Newsletter Februar
2010-02-17 08:34:28

Lieber Bandi [NAME]
Banditreffen im Raum München (Reichertshausen) vom 10.09. bis 12.09. 2010
Liebe Bandis,
wir freuen uns, dass wir nun auch das Programm zu unserem Banditreffen vom 10.09. bis 12.09.2010 bekannt geben können.
Das Banditreffen werden Topsy und Dieter in Reichertshausen ausrichten. An dieser Stelle schon mal unser Dank für die Planungsphase.
Doch nun zum Ablauf:
Anreisetag 10.09.2010:
Wer mit dem Flieger kommen möchte, der ist auf dem Zielflughafen München richtig. Von dort bitte mit dem Zug bis Reichertshausen. Von dort sind es noch 5 Gehminuten bis zum Gasthof Lindermeir.
Wer mit dem Zug anreisen möchte, bitte ebenfalls Reichertshausen anfahren.
Wer mit dem Auto anreist, sollte der Stimme von Blondie folgen, vorausgesetzt, Ihr habt Blondie Eure Wünsche mitgeteilt.
Programm:
Am Freitag steht uns eine Holzhütte zur Verfügung. Dort werden wir einen gemütlichen Grillabend ab ca. 18.00 Uhr verbringen.
Für Essen-Spenden wären wir sehr dankbar! Zwecks Koordination setzt Euch bitte mit Topsy in Verbindung.
Am Samstag werden wir nach dem Frühstück gegen ca. 10.00 Uhr mit dem Reisebus nach Kehlheim fahren und die Befreiungshalle anschauen.
http://www.bayernreise.eu/bilder-fotos/befreiungshalle-kelheim.html
Nach der geplanten Stadtbesichtigung geht es um 13.20 Uhr weiter mit dem Schiff durch die Weltenburger Enge nach Weltenburg zum Kloster Weltenburg, wo wir eine Verschnaufpause einlegen werden. Je nach dem, wie Ihr Euch fühlt, können wir dort auch noch andere Sehenswürdigkeiten besichtigen. Anschließend fährt uns der Reisebus gegen 16.00 Uhr wieder nach Reichertshausen zum Hotel zurück.
http://www.altmuehltal.de/kelheim/donau.htm
http://www.bayerischer-wald-ferien.de/bilder-bayern-fotos/donaudurchbruch-weltenburg.html
http://www.klosterschenke-weltenburg.de
An dieser Stelle möchten wir erwähnen, dass die Kosten für den Grillabend am Freitag und der Samstag (Bus, Schiff, Eintrittsgelder, etc.) vom Forum getragen werden. Lediglich für Euer leibliches Wohl müsst Ihr selber sorgen.
Am Samstagabend treffen wir uns gegen 18.00 Uhr im Gasthof Lindermeir im Nebenzimmer zum Essen und gemütlichen Beisammensein.
Am Sonntag nach dem Frühstück (bis 11.15 Uhr) heißt es dann Abschied nehmen. Wer von Euch noch zu Mittag bleiben möchte, bitte eine kurze Rückmeldung an Topsy, damit ein gemeinsamer Tisch reserviert werden kann.
Wir hoffen, das Programm gefällt Euch und wir freuen uns auf ein Kennenlernen/Wiedersehen mit Euch!
Wir warten auf Eure zahlreichen Anmeldungen, wobei wir uns über „neue“ Teilnehmer sehr freuen würden! Anmeldungen bitte in diesem Thread:
http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=39486
Liebe Grüße und in freudiger Erwartung
Topsy und Dieter, Heidi und Ralf so wie das Team von www.diebandscheibe.de
Alle Infos zum Treffen findet Ihr hier: http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=39822 !
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Laptop auf dem Schoß - mit Nebenwirkungen
Ein Laptop gehört entgegen dem Namen nicht wie ein Lapdog auf den Schoß. Wer diesen Rat über längere Zeit missachtet, riskiert durch die Überwärmung der Mikroprozessoren einen Gewebeschaden, ein Erythema ab igne.
Von Angela Speth
PARIS. In dem Maße, wie die handlichen Computer immer mehr in Gebrauch kommen, müssen Ärzte damit rechnen, von Patienten mit einem netzartigen rotbraunen Ausschlag auf den Oberschenkeln konsultiert zu werden, schreibt Dr. Claude Bachmeyer in einem "Letter to the Editor" (J Eur Acad Dermatol Venerol 23, 2009, 736).
Auf diese neue Ursache eines Erythema ab igne (EAI, ignis lat. Feuer) wurde der Internist aus Paris durch einen 27-jährigen Mann aufmerksam, der sich mit einer solchen "schmutzig" wirkenden, nicht schmerzhaften Hautzeichnung auf den Oberschenkeln vorstellte. Er berichtete, die Läsionen seien entstanden, nachdem er sich einen Laptop gekauft und täglich mehrere Stunden damit auf dem Schoß gearbeitet habe. Die Hautrötung sei anfangs vorübergehend gewesen, dann aber geblieben - inzwischen seit Monaten.
Weil die klinische Diagnose eines EAI offensichtlich war, veranlassten die Ärzte keine Labortests und empfahlen dem Patienten lediglich, den Laptop stets auf einem Tisch zu platzieren. Daraufhin gingen die Symptome innerhalb von drei Monaten vollständig zurück.
Wie Bachmeyer erläutert, entsteht ein EAI, wenn Körperareale längere Zeit einer Hitze (Infrarotstrahlung) ausgesetzt sind, die mit 43° bis 47° C noch so mild ist, dass sie keine Verbrennungen verursacht. Bekannte Manifestationsstellen sind Schienbeine und Knie durch zu nahes Sitzen an Kaminfeuer oder Ofen, ferner Rücken und Bauch durch Auflegen von Heizkissen oder Wärmflasche sowie - als Berufskrankheit - Gesicht und Arme von Köchen oder Bäckern. Anfangs noch verschwinden die "fire stains" oder "toasted skin syndromes" jedesmal wieder, im Lauf der Zeit jedoch wird die Pigmentierung stärker und beständiger, das Gewebe ähnlich wie bei sonnengeschädigter Haut durch Abbau von elastischen Fasern atrophisch.
Meist geht ein EAI nicht mit Schmerzen einher, nur wenige Patienten berichten von Brennen oder Stechen. Die Behandlung besteht in konsequentem Meiden der Wärmequelle, die Prognose ist im allgemeinen gut. Allerdings können sich nach langer Exposition, wenn auch selten, Plattenepithel- und Merkelzellkarzinome bilden, bei Männern Spermatogenese und Fruchtbarkeit beeinträchtigt sein.
Bisher gibt es nach Angaben Bachmeyers Berichte über fünf Patienten mit EAI durch Laptops. Doch könne die Zahl zunehmen, da die Mikroprozessoren der Geräte immer leistungsfähiger werden und Temperaturen bis 50° C erzeugen. Eine feste Unterlage komme auch den Computern zugute, weil sie sich dort weniger aufheizen als nah am Körper.
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Jeder Zweite war 2009 mindestens einmal krank
STUTTGART (eb). Mehr als jeder zweite AOK-Versicherte in Baden-Württemberg war im vergangenen Jahr mindestens einmal krank geschrieben. Damit lag der durchschnittliche Krankenstand aller Beschäftigten bei 4,6 Prozent und blieb damit auf dem gleichen Niveau wie 2008.
Insgesamt summierten sich die Fehltage im Jahr 2009 auf 22 Millionen. Knapp ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage entfielen auf Muskel- und Skeletterkrankungen, bei denen Rückenerkrankungen besonders häufig auftraten. Auf Erkrankungen der Atemwege entfielen 15 Prozent aller Fehltage.
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Ist eingeschränkte Hirnfunktion nach Krebstherapie nur empfunden?
MÜNCHEN (mn). Nach einer Chemotherapie klagen viele Patienten über Konzentrations- und Gedächtnisproblemen. Diese subjektiv empfundenen Gedächtnisstörungen konnten jedoch in Gehirnleistungstests nicht nachgewiesen werden. Es gibt eine Diskrepanz zwischen subjektiver Wahrnehmung und objektiv nachgewiesenen Defiziten.
Patienten, die über ein Chemobrain (eine Hirnleistungsstörung nach einer Chemotherapie) klagen, schneiden bei Konzentrationstest genauso ab, wie andere Patienten. Diese Diskrepanz zwischen subjektivem Eindruck und objektiven Störungen der geistigen Fähigkeiten wurde daher jetzt untersucht.
Ein Forscherteam um Dr. Kerstin Hermelink von der Universität in München untersuchte dafür mehr als 100 Brustkrebspatienten. Die Wissenschaftler vermuteten, dass andere Faktoren einen Einfluss auf den subjektiven Eindruck der Patienten haben. Deshalb berücksichtigten sie in ihrer Studie COGITO (Cognitive Impairment in Therapy of Breast Cancer) auch den Einfluss von Faktoren wie Depressivität, die Neigung zu negativen Gefühlen und die Intensität der Chemotherapie.
