Druckbare Version des Themas
Hier klicken um das Thema im Original Format zu betrachten.
Bandscheiben-Forum > Unsere Dauerbrenner > Wie ensteht Narbengewebe


Geschrieben von: Harro am 17 Jun 2005, 06:49
Moin Bandis,
da immer wieder die Frage auftaucht, woher und wie entsteht Narbengewebe, hier die Erklärung:

Wie entsteht Narbengewebe?

Bandscheiben trennen die knöchernen Segmente, die Ihre Wirbelsäule bilden. Diese Scheiben bestehen im Wesentlichen aus Knorpel und sorgen für einen stoßdämpfenden Schutz der knöchernen Segmente.
Der Heilungsprozess nach einer Wirbelsäulenoperation gleicht demjenigen einer Hautverletzung. In beiden Fällen ist die Bildung von Narbengewebe ein natürlicher Bestandteil der Heilung, die Narbenbildung erscheint als Wunde auf der Hautoberfläche.
Bei Wirbelsäulenoperationen tritt eine Narbenbildung an der Hautoberfläche und zwischen dem Gewebe oder den Muskelschichten auf, die während des Eingriffs getrennt werden müssen.
Dieser Vorgang ist Teil des normalen Heilungsprozesses nach einem chirurgischen Eingriff.
Vernarbung entsteht aber auch dort, wo sie nicht förderlich ist. Nach einer Wirbelsäulen-OP ist es möglich, dass sich Narbengewebe im Bereich der Wirbelsäule und der Nervenwurzeln bildet. Der medizinische Fachausdruck für diese Erscheinung ist die “Peridurale Fibrose”. Der Begriff stammt von “fibrosis” und bezeichnet den Prozess, bei dem Narbengewebe gebildet wird.
“Dura” ist die Membran (Wandschicht), welche die äußere Oberfläche des Rückenmarks umschließt; die Vorsilbe “peri” bedeutet “um etwas herum”. Somit kann “peridurale Fibrose” als ”Vernarbung um die äußere Oberfläche des Rückenmarks und seiner Nervenaustritte” übersetzt werden. Dieser Zustand kann eine Einengung und/oder Adhäsion (Verklebung) der Dura oder der Nervenwurzeln mit Narbengewebe bewirken.
Bei einigen Patienten können eine peridurale Fibrose oder übermäßige Narbenbildung um die Nervenwurzel und das Rückenmark Beschwerden verursachen. Rückenmark und Nervenwurzel sind äußerst empfindliche Strukturen. Narbengewebe, das sich dort anheftet oder in der Nähe dieser Bereiche ausbildet, kann Nerven und Rückenmark einengen und Zugkraft darauf ausüben. Eine exzessive Narbenbildung kann auch Nervenwurzeln und Rückenmark auch in ihrer freien Beweglichkeit behindern. Dieses wiederum kann das Auftreten von Rücken-, Gesäß- und/oder Beinschmerzen verursachen.


Wünsche noch einen schönen Tag und kein Narbengewebe.

Harro smokin.gif

Geschrieben von: hoppelhase am 17 Jun 2005, 07:33
Hallo Harro, so super hat das noch kein Arzt erklärt.

Du machst uns alle immer wieder ein stück gescheiter!
Danke für diesen und andere interessante Beiträge!!!!!!!!!

Gruß hoppel

Geschrieben von: jeanette am 17 Jun 2005, 08:11


Hallo Harro ..

Mal ein Lob an dich .,... Sehr gut erklärt ... smilie_up.gif winke.gif , mein armer Rücken .. weinen.gif
lg Madeleine winke.gif

Geschrieben von: Saarbaerchen am 28 Okt 2005, 21:04
Das ist aber mal Supi erklärt...Danke.... daumen.gif








sig.gif

Geschrieben von: Mandy am 28 Okt 2005, 22:12
Hallo Harro,

danke für die ausführliche und deutliche Erklärung.

Gibt es denn die Möglichkeit das Narbengewebe zu verhindern nach einer OP ?
Oder entsteht dies zwangsläufig immer, egal was man nach einer OP tut.
In der AHB hieß es das wir uns mit aktiven bewegungen zurückhalten sollen und viel liegen müssen, um eben dieses gefürchtete Narbengewebe zu verhindern.

