Bandscheiben-Forum

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> LWS, Bandscheiben Op und Nachwirkungen
flowerpower
Geschrieben am: 01 Mai 2009, 11:46


Neu hier
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Hallo....

im Februar musste ich mich nun doch einer Bandscheiben OP L5 / S1 unterziehen, da ich kaum noch laufen konnte und die Schmerzen unerträglich waren. Hierzu habe ich mich praktisch selbst eingewiesen, da mein Orthopäde nicht da war. Zunächst einmal war es eine Befreiung keine oder kaum noch Schmerzen zu haben.... diese haben sich, wenn auch in deutlich geringerem Maße wieder eingestellt. Nun macht mich meine Orthopäde immer wieder nieder, dass die OP unsinnig war, man das vor 30 Jahren gemacht hätte und ich diese Schmerzen und das Taubheitsgefühl bis ans Ende meiner Tage ertragen müsste. ( Ich werde den Arzt jetzt wechseln...) Was kann ich tun, außer KG und nichts Schweres zu heben? Bleiben diese Schmerzen auf Dauer? Geht das Taubheitsgefühl im Bein noch einmal irgendwann weg? War die Entscheidung der OP doch die falsche?
Selbst ich als Laie habe auf dem MRT gesehen, dass der Nerv fast vollständig komptimiert war.

Danke schon einmal für eure Antworten und einen schönen ersten Mai.

LG
Flowerpower :heul
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Ave
Geschrieben am: 01 Mai 2009, 14:12


Querulantin aus Überzeugung
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Huhu

Wo genau hast Du denn Schmerzen?
Wie lange hast Du denn die Schmerzen schon? Also wie lange bestanden diese Schmerzen schon vor der OP?

Wenn sie schon länger als 6 Monate anhalten, dann musst Du leider davon ausgehen, dass die Schmerzen evtl schon chronisch sind, sprich zu einer eigenständigen Krankheit geworden sind.
Du solltest deswegen mal bei einem Facharzt für spezielle Schmerztherapie vorstellig werden.

Was das Taubheitsgefühl angeht: Wenn ein Nerv längere Zeit stark komprimiert wird, dann braucht er auch dementsprechend lange, sich zu regenerieren.
Hast Du auch Schmerzen im Bein? Das geht aus Deinem Beitrag leider nicht so eindeutig hervor.

Bekommst Du Schmerzmedikamente? Falls Du Schmerzen im Bein hast, bekommst/bekamst Du Neuroleptika wie Lyrica oder Gabapentin?

Hast Du Dich schon mal bei einem niedergelassenen Neurochirurgen vorgestellt?
Da Du ja eh vor hast, den Arzt zu wechseln, solltest Du am besten gleich zum Spezialisten gehen. Und das ist in dem Falle der Neurochirurg (auf Grund seiner Facharzt-Ausbildung fallen Bandscheiben in das Gebiet von Nch).

Ob der Weg in die Op der falsche war, kann Dir niemand beantworten.
Normalerweise sagt man, solange keine neurologischen Ausfälle oder Lähmungen vorhanden sind, sollte der konservative Weg gegangen werden.
Ist aber der Leidensdruck für den Patienten zu hoch, dann kann auch ohne eine dieser Indikationen operiert werden.

Wurde ein Kontroll-MRT gemacht?
Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber vlt hat sich Narbengewebe gebildet, welches nun Probleme macht?

Du solltest keine Zeit mehr verlieren und solltest am Montag gleich schauen, schnellstmöglich einen Termin bei einem NCH und einem Schmerztherapeuten zu bekommen. Die Behandlung von NCH und Schmerzi kann durchaus parallel erfolgen - das ist bei vielen von uns hier so.

Ein schmerzarmes WE

Lg
Maria

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parvus
Geschrieben am: 01 Mai 2009, 14:15


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Hallole :winke

Code

War die Entscheidung der OP doch die falsche?


Ich denke, diese Frage willst Du Dir doch heute noch nicht stellen :streichel

Code

Zunächst einmal war es eine Befreiung keine oder kaum noch Schmerzen zu haben.... diese haben sich, wenn auch in deutlich geringerem Maße, wieder eingestellt.


Das ist doch schon erfreulich und sicher auch, mit etwas mehr Geduld, noch ausbaufähig. Warte also einmal ab, wie es sich mit der Zeit entwickelt, versuche Dein Leben auch auf die veränderte Situation einzustellen, vermeide dabei aber bitte nicht auch positiv am Leben teilzuhaben!

