Bandscheiben-Forum

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> Widerspruchsbegründung, gleich mitschicken od. Gutachen abwarten
Viola
Geschrieben am: 15 Feb 2008, 14:33


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Hallo an alle,

jetzt weiß ich wieder mal nicht, was ich machen soll.
Am Donnerstag (21.2.) habe ich einen Termin beim VDK, um dort den Widerspruch bei der DRV zu machen.
Die Dame vom VDK sagte mir am Telefon, es wäre gut, wenn ich schon mal ein paar Zeilen von meiner Ärztin als Widerspruchsbegründung dabeihätte.
Meine Ärztin (der ich nichts von der VDK-Dame erzählt habe, sondern nur von der Ablehnung) meinte, sie wolle das Gutachten sehen, um einhaken zu können. Daraufhin war ich zu feige :B , ihr zu sagen, dass ich bereits ein paar Zeilen aufgesetzt habe, und mir hat es auch eingeleuchtet, dass es besser wäre, zuerst das Gutachten in der Hand zu haben.
Nun bin ich mir nicht mehr so sicher. Was meint ihr denn dazu? Lohnt sich denn eine Widerspruchsbegründung, wenn man gar nicht weiß, was man konkret begründen soll? Andererseits: Warum hat mir die VDK-Dame dann diesen Rat gegeben?

Tschuldigung, dass ich mich so blöd anstelle. Manchmal habe ich wirklich ein Problem damit, meine eigenen Interessen selbstbewusst zu vertreten....zu feige... :braue

:winke Viola
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parvus
Geschrieben am: 15 Feb 2008, 19:23


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Hallole :winke

Deine Ärztin sollte Dir eigentlich so etwas ähnliches wie ein ärztliches Attest schreiben.
Dort wäre es sinnvoll, dass sie schreibt, dass Du aus gesundheitlichen Gründen eben nicht mehr vollerwerbsfähig bist. Dabei eben bereits schon Deine gesundheitlichen Einschränkungen auflisten.
Dieses Schreiben eben dann beim Widerspruch (den Du ja mit dem VDK stellst) an die DRV einsenden.

Also, meines Erachtens war Dein Grundgedanke sehr gut, dass Du Deiner Ärztin bereits ein Schreiben vorfertigst, sozusagen eine Selbsteinschätzung lieferst. Dazu auflisten, welche Beschwerden sich wie äußern und welche Einschränkungen dadurch hervorgerufen werden, beruflicher wie privater Natur. :z

Was Deine Ärztin dann damit macht, ob es ihr so gut gefällt, dass sie es nahtlos (oder abgeändert) übernimmt, oder lediglich als Gedankenstütze verwendet um Dir ein ärztliches Zeugnis auszustellen, welches Du dann miteinreichen kannst, dass soll dann Dir egal sein!

Vielleicht übernimmt sie es sogar, stempelt es ab und unterschreibt es! Nichts ist unmöglich :z

Jetzt hab Du die Traute und mache Nägel mit Köpfen!

Grüßle parvus :winke
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Ralf
Geschrieben am: 16 Feb 2008, 00:46


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Hallo Viola,

ohne die Ablehnungsbegründung und die evtl. Gutachten dazu in der Hand zu haben, bringt eine Widerspruchsbegründung erstmal nichts. Du kannst nichts begründen, was Du nicht weißt.

Stelle den Widerspruch zur Fristwahrung formlos und fordere die Unterlagen an, die zur Entscheidungsfindung/Ablehnung geführt haben.

Hast Du unsere CD "Erwerbsminderungsrente" nicht? Dort findest Du praktische Beispiele, wie ein Widerspruch aufgebaut wird.

Deine Ärztin sollte dann das Gutachten vorgelegt bekommen (in Kopie!), so daß sie dann etwas auf fachlicher Seite dazu schreiben kann.