Die Ergebnisse zeigten, dass Patienten, die schon vor der Therapie vermehrt negative Gefühle hatten, auch von einer Beeinträchtigung ihrer geistigen Fähigkeiten berichteten. Die Ergebnisse der Gedächtnistests unterschieden sich aber nicht von Frauen, die keine geistigen Störungen bei sich festgestellt hatten. Auch die Intensität der Chemotherapie hatte keinen Einfluss auf die Testergebnisse, jedoch beeinflusste auch sie den subjektiven Eindruck der kognitiven Beeinträchtigungen (Psycho-Oncology online vorab).
Die Forscher schließen daraus, dass die Neigung zu negativen Gefühlen und Depressivität zu pessimistischen Einschätzungen der eigenen geistigen Fähigkeit führen können. Die wirklichen Einschränkungen der geistigen Funktion, die sich durch Tests nachweisen lassen, waren dagegen nur leicht und wurden von den Betroffenen überhaupt nicht wahrgenommen.
Diese Ergebnisse zeigten, dass die meisten Studien zum Thema Chemobrain nicht das nachgewiesen haben, worüber die Patienten klagten, so Hermelink.
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Gleichgewichtstraining auf dem "Wii"-Board mit Zwischenfällen
NEU-ISENBURG (ikr). Balance-Training mit der Spielkonsole "Wii" bereitet Kindern und Erwachsenen nicht immer nur Spaß. Durch Fehltritte bei den Balance-Spielen kann es auch leicht zu ungewöhnlichen Verletzungen kommen wie bei einem Mädchen in Großbritannien.
Bei dem Gerät handelt es sich um eine Board mit Sensoren, die Änderungen der Körperhaltung registrieren. Durch vielfältige Übungen, darunter auch Balance-Spiele, soll das Gleichgewicht gefördert werden. Ein 14-jähriges Mädchen aus Großbritannien war aus Unachtsamkeit von dem zwei Zoll hohen Balance-Board gefallen und hatte sich dabei ein Supinationstrauma im rechten Sprungelenk zugezogen, das Bewegungseinschränkungen zur Folge hatte. Das Mädchen stellte sich in der Notfallambulanz des Horton General Hospital in Banbury nahe Oxford vor (NEJM 362, 2010, 473). Dort wurde aber lediglich eine kleine Fraktur am Kopf des Os metatarsale V diagnostiziert. Diese konnte jedoch konservativ versorgt werden.
Diese Geschichte ist nach Angaben von Dr. Karen Eley vom Radcliffe Hospital in Oxford kein Einzelfall. So war eine 55-jährige Frau beim Tennisspielen auf der Wii-Konsole auf ein Sofa gestürzt und hatte sich dabei einen Hämatothorax zugezogen (Ann R Coll Surg Engl 20, 2008, W9). Außerdem war es zu Dislokationen und Kopfverletzungen durch Zusammenstöße mit Spielpartnern gekommen (J Trauma 65, 2008, 1203).
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Weltweite Initiative gegen Gift in Spielzeug
Weichmacher in Plastikspielsachen können das Hormonsystem schädigen, geleimte Holzpuzzle Krebs erregen. Dabei soll Spielzeug vor allem Spaß und nicht krank machen. Eine neue Initiative will Kinder vor gefährlichen Stoffen schützen.
NÜRNBERG (sun). Immer noch enthalten viele Spielsachen synthetische Chemikalien. Davor warnt die internationale Initiative zur Spielzeugsicherheit "Safe Toys Coalition" (STC) anlässlich der Spielzeugmesse in Nürnberg. "Es ist bedrückend, dass hier auf Kosten der Gesundheit der Kinder Profit gemacht wird", sagt Alexandra Caterbow, Spielzeugexpertin und Mitbegründerin von STC.
"Während die Industrie auf der Spielzeugmesse ihre Neuheiten feiert, werden Millionen Kinder weltweit giftigen Schadstoffen in Spielzeug ausgesetzt", so Caterbow weiter. In der Vergangenheit habe man immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass Stoffe wie Blei oder gesundheitsschädigende Weichmacher in Spielzeugen gefunden wurden. Dieser Tatsache lässt nach Ansicht der STC die Spielzeugindustrie zu wenig Konsequenzen folgen.
Spielzeug solle aber vor allem Spaß und nicht krank machen, so die Expertin. Ziel der neuen Initiative sei es daher, im Dialog mit Industrie, Politik und den Verbrauchern weltweit für sicheres Spielzeug einzutreten.
Kinder seien noch wesentlich empfindlicher als Erwachsene, so die Spielzeugexpertin. Selbst kleine Mengen reichten aus, um die Entwicklung eines Kindes nachhaltig zu beeinflussen. Dabei ließen sich fast alle Stoffe leicht durch ungefährliche ersetzen. In einem Flyer informiert die Initiative darüber, wie Eltern ihre Kinder schützen können.
www.wecf.eu
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Reiseschutz greift auch bei Vorerkrankung
KÖLN (akr). Reisekrankenversicherer müssen auch dann für die Folgen eines Herzinfarktes zahlen, wenn die versicherte Person vor der Reise an einer Herzerkrankung litt. Das geht aus einem rechtskräftigen Urteil des Oberlandesgerichts Köln hervor.
In dem verhandelten Fall hatte der Kläger für seine im Ausland lebende Schwiegermutter eine Reisekrankenversicherung abgeschlossen. Wie in solchen Policen üblich, schloss der Versicherer Zahlungen aufgrund zu erwartender Behandlungsbedürftigkeit aus. Wenige Tage nach ihrer Ankunft erlitt die Versicherte einen Herzinfarkt.
Das Versicherungsunternehmen weigerte sich, die Behandlungskosten in Höhe von rund 24 000 Euro zu zahlen. Die Begründung: Die 71-Jährige habe vor Jahren schon einmal einen Herzinfarkt gehabt, außerdem leide sie an Bluthochdruck, zeitweisen Herzrhythmusstörungen und Diabetes. Aufgrund dieser Vorerkrankungen sei der Infarkt keine unerwartete Erkrankung, der Versicherte habe mit der Behandlungsbedürftigkeit während der Reise rechnen müssen.
Das sahen die Richter anders. "Wenn der Versicherungsnehmer beziehungsweise die versicherte Person bereits an einer chronischen Grunderkrankung leidet, wird er der Klausel nicht entnehmen, dass von vornherein jede weitere Erkrankung, die Folge jener Grunderkrankung ist, vom Versicherungsschutz ausgenommen sein soll", heißt es in der Urteilsbegründung.
Weiter heißt es: "Die Herzerkrankung mag das Risiko, dass Frau U. einen Herzinfarkt erleiden kann, gesteigert haben. Gleichwohl war der Zeitpunkt, zu dem sich dieses Risiko gegebenenfalls verwirklichen würde, schlechterdings nicht zu prognostizieren." Das Gericht hat keine Revision des Urteils zugelassen, damit ist es rechtskräftig.
Az. 20 U 62/09
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Kostenloser Einblick in Auskunfteien
WIESBADEN (nös). Ab dem 1. April können Verbraucher kostenlos ihre bei Auskunfteien gespeicherten Daten einsehen. Möglich wird das durch eine Änderung des Bundesdatenschutzgesetzes, die dann in Kraft tritt. Bislang verlangten etliche Wirtschaftsauskunfteien Gebühren für die Selbstauskunft.
Wie die Schufa als eines der ersten Unternehmen mitteilte, können Verbraucher ihre Selbstauskunft künftig einmal jährlich kostenlos anfordern. Dies sei entweder schriftlich mit einem Formular, telefonisch über eine Hotline oder auf der Schufa-Website möglich.
Zusätzlich stehe den Verbrauchern ein kostenpflichtiges Serviceangebot im Internet zur Verfügung. Dort gebe es Zusatzleistungen wie etwa einen Benachrichtigungsservice per E-Mail oder SMS.
Datenschützer und Verbraucherschützer empfehlen seit Langem, von der Selbstauskunft Gebrauch zu machen. Denn nicht selten haben die Auskunfteien fehlerhafte oder falsche Angaben gespeichert. Schlimmstenfalls können verfälschte Informationen zu einer schlechten Beurteilung innerhalb des sogenannten Scoring-Verfahrens führen.
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Mit Laser gegen Nackenschmerzen - eine neue Therapieoption?
