Bandscheiben-Forum

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> Versteifungs-OP in Kombination mit Prodisc
Tigerente
  Geschrieben am: 05 Apr 2006, 08:30


Erfahrene Spondy, Rückenschraubstock & Bandscheibenprothese
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Hallo allerseits, ;)

ich werde von S1 - S4 versteift und soll zusätzlich eine Prodisc (L3) bekommen.

Habe mal in einem Beitrag hier gelesen, dass es hier im Forum jemand gibt, der der auch diese "Kombi-OP" hatte!?

Wer weiss etwas über das Vorgehen/Verlauf?

Ich lasse mich in Neustadt/Holstein von Prof. Halm operieren!

Bin für jeden Hinweis dankbar!!!

LG :winke

Marlies
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Klaeuschenp
Geschrieben am: 05 Apr 2006, 20:52


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Hallo Marlies,

ich hatte im Mai 05 eine solche Kombi-OP (L4/L5 Prothese, L5/S1 Versteifung).

Die OP wurde in einem Rutsch durchgeführt (OP-Dauer ca. 6 h). Am 1. Tag nach OP hieß es Aufstehen, am 2. Tag bis zum Bettende Laufen, am 3.Tag bis zum WC.
Insgesamt ein KH-Aufenthalt von 2 Wochen.

Der große Nachteil einer Versteifungs-OP ist, daß das Nachbarsegment aufgrund der Versteifung erheblich stärker belastet wird und auf Dauer hier die nächste Baustelle entstehen kann, je mehr Segmente versteift werden desto wahrscheinlicher.

Heißer Tipp: Laß Dich auf keinen Fall zum Wochenende entlassen. Ich wurde Freitags entlassen und hatte am Wochenende die Hölle auf Erden.

LG Klaeuschenp
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Tigerente
Geschrieben am: 05 Apr 2006, 21:57


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Hallo Klaeuschenp!

Ich danke Dir und bin wirklich froh, dass ich nun jemanden weiss, der auch eine Kombi OP hatte!!! :-)

Hmmm - die Geschichte, dass die darüberliegenden Segmente überbelastet werden, weil sie marode sind, soll nur halb stimmen!
Ich habe in einer neueren Studie gelesen, dass eher der richtig rekonstruierte Lordosewinkel der LWS wichtig ist.
Sprich: wie erfahren der Operateur ist.
Aber natürlich sind marode BS über der Fusionsstrecke ganz schlecht.
Die Alternative wäre ja eine grössere Fusionsstrecke :kinn

Dabei würde man nur von dorsal operieren müssen.
Ansonsten wurde bei mir auch von 6-7 Stunden gesprochen.

Schön, dass Du es hinter Dir hast, die Mobilisierung klingt flott!! *freu*

3 Tage ITS und dann auf die normale Station?

Hattest Du eine gute Schmerzmedikation?

Betroffene haben mir berichtet, dass auf ITS die Schmerzmittel grosszügig gegeben werden und dann auf der normalen Station kamen die schlimmen Schmerzen!? (Hab mir gleich Novalgin gebunkert, für den Fall der Fälle :P )

Wie lange ist Deine OP nun her? Wie gehts Dir jetzt? (Hab noch nichts nachgelesen von Dir - werde ich noch tun!!)

Bist Du zufrieden? Würdest Du es wieder machen lassen?
Wo wurdest Du operiert?

Oh je :B - so viele Fragen - sorry dafür!!

Mensch - ich freu mich tatsächlich richtig, dass es noch jemanden gibt, der diese Kombi OP hatte! hab schon über eine Woche gesucht!!!

GLG und nochmals Dankeschön für Deine Antwort!

Marlies
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Klaeuschenp
Geschrieben am: 07 Apr 2006, 11:13


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Hallo Marlies, ;)

die Mehrbelastung der benachbarten Segmente hat weniger mit maroden BS zu tun sondern mit einer veränderten Mechanik.

Die OP verläuft auf jeden Fall vento dorsal, also von vorn und hinten wegen BS Entnahme bzw. Einführung der Prothese und des Knochenspans bzw. wegenv der eigentlichen Versteifung.