Liebe Grüße

Ralf :winke
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Viola
Geschrieben am: 17 Feb 2008, 20:05


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Hallo Parvus und Ralf,

danke für eure Antworten... ist allerdings nicht so einfach, wenn man so unterschiedliche Ratschläge bekommt :sch

Aber:
Zitat
ohne die Ablehnungsbegründung und die evtl. Gutachten dazu in der Hand zu haben, bringt eine Widerspruchsbegründung erstmal nichts. Du kannst nichts begründen, was Du nicht weißt.


Das leuchtet mir jetzt doch am Ehesten ein. Werde also noch warten, bis das Gutachten kommt...

:winke Viola
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parvus
Geschrieben am: 17 Feb 2008, 20:55


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Huhu Viola,

die Begründung zum Widerspruch musst Du natürlich auf den Ablehnungsbescheid münzen, ganz klar!

Aber Deine Ärztin könnte ein Schreiben verfassen, wo sie Dir Deine Beschwrden in Zusammenhang mit Deinem Alltagsgeschehen setzt.
Ich hatte dies so mit meiner HA-Praxis gehandhabt, dieses Schreiben mit meiner Widerspruchsbegründung dann anschließend eingereicht.

Natürlich solltest Du wissen, auf welche Begründung die Ablehnung basiert um gezielt darauf zu argumentieren, logisch :z

Warum liegt Dir denn der Ablehnungsbescheid und die Begründung nicht vor?
Weiß denn der VDK was davon?

Alles Gute und toi, toi, toi :winke parvus
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Viola
Geschrieben am: 18 Feb 2008, 12:20


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Hallo Parvus,

der Ablehnungsbescheid liegt mir natürlich vor, aber ich kann beim besten Willen keine echte Begründung herauslesen. Das ist sehr allgemein gehalten, nämlich so:

"Ihrem Antrag.....kann nicht entsprochen werden."

Dann der übliche Sums, wann man teilweise bzw. voll erwerbsgemindert ist.

Danach: "Diese Voraussetzungen liegen bei Ihnen noch nicht vor." (Haha, jetzt sehe ich erst, dass in dem Satz ein Druckfehler ist, da steht doch tatsächlich "liegen bei Ihnen noch nicht nicht vor." :total (Doppelte Verneinung, ist das nicht eine Bejahung??? Das heißt doch logisch, ich bin immer noch krank?! Was ja eigentlich stimmt...)

Dann folgen die Diagnosen (übgrigens auch mit Druckfehler).

Und schließlich steht da "Mit dem vorhandenen Leistungsvermögen können Tätigkeiten im Umfang von mindestens sechs Stunden täglich" usw. usw. "Sie sind daher weder voll noch teilweise erwerbsgemindert; ihrem Antrag kann nicht entsprochen werden."

Und dann noch die Rechtsbehelfserkärung.

Das klingt alles sehr lapidar und nicht griffig. Ich meine, es klingt so, als gäbe es dafür eine Vorlage, wo nur die individuellen Diagnosen eingesetzt werden.

Nichts, wo man einhaken könnte.

Das Einzige, was man dagegen schreiben könnte, wäre, dass ich eben keine sechs Stunden arbeiten kann, aber das wird als Begründung wohl nicht reichen.

:winke Viola
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parvus
Geschrieben am: 18 Feb 2008, 12:30


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Hallole Viola,

das klingt nicht nur so, dass ist vermutlich wirklich so,
denn Du wirst sicher hier auch schon gelesen haben, dass dies ein Standartschreiben ist.

Somit denke ich schon, dass Du eben Deine Ärztin bitten solltest, dass sie Dir auflistet, aus welchen gesundheitlichen Gründen, Du eben nicht mehr in der geforderten Art und Weise weiterarbeiten kannst.

Ich habe das Spiel gleichfalls durch und meine HA-Praxis hat mir umgehend dazu eben eine Widerspruchsbegründung aus ärztliche Sicht verfasst, die ich dann mit meinem Widerspruch eingereicht habe, wobei ich mich dann beim Widerspruch auf das Schreiben meiner HA-Praxis berufen habe und ergänzend dazu auch noch meine Sichtweise kundgetan habe, wie ich eben unter meine Beschwerden im Alltag leide. Eine Selbsteinschätzung also verfasst!!!!!

