Bandscheiben-Forum

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> Krankheit und Urlaub, EuGH Finanzieller Ausgleich, nicht abgegoltnener Urlaubsanspüche
Susanne66
Geschrieben am: 04 Jan 2012, 00:40


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Zitat (violac @ 03 Jan 2012, 19:06) 

Hallo Susanne,

was hatte denn dein Arbeitgeber zu den im Juli noch vorhandenen 7 Tagen gesagt? Hattest du da mal gefragt... bist du seitdem immer noch krank?

LG violac


Hi Violac,

da er damals den Urlaub nicht ewig in seiner Bilanz mitziehen wollte, wollte er mir den damals auszahlen. Aber da sind wir ja auch noch davon ausgegangen, dass ich bald wieder da sein würde. Ja, ich bin bisher immer noch krank.

lg Susanne
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murmel
Geschrieben am: 04 Jan 2012, 08:01


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Lieber Harro :;
@
Lieber Murmel, bitte beim Thema bleiben, Erwerbsfähigkeit hat nu mal nix mit dem Urlaubsanspruch zu tun!!Ist mir bewusst
Aber sie fragte
Am
Geschrieben am: Montag, 25.Juli 2011, 21:25 Uhr
@ tequila

Mein Anwalt meinte, dass eine Kündigung aus gesundheitlichen Gründen für mich keine Konsequenzen (in Form von Sperre) haben dürfte.
Aber vorsichtshalber frage ich eben mal nach.



Wollte darstellen was für Folgen eine Kündigung neben den Urlaubsanspruch worüber die anderen ja ausreichend geschrieben haben, eine Kündigung kann auch auf andere Bereiche Einfluss haben!

Nicht kündigen nur zu schreiben wäre vielleicht da nur zu wenig gewesen!?

murmel :bank

Bearbeitet von murmel am 04 Jan 2012, 09:48
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Gerd R_
Geschrieben am: 04 Jan 2012, 09:20


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Hallo, Habe folgendes Urteil gelesen, Zeitschrift Dezember 2011
Arbeitnehmer die über einen längeren Zeitraum krankgeschrieben sind,
müssen künftig nicht mehr fürchten, dass ihr nicht genommener Urlaub
verfällt.Wie der Europäische Gerichtshof jetzt in einem Urteil festhielt,
darf der unfreiwillig angesparte Urlaub nicht mehr - wie bisher geschehen-
zum 1.April des Folgejahres verfallen. Vielmehr dürften dauerhaft kranke
Arbeitnehmer ihren Urlaub über Jahre ansparen.
Europäischer Gerichtshof
Az. : C-350/06

Gerd
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Harro
Geschrieben am: 04 Jan 2012, 09:57


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Moin moin Gerd,
auf diesem Urteil basiert der erste Beitrag dieses Threades :D "(C-350/06) und „Stringer u. a.“ (C-520/06) "
diese Urteile sind dort zitiert.

Das neuerliche Urteil "C-214/10" vom November 2011 widerspricht diesem ein wenig.
Wie es jetzt damit weitergeht müssen, darüber werden sich jetzt wiedereinmal, die Juristen fetzen müssen.
Für uns Verbraucher/Patienten ist die Lage unübersichtlicher geworden.

@Murmel,
wenn du antwortest dann schau bitte auf das Datum des Beitrages (25.Juli 2011) den du meinst,
in diesem Sammelthread ist er nicht mehr relevant.

Grüssle Harro :winke
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murmel
Geschrieben am: 04 Jan 2012, 18:47


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Lieber Harro :;

Alls ich den Beitrag vom 04.01.12 geschrieben hab,
ist mir der Fehler unterlaufen nicht auf das Datum von dem Beitrag
vom 25.06.2011 geachtet, hätte da mehr drauf achten müssen!
Aber wer ist schon Perfekt!
Ich bestimmt nicht!
tequila hat auch sich schon sehr lange im Forum blicken lassen hätte mir auch auffallen müssen, wen ich vorher in ihre Beiträge auf das Datum geschaut/geachtet hätte

Nimm bitte die 2 Beiträge vom 03.01.12 und vom 04. 01.12 raus!

murmel

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Harro
Geschrieben am: 04 Jan 2012, 19:51


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Moin moin Murmel,
nö die beiden bleiben drinne als Erinnerung
denn "Nobody is Perfect" und ich auch net. :P

Liebe Grüsse Harro
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tifany04
Geschrieben am: 07 Jan 2012, 17:40


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Hallo Bandis,
ich bin nun schon seit dem 9.3.2011 krank geschrieben und bat meinen Arbeitgeber um Auszahlung der 30 Tage Urlaub und meiner Überstunden.
Jetzt hat er mir doch glatt nur 8 Tage ausgezahlt und die Überstunden garnicht, das kann doch nicht hinkommen. Habe ich denn überhaupt Anspruch nach dem neuen Urteil aus 2011?
Ich weiß jetzt garnicht wie ich mich verhalten soll. Ich rufe da Montag gleich mal an.
Wäre schön wenn mal jemand einen Tip zum argumentieren hätte.
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Delorges
Geschrieben am: 07 Jan 2012, 17:52


