Bandscheiben-Forum

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> Laufen/Joggen, Laufen/Joggen
zatopek
Geschrieben am: 02 Jul 2003, 10:50


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Ein freundliches Hallo an an alle Bandis!
Vorab schon mal mein Befund, viele unter euch werden sich ja mit dem Fachchinesisch auskennen...
Befund und Beurteilung:
1a) Leichte skoliotische Ausbiegung bei Steilstellung.
1b) Multisegmentale Osteochondrosen mäßiger Ausprägung. Beginnende lipomatöse Fettmarkinvolution
1c) Noch ausreichende Weite des lumbalen Spinalkanales. Geringe Facettenhypertrophie.
2. L 3/4: zirkuläre Protrusion
L 4/5: Nachweis eines nach kopfwärts hochgeschlagenen, teilweise sequestrierten neben der Mittellinie rechtsseitigen, teils intraforaminal gelegenen Bandscheibenvorwölbung.
L5/S1: zirkuläre Protrusion.

Hier meine (Leidens-)geschichte:
Ich bin vor ca. 9 Monaten mit dem Joggen angefangen und habe seit Anf. Dez. 2002 (also ein halbes Jahr) auf meinen ersten Marathon am 01.06.2003 in Minden trainiert. Dabei bin ich ca. 150 km pro Monat gelaufen. Eine Woche vor dem Marathon "schoss" mir beim Aufstehen am Morgen ein leichter Schmerz in die rechte Hüfte. Die Schmerzen wurden von Stunde zu Stunde schlimmer, so dass ich am Abend noch meinen Hausarzt aufsuchte. Der gab mir eine Cortison-Spritze sowie eine Strombehandlung an der Hüfte. So ging das die ganze Woche einschliesslich Sonntag (er hatte Notdienst), aber es wurde nicht wesentlich besser. Zwar musste ich nicht mehr gebückt wie Quasimodo gehen, die Schmerzen waren trotzdem da. Den Marathon musste ich natürlich absagen. In der 2. Woche waren die Schmerzen immer da, mal mehr, mal weniger. Am Freitag der zweiten Woche schoss mir beim Aufstehen vom Bürostuhl (ich übe  seit 20 Jahren eine sitzende Tätigkeit aus) erneut ein starker Schmerz in die Hüfte. Also holte ich mir kurzfristig einen Termin beim hiesigen Orthopäden. Der ordnete Röntgen an und erklärte mir nach der Untersuchung, dass ich um eine Operation wohl nicht herumkommen könne, da ich einen "für mein Alter von 41 Jahren" relativ schweren Bandscheibenschaden habe. Ich hatte leichte Taubheitsgefühle am Schinken, Schienbein und Innenseite des rechten Fusses. Schmerzen hatte ich permanent 24 Stunden am Tag, am schlimmsten waren die Nächte und am meisten schmerzte das Schienbein. Mein Orthopäde riet zur sofortigen OP. Eine Woche später wurde eine Kernspintomographie vorgenommen mit obigem Befund.  Da ich eine Operation ablehne, bin ich zu einem Heilpraktiker gegangen, der mich in 3 Sitzungen mit Laserbehandlung, Akupressur und Akupunktur "bearbeitete". Nach 2 Wochen war ich schmerzfrei! Ich kann wieder durchschlafen, ich habe keine Probleme beim Gehen, Stehen und Laufen. Und jetzt eine Frage: hat jemand von Euch Erfahrungen mit Jogging/Laufen nach einem BSV? Ich würde so gerne wieder 2 bis 3mal die Woche meine Runden drehen, ein Marathon muss es ja nicht unbedingt sein, obwohl ich den Traum noch nicht ganz begraben habe... Auch habe ich gestern 6 x Krankengymnastik verschrieben bekommen, worauf sollte ich bei der Auswahl des Physiotherapeuten achten?
So, ich hoffe, das ist jetzt nicht zu lang geraten und hoffe auf reichhaltiges Feedback von Euch. Gruss an alle Manfred
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Hansi
Geschrieben am: 02 Jul 2003, 13:05