LG
Mandy wink.gif

Geschrieben von: yvie am 28 Okt 2005, 22:23
ja ja , das gelumbsch entsteht so schnell und einfach..nur weg bekommt man es nie so richtig.. vogel.gif

supi erklärung harro..

winke.gif

Geschrieben von: Heidi am 29 Okt 2005, 07:11
Hallo Mandy,

ich weiß nur, dass man keine Wärme oder Wärmebehandlung auf eine Narbe
geben darf, da das zu stärkeren Narbenbildung führt.

Also sollte man in der AHB darauf achten, dass kein Fango oder heiße Rolle auf
diese Stelle gemacht wird.

Liebe Grüße

wink.gif Heidi

Geschrieben von: Ralf am 29 Okt 2005, 09:43
Hallo Mandy,

Narbengewebe entsteht immer, lediglich die Menge, sprich Dicke ist unterschiedlich.

Fast jeder hat bestimmt irgendwo eine Narbe am Körper. Da, wo die Haut durchtrennt wurde, ist Narbengewebe zu sehen, bei guter Heilung als kleine "Ader", die weisslich aussieht. Wenn die Haut nicht gut verheilt, dann ist die Narbe dicker und oft uneben.

Genau dieser Prozess läuft auch im Inneren bei einer Bandscheiben-OP ab. Da die Bandscheiben die Angewohnheit haben, in einer Tiefe von ca. 10 cm in unserem Körper zu stecken, müssen eben auch diese 10 cm durchschnitten werden.

Diese Narbenbildung kann man mildern, wenn man dem Körper für ca. 6 Wochen Ruhe gönnt, damit die Heilung ungestört verlaufen kann. Das ist zwar keine Garantie, aber wo gibt es schon Garantie drauf zwinker.gif

Wie Heidi schon schrieb, sollte man dem Operationsgebiet keine Wärme zuführen, denn wir alle haben mal gelernt, daß Wärme Materialien jeglicher Art ausdehnen läßt.

Liebe Grüße

Ralf winke.gif

Geschrieben von: Potter am 29 Okt 2005, 14:28
Hallo,

ich bin noch neu im Forum und lese mich gerade hier durch .
Eine tolle Beschreibung und auch Eure Antworten sind sehr interessant.
Ich frage mich warum diese Erkenntnisse in den Kur- Kliniken nicht so bekannt sind? Aber vielleicht ist es eine Erklärung warum ich, trotz 6 Wochen Ruhe, mit sehr viel Narbenbildung zutun hatte und habe. Nach der 2ten und 3tn Op wurde mir erklärt, daß die Narben durch meine Bs gewachsen seien und dadurch fast alle Nervenleitungen so stark verengt sind, daher auch meine Schmerzen.

Lieben Gruß und ein sonniges und schmerzfreies Wochenende wünscht
Potter

P.S..: Und noch viele Interssante Berichte!! Danke

Geschrieben von: Silbermondauge1971 am 02 Jun 2006, 18:50
Hallo, wink.gif

6 Wochen Ruhe ? Ahem...ich war zwar nach der OP nur die erste Woche im KH und dann 5 Wochen in AHB - aber Ruhe frage.gif Öhm...

Und was tut man eigentlich gegen Narbengewebe ? Noch mal operieren frage.gif

(Ich frage jetzt nur aus Neugier) kinnkratz.gif

Gruß, Silbermondauge

Geschrieben von: Ralf am 04 Jun 2006, 08:24
Hallo Silbermondauge,

bei Narbengewebe gibt es schon ein paar Behandlungen, PRT, Katheter, die das Narbengewebe schrumpfen lassen kann. Im schlimmsten Fall muss noch einmal nachoperiert werden.

Liebe Grüße

Ralf winke.gif

Geschrieben von: Playbunny86 am 10 Aug 2006, 18:22
HY HARRO winke.gif Das war eine super Erklärung, die du da gemacht hast! rolleyes.gif Wie wäre es, wenn du dich heute umbenennst zum "Erklär Bär" rock.gif Caro streicheln.gif

Geschrieben von: Force am 26 Aug 2006, 03:53
Danke für die Super Erklärung klatsch.gif

Geschrieben von: *Clawi* am 01 Sep 2006, 17:26
Hallo Ralf und Harro!

Danke für deine Erklärung!

Meine Narben sind sehr gut gehielt! Das waren schon vielen Jahren vorbei, habe 3 mal OP gute Erfolg gehabt! Es war leider 5 - 12 cm lange.

Ich habe einmal die Narbengewerbe, ist bisher heute gut gehielt. Hoffentlich wird nicht nochmal passsiert!