SYDNEY. Der Einsatz von Softlasern könnte chronische Nackenschmerzen wirksam behandeln. So lautet das Ergebnis einer Studie, die vor Kurzem in der Fachzeitschrift "The Lancet" veröffentlicht wurde. Die Methode habe bessere Resultate erzielt als gebräuchliche Therapien, berichten die Wissenschafter um Dr. Roberta T. Chow vom Brain and Mind Research Institute in Sydney.
"Das ist eine überraschende und vielleicht auch gute Nachricht", kommentiert die Würzburger Neurologin und Schmerzforscherin Professor Claudia Sommer von der Deutschen Gesellschaft für Neurologie die Untersuchung.
Zwischen 10 und 24 Prozent der Bevölkerung sind von chronischen Nackenschmerzen betroffen. Als chronisch bezeichnet man diese Schmerzen, wenn sie länger als drei Monate andauern.
In der Übersichtsarbeit, in der 16 Studien mit insgesamt 820 Patienten analysiert worden waren, schnitten niederenergetische Laserstrahlen besonders im Vergleich mit Schmerz stillenden Medikamenten günstig ab (Lancet 374, 2009, 1897).
"Nackenschmerzen sind in der Bevölkerung weit verbreitet und verursachen zudem enorme wirtschaftliche Schäden, jedoch fehlte es bislang an wissenschaftlich gesicherten, wirksamen Therapien", sagt Sommer, die Leitende Oberärztin an der Neurologischen Klinik und Poliklinik ist. "Bevor die Softlaser in der neurologischen Praxis Einzug halten, sollten die neuen Erkenntnisse allerdings in einer hochwertigen größeren Einzelstudie überprüft werden."
Neurologen und Nervenärzte versorgen jährlich hunderttausende Schmerzpatienten, bei denen häufig Begleiterkrankungen wie Depression oder Angsterkrankungen auftreten. Diese Ärzte ziehen dabei traditionell konservative Therapiemethoden - also Behandlungen ohne chirurgische Eingriffe - vor, und versuchen dabei, Injektionstherapien zu vermeiden.
Widersprüchliche Daten hatten zu Skepsis geführt
Vertreter der Schulmedizin standen dem Einsatz niederenergetischer Laserstrahlen - im englischen Low-Level-Laser-Therapy, LLLT - bisher eher skeptisch gegenüber. Die auch als "Softlaser" oder "Kalte Laser" bekannten Geräte arbeiten mit gebündelten Lichtstrahlen, die zu schwach sind, um im Gewebe eine spürbare Erwärmung auszulösen. Sie sind wegen ihrer angeblich durchblutungsfördernden und entzündungshemmenden Wirkung unter Alternativmedizinern sehr beliebt.
In Übersichtsarbeiten der angesehenen Cochrane-Collaboration fand sich aber bislang kein Beleg für den Nutzen der Methode gegen Rückenschmerzen oder gegen Rheuma. Zur LLLT gegen Nackenschmerzen waren die Ergebnisse widersprüchlich, was Chow für eine systematische Neubewertung zum Anlass genommen hatte.
Zusammen mit australischen und norwegischen Kollegen hatte Chow zunächst aus 490 Literaturhinweisen 16 Studien mit 820 Teilnehmern ausgesiebt, bei denen die LLLT gegen unspezifische Nackenschmerzen erprobt worden war, und die strengen wissenschaftlichen Kriterien genügten. Dabei fanden die Forscher lediglich zwei Studien, bei denen auch der akute Nackenschmerz behandelt worden war. Bei diesen beiden Untersuchungen besserten sich die Nackenschmerzen unter der Lasertherapie zu 69 Prozent häufiger als mit einer Scheinbehandlung.
Zum chronischen Nackenschmerz fanden Chow und Kollegen fünf Studien, bei denen der Erfolg der Behandlung kategorisch erfasst wurde (Ja / Nein). Hier war die Lasertherapie vier Mal häufiger wirksam als die Scheinbehandlung. Weitere elf Studien zu chronischen Nackenschmerzen hatten die Schmerzlinderung anhand 100-teiliger visueller Analogskalen bewertet. In jeder einzelnen dieser Untersuchungen war die Laserbehandlung tendenziell überlegen gewesen; in der Zusammenfassung errechneten Chow und Kollegen eine durchschnittliche Verbesserung um 19,86 Punkte. Anhand der sieben Studien mit Folgeuntersuchungen bis zu 22 Wochen nach der Behandlung ergab sich, dass der Erfolg auch mittelfristig anhielt mit einer Schmerzreduktion von 22,07 Punkten. Die Nebenwirkungen der LLLT wären dabei ebenso mild wie die unter einer Scheinbehandlung, notieren Chow und Kollegen.
Saubere Analyse ergab "mäßige statistische Evidenz"
"Die Ergebnisse der niederenergetischen Lasertherapie sind im Vergleich zu anderen gebräuchlichen Therapien besser - insbesondere gegenüber medikamentösen Interventionen, für die es nur spärliche Beweise gibt, aber viele Nebenwirkungen", schreiben die Wissenschaftler, und sie sprechen von "mäßiger statistischer Evidenz" für die Wirksamkeit der LLLT. "Der Direktvergleich zu medikamentösen und anderen Therapieformen, z.B. den häufig verwendeten Injektionstherapien oder Physiotherapie, wäre allerdings noch zu erbringen", meint Professor Claudia Sommer.
Wie der Veröffentlichung zu entnehmen ist, kam die Meta-Analyse ohne finanzielle Unterstützung durch einen Sponsor zustande. Chow ist Mitglied der World Association for Laser Therapy (WALT), der Co-Autor Rodrigo A. B. Lopez-Martins ist deren wissenschaftlicher Sekretär. Mitautor Jan M. Bjordal ist Präsident der WALT.
In einem Kommentar, den Dr. Jaime Guzman von der Universität Vancouver in der gleichen Ausgabe von "The Lancet" (374, 2009, 1875) veröffentlicht hat, bescheinigt der Assistenzprofessor für Physiotherapie und Rehabilitation seinen Kollegen, dass deren Meta-Analyse sauber und anhand der geltenden Standards durchgeführt wurde. Die Wirkweise der Lasertherapie sei zwar noch immer unklar und müsse weiter untersucht werden. "Dennoch ist die Beweislage für die LLLT gegen Nackenschmerzen solider als für viele andere Interventionen."
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Steckt ein "Anti-Aging"-Stoff im Meeresfisch?
US-Forscher finden Hinweise darauf, dass Omega-3-Fettsäuren die Zellalterung verlangsamen könnten
SAN FRANCISCO (ob). In Meeresfisch enthaltene Omega-3-Fettsäuren wirken möglicherweise wie ein Jungbrunnen, der die biologische Zellalterung verlangsamt. US-Forscher glauben, in ihrer Studie jetzt einen potenziellen Mechanismus dieses zellulären "Anti-Agings" entschlüsselt zu haben.
Epidemiologische Studien liefern Anhaltspunkte dafür, dass sich eine erhöhte Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren durch vermehrten Fischverzehr bei Patienten mit KHK günstig auf die Lebenserwartung auswirken kann. Auf welchen Wirkmechanismen beruht wohl diese protektive Wirkung, hat sich ein US-Forscherteam um Dr. Ramun Farzaneh-Far aus San Francisco gefragt.
Einige hypothetische Erklärungen hat die Wissenschaft bereits geliefert: Omega-3-Fettsäuren wie Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA) senken Triglyzeride, sie wirken antiinflammatorisch und antiarrhythmisch und hemmen die Blutplättchen. Farzaneh-Far und sein Team haben jetzt einen weiteren potenziellen Mechanismus ins Visier genommen, und zwar auf chromosomaler Ebene: Veränderungen an Telomeren (JAMA 303, 2010, 250).
Die Länge der Telomeren ist mittlerweile zu einem beliebten Marker für das biologische Alter avanciert. Telomere sind die natürlichen Chromosomen-Enden, die als Strukturelemente der DNA für die Stabilität von Chromosomen von Bedeutung sind. Mit jeder Zellteilung werden Telomere kürzer. Wird eine kritische Telomerlänge unterschritten, kann es zum programmierten Zelltod (Apoptose) kommen oder ein Wachstumsstopp (Seneszenz) eintreten.
Die US-Forscher haben in ihrer Studie bei 608 Koronarpatienten im Abstand von fünf Jahren zweimal die Länge der Telomeren in Leukozyten bestimmt und die festgestellten Veränderungen dann in Beziehung zu den ebenfalls gemessenen Blutspiegeln der Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA gesetzt.
Ergebnis: DHA/EPA-Blutspiegel und Telomer-Verkürzung standen in inverser Beziehung zueinander: Bei Patienten mit den niedrigsten Spiegeln waren die Verkürzungen am stärksten, bei Patienten mit den höchsten Spiegel am geringsten ausgeprägt. Die Autoren werten dies als Indiz dafür, dass Omega-3-Fettsäuren einen gewissen Schutz gegen Zellalterung bieten könnten.