Dass Dein Ortho Dir das Leben dazu noch so schwierig gestaltet, finde ich schon sehr unmenschlich, er sollte Dir lieber mehr Zuspruch geben. Den Arztwechsel würde ich an Deiner Stelle, wenn machbar, auch durchziehen.

Alles Gute und sieh bitte zu was Du tun kannst, um weiter an einer Schmerzlinderung teilzuhaben!

Grüßle parvus :winke

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flowerpower
Geschrieben am: 01 Mai 2009, 17:51


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Huhu Maria,

Hier die Antworten:
Wo genau hast Du denn Schmerzen? Schmerzen habe ich an der LWS in etwa in dem Bereich, in dem die OP erfolgte und nach wie vor im Bein, dort überwiegend im Oberschenkel.... Ein halbwegs erträglicher Schmerz ist noch in der Wade, er strahlt bis in den Fuß aus, der allerdings noch überwiegend taub ist.....

Wie lange hast Du denn die Schmerzen schon? Also wie lange bestanden diese Schmerzen schon vor der OP?
Ein erster kleiner Vorfall war letztes Jahr im April, davon hatte ich mich relativ gut erholt, dieses letzte Herausrutschen der Bandscheibe ist Anfang Dezember erfolgt.... Ich habe mich relativ lange mit Spritzen herum geschlagen, bin dann direkt nach den Weihnachtsfeiertagen in eine Orthopädische Klinik gegangen, dort hat mich der Arzt mit Diclogel und Arcoxia, sowie Tetrazepam nach Hause geschickt. Fühlte mich nur noch vera.... (Sorry!)

Du solltest deswegen mal bei einem Facharzt für spezielle Schmerztherapie vorstellig werden.
Sinniger weise habe ich gerade am Donnerstag einen Termin bei einem Neurochirurgen der auch Schmerztherapie macht vereinbart :-)

Was das Taubheitsgefühl angeht: Wenn ein Nerv längere Zeit stark komprimiert wird, dann braucht er auch dementsprechend lange, sich zu regenerieren. ( Der Nerv war nach dem MRT fast vollständig komprimiert..... )
Hast Du auch Schmerzen im Bein? Das geht aus Deinem Beitrag leider nicht so eindeutig hervor.
Ja Schmerzen im Bein sind da, s.o.
Bekommst Du Schmerzmedikamente? Falls Du Schmerzen im Bein hast, bekommst/bekamst Du Neuroleptika wie Lyrica oder Gabapentin?
In der neurochirurgischen Abteilung des Krankenhauses habe ich Lyrica, 4 x tägl. Novalgin, 4 x tägl. Paracetamol, 2 x tägl. Oxycodon 20/10 und 2 x täglich Lyrica bekommen..... der Orthopäde hat das alles direkt nach der Entlassung als nicht erforderlich abgesetzt.... ( Obwohl in dem Entlassungsbericht stand, Medis sollen ausgeschlichen werden)


Ob der Weg in die Op der falsche war, kann Dir niemand beantworten.
Normalerweise sagt man, solange keine neurologischen Ausfälle oder Lähmungen vorhanden sind, sollte der konservative Weg gegangen werden.
Lt. Neurologen hatte ich bereits Ausfälle, irgendwelche Reflexe waren nicht mehr vorhanden bei der Untersuchung, ob sie nun wieder da sind, keine Ahnung, ich hatte sie vorher auch nicht vermisst.
Ist aber der Leidensdruck für den Patienten zu hoch, dann kann auch ohne eine dieser Indikationen operiert werden. Ja ich konnte echt nicht mehr..... in der Zeit bis zur OP habe ich mich von Tag zu Tag geschleppt und gequält, kaum geschlafen vor Schmerzen, keines der Schmerzmittel half, egal ob 200 mg Tramadol....

Wurde ein Kontroll-MRT gemacht? Nein wurde nicht.... kann ich aber sicherlich mal nachfragen....
Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber vlt hat sich Narbengewebe gebildet, welches nun Probleme macht?

Vielen Dank für deine Antwort... ich werde zusehen, dass es besser wird ( hoffe ich zumindest sehr)

Einen schönen Tag noch und liebe Grüße

Flowerpower
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