Gruß Anna

Geschrieben von: Harro am 01 Sep 2006, 18:24
Huhu,
QUOTE
Wie wäre es, wenn du dich heute umbenennst zum "Erklär Bär"

Nein das werde ich nicht tun, denn diese Erklärung ist nicht von mir, sondern sie steht natürlich im Netz.
Man muss die nur finden.

Deswegen, fröhliches suchen im Netz (*fg*)

Harro winke.gif

Geschrieben von: eike am 25 Mai 2007, 09:05
hallöle...

komme zwar fast ein jahr zu spät auf diese thema..aber bisher war es für mich auch keins.
vor 11 tagen hab ich nun eine bandscheibenprothese bekommen. ein eingriff der normal nicht länger wie 1 1/2 stunden dauert.
als ich aus der nakose erwachte und uhr schaute...staunte ich nicht schlecht das schon knap 4 1/2 stunden rum waren.
der chefarzt erklärte mir am nächsten tag das er mit mir ganz schön zu kämpfen hatte.
mein ganzer bauchraum war voller narbengewebe. die blutgefäße und darm waren von narbengewebe regelrecht umwachsen kinnkratz.gif
2 stunden hat er nur damit zugebracht sich einen weg zur wirbelsäule zu schaffen.
aber das hab ich auch noch tagelang gespürt...hatte das gefühl der hat mir kreutz und quer den bauch aufgeschnitten. dabei ist es nur ein schnitt.
nach kaiserschnitt, blinddarm und nierenop...kommt nun diese auch noch dazu...
und damit wieder mehr narben augenbraue.gif

gggglg eike

danke haro zwinker.gif

Geschrieben von: chrissi_mar am 11 Apr 2011, 12:14
Hi!

Danke für den Beitrag - sehr gut und verständlich geschrieben! :-)

Zum Thema Narbenbildung und Narbenvermeidung: es gibt Salben die helfen können. Ich hatte schon mal einen OP am Darm und mir wurde dann eine Narbensalbe gegeben. Die hat zumindest dazu beigetragen, dass die Narbe schneller verblasst ist - ich habe da gute Erfahrungen gemacht. Es gibt auch spezielle Narbenpflaster. Der Arzt kann da sicherlich weiterhelfen.

LG Chrissi.

Geschrieben von: majonx am 16 Apr 2011, 20:15
wink.gif Hallo!
Danke, für die bisherigen Infos.
Bin jetzt in der 6. postOPWoche und mir schwant, dass die in der EAP ab Montag mir Fango andrehen wollen. Ist das zu diesem Zeitpunkt wieder in Ordnung oder sollte ich mich weigern... geh´ dann halt ne Runde länger "schwimmen" rolleyes.gif
Auch habe ich von der KG in den letzten 2 Wochen nach den Übungen immer Wärme spendiert bekommen. Diese Kissen sind nicht so heiß, wie Fango. Eigentlich habe meine Muskeln und ich das ganz nett gefunden....
...bis ich diesen Thread gefunden habe.

Wäre für eine Stellungnahme dankbar. tongue.gif

Gruß
M.

Geschrieben von: Cherubino am 24 Apr 2011, 17:14
hallihallo,

meine narbe wird immer von allen ärzten und physios bewundert, die ist super verheilt biggrin.gif - aber links direkt neben der narbe kann man einen hubbel ertasten, wenn man da draufdrückt, geh ich an die decke - narbengewebe??

lg julia

Geschrieben von: NigFlix am 21 Aug 2011, 13:41
Hallo

Ich bin neu hier im Forum und habe gleich die erste Frage!

Das Thema Narbengewebe beschäftigt mich sehr, da ich selbst nach 2maliger Nukleotomie massive Schmerzen v.a. im rechten Bein habe (mehr als prä-OP). Leider sind die Beschwerden nicht nur dermatombezogen. Dazu kommen starke brennende Missempfindungen dazu.

Es gibt wohl eine leichte Narbe die drücken könnte. Aber Komplikationen sehen Ärzte nun mal nicht so gerne smile.gif. Schmerzen habe ich auch nicht immer. Es ist eher schubweise und ich vermute bei warmem und heißen Wetterlagen. Dann aber heftig.

Hat jemand damit Erfahrungen oder Tipps für mich!