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Chronischer Schmerz bestimmt das Leben
Defizite in der Versorgung von Patienten mit chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen hat eine europaweite Umfrage aufgedeckt. Trotz Therapie haben neun von zehn Betroffenen mittelstarke bis starke Schmerzen.
Von Simone Reisdorf
BERLIN. Ernüchternde Ergebnisse zur Versorgung von Patienten mit chronischen, nicht tumorbedingten Schmerzen hat die PainSTORY, eine europaweite Umfrage, zutage gebracht: 95 Prozent der Patienten leiden trotz Behandlung an mittelstarken bis starken Schmerzen.
In PainSTORY (Pain Study Tracking Ongoing Responses for a Year), einer von Mundipharma unterstützten Umfrage in 13 Staaten Europas, ist erstmals der Einfluss chronischer Schmerzen auf das tägliche Leben von Schmerzpatienten qualitativ erfasst worden. Dazu gaben 294 Patienten mit mittelstarken bis starken, nicht tumorbedingten Schmerzen viermal innerhalb eines Jahres (April 2008 bis Mai 2009) dem Marktforschungsinstitut Ipsos MORI telefonisch Auskunft zu verschiedenen Aspekten im Zusammenhang mit ihrer Schmerzerkrankung. In den dazwischen liegenden Monaten führten sie ein Schmerztagebuch, schrieben Erlebnisberichte oder fertigten Zeichnungen an, die weitere Ergebnisse über ihre Befindlichkeit lieferten.
Die Ergebnisse sind für die Teilnehmer aller 13 Länder ähnlich und ernüchternd: Am Ende des Befragungsjahres hatten trotz Therapie noch immer 95 Prozent der Patienten mittelstarke bis starke Schmerzen. 19 Prozent empfanden ihren Schmerz sogar stärker als zu Umfragebeginn. Aber nur 12 Prozent wurden mit starken und 25 Prozent mit schwachen Opioiden behandelt; 43 Prozent erhielten Nicht-Opioidanalgetika.
Mehr als die Hälfte der Patienten fühlte sich schmerzbedingt in der Lebensqualität stark beeinträchtigt. Nach einem Jahr berichteten immer noch sechs von zehn Patienten, dass der Schmerz ihr Leben kontrolliert. Zwei Drittel fürchteten, aus dem Berufsleben ausscheiden zu müssen, und etwa ein Drittel musste Arbeitsweise oder Arbeitsstunden an die mit den Schmerzen verbliebenen Möglichkeiten anpassen.
Viele Teilnehmer empfanden den Schmerz als unerträglich und "zum Heulen", fühlten sich "gefangen" oder "wie in der Hölle", was auch in Zeichnungen zum Ausdruck kam. Während des gesamten Jahres wurden nur 23 Prozent der Patienten auf ein stärkeres Schmerzmedikament umgestellt. Trotzdem glaubten etwa zwei Drittel, dass sie bereits die bestmögliche Therapie erhielten und alles getan wurde, um ihnen zu helfen.
Dass viele Patienten mit chronischen Schmerzen die Hoffnung auf Ärzte und Medikamente bereits aufgegeben haben, kommt auch darin zum Ausdruck, dass zu Beginn der Befragung 83 Prozent, am Ende aber nur noch 70 Prozent wegen ihrer Schmerzen einen Arzt aufsuchten. Nur zwei Prozent hatten einen Schmerzspezialisten konsultiert.
Zwei von drei Patienten litten wegen der Schmerzen unter Angst und Depressionen. Ein Drittel fühlte sich von den Mitmenschen ausgegrenzt oder gab an, wegen der Schmerzen weniger Freunde als früher zu haben. 44 Prozent fühlten sich während des gesamten Jahres in ihrem Kampf gegen den Schmerz allein gelassen, und 28 Prozent empfanden zumindest phasenweise den Wunsch zu sterben.
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Erhöhtes Sturzrisiko bei chronischen muskuloskelettalen Schmerzen
Chronische Schmerzen am Bewegungsapparat sind bei über 70-Jährigen ein unabhängiger Risikofaktor für Stürze, hat eine große US-amerikanische Studie ergeben.
BOSTON (mar). Ältere Patienten mit chronischen muskuloskelettalen Schmerzen in zwei oder mehr Körperarealen haben ein um 50 Prozent höheres Risiko hinzufallen als Gleichaltrige ohne diese Schmerzen. Das hat die MOBILIZE* Boston Study verdeutlicht (JAMA 302, 2009, 2214).
An dieser longitudinalen Kohortenstudie haben 749 Einwohner aus Boston, Massachusetts, und Umgebung im Alter von mindestens 70 Jahren teilgenommen; im Mittel waren sie 78 Jahre alt. Für die Studie markierten sie über einen Zeitraum von anderthalb Jahren die Tage mit Stürzen auf Kalenderpostkarten, die sie monatlich an das Studienzentrum an der Universität Boston sendeten.
Zu Studienbeginn berichteten 40 Prozent der Teilnehmer über chronische Schmerzen in mindestens zwei Gelenken (Gruppe A) und 24 Prozent in einem Gelenk (Gruppe B). 36 Prozent hatten keine muskuloskelettalen Schmerzen (Gruppe C). Erfasst wurden Schmerzen etwa an Schulter, Rücken, Hüfte, Knie, Hand und Fuß.
Im Zeitraum von 18 Monaten wurden insgesamt 1029 Stürze registriert, nahezu die Hälfte ereignete sich bei den 300 Personen der Gruppe A. Im Vergleich zu den Teilnehmern ohne chronische Muskel- und Gelenkschmerzen wurde bei jenen mit Schmerzen eine signifikant höhere Sturzrate registriert. Das höchste - nämlich ein 1,5-fach erhöhtes - Sturzrisiko fanden die Forscher um Dr. Suzanne G. Leveille bei den Probanden der Gruppe A, außerdem bei Personen mit der höchsten Terzile im Schmerz-Score des Brief Pain Inventory (BPI) und bei Patienten mit den größten schmerzbedingten Funktionseinschränkungen (oberste Terzile im BPI Pain Interference Score).
Auch wenn die Forscher andere Faktoren wie Alter, Body-Mass-Index, Visus, körperliche Aktivität, kognitiver Status oder Analgetika-Einnahme berücksichtigten, blieben die chronischen Schmerzen ein starker, unabhängiger Risikofaktor für Stürze.
MOBILIZE: Maintenance of Balance, Independent Living, Intellect, and Zest in the Elderly
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Herztabletten können Bombenalarm auslösen
Wenn Flugreisende mit Laptop, Föhn oder Handy die Sicherheitskontrolle am Flughafen passieren wollen, kann es ihnen passieren, dass sie völlig zu Unrecht unter Bombenleger-Verdacht geraten.
Von Eckhard Stengel
BREMEN. Sogar Herzmedikamente können irrtümlichen Alarm auslösen. Denn immer wieder schlagen die hoch empfindlichen Spürgeräte an, obwohl im Bordgepäck kein Sprengstoff versteckt wurde.
So erging es zum Beispiel 2009 zwei Frauen aus Bremen. Eine 51-Jährige und ihre 81-jährige Mutter, die zu einer Safari nach Afrika fliegen wollten, wurden beim Umsteigen in Frankfurt am Main festgehalten, weil ihr Föhn irrtümlich Sprengstoffalarm ausgelöst hatte. Die beiden verpassten dadurch ihren Flug, kehrten enttäuscht nach Bremen zurück und blieben fast allein auf den Reisekosten von über 4000 Euro sitzen: Der Veranstalter erließ ihnen lediglich zehn Prozent, während Bundespolizei und Föhnhersteller überhaupt nichts zahlen wollten.
Die Bremerinnen waren Opfer eines besonders empfindlichen Sprengstoff-Erkennungssystems namens Egis. Nach Angaben der Herstellerfirma Thermo Fisher Scientific werden diese Geräte auf allen deutschen Flughäfen mit Auslandsverbindungen eingesetzt. Die Kontrolleure entnehmen mit einem Einwegtuch oder einer Art Handstaubsauger Partikel von der Oberfläche des Föhns, Rasierers oder Laptops und stecken die Proben anschließend in das Egis-Gerät. Dort erspüren sogenannte Gas-Chromatographen innerhalb einer Viertelminute, ob die Proben chemische Stoffe enthalten, die auch für die Sprengmittelherstellung verwendet werden können.
Das Problem dabei: Die womöglich aufgespürten Stoffe müssen nicht unbedingt auf eine Bombe hinweisen, sondern können auch genauso gut in harmlosen Produkten stecken - etwa in Kunststoffen oder sogar in Herzmedikamenten, wie ein Sprecher der Herstellerfirma des Systems im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung" erläuterte.