...ich bin dann mal weg!
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:D
Hallo Manfred,

zurest einmal ein herzliches Willkommen bei den Bandis.
So wie ich den zeitlichen Zusammenahng sehe ist doch alles noch relativ brandheiß.
Verzeihung, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Diagnose nach so kurzer Zeit schon gegenstandslos sein soll.Es wäre sehr schön für Dich und ich wünsche es Dir auch aber ich würde doch noch einmal abcheken lassen wie Dein Rücken jetzt aussieht. Ein Sportmediziner könnte Dir sicher auch gute Ratschläge geben. Dein Arzt verschreibt DIr KG.
Wenn Du auf nichts mehr achten müsstest würde er es sicher nicht tun. Also sei bitte vorsichtig und lass genau abklären inwieweit Du wieder hergestellt bist.
Bewegung generell soll ja gut sein, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass man auf seinen Körper achtet und dessen Signale auch hört. Also übrtreib es bitte nicht.
Da ich noch nicht so weit bin wie Du und da auch sicher nicht mehr hinkomme kann ich Dir auch nicht mehr sagen, denke aber, dass sich noch einige Bandis bei Dir melden werden, welche Dir weiterhelfen können.
Alles Gute für Deine Gesundheit!
Hansi   :winke
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zatopek
Geschrieben am: 02 Jul 2003, 13:21


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Hallo, Hansi,
danke für Deine Antwort.
Die KG habe ich auf meine Initiative hin verschrieben bekommen. Zum Orthopäden war ich nur einmal zum Röntgen und danach nicht mehr. Mit den Aufnahmen des CT bin ich direkt zum Heilpraktiker und die KG habe ich mir jetzt 5 Wochen nach dem BSV vom Hausarzt verschreiben lassen, da ich von meinem Orthopäden nichts halte. Wer 5 Sekunden aufs Röntgenbild schaut und dann behauptet, entweder OP oder Dauerschmerzen, schneidet meiner Meinung nach viel zu schnell. Ausserdem bin ich ja seit knapp 2 Wochen schmerzfrei, das müsste ich ihm eigentlich noch unter die Nase reiben. Aber das will ich ja gar nicht. Wenn ich noch gezwungen sein sollte, einen Orthopäden aufzusuchen, würde ich sowieso wechseln. Aber zu Deiner Antwort: Wenn ich das richtig interpretiere, rätst Du mir vom Joggen (langsam!!!) ab, oder sehe ich das falsch? Liebe Gruesse Manfred :)
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Roland
  Geschrieben am: 02 Jul 2003, 13:29


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Hallo Manfred,

ich habe schon einen Marathon hinter mir und leider kurz vor meinem 2. Marathon eine extreme Nervenreizung an der rechten LWS bekommen.
Das ist jetzt 2 Jahre her und seitdem habe ich große Probleme, da diese Reizung stark in die Hüfte und in die Leiste zieht.
Jetzt kann ich gar nicht mehr Laufen!!! (einem Läufer brauche ich nicht zu erzählen, was das bedeuted) und bin froh, wenn meine chronische. Schmerzen wieder erträglich werden. Und ich habe alles, wirklich schon ALLES versucht
(PRT, Vereisung, Physio, Packi, Akupunktur und und und).
Bisher ohne Erfolg.
Übrigens ist meine Diagnose ähnlich (habe noch eine Spondylolyse dazu).

Auch wenn sich deine Diagnose im Fachchinesisch dramatisch anhört, keine Sorgen, sie ist es nicht.
Viele im Forum haben da "mehr zu bieten".
Ich darf das so sagen, weil er dir ja jetzt wieder besser geht.

Nun zu deiner abschließenden Frage.
Ja, du kannst laufen so viel du willst - aber bitte mit Maß und nicht mit übertriebenen Ehrgeiz (das ist bei Marathonis schwierig, aber tu es bitte nicht).
Wenns heute zwickt, dann breche den Lauf ab und schau morgen nochmal.
Wenn nicht, gib Gas.
Da du aber eine ungünstige Prädisposition für mögliche, spätere Probleme (die Warnung war ja deutlich!) hast, hör gut in deinen Körper rein.
Und tu, was er dir sagt.

In dem Sinne.

Keep on running!

Roland
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Bobbylein
Geschrieben am: 02 Jul 2003, 13:39


Dummschnacker
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Hallihallo!

Ich bin auch von der Fraktion... Laufen ist geil..., aber mein Körper macht diese extreme Belastung einfach nicht mehr mit.

Probiere es bitte langsam mit Walken( oder Nordisch Walking), höre bitte genau auf deinen Körper, achte auch auf jedes noch so kleine signal... und gib bitte nach, das ist wirklich wichtig.
Falls du nach einiger Zeit alles gut verkraftet hast, kannst du ruhig laufen, aber wieder nach siehe oben..!
Höre auch nach dem Lauf " in Dich".
Sonst, alles was gut tut, ist erlaubt.
Freue mich für dich, wenn es klappen würde, aber deine Diagnose ist nicht zum Bäume ausreißen.