Ich bin selber Physiotherpeut und kann auch nur empfehlen Wärme weg zu lassen. Würde sogar eher zu Kältebehandlungen raten, wenn man schon sowas macht. Außerdem habe ich gut Erfahrung mit Nervendehnung (Dura und periphere Nerven) gemacht.

Freue mich auf Antworten und vielen Dank!

Euer Nigflix

Geschrieben von: Elke45L5S1 am 23 Aug 2011, 14:10
Hallo Nigifix !

Mal eine neugierige Frage an Dich. Wie werden die Kälteanwendungen angewandt und wie funktioniert das mit dem Nervendehnen?

Gruß Elke

Geschrieben von: ChaosLotte am 28 Okt 2013, 15:45
Hallo,

ich zieh den Thread mal aus der Versenkung hoch, da ich die letzten Tage vermehrt über Narbengewebe und dessen Auswirkungen nachdenke.

Ich hatte ja im August eine Corporektomie von C5 und wurde von C4-C6 versteift. Seit 2 Wochen ist das L´hermitte Zeichen wieder stark positiv. Ich muss nochmal ins MRT, um die Ursache herauszufinden. Der Arzt sagte das alles wieder möglich sei.
Ich überlege jetzt, ob eben das Narbengwebe von der OP im August der Auslöse sein könnte!? Also rein theoretisch? Hatte das jmd von euch? Ich weiß, das ist Kaffesatzleserei, aber mir ist Narbengewebe lieber, als die anderen Möglichkeiten die im Raum stehen.

Liebe Grüße

Lotte

Geschrieben von: Pfälzer am 30 Okt 2013, 10:52
Hier mal meine Erfahrung mit Narbengewebe an 2 anderen Stellen an meinem Körper:
Die erste Narbe mit Gewebe hatte/habe ich nach meiner Leisten OP im Jahre 2001, die hier und da Schmerzen verursacht. Manchmal ist es ein Ziehen oder auch Stechen an der OP Stelle, das ungefähr nach ein paar Stunden nachlässt und irgendwann wieder kommt.
Der Zeitpunkt wann die Schmerzen auftreten, ist m.E. unterschiedlich.

Dann habe ich eine Narbe ca. 12 cm lang und 2cm breit über dem Brustbein, nach meiner Bypass OP im Jahre 2005, die auch ab und zu dermassen schmerzt, so dass ich meine, es käme vom Herz sprich erneuter HI, weil die Schmerzen ähnlich sind und bis in den Rücken ausstrahlen.
Ich hatte es aber auch schon umgekehrt...Zuerst Schmerzen an meinen bekannten Stellen in der LWS/BWS/HWS und dann begann das Narbengewebe zu schmerzen.
Meine Ostheopatin (auch Physiotherapeutin) meinte (ca. 1 Jahr nach der OP) als sie die Narbe zum ersten mal sah, die Narbe wäre in der Reha nicht richtig bzw. gar nicht behandelt worden.
Sie zeigte mir, wie das hätte erfolgen sollen. Der Physiotherapeut (Masseur) massiert mit den Fingern einmal von links und einmal von rechts direkt an den Hautpartien der Narbe entlang. Von unten nach oben und von oben nach unten.
Das jeden 2ten Tag die ganze Reha durch (normal 3 Wochen). Keine Wärme z.B. mit Fango anbringen, eher Kälte. Die Körperwärme der Finger macht dabei nichts.
Ausserdem hätte ich ein Problem mit dem Zwerchfell, durch meinen Rückensachen und dieser Narbe am Brustbein verstärkt. Weshalb sich die Schmerzen am Brustbein bzw. des Narbengewebes, wieder addieren. (Teufelskreis) heul.gif

Abhilfe bei beiden? > OP an der Narbe der Leiste würde laut Chirurg, kaum oder nur kurzzeitig eine Besserung bringen. Das gleiche bei der Narbe am bzw. auf dem Brustbein.
Also lasse ich es lieber und mache ab und zu bei ganz starken Schmerzen KG oder werfe eine Schmerztablette ein....
Übrigens: Die OPs müsste ich, da es Korrekturen der Haut sind (Schönheits OPs) selber zahlen....

Geschrieben von: TinaR am 29 Jan 2014, 19:49
Ganz toll und logisch erklärt! Auch ein wichtiges Thema, was sicher auch viele operierte Forumsmitglieder interessiert hat . Ich musste mich nun auch mit dem Thema Narbengewebe nach sonst erflogreicher Op an der Wirbelsäule beschäftigen. Lg Tina smilie_up.gif

Geschrieben von: Pfälzer am 30 Jan 2014, 20:19
Tina nach mehreren Schmerzereignissen an den Stellen bei mir (Leiste und Brustbein), kann bzw. muss ich damit leben und ertragen....