Dass war mein Gedankengang an Dich, als ich Dir das vor Tagen gepostet habe :z

Die DRV wird dann ohnehin Deine Ärzte zu einer Stellungnahme auffordern und sollte es eben zur Klage kommen, wird gleichfalls das Gericht an Deine Ärzte eine schriftliche Vernehmung vornehmen.

Also, Dein Gedanke, Deiner Ärztin bereits schon ein wenig zur Hand zu gehen und Sie mit Deiner Selbsteinschätzung zu konfrontieren, so meine Meinung, war gut!!!!!!
Meine Praxis war auf jedenfall damit gut gefahren und konnte so auch ihren Eindruck zu meinem Beschwerdebild aufnehmen und abrunden.
Deine Ärztin wird sicher die Schreiben der DRV bereits kennen und auch wissen, dass es Standartschreiben sind.
Die DRV spielt in dieser Form absolut auf Zeit und wer dann reichlich Geduld und Nerven hat, der kann das Spiel mit der DRV aufnehmen :z
Verloren haben wir doch schon, wir können also nur noch einen Gewinn einstreichen, aber eben dazu brauchen wir reichlich Geduld, was wir Bandis ja kennen!

Viel Erfolg!!!! :streichel parvus
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Silvi58
Geschrieben am: 27 Feb 2008, 18:11


Öfter dabei
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Hallo Viola,

bin in der gleichen Situation wie Du, habe auch die Rentenablehnung bekommen. Ich bin mit der Begutachtung überhaupt nicht einverstanden, weil den Gutachter meine Leistungseinschränkungen nicht sonderlich interessiert haben. Familienanamnese wurde nicht erfragt geschweige denn ein Tagesablauf von mir. Die Begutachtung wurde außerdem von einem Assistenzarzt durchgeführt, welcher auf dem Schreiben von
der DRV nicht genannt war. Die Begutachtung dauerte ganze 30 Minuten, und das mir keine Berrentung zusteht habe ich auch gleich mitgeteilt bekommen :baeh. Also wird sich meine Begründung -die der VDK machen wird- auf dieses Gutachten beziehen. Habe neue Untersuchung bei meinem Orthopäden gehabt und habe noch meine Nachuntersuchung in der Klinik in 10 Tagen, damit mit neuen Berichten argumentiert werden kann. Wurde im August letzten Jahres an der Bandscheibe operiert L4/L5 nach BSV und habe ein Wallis-Implantat.
Nach der Begründung wird der ganze Fall von der DRV wieder aufgerollt und der Hausarzt angeschrieben wegen meinem Krankheitsverlauf, wurde mir von einem Versichertenältesten der DRV mitgeteilt. Daher brauch ich von dem erstmal nix :kopf
Ich empfehle Dir auch die CD über Erwerbsminderungsrente, da kannst Du ja ein Musterschreiben ansehen und siehst vorab worauf es ankommt. Meine Akte ist gerade beim VDK angekommen und ich bin schon gespannt auf das Gutachten.
Wünsche Dir wie auch mir viel Kraft :winke


Silvi58
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Viola
Geschrieben am: 29 Feb 2008, 00:11


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Hallo Silvi,

ja, viel Kraft, das können wir brauchen!!! Wenn wir sie denn nur hätten.... :traurig2
Die CD von Ralf hab ich natürlich. Vielleicht sollte ich wieder mal reinschauen... :kinn
Ich habe inzwischen meinen Widerspruch schon über den VDK eingelegt und warte jetzt auf das Gutachten. Eigentlich war ich mit meiner Gutachterin durchaus zufrieden und kann mir einfach nicht vorstellen, sie hätte mich als voll erwerbsfähig bezeichnet. Inzwischen hat der MDK ein Briefchen an meine Ärztin geschickt. Sie solle mich dringend zu einem Rehaantrag motivieren. Meine Ärztin meint dem Brief zu entnehmen, dass der MDK nicht erfreut war über die Ablehnung der EM-Rente und "auf unserer Seite ist". Immerhin hat er nach Aktenlage entschieden, dass ich weiter AU bin... :klatscht
Dir alles Gute :up
Viola
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