Betroffen sind Arzneien, die das gefäßerweiternde Nitroglycerin enthalten und etwa gegen Angina pectoris eingesetzt werden. Beim Einnehmen gelangen meist Spuren davon an die Finger. Wenn der Patient dann seinen Laptop oder sein Handy berührt, überträgt er damit die Nitroglycerin-Partikel auf das Gerät, und am Flughafen schlägt das Prüfsystem Alarm.
Da die Herzmedikamente nur wenig Nitroglycerin enthalten, können sie nach Angaben des Firmensprechers auch in riesigen Mengen nicht als Sprengstoff verwendet werden. "Herzkapseln explodieren nicht." Aber die Konzentration reiche aus, um die Spürgeräte anschlagen zu lassen.
Wie oft es zu irrtümlichen Alarmen kommt, ist dem Sprecher nicht bekannt. Er nennt diese Vorfälle auch nicht "Fehlalarme", denn das Gerät habe ja korrekt die zu suchenden Elemente aufgespürt. Ob es sich wirklich um Sprengstoff handele, müsse dann noch in einem "Routineablauf" weiter überprüft werden - am Ende notfalls mit Spürhunden.
Der Firmensprecher, der nicht namentlich genannt werden möchte, räumt ein, dass das Egis-System "sehr sehr schnell sehr früh reagiert": "Das sind die empfindlichsten und genauesten Geräte, die es auf dem Weltmarkt gibt". Sie messen Stoffe im Billionstel-Gramm-Bereich.
Natürlich könnte Egis auch weniger sensibel eingestellt werden - "aber dann", meint der Sprecher, "ist das Geschrei groß, wenn dadurch irgendeiner durchschlüpft".
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Jeder Elfte braucht Hilfe zum Lebensunterhalt
WIESBADEN (dpa). In Deutschland hat Ende 2008 etwa jeder Elfte seinen Lebensunterhalt nur dank finanzieller Hilfen des Staates bestreiten können. Rund 7,6 Millionen Menschen bezogen damals - vor dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise - Leistungen der sogenannten sozialen Mindestsicherungssysteme, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden berichtete.
Insgesamt wurden 2008 etwa 40,5 Milliarden Euro ausgegeben - umgerechnet auf jeden Einwohner sind das 494 Euro. Der größte Kostenpunkt waren Leistungen nach Hartz IV.
Im Vergleich zum Jahresende 2007 sank die Zahl der Leistungsempfänger um gut fünf Prozent, die Ausgaben schrumpften um gut eine Milliarde Euro (minus 2,6 Prozent). Der Rückgang sei vor allem konjunkturbedingt, sagte eine Sprecherin. Ein Grund sei aber auch der neue Kinderzuschlag, eine Leistung, die Kindern die Abhängigkeit von Hartz-IV-Leistungen ersparen soll. Dieser Kostenpunkt taucht in der aktuell vorgelegten Berechnung aus Wiesbaden nicht auf.
Auch andere staatliche Finanzhilfen für die Bürger fehlen in der Rechnung, beispielsweise Unterstützung für Menschen mit Behinderung. Aufgeführt sind nur die wichtigsten Kosten für die Sicherung des grundlegenden Lebensunterhaltes. Neben Hartz IV und Sozialhilfe zählen dazu beispielsweise die Grundsicherung im Alter, Unterstützungen für Asylbewerber oder die Kriegsopferfürsorge.
Die Statistiker stellen die Berechnung immer mit rund einem Jahr Verzögerung auf. Die Zahlen für 2009 werden frühestens Ende 2010 bekanntgegeben, wie die Sprecherin der Behörde mitteilte.
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Kasse beklagt "Arztrennerei" der Deutschen
In Deutschlands Arztpraxen hieß es im Jahr 2008 gleich 1,5 Milliarden Mal: "Der nächste Patient, bitte." Das ist Weltspitze, wie aus dem gemeinsamen Arztreport der fusionierten Krankenkasse Barmer GEK hervorgeht.
Von Anno Fricke
BERLIN. 18 Arztkontakte je Versichertem im Jahr: Bei den Verantwortlichen der größten gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland Barmer GEK weckt dies zwiespältige Gefühle. "Das ist ein Indiz für eine hohe Akzeptanz des Arztangebots", sagte Barmer GEK-Vize Rolf-Ulrich Schlenker bei der Vorstellung des ersten gemeinsamen Arztreports des fusionierten Hauses. Offensichtlich müssten zumindest die Patienten in Hausarztpraxen keine lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Sonst würden sie nicht so oft zum Arzt gehen.
Mit 18 Arztkontakten pro Versichertem in einem Jahr liegt Deutschland international an der Spitze. In Schweden wurden von der OECD 2006 gerade 2,8 Kontakte registriert.
In Deutschland sind den Barmer GEK-Daten zufolge 77 Millionen Menschen 2008 mindestens einmal zum Arzt gegangen. Das führte zu 614 Millionen Behandlungsfällen. 2007 waren es noch 586 Millionen Fälle gewesen. 57 Prozent der Patienten waren im Berichtsjahr bei vier und mehr Ärzten in Behandlung.
Die häufigsten Diagnosen 2008 waren Rückenschmerzen (26 Prozent), Bluthochdruck (25,4 Prozent), Sehstörungen (21,5 Prozent) und Fettstoffwechselstörungen.
Die "Arztrennerei" könne auch auf eine angebotsinduzierte Nachfrage, also auf ein Überangebot an Ärzten, oder auf Koordinationsmängel in der Patientensteuerung hinweisen, sagte Schlenker. Ersteres lässt sich aus den Zahlen des Reports nicht herauslesen. Die Bewohner Sachsen-Anhalts, einem Land mit geringer Arztdichte, gehen kaum weniger häufig zum Arzt als die in Bayern und Baden-Württemberg, wo sich deutlich mehr Ärzte niedergelassen haben.
Die fehlende Steuerung sieht Schlenker hingegen sehr wohl. Die Fakten deuteten auf Drehtüreffekte und Doppeluntersuchungen hin.
Kritik äußerte Schlenker an den kurzen Sprechzeiten. Bei rechnerisch acht Minuten Zeit pro Patientenkontakt sei der nächste Besuch des Patienten in der Praxis abzusehen. Ließen sich Ärzte sich mehr Zeit, könnten Folgebesuche beim selben oder bei einem anderen Arzt mit dem gleichen Anliegen vermieden werden, glaubt Schlenker.
Die Praxisgebühr schrecke diejenigen, die sie bezahlen müssten, nicht mehr ab. Allerdings lasse sie sich kaum ersetzen. Dafür habe sie mit zwischen 1,5 und zwei Milliarden Euro im Jahr zu viel Gewicht erlangt. Der richtige Ansatz sei der Hausarzt als Steuermann durch das Gesundheitssystem, warb Schlenker für einen Ausbau der hausarztzentrierten Verträge. Diese Verträge müssten jedoch mit verbindlichen Qualitätszielen ausgestattet werden. Die bisherigen Verträge verschafften den Ärzten nur mehr Geld, der Nutzen für die Versorgung sei fraglich.
Für eine hausarztzentrierte Versorgung nach den Vorstellungen der Barmer GEK forderte Schlenker Vertragsfreiheit und die Änderung des Paragrafen 73b SGB V. Nicht nur Hausarztverbände und Kassen sollten dabei Partner sein. Zur Sicherstellung der Versorgung müssten die KVen ins Boot genommen werden.
Die Barmer GEK räumt ein, dass es sich bei 18 Patientenkontakten um eine hochgerechnete Zahl handelt. Mit der pauschalierten Vergütung haben die Wissenschaftler den Zugriff auf exakte Daten verloren. Tatsächlich belegt sind für 2008 nur 13,5 Arztkontakte je Versichertem.
Für die Versorgungsforschung sei die pauschalierte Vergütung ohne gezielte Dokumentation grundlegender Leistungsparameter schlecht, so Professor Friedrich-Wilhelm Schwartz, Leiter des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung in Hannover. Sie führe zu Intransparenz. Effekte der Versorgung könnten nicht belegt werden.
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Nach Rauchstopp sind Gewichtskontrolle und Diabetes-Test wichtig
Diabetesrate von Ex-Rauchern drei Jahre lang erhöht
BALTIMORE (Rö). Rauchen erhöht das Diabetesrisiko. Das ist ein Grund mehr, damit Schluss zu machen. In den ersten drei Jahren nach dem Rauchstopp aber steigt zunächst das Diabetesrisiko. Wichtig sind daher gerade in dieser Zeit gesunde Ernährung, Bewegung und Diabetes-Früherkennung.
Nach dem Rauchstopp sind Blutzucker-Kontrollen wichtig.