Geschrieben von: xmausibaer am 25 Feb 2014, 19:20
wink.gif , Hallo da draussen.

Ich hole den nu auch mal wieder vor. Heute Kontroll MRT gehabt ... laut dem Radiologen habe ich Narbengewebe welches auf den nerv drückt .....

Und nu ? Montag erst Termin beim Neurochirugen ....

Was mach ich nu mit meiner Physio ? Weiter oder unterbrechen ? und was wird aus der geleisteten Zahlung ?


Das ist mir alles echt zuviel nein.gif

Geschrieben von: Pfälzer am 26 Feb 2014, 18:48
Weiter Physio machen bis zur OP am Narbengewebe.
Danach wieder Physio, aber diesmal richtig, so wie ich es in meinem Beitrag im Oktober vorigen Jahres geschrieben habe.
Ein guter Physiotherapeut kann verhindern, dass sich neues Narbengewebe bildet!
Nur finde mal so einen....

Geschrieben von: dietee am 20 Apr 2014, 22:57
Wie soll der Physiotherapeut Narbenbildung verhindern?
LG Diete

Geschrieben von: Pfälzer am 21 Apr 2014, 13:18
Hallo
Beitrag #23 von mir lesen. daumen.gif

Geschrieben von: violac01 am 21 Apr 2014, 13:25
Hi,

schwer zu finden zwinker.gif (Nummerierung zumindest für mich unklar kopfklatsch.gif )

Kannst du nicht einfach mal die www. zeile kopieren und somit hier verlinken?

Wäre sehr nett.


Geschrieben von: Pfälzer am 21 Apr 2014, 13:41
Normalerweise stehen hier im Forum zu jedem Tread oben rechts unter Zitat+ mit # die Beitragsnr....
Deiner übrigens war die Nr.30.
Aber bitte mein Zitat: "Der Physiotherapeut (Masseur) massiert mit den Fingern einmal von links und einmal von rechts direkt an den Hautpartien der Narbe entlang. Von unten nach oben und von oben nach unten.
Das jeden 2ten Tag die ganze Reha durch (normal 3 Wochen). Keine Wärme z.B. mit Fango anbringen, eher Kälte. Die Körperwärme der Finger macht dabei nichts."
Das hatte mir meine Ostheopatin (auch Physiotherapeutin), zu der ich leider erst fast 1 Jahr nach der OP kam, gesagt. Da diese Behandlung in der Reha versäumt wurde,
bildete sich das Narbengewebe um den OP-Schnitt (e) über dem Brustbein, linker Armunterschenkel, Oberschenkel linkes Bein (Bypass OP Herz) und bei der OP 4 Jahre zuvor an der rechten Leiste. (Leistenbruch)
daumen.gif

Geschrieben von: violac01 am 21 Apr 2014, 16:00
Hi,

alles klar... danke!!!

das Narbegewebe, welches aber die Schmerzen verursacht, unter dem viele nach der OP leiden bildet sich doch aber im inneren an dem Nerv... da bringt doch diese oberflächliche Behandlung der Narbe von der du berichtest gar nichts kinnkratz.gif

Geschrieben von: Harro am 21 Apr 2014, 18:08
Moin moin zusammen,
wenn die Augen nach rechts oben schweifen (im Thread), steht dort unter Antworten PermaLink # 1 (als Beispiel)
das ist die Nummerierung des Threads/Beiträge

Hier also die #23:
http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=9944&view=findpost&p=3920847


LG Harro winke.gif

Geschrieben von: Pfälzer am 21 Apr 2014, 19:54
Zitat (violac01 @ )

Hi,

alles klar... danke!!!

das Narbegewebe, welches aber die Schmerzen verursacht, unter dem viele nach der OP leiden bildet sich doch aber im inneren an dem Nerv... da bringt doch diese oberflächliche Behandlung der Narbe von der du berichtest gar nichts kinnkratz.gif


Ich bin kein Arzt und auch kein Physio, aber mir leuchtet ein, wenn nach einer OP gleich oberflächlich die Muskulatur und das Bindegewebe um oder an der Op-Narbe "massiert",
dass es gelockert wird und auch so bleibt. Die Narbe wächst besser (Hautpartien vor allem) zusammen und von dem OP-Schnitt (Narbe) ist danach kaum bis gar nichts mehr zu sehen.
Bedenke: Die Hautschichten sind auch Gewebe und mit Nervenbahnen durchsetzt.