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Hallo Tifany,

es ist so, dass dir mindestens 25 deiner 30 Tage Urlaub zustehen. Er muss dir den Urlaub aber nicht auszahlen, dazu ist er nicht verpflichtet, aber er muß ihm dir gewähren. Auch deine Überstunden bleiben bestehen, es sei denn du hast eine Verfallsklausel in deinem Arbeitsvertrag. Wenn er nicht zugänglich ist bleibt dir wohl nur der Weg zum Anwalt.


Gruß
D
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parvus
Geschrieben am: 24 Okt 2012, 00:49


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Ich grabe den Beitrag noch einmal aus, denn heute ist auch mein "Abschluss" zu diesem Thema aktuell geworden. :D

Und nun die gute Neuigkeit, die mein Anwalt mir heute übermittelt hat:
Mein Arbeitgeber wollte mir damals meine Urlaubsansprüche ja abstreitig machen, nachdem ich die EMR erhielt.
Auf meine Anfrage bei der Personalabteilung erhielt ich damals die Antwort, dass meine Ansprüche verjährt seien, obwohl ich sie umgehend geltend gemacht hatte, als ich die EMR zugesprochen bekam.

Ich legte Widerspruch ein. Mit der nochmaligen Prüfung jedoch ließ sich die Personalabteilung mehr als 5 Jahre Zeit, um mir dann "gnädigerweise" ein Jahr Urlaub zuzugestehen und für die restliche Zeit erneut auf die Verjährung zu verweisen.

Aber ihr kennt mich ja. Wenn ich denke, da ist was nicht stimmig, dann wird nicht lange gefackelt und Widerspruch eingelegt.
Diesmal allerdings mit Unterstützung eines Anwalts!

Auch diesem teilte man mit, dass eine Verjährung vorläge, was er aber gleichfalls so nicht für alle Jahre sah, sodass wir Klage beim Arbeitsgericht einreichten.

Beim Gütetermin pochte die Rechtsabteilung meines AGs darauf, dass das Urteil des EUGH aus dem Jahr 2006 mittlerweile in Berufung/Revision sei und sie das Berufungs-/Revisionsverfahren abwarten möchten, bis sie sich erneut dazu äußern würden.

OK, uns blieb nichts anderes übrig dem zuzustimmen, denn der Richter war ebenfalls dafür. Vor dem 31.10.12 jedoch sollten sie sich schrifltich äußern, denn zu diesem Termin wurde dann der Kammertermin festgesetzt.

Heute Vormittag rief mein Anwalt mich nun an und teilte mir mit, dass die Rechtabsteilung schriftlich einen Vergleich angeboten habe. Die Forderung, die ich von vornherein an sie gestellt hatte, wird nun akzeptiert und anerkannt, nebst 5 % Zinsen :klatscht

Dem Vergleich haben wir umgehend zugestimmt, sodass der Kammertermin nun vom Tisch sein wird.
Es ging hier um eine beträchtliche Summe, um die es sich wirklich zu kämpfen gelohnt hat.

Zur Frage, wieviel Urlaubstage zur Berechnung gelangten:
Mir werden pro Anrechnungsjahr 42 Urlaubstage gewährt/ausbezahlt, also der gesetzliche Anspruch von 36 Urlaubstagen bei einer 6 Tage-Woche (so hatte ich den Arbeitsvertrag) zuzüglich 6 Urlaubstage nach dem Schwerbehindertengesetz.

In meinem Fall geht man also nicht nach europäischem Recht und vergütet nur 20 oder 24 Urlaubstage (4 Wochen).

Urlaubsansprüche aus den Jahren 2005-2007 sind, wie erwartet, der Verjährung unterlegen.
Da mein Arbeitsverhältnis noch bis Ende Juli 2009 bestand (ruhendes Arbeitsverhältnis aufgrund Zeitrente) werden mir aber die Jahre 2008 und 2009 voll angerechnet und bedürfen einer Abgeltung.

Einige Tausend Euros nebst 5% Zinsen werden laut Rechtsabteilung des AGs, sobald das Gericht den Beschlussweg festgestellt hat, umgehend an mich überwiesen. :klatscht

Wer also Urlaubsabgeltungsansprüche an seinen AG stellen kann, sollte es schriftlich unbedingt auch tun und nicht zögern sich anwaltlich auch beraten zu lassen.

Meinen Spruch kennt Ihr ja: "Nur wer nicht kämpft der hat verloren!"

Ende gut, alles gut :D

Gruß parvus :winke
PM
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