Paß auf dich auf.

Laufende Grüße von Bobby
PM
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Hansi
Geschrieben am: 02 Jul 2003, 14:05


...ich bin dann mal weg!
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:D
Hallo Manfred,
vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt. Ich will dir nicht abraten. Ich meine nur, dass Du zuerst einen Fachmann fragen solltest. Wenn der sagt ok hat das mehr Sinn und mehr
Sicherheit als wenn ich Dir rate.
Im übrigen solltest Du auf Deinen Körper hören. Also langsam angehen und Dich selbst beobachten. Aber bitte erst den Fachmann fragen.

liebe Grüße
Hansi :winke
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JuliaK
Geschrieben am: 02 Jul 2003, 14:50


Unregistered










hallo zatopek,

laufen ist ein wichtiger teil meines lebens.

vor meinem bsv war ich ca. zweimal wöchentlich joggenderweise unterwegs. im akuten stadium war das nicht möglich, aber ich habe mich täglich wenigstens zu spaziergängen gezwungen. diese wurden im laufe der wochen schneller und länger, bis ich nach ca. 3 monaten wieder richtig walken konnte. joggen ging nicht!
nach 6 monaten war ich komplett schmerzfrei, doch es dauerte noch fast 2 moante, bis joggen keine schmerzen mehr bereitete, bis dahin war ich walkenderweise täglich unterwegs.

während meines rückfalls von 6 wochen dauer war wieder nur walken möglich, doch nach 2 wochen konnte ich zu meiner großen freude auch wieder laufen.

seit wir einen hund haben walke ich täglich 30 min mit anschliessendem 30 min joggen am morgen. abends nochmals min. 30 min walken. da andere sportarten im moment zu riskant sind (außer fitnessstudio) ist laufen mehr denn je DER sport für mich.

ich kann dir also nur zuraten: wenn joggen/laufen/walken keine schmerzen bereitet, dann tu es. dein körper zeigt dir die grenzen selbst und sofort. höre dann darauf.
grundsätzlich ist schonende bewegung höchst gesund für die bandscheiben.
viel trinken nicht vergessen, aber das muss ich einem sporteler ja nicht extra sagen. :-)

keeping on running - julia
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Ralf
Geschrieben am: 03 Jul 2003, 20:41


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Hallo Manfred,

zunächst auch von mir ein herzliches Willkommen hier.

Da bei Dir der Bandscheibenvorfall noch sehr frisch ist, würde ich dafür plädieren, wie Bobbylein schon schrieb, zunächst mit walken anzufangen und immer schön auf seinen Körper hören. Wenn Du das gut verkraftest, so würde ich sagen, kannst Du Ende des Monats mit joggen anfangen, den Körper immer im Auge.

Besser jetzt dem Körper noch ein Weilchen Zeit geben, sich zu erholen, als wenn Du zu früh wieder damit anfängst.

Wünsche Dir viel Erfolg und wenig Schmerzen

Ralf  :winke
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zatopek
Geschrieben am: 03 Jul 2003, 20:51


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alles klar, liebe bandis, ich werde am Samstag oder Sonntag einen sehr langsamen Lauf machen zusammen mit meiner Frau und mal schauen, wie es geht. Sobald es weh tut, höre ich sofort auf. Seit heute habe ich Krankengymnastik bei einer Therarpeutin, die ihr Handwerk zu verstehen scheint. Sie rät mir allerdings vom Laufen ab, und wenn, dann nur mit sehr guten Schuhen und nicht auf Asphalt. Wie sieht es denn mit dem Laufband aus? Habt ihr da Erfahrungen? Liebe Gruesse Manfred :laugh:
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Ralf
Geschrieben am: 03 Jul 2003, 22:01


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Hallo Manfred,

auch das Laufband scheint mir nicht das richtige zu sein, da ja die Stöße auf die Wirbelsäule nicht auftreten sollen, was beim walken der Fall ist. Dein BSV ist noch nicht verfestigt, daher würde ich Dir davon abraten, joggen zu gehen. Gib Deinem Körper noch ein wenig Zeit und laß die Wunde zunächst verheilen.

Liebe Grüße

Ralf
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