Geschrieben von: Rike am 21 Apr 2014, 20:32
Hallo Pfälzer,

also, das Narbengewebe, das hier gemeint ist und unter dem Bandscheiben- bzw WS-Operierte leiden sitzt wirklich so, dass dort kein Physiotherapeut rankommt.

Es geht nicht um die Narbe des Hautschnittes, sondern um Narbengewebe am Ort der Op, direkt an der WS, bzw am Nerv, der das Rückenmark verläßt.

Außerdem erfolgt eine Narbenbehandlung erst, wenn die Haut bereits zusammengewachen ist.
Etwas, das Heilen soll, läßt man besser in Ruhe. Immer.

Grüße von Rike winke.gif

Geschrieben von: Harro am 21 Apr 2014, 21:45
Moin moin zusammen,
Zitat

wenn nach einer OP gleich oberflächlich die Muskulatur und das Bindegewebe um oder an der Op-Narbe "massiert",
dass es gelockert wird und auch so bleibt.

Das mag schon sein, ABER es hilft nicht gegen Kolloidstörungen oder eine hypertrophe Narbenbildungsstörung
denn die haben wohl genetische Ursachen.
Infolink: http://www.springermedizin.de/die-hypertrophe-narbe-und-das-keloid/256084.html

LG Harro


Geschrieben von: Nicci am 25 Mär 2015, 18:35
Ein alter Thread, aber hier ist meine Frage sicher gut aufgehoben:

Da ich auch 7 Monate nach OP immer noch Schmerzen im OP-Bereich habe, Knubbel unter der "wunderbar verheilten" Narbe tastbar sind und mein Bein immer noch einschläft, tippt meine Physio auf Narbengewebe, das den Nerv beeinträchtigt. Eine Narbenbehandlung bekomme ich jetzt, davor wurde zweimal halbherzig während der AHB die Narbe massiert. Zudem gab es während der Reha auch Wärmebehandlungen. Könnte grad bissl heulen.

Für mich sind das Behandlungsfehler. Ich habe den Ärzten immer wieder gesagt, dass der Narbenbereich weh tut, bekommen habe ich Infiltration wegen (angeblich) Blockade ISG. Habe ich evtl. irgendwelche Ansprüche aufgrund der mangelhaften Nachsorge? Ich bin übrigens immer noch nicht voll arbeitsfähig und am Ende meiner Kraft.

LG Nicci

Geschrieben von: Harro am 25 Mär 2015, 19:04
Moin moin Nicci
Zitat

irgendwelche Ansprüche aufgrund der mangelhaften Nachsorge

auf Grund welcher Beweislage?
Dürfte wohl extrem schwierig sein das zu beweisen. Ich denk mal du kannst es wohl nicht.

Liebe Grüße Harro winke.gif

Geschrieben von: Nicci am 25 Mär 2015, 19:25
Naja, im Rehabericht stehen z.B. Fangopackungen. Was ja schon mal die falsche Behandlung ist, oder? Zudem bin ich in sehr schlechtem Zustand aus der Reha entlassen worden, was bei meiner HÄ aktenkundig ist.

Geschrieben von: Pfälzer am 26 Mär 2015, 15:20
Hallo Nicci,
wende dich mal an einen Ostheopaten (meistens Heilpraktiker oder Physiotherapeut).
Die Ostheopatie ist da besser, da (wie ich festgestellt habe) auch die Fascien bei/nach OPs in Mitleidenschaft gezogen werden
und eine physiotherapeutische Behandlung (Schulmedizin) kaum bis gar keinen Erfolg bringt...!
Ich mache ca. alle 2-3 Monate seit über 6 Jahren, eine einstündige Behandlung bei meiner Ostheopatin, die u.a. die Fascien erfasst.
Kostet z.Zt. so ca. 60-80 Euro pro Behandlung, die neuerdings auch von den gesetzlichen Krankenkassen nachträglich mit ca. 80% bezahlt wird.
(du bezahlst, bekommst Quittung und legst die am Ende des Jahres der KK vor)
Aber aufpassen! Wenn der Ostheo gut ist, wird vor der ersten Behandlung eine Anamese wie beim Arzt gemacht
und ca. 1 Tag nach der Behandlung bekommst du deftige Schmerzen, besonders an den Stellen, die bisher von keinem Physio behandelt wurden....[SIZE=7]