Die Zusammenhänge zwischen Rauchen, Rauchstopp und der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes hat eine große prospektive US-Studie aufgedeckt, die ARIC*-Studie mit fast 11 000 Erwachsenen (Annals of Internal Medicine, 5. Januar 2010). Wie Dr. Hsin-Chieh Yeh von der Johns Hopkins Universität in Baltimore/ Maryland berichtet, ist das Risiko für Typ-2-Diabetes von Rauchern je nach Menge der gerauchten Zigaretten erhöht: zum Beispiel nach 30 Jahren täglich eine Packung um 42 Prozent.
Wie sich das Diabetesrisiko bei Rauchern entwickelt, die es schafften aufzuhören, brachte die Analyse einer entsprechenden Subgruppe ans Licht. Bei ihnen war das Diabetesrisiko im Vergleich zu Nichtrauchern um 73 Prozent erhöht und damit noch höher als bei Rauchern, die weiter pafften. In den ersten drei Jahren nach dem Rauchstopp war die relative Risikoerhöhung mit 91 Prozent am deutlichsten. Das zumindest partiell durch die Gewichtszunahme bedingte Diabetesrisiko sank in den folgenden neun Jahren wieder auf null.
*ARIC bedeutet: Atherosclerosis Risk in Communities
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Medikamenten-Tafel macht Arzneien bezahlbar
In Dülmen ermöglicht eine Hilfsorganisation bedürftigen Menschen den Kauf rezeptfreier Präparate / Patienten benötigen Grünes Rezept
DÜLMEN (acg). Arznei aus der Apotheke kann teuer sein. Für Menschen, die am Existenzminimum leben, ist sie oft unerschwinglich. In Dülmen im Münsterland können Bedürftige bei einer "Medikamenten-Tafel" seit Kurzem rezeptfreie Tabletten, Salben oder Hustensaft zum halben Preis bekommen.
"Gerade Menschen, die aufgrund ihrer Armut ohnehin schon benachteiligt sind, sparen oft an ihrer Gesundheit", sagt Yvonne Redmann, erste Vorsitzende der Dülmener Tafel, die die Medikamententafel organisiert. "Sie stehen in der Apotheke, schauen auf den Preis des Medikaments und entscheiden sich dann doch, es nicht zu kaufen, weil es zu teuer ist." Das sei besonders schlimm, weil dadurch chronische Krankheiten entstehen könnten.
Die Initiatoren der Dülmener Tafel wollen dem vorbeugen. Bedürftige Patienten, die die Hilfe in Anspruch nehmen wollen, können sich bei ihrem Arzt ein Grünes Rezept ausstellen lassen. Um Missbrauch zu verhindern, müssen sie bei der Tafel nachweisen, dass sie von Sozialhilfe leben und dann das Rezept bei der Tafel abstempeln lassen. Damit können sie in eine der zehn Dülmener Apotheken gehen und bekommen das Medikament fünfzig Prozent günstiger.
Die andere Hälfte übernimmt Gabrielle Herzogin von Croy, die Schirmherrin der Dülmener Tafel. Alle Apotheken machen mit, auch die Ärzte der Stadt beteiligen sich. Rund 100 Grüne Rezepte seien im vergangenen Quartal eingelöst worden, sagt Redmann. "Das ist für den Anfang ein gutes Ergebnis." Erhältlich sind nur rezeptfreie Medikamente. Rund 300 Familien mit knapp 1100 Personen versorgt die Tafel pro Woche vor allem mit Lebensmitteln.
Die Idee, bedürftige Menschen mit günstiger Arznei zu versorgen, stammt aus Stuttgart, wo vor einigen Jahren die erste Medikamententafel in Deutschland entstand. "Wir haben uns mit den Stuttgartern zusammengesetzt und sie haben uns erklärt, wie ihr Projekt funktioniert", sagt Redmann. "Danach haben unsere Mitarbeiter beschlossen, ein eigenes Projekt zu starten." 81 ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich regelmäßig für die Dülmener Tafel.
www.duelmener-tafel.de
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Gesunder Rücken dank ganzheitlicher Rückenschule?
Studie am Universitätsklinikum Jena untersucht Wirksamkeit der „Neuen Rückenschule“
Jena. Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden, über die Patienten in deutschen Arztpraxen klagen. Zweistellige Milliardenbeträge fallen laut verschiedenen Untersuchungen pro Jahr an Behandlungskosten und Kosten durch Krankentage an. Sind die chronischen Rückenbeschwerden da, ist der Kampf oft fast verloren. Die Bemühungen der Ärzte und Gesundheitsfachleute richten sich daher seit langem darauf, akute Rückenschmerzen und deren Übergang in ein chronisches Leiden durch Rückenschulen zu verhindern. Die vorbeugende Wirkung dieser klassischen Rückenschulen, die vor allem auf Aufklärung über korrekte Bewegungsabläufe setzen, gilt als unzureichend und der Ansatz als zu einseitig. Ein ganzheitliches Konzept unter Einbeziehung psychosozialer Aspekte wie es in der „Neuen Rückenschule“ umgesetzt wird, scheint Erfolg versprechender.
Die Wirksamkeit dieser neuen ganzheitlichen Rückenschule untersuchen jetzt Wissenschaftler des Universitätsklinikums Jena in einer zweijährigen Studie. „Wir werden mit einem Team aus Ärzten, Psychologen und Sportwissenschaftlern über 24 Monate die Teilnehmer des neu entwickelten Rückenschulprogramms begleiten und anhand verschiedener Parameter die Effektivität des veränderten Konzepts überprüfen“, erklärt Prof. Hans-Christoph Scholle vom Universitätsklinikum Jena. Der Physiologe leitet die in Zusammenarbeit mit den medizinischen Psychologen des UKJ durchgeführte Studie, die vom Forum Gesunder Rücken Wiesbaden unterstützt und der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung Bonn beratend begleitet wird.
Die „Neue Rückenschule“ setzt in einem umfassenden Konzept neben der aktiven Rückenstärkung vor allem auch auf die Aktivierung psychischer und psychosozialer Gesundheitsressourcen. Als Erfolgskriterien gelten dabei ein Rückgang der Schmerzen sowie eine Verbesserung der Funktionsfähigkeit der Rumpfmuskulatur. „In der Studie erfassen wir neben Messdaten zu Schmerzen und Muskelkoordination auch psychosoziale Faktoren wie Arbeitszufriedenheit, subjektiv erlebte Funktionsbeeinträchtigung und Angstvermeidungseinstellungen, die Rückenschmerzsymptome beeinflussen können“, so Professor Scholle. Die Studienteilnehmer werden dazu vor Beginn der dreimonatigen Rückenschule, kurz nach Beendigung sowie in einer Nachuntersuchung drei und zwölf Monate später untersucht und befragt.
Teilnehmen können Frauen und Männer zwischen 18 und 69 Jahren, die seit mindestens drei Monaten über einen unspezifischen Rückenschmerz klagen. „Über die endgültige Eignung als Studienteilnehmer entscheiden wir in einer Eingangsuntersuchung“, so Prof. Scholle weiter.
Quelle: Universitätsklinikum Jena
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Reisekrankenversicherer muss bei Herzinfarkt zahle
Köln (ddp.djn). Reisekrankenversicherer müssen auch dann für die finanziellen Folgen eines Herzinfarktes ihres Versicherten einstehen, wenn der Versicherte bereits vor Reisebeginn an einer Herzerkrankung laborierte. Das geht aus einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Köln (AZ: 20 U 62/09) hervor. Reisekrankenversicherer schließen in aller Regel die Kostenübernahme für Erkrankungen aus, die bereits vor Reisebeginn diagnostiziert worden sind. In dem entschiedenen Fall regelten die Versicherungsbedingungen unter anderem, dass Versicherungsschutz nicht besteht, wenn vor Reiseantritt bereits bekannte Beschwerden, Erkrankungen oder Verletzungen während der Reise behandlungsbedürftig werden.
In dem Fall hatte ein Mann für seine Schwiegermutter eine spezielle Reisekrankenversicherung für ausländische Gäste abgeschlossen, um für den Besuchszeitraum der Frau Versicherungsschutz zu gewährleisten. Während des Aufenthaltes in Deutschland erlitt die Frau einen Herzinfarkt mit Behandlungskosten in Höhe von 24 000 Euro. Die wollte der Versicherer nicht übernehmen, nachdem bekanntgeworden war, dass die Frau vor Jahren schon einmal einen Herzinfarkt erlitten hatte und unter anderem auch an Bluthochdruck und gelegentlichen Herz-Rhythmusstörungen litt. Damit sahen die Versicherer den Ausschluss in den Bedingungen erfüllt, weil mit einer Behandlungsbedürftigkeit gerechnet werden müsse.
