können.
Bei den Teilnehmenden traten keine ernsthaften unerwünschten Wirkungen auf. Manche berichteten jedoch von Schmerzen während oder kurz nach der Behandlung. Einige Menschen reagierten allergisch auf das
Massageöl und bekamen Hautausschlag.
Offen bleibt, welchen Einfluss die Ausbildung und Erfahrung der Therapeutin oder des Therapeuten auf den Behandlungserfolg haben, wie lang eine Behandlungssitzung idealerweise sein und wie oft sie
stattfinden sollte. Welche Massageform individuell angebracht ist, kann von vielen Faktoren abhängen, unter anderem dem Krankheitsbild, dem körperlichen Zustand und persönlichen Vorlieben.
Autor: Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG)
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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat August alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.
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