Eine ITS habe ich nicht gesehen, war bei mir auch absolut nicht notwendig.

Mit Schmerzmitteln wurde ich recht gut eingestellt, mußte allerdings Nachts nachlegen. Novalgin kannst Du vergessen, die Schmerzen spielen in einer ganz anderen Liga, sprich Opiate oder Morphin ist erforderlich.

Die OP war im Mai 05 in Essen (Krupp-KH).

Die Frage ob ich es wieder machen ließe, kann ich mit einem klaren "ich weiß es nicht" beantworten.
Vor der OP wußte ich genau wann bzw. bei welcher Tätigkeit die großen Problem auftreten und Schmerzmittel, Stufenlage und Heizdecke erforderlich wurden.
Seit der OP nehme ich täglich ein Opiat, ein Mittel gegen Nervenschmerzen in den Beinen und Iboprofen 600 bei Bedarf und der Bedarf ist nicht geringer also vorher.

Meine Empfehlung ist daher mit einer OP solange wie möglich zu warten. Sicher es gibt Indikationen die eine OP erfordern, trotzdem sollte man hier sehr genau abwägen. Es ist nicht gesagt, das es einem nach der OP wirklich besser geht und sich die Schmerzsituation verbessert.

LG, Klaeuschenp
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Tigerente
Geschrieben am: 09 Apr 2006, 10:50


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Hallöle!

"die Mehrbelastung der benachbarten Segmente hat weniger mit maroden BS zu tun sondern mit einer veränderten Mechanik."

Ja, genau das meinte ich ja! :z
(Wobei eine intakte BS wahrscheinlich doch etwas länger mitspielt....)

Dass Du keine ITS gesehen hast, ist ja richtig klasse!!

Nach 6-7 Std. Narkose wird man im Klinikum Neustadt 2-3 Tage auf der ITS überwacht - nicht wegen der Versteifung(!), sondern um zu schauen, wie der Pat. die Narkose vertragen hat.
(Wurde mir so erklärt)

Die Schmerzmedis bestehen im Klinikum Neustadt nach der OP (nach ITS, wo grosszügig Morphine über die Schmerzpumpe gegeben werden!!) aus
ben-o-ron supp. !!!(kenne ich als Kinderzäpfchen!!!!! :kinn ) und Paracetamol - das ist leider kein Witz!
Sie brgründen das damit, keine Morphinabhängigkeit provozieren zu wollen - naja.... :kinn

Daher denke ich, dass Novalgin schon Sinn macht! :D
(Kann ja keine BTMs einschleusen - das würde sicher Ärger geben....)
Bei Wundschmerz hilft Novalgin super (gibts auch als Kurzinfusion) - bei Nervenschmerzen bringt es allerdings gar nichts!!!

Danke noch mal für Deine Tipps!

Hoffentlich wird doch noch alles gut bei Dir!!!

LG

Marlies
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Menno
Geschrieben am: 09 Apr 2006, 13:08


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Hallo nochmal, Tigerente!
Also da muss ich Kläuschen recht geben, die ersten Tage ohne Opiat wären gar nicht machbar gewesen nach der Versteifung
Und PCM einen zu geben nach OP wegen Angst vor Abhängigkeit finde ich absolut lächerlich. Es gibt genug stark wirkende Opoide, die nicht gleich abhängig machen. Man kann es ja vorsichtig dosieren und auch die Darreichungsform macht eine Menge her....
In manchen Kliniken arbeiten sie mit Tilidin. Hilft gut bei starken Schmerzen und macht nicht gleich sofort abhängig....
Also PCM ,Ben-U-Ron ist ja PCM-sollen die man gleich stecken lassen und auch mit Novalgin alleine wirst Du nicht so weit kommen.....
Aber vielleicht lässt sich mit denen ja reden....