Das sahen die Kölner Richter allerdings grundsätzlich anders. Ein Herzinfarkt sei grundsätzlich akut und unerwartet und keinesfalls absehbar behandlungsbedürftig, weil ein Grundleiden vorhanden ist. Die Ausschlussklausel hätte nur dann greifen können, wenn die Frau bereits vor Reiseantritt damit hätte rechnen müssen, dass sie einen erneuten Herzinfarkt erleidet - darauf deutete jedoch nichts hin, so dass die Versicherung die Kosten nun tragen muss.
Quelle: ddp.
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Geselligkeit schützt vor einer Schnupfennase
Vitamin C, Nasenspülungen oder teure Erkältungstees – gegen eine Erkältung gibt es viele Hausrezepte. Doch nicht alle bringen die schnelle Besserung, die sie versprechen. Und sie helfen nur, wenn eigentlich alles zu spät ist. Nun schlagen Forscher eine neue Strategie vor.
Erkältungen sind zwar nicht gefährlich, können aber dem Betroffenen das Leben schwer machen. Deshalb werden während der Schnupfensaison in Werbung, Medien, Apotheken und Drogerien so genannte Immunstimulanzien anpriesen, die vor dem grassierenden Infekt schützen sollen. Die wissenschaftliche Datenlage zu den einzelnen „Schnupfenschützern“ ist jedoch widersprüchlich.
So ist zwar erwiesen, dass Vitamin C den weißen Blutkörperchen Appetit auf ungebetene Eindringlinge macht und als Antioxidans das Immunsystem vor Schäden bewahrt. Doch ob das tatsächlich ausreicht, um auch vor dem unübersichtlichen Heer der Schnupfenviren zu schützen, ist fraglich. Forscher des Laramie Reproductive Health Centre in Wyoming kommen in einer aktuellen Übersichtsarbeit zu dem Schluss: „Wir konnten außer für Leistungssportler, die unter subarktischen Bedingungen trainieren, keinen präventiven Effekt von Vitamin C beobachten.“ Immerhin ergaben sich Hinweise darauf, dass der Schnupfen kürzer und mit leichteren Symptomen verläuft, wenn man täglich ein entsprechendes Supplement einnimmt.
Ansonsten scheint Vitamin D als Prävention chancenreicher zu sein als Vitamin C. In einer amerikanischen Studie an knapp 19.000 Personen zeigte sich, dass Menschen mit stark erniedrigtem Vitamin-D-Spiegel ein um etwa ein Drittel erhöhtes Risiko für Atemwegsinfekte besitzen. Die Studie von der University of Colorado belegt erneut die Schlüsselrolle, die das Vitamin im Immunsystem spielt. Und sie bietet eine weitere Erklärung dafür, dass im Winter besonders viele Menschen unter Schnupfen leiden: weil der Körper wegen der kürzeren Tagesdauer weniger Vitamin D im Körper bildet.
Ansonsten ist die Nasespülung, auch wenn sie „klassisch“ mit Salzwasser durchgeführt wird, wohl keine Option in der Schnupfenprävention. Harald Morr von der Deutschen Lungenstiftung warnt: „In der Nasenschleimhaut befinden sich Immunzellen, die eine Reihe von Abwehrstoffen produzieren. Ihre Zusammensetzung ändert sich, wenn sie ständig ausgewaschen werden.“ Außerdem werde das Flimmerepithel geschädigt, das mit seinen feinen Härchen für den Fremdkörper-Abtransport aus den Atemwegen zuständig ist. Nach Morrs Ansicht sind die Spülungen nur bei akuten Nasennebenhöhlenentzündungen sinnvoll, „und dann auch nur für maximal eine Woche“.
Einen zuverlässigeren Erkältungsschutz bietet ausgerechnet die Geselligkeit, obwohl sie zum regen Keimaustausch beiträgt. Amerikanische Forscher kommen in einer Studie an 334 Freiwilligen zu dem Schluss: Wer viele soziale Kontakte pflegt, holt sich nur selten eine Infektion der Atemwege, während sie bei introvertierten und zurückgezogenen Menschen öfter und stärker ausbricht.
Kräftigt die Geselligkeit kräftigt das Immunsystem? „Dafür konnten wir keine stichhaltigen Beweise finden“, betont Studienleiter Sheldon Cohen. Seine Vermutung: Die Fähigkeit zur Abwehr von Infekten liegt auf den gleichen Genen wie die Fähigkeit zum sozialen Kontakt.
Erkältungen mit einer Impfung Herr zu werden, wird wohl eine Vision bleiben. Denn über 200 unterschiedliche Virenstämme können einen Schnupfen auslösen.
Quelle: http://www.welt.de
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Studie
Jede siebte Sonnenbank gefährdet Gesundheit
Gerade jetzt, wo es bitter kalt ist, gönnen sich viele Menschen einen Besuch im Solarium. Doch Vorsicht ist geboten, denn jede siebte Sonnenbank in der EU gefährdet die Gesundheit. Der Grund: zu starke UV-Strahlen. Doch das ist nicht das Einzige, was einen Besuch im Solarium gefährlich macht.
Jede siebte Sonnenbank in einem Solarium der EU strahlt zu starke UV-Strahlen aus und gefährdet die Gesundheit. Wer sich dort künstlich bräunen lasse, könne einen Sonnenbrand bekommen oder später an Hautkrebs erkranken, teilte die EU-Kommission auf Basis einer Untersuchung mit. Die Studie über Sonnenbänke und Sonnenstudios brachte schwere Sicherheitsmängel in Solarien ans Licht.
So kritisiert die Brüsseler Behörde, dass die Verbraucher nicht ausreichend beraten werden. Sonnenstudio-Besucher würden zu selten über die Gefahren der UV-Strahlung aufgeklärt. Viele Sonnenstudios würden sogar Jugendliche als Kunden akzeptieren, obwohl der Besuch für Minderjährige verboten sei. In Deutschland gilt diese Vorschrift für Jugendliche unter 18 Jahren seit Sommer vergangenen Jahres. Auf den Geräten selbst gebe es zu wenige Warnhinweise.
Für die Studie überprüften die Behörden zwischen September 2008 und September 2009 mehr als 500 Sonnenbänke in zehn Mitgliedstaaten, darunter auch in Deutschland. Die Behörden wollen nun dafür sorgen, dass Sonnenstudios die Sicherheitsvorschriften besser einhalten.
Informationen der EU-Kommission zum richtigen Bräunen auf der Sonnenbank im Internet: http://ec.europa.eu/consumers/citizen/my_s...ds/index_en.htm
Quelle: http://www.welt.de
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Naturheilkunde bei Rückenschmerzen
Unter dem Motto „Der Rücken beginnt im Kopf“ rufen das Deutsche Grüne Kreuz e. V. (DGK) und Rückenschulverbände am 15. März zur aktiven Vorbeugung von Rückenbeschwerden auf.
Der Bedarf an kompetenter Beratung ist groß: In Deutschland klagt jeder 3. Patient in orthopädischen Praxen über Rückenbeschwerden. Unter den häufigsten Ursachen für Arbeitsausfallzeiten stehen Rückenschmerzen an vorderster Stelle.
Dank bildgebender Verfahren wie CT und Röntgen können anatomische Veränderungen, wie z.B. Bandscheibenvorfälle, heute recht gut aufgespürt werden. Bei manchen Patienten lassen sich die Beschwerden jedoch nicht aus dem anatomischen Befund erklären. So gibt es Patienten, die trotz nachweisbarem Bandscheibenvorfall keine Beschwerden haben und solche Rückenschmerz-Patienten, bei denen trotz gründlicher Untersuchung kein krankhafter Befund aufgedeckt werden konnte. In solchen Fällen muss unbedingt auch auf muskuläre Defizite oder Koordinationsstörungen geachtet werden. Immerhin kommen über 80 % der Schmerzen am Bewegungsapparat aus der Muskulatur und dem bindegewebigen Fasziensystem!
Die meisten Patienten mit Rückenschmerzen haben eine Schwäche der tiefen Rückenmuskeln. Diese Muskeln gehören direkt zur Wirbelsäule und sind besonders wichtig für die Haltung und Stabilisierung der Wirbelsäule. Sind die tiefen Rückenmuskeln zu schwach, werden die Bandscheiben und die Gelenke der Wirbel zu stark belastet – mit den bekannten Folgen. Meist werden bei sportlicher Betätigung jedoch nur die oberflächlichen Muskeln, die für die Beweglichkeit der Wirbelsäule wichtig sind, trainiert. „Normaler“ Sport reicht also nicht, um die tiefen Rückenmuskeln zu stärken und damit Rückenbeschwerden vorzubeugen. Hier sind spezielle Übungen nötig.