Geschrieben von: Janine.Nicole am 26 Jun 2018, 21:37
Hallo,

meinem Mann ging es nach seiner Bandscheiben OP im Februar an der L5/S1 wieder richtig gut. Reha war beendet und er hat wieder gearbeitet.
Nun wurde er am 2. Juni auf dem Betriebsfest geschubst und ist hingefallen. Seitdem hat er wieder Schmerzen im linken Bein,unklare Paresen, missempfindungen, Taubheitsgefühl und die blase drückt. Außerdem ziehen die Schmerzen in die Leiste und in den linken Hoden. Auf dem MRT sieht die S1 Wurzel auffällig aus( auf manchen Bildern weiß). Im Krankenhaus sagte ein Arzt, dass links ein Bandscheibenvorfall vorläge und ein anderer sagte es sei rechts etwas (L5/S1) es wurde auch von rezidiv gesprochen. So richtig war sich keiner sicher, also wurde das Liquor untersucht- unauffällig. Nachdem sein Operateur aus dem Urlaub zurück war, sind wir dort hin. Dieser sagte die Beschwerden kämen von der Bws. Doch auch hier keine deutliche Ursache zu finden. Er sagte, dass die Bandscheiben alle kaputt seien und erwähnte auch morbus scheuermann. Jedoch ist.auch er sich nicht sicher, was die Schmerzen verursacht und hat eine Bildwandler Spritze vorgeschlagen. Diese hat er an das Gelenk gespritzt, auf der Höhe wo der Schmerz sitzt. Das hat auch erst eholfen, aber nicht lange. Jetzt hat er wieder Schmerzen und es wird wieder zunehmend schlechter.

Hat noch jemand eine Idee was es sein kann? Hat vielleicht jemand so etwas ähnliches erlebt ? Ich habe von Narbengewebe gelesen, dass Schmerzen verursachen kann. Kann man das auf dem MRT sehen bzw. Wie kann man feststellen, dass die Narbe Schuld ist ?

Wir sind verzweifelt sad.gif

Geschrieben von: andreasss am 27 Jun 2018, 09:30
Hallo,

mein Operateur Dr. Andreas Schmitz meinte, dass Narbengewebe bei OP`s an der HWS kein Problem seien, sondern nur bei LWS OP`s.

Grüße

Andreas

Geschrieben von: Harro am 27 Jun 2018, 13:13
Moin Andreas,
hier irrt wohl dein Doc, auch an der HWS kann es auftreten, ist wohl auch genetisch bedingt rolleyes.gif
Zitat

Eine weitere seltene Ursache für eine Spinalkanalstenose stellt eine Wirbelsäulenoperation dar.
Durch überschießendes Narbengewebe nach der Operation, kann es zu einer Spinalkanalstenose der HWS kommen.

Quelle: https://www.dr-gumpert.de/html/spinalkanalstenose_hws.html

LG Harro

Geschrieben von: andreasss am 27 Jun 2018, 14:27
Hallo Harro,

ja, seltsam. Ich bin mir ganz sicher, dass ich ihn nicht falsch verstanden habe.
Er sagt ja auch in seinem eigenen Interview: "Wie jede Operation birgt auch eine zervikale Bandscheiben-OP die bekannten Gefahren einer Wundheilungsstörung und Narkose-Risiken." https://www.pluspatient.de/expertensprechstunde/zervikale-bandscheiben-operation/
Wundheilungsstörung ist doch das Problem der Narbenbildung?

Interessant wäre ja noch, ob die innere Narbenbildung mit der äußeren korreliert. Denn z.B. an meiner äußeren Haut bilden sich so gut wie gar keine Narben, wenn ich mal eine Verletzung habe, es verheilt immer vollständig. Während es ja Leute gibt die bekommen so dickwulstige Narben sogar bei kleineren Verletzungen.

Muss ich mir jetzt in Bezug auf vor dem PC sitzen und die Maus/Tastatur bedienen auch schon Sorgen um Narbenbildung machen? Solte ich es einige Zeit vermeiden?

Grüße

Andreas

Geschrieben von: Harro am 27 Jun 2018, 21:35
Moin moin andreasss
Zitat

ob die innere Narbenbildung mit der äußeren korreliert.