Hauptsache ist, dass Deine Schmerzen und Probleme jetzt weg gehen durch die OP......
Das mit der Mechanik stimmt auch, genau wie Kläuschen sagt....
Durch die Versteifung hat sich bei mir auch einiges getan und die darüber liegenden Segmente müssen die Bewegung nun abfangen.
Ich merke das schon ganz gut.
Ich weiß nicht, ob ich das nochmal machen würde-jetzt so im Nachhinein betrachtet.
So richtig supergut geht es mir auch nach OP nicht.
Einbussen eben überall, vor allem in der Bewegung und auch in meiner Aktivität.....

Wann soll es nun los gehen??
War doch irgendwie demnächst, oder???
Gruß, Menno
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Tigerente
Geschrieben am: 09 Apr 2006, 16:58


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Hallo Menno!! :-))

Ja,ich hoffe auch sehr, dass sich da etwas machen lässt.
Besonders der Tag, an dem man/frau von ITS auf die periphere Station zurück
kommt, soll schlimm sein.

Irgendwie habe ich ja viiiieeel verständnis für eine niedrige Morphingabe - aber Schmerzen ohne Ende, die man nicht aushalten kann?????????? :h

Hmm - ich lass am besten meinen Sohn intervenieren (Fachpfleger f. Intensiv- und Anästhesie :z )
Falls ich nicht klarkomme (ich weiss ja, dass andere das auch bereits so durchgestanden haben in Neustadt.....) muss er halt ein ernstes Wort mit dem OA (über diesen laufen die Morphine) reden...

Trotzdem muss ich da durch - eine angenehme post op Zeit und dafür ein schlechteres Endergebnis nützt mir ja auch nichts.....seufz!

Danke nochmal für Deine Infos!

LG

Marlies
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Menno
Geschrieben am: 09 Apr 2006, 17:33


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Ja Du!
Dann lass Deine Beziehungen mal spielen!
Ich glaube an eine Mrphin - oder eben wenn es reicht Opoidgabe zur rechten Zeit.
Bis man so den schlimmsten post OP Schmerz überwunden hat. Soll ja nix auf Dauer sein.
Aber PCM halte ich in diesem Fall echt für lächerlich!
Ja, durch musst Du da schon, wenn Du Dich nun für die OP entschieden hast und meinst, es gibt keine andere Möglichkeit.

Ich kann Dir nu noch den Daumen für Erfolg drücken!
Bin gespannt, was Du berichten wirst, wenn Du alles überstanden hast!!!!!
Gruß, Menno
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mareike
Geschrieben am: 09 Apr 2006, 21:24


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Hallo Marlies,

ich drücke dir zu deiner bevorstehenden OP ganz fest die :up :up. Ich bin vor zwölf Tagen operiert worden. Mit der Schmerzbewältigung tuen sich die Kliniken etwas schwer. Ich hatte allerdings meine Opiate mit. Aber die ersten Tage geht es einem so schlecht, daß man sie nicht nehmen kann.

Ich hatte auch Voltaren und Paracetamolsaft bekommen, was allerdings nicht ausreichte. Naja ich habs überstanden und liege viel.

Wünsche dir alles Gute.

;) mareike
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Tigerente
Geschrieben am: 10 Apr 2006, 08:20


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Hallo Mareike,

Ja, Tillidin ist für mich auch nichts...bringt einfach nichts - ausser, dass mein Kreislauf davon extrem runtergeht (wie bei Tramal auch....) und mir dann natürlich speiübel ist *würg*

Schöne Aussichten :( - nur gibts halt keine Alternative :sch

Wie schon gesagt, was nützt mir eine Klinik, die mich postop völlig schmerzfrei
hält - aber das Ergebnis dann nicht wirklich gut ist....

Ich rechne einfach mit dem Schlimmsten - in der Hoffnung, dass es dann nicht sooooooooooo schlimm für mich wird... :kinn

(Ja, ich weiss, es wird wohl eher schlimmer, als ich es mir jetzt in meinen kühnsten Träumenvorstellen kann.... :baeh


Danke für Deine Info und weiterhin eine gute Besserung!!!
Pass gut auf Dich auf und schone Dich noch (ist sicher schwer, wenn man nicht viel machen soll - und kann.....??)

GLG

Marlies
PM
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