Zudem ist für eine gute Kraftentwicklung nicht nur der Muskel alleine zuständig. Auch die Steuerung der Muskeln durch die Nerven muss stimmen. Hier kommt die Sensomotorik ins Spiel. Sie beschäftigt sich mit der Steuerung von Muskeln und Bewegungen und ist die Grundlage unserer Haltungs- und Bewegungssteuerung. Im Patientenportal „Naturheilmagazin“ beschreibt der Orthopäde Dr. Steeb, wie man mit Hilfe der Sensomotorik ausgehend von den Füßen die gesamte Körperhaltung und Bewegungskoordination verbessern und somit Rückenschmerzen entgegenwirken kann.
Wer sich über diese und weitere Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung von Rückenschmerzen informieren will, wird beim http://www.naturheilmagazin.de/ fündig. Unter anderem halten Neuraltherapie, Homöopathie, Osteopathie, Dorn-Therapie und Orthomolekulare Medizin Hilfen zur Vorbeugung und naturheilkundlichen Behandlung von Rückenschmerzen bereit.
Quelle: openPR
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Rotwein - auch ein Sonnenschutz für die Haut
Für Kardiologen ist Rotwein gut fürs Herz, für Onkologen mindert er das Lungenkrebsrisiko. Nun haben auch Dermatologen diese Polyphenolquelle für sich entdeckt.
Von Angela Speth
Rotwein - auch ein Sonnenschutz für die Haut
TÜBINGEN. Falls an feucht-fröhlichen Festen die Sonne scheint, können Rotwein-Freunde den Genuss ihres Lieblingsgetränks mit medizinischen Gründen rechtfertigen: Einer Studie zufolge verleiht es nämlich einen gewissen Schutz vor Hautschäden durch UV-Licht.
Voraussetzung ist allerdings, dass der Rotwein genügend Polyphenole enthält. Für grünen und schwarzen Tee sowie Weintrauben, die ebenfalls reich an diesen Antioxidantien sind, lagen bereits Hinweise vor, dass sie UV-induzierte Erytheme mildern, die Karzinogenese und Metastasierung von Melanomen und Plattenepithelkarzinomen hemmen, erläutert Professor Matthias Möhrle in seiner Publikation (JDDG 7, 2009, 29).
Weiterhin legitimiert der Dermatologe von der Universitäts-Hautklinik Tübingen seine Untersuchung durch das Paradox, dass in Mittelmeerländern die UV-Exposition höher, die Melanom-Inzidenz aber niedriger ist als in nördlichen Breiten. Abgesehen von der stärkeren Hautpigmentierung der mediterranen Bevölkerung und unterschiedlichen Lebensgewohnheiten (Siesta) könne dabei auch die Ernährung, gerade der Konsum von Rotwein, bedeutsam sein.
An der Studie, die Professor Thomas Schwarz aus Kiel beim Derma Update in Düsseldorf vorgestellt hat, nahmen 15 Ärzte einer dermatologischen Station teil. Die Prüfweine waren ein deutscher Spätburgunder mit rund 1600 mg/l Polyphenol und zwei französische Chateauneuf-du-Pape mit 2050 und 2100 mg/l. Für den lokalen Test bekamen die Probanden Okklusivverbände, getränkt mit je 5 ml Rotwein, für 20 Minuten auf den Rücken geklebt, für den systemischen Test tranken sie innerhalb von 40 Minuten 6 ml/kg Körpergewicht Rotwein. Nach 24 Stunden bestimmten die Wissenschaftler die niedrigste UVB-Dosis, die gerade noch ein scharf umgrenztes Erythem auslöste (MED, minimal erythema dose).
Für die topische Applikation ergab sich kein erhöhter MED-Wert und damit kein wesentlicher Lichtschutz, ebensowenig für den deutschen Spätburgunder, der am wenigsten Polyphenole enthielt. Einer der französischen Weine lag an der Grenze zur statistischen Signifikanz, der andere eindeutig darüber. Ihr Sonnenschutzfaktor entspricht nach Aussage von Möhrle etwa einem Wert von 1. "Ein Beitrag zu Karneval", so der Kommentar von Schwarz. Allerdings, schränkte er ein, sei die systemische Anwendung eines halben Liters Rotwein zwar vielen, aber nicht allen zumutbar. Zusätzlich sei zu befürchten, dass der geringe positive Effekt durch Kollateralschäden vor allem im Straßenverkehr kompensiert werde.
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Leberkrebs: Impfung soll Wiederaufflammen verhindern
Tübingen (ddp). Tübinger Forscher entwickeln eine Impfung gegen Leberkrebs - allerdings keine vorbeugende, sondern eine sogenannte therapeutische Impfung: Sie soll das Immunsystem auf die bösartigen Zellen aufmerksam machen und so dafür sorgen, dass die körpereigene Abwehr die Krebszellen selbst beseitigt. Gedacht ist die Therapie vor allem für Patienten, bei denen bereits ein Tumor aus der Leber entfernt wurde - der Impfstoff soll dann anschließend verhindern, dass die Erkrankung erneut ausbricht. Klinische Tests könnten möglicherweise ab der zweiten Jahreshälfte 2012 beginnen, berichtet die Universität Tübingen.
Bei Krebszellen weicht das Eiweißprofil im Allgemeinen etwas von dem normaler Körperzellen ab. Das ermöglicht es dem Immunsystem, die bösartigen Zellen zu erkennen. Allerdings sind die Maßnahmen der körpereigenen Abwehrtruppen im Fall von Krebstumoren meist nicht besonders effektiv, falls sie überhaupt ausgelöst werden - unter anderem auch, weil sich Krebszellen sehr gut wehren können. Mithilfe einer therapeutischen Impfung kann die Abwehrreaktion des Körpers jedoch intensiviert und verbessert werden. Dabei wird dem Immunsystem mit einem Trick vorgegaukelt, ein für die Krebszellen typisches Protein sei eigentlich ein fremdes Eiweiß, das es zu bekämpfen gilt. Dieser Ansatz werde aktuell beispielsweise im Kampf gegen Nierentumoren getestet und zeige erste gute Erfolge, schreibt die Universität.
Das gleiche Prinzip wollen die Wissenschaftler um den Immunologen Hans-Georg Rammensee jetzt auch für die Entwicklung der Leberkrebs-Impfung verwenden. Hier betreffen die tumortypischen Veränderungen vor allem kleine Eiweißmoleküle, sogenannte Peptide. Das Problem: Wie diese Veränderungen aussehen, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Bisher galt es als unmöglich, das individuelle Profil für jeden Patienten zu ermitteln und für eine Therapie auszunutzen. Genau das wollen die Tübinger nun jedoch angehen - und so im Endeffekt für jeden Betroffenen einen maßgeschneiderten individuellen Impfstoff erzeugen.
Neben der individualisierten Therapie wollen die Wissenschaftler auch nach typischen Veränderungen suchen, die bei mehr als einem Patienten auftreten. Eine Mischung aus derartig veränderten Peptiden könnte dann als eine Art Universalimpfstoff eingesetzt werden, der bei vielen Betroffenen eingesetzt werden kann.
Quelle: NetDoktor
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Ärztefehler: Patientenbeauftragter fordert Melderegister
Hannover (ddp). Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Wolfgang Zöller, fordert ein bundesweites Melderegister, in dem ärztliche Behandlungsfehler dokumentiert und veröffentlicht werden. «Registrieren heißt lernen», sagte der CSU-Politiker der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Montagausgabe 15.02.2010). «Wir brauchen eine neue Fehlerkultur.» Die Daten sollten nach Ansicht Zöllers anfangs anonym, ohne Nennung des Arztes erfasst werden. Die Einführung eines öffentlich zugänglichen Melderegister will Zöller im Patientenrechtegesetz verankern, das im kommenden Jahr in Kraft treten soll.
Der neue Patientenbeauftragte will sich außerdem dafür einsetzen, dass der Arzt generell jedem Kassenpatienten eine Rechnung ausstellt. «Seit der Honorarreform ist dies ohne bürokratischen Aufwand umsetzbar», sagte Zöller. Allerdings müsse man den Patienten davor schützen, dass privat abgerechnet werde, denn dies würde bedeuten, dass er auf einem Teil der Kosten sitzenbleibt.
Quelle: NetDoktor
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In eigener Sache:
Nach über 7 Jahren war es an der Zeit, unseren Internetauftritt moderner und informativer zu gestalten. So entstand nach reichlich Arbeit und vielen Veränderungen eine komplett neu strukturierte Homepage. Aber, was soll man viele Worte machen, schaut doch einfach selbst nach unter:
http://www.diebandscheibe.de
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Wir wünschen allen Geburtstagskindern im Monat März alles Gute,
Gesundheit und Glück für das neue Lebensjahr.
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Einige Beiträge sind der Quelle: http://www.netdoktor.de entnommen.