Ich denk ich hab genug geschrieben, oder willst du mir jetzt noch eine unnötige Diskusion aufzwingen.
Mach dich bitte in den eindeutigen Gazetten fachkundig

Bitte unterlass es.
Zitat

vor dem PC sitzen und die Maus/Tastatur bedienen auch schon Sorgen um Narbenbildung machen?

Du hast doch deinen Ansprechpartner, frag ihn, oder durchsuch unser Forum dort stehn, auch für dich, alle Antworten drin

Grüßle v. Harro

Geschrieben von: milka135 am 28 Jun 2018, 00:09
Hallo Andreasss,
ich mach´s mal kurz, keine Wunde kann ohne Bildung von Narbengewebe geschlossen werden. Selbst bei kleinen Sturzwunden auf´s Kinderknie.

Die stark, dass Narbengewebe gebildet wird. Hängt leider von einigen Faktoren wzb.: Reizung der Narbe u. Wunde, Reaktion auf Fremdkörper (sofern ein Fremdkörper eingesetzt wurde - Bauchkatheter vom Ableitungssystem f. Gehirnwasser reizt mein Bauchinneres und führt so zu Verwachsungsbauch mit Folgen) oder Kleber (ich reagiere auf den Kleber zur Schließung der oberen Hautschicht),...

Ich habe in der HWS C6/7 trotz Peek (Versteifung) Narbengewebe. Kann auch damit zusammen hängen, dass praktisch ins Narbengewebe reingeschnitten werden musste. Denn ein damaliger BSV hatte die Umgebung schon gereizt.

Liebe Grüße,
Milka wink.gif

Geschrieben von: dienedde am 01 Aug 2020, 13:10
Hallo!!

Super Erklärung zum Thema Narbenbildung!!! Danke dafür!

Was mich hierzu interessieren würde ist, bis zu welchem Zeitpunkt nach einer Op die innere Narbenbildung abgeschlossen ist oder anders herum gefragt: ab wann ist man sozusagen „auf der sicheren Seite“ bezüglich störendem oder überschießendem innerlichen Narbengewebe und muss das nicht mehr befürchten? Wochen? Monate? Jahre?

Habt ihr hier mehr Informationen dazu?

Schon mal Danke und viele Grüße
Annette

Geschrieben von: blumi am 01 Aug 2020, 14:20
Hallo Annette,

was die reine Operationsnarbe angeht reden wir von einem Zeitraum von etwa 3 - 6 Monaten; das setzt aber eine primäre komplikationslose Wundheilung und keinen weiterbestehenden Entzündungsreiz voraus.

Sonst können sich natürlich durch einen stetigen Entzündungsreiz auch über einen längerfristigen Zeitraum Narben bilden.

Zumindest habe ich das mal so gelernt, korrigiert mich falls es neuere Erkenntnisse dazu gibt.

LG, Elke

Geschrieben von: milka135 am 02 Aug 2020, 20:53
Hallo Annette,
also meine letzte Bauch-OP war als Kind 1986. Aber ab Feb. 2009 machten sich erst zunehmende Verwachsungsbauchbeschwerden die vornehmlich Nachts mit Erbrechen und heftigen Bauchkrämpfen anfingen. Im Krankenhaus sagte man immer "Dünndarmverschluss" und machte mich frei mit Einläufen. Nach der Ursache suchte man nicht im Krankenhaus. Mein Hausarzt veranlasste einige Untersuchungen, die zeigten aber nicht das Problem. Nach Dünndarmschlüssen kam es 2015 bei 2 Dünndarmverschlüssen zu Not-Op's.

Das sind schon einige Jährchen 🤔.

Ursache: Mal abgesehen, dass man 1984 und 1986 nicht so viel Wissen hatte einen Verwachsungsbauch zuverhindern/auszubremsen. Hat bei mir offensichtlich mein Bauchkatheter von der Anleitung für Gehirnwasser das Bauchinnere GEREIZT.

Ich kann glücklicherweise einen normalen Bauchweh mit Erbrechen (ggf. auch mit Überlaufstuhl) wzb.: Magen-Darmgrippe gut Dünndarmverschlüssen unterscheiden. Auch wenn das so manche Krankenschwester mir nicht glauben will😛🙄.

Liebe Grüße
Milka wink.gif

Powered by Invision Power Board (http://www.invisionboard.com)
© Invision Power Services (http://www.invisionpower.com)