Bandscheiben-Forum

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> Sport bei BSV, Pro und Contra
siobhan
Geschrieben am: 17 Aug 2014, 18:05


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Hi Scottie,

wollte nur noch sagen, Dein Beitrag ist klasse. Mir ist gerade richtig bewusst geworden, welchen Schaden man mit Manipulationen anrichten kann ... Danke!

Viele Grüße,

Siobhan :;
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Löwenmäulchen
Geschrieben am: 17 Aug 2014, 18:52


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Zitat (Scottie @ 16 Aug 2014, 16:05) 



Ich war in einem Bewegungsbad, in dem nicht die Rückenmuskulatur gekräftigt, sondern die Wirbelsäulenmuskulatur, die autochtone, gefordert wurde.



Hallo Scottie,

die autochtone Muskulatur ist doch die Tiefenmuskulatur im Rücken, oder?
Laut MRT ist meine Tiefenmuskulatur sehr schwach und an der Stelle meines BSV quasi nich vorhanden.
Das war vor einem halben Jahr.
Mittlerweile habe ich eine medizinische Kräftigungstherapie mitgemacht ... 24 Einheiten.
Zentraler Bestandteil, die angehängte Maschine, in welcher man eingespannt wird, wodurch die meisten unterstützenden Muskeln ausgeschaltet werden und somit überwiegend die Tiefenmuskulatur beansprucht wird.
Das hat sehr viel in Bezug auf meine Schmerzen gebracht, jedoch diese nich vollkommen beseitigt.
Aktuell trainiere ich intensiv im Fitnessstudio, und mache nun, neben anderen Übungen, als Ersatz für die angehängte Maschine die folgende Übung:

http://www.uebungen.ws/rueckenstrecken/

Aber ich befürchte, daß ich hiermit, nicht primär die Tiefenmuskulatur sondern überwiegend die außen liegende Muskulatur trainiere.

Jedoch dachte ich nicht, daß das negative Effekte haben kann.
Sind Deine Befürchtungen irgendwie belegt oder "nur" Deine Annahme?

Kannst Du außerdem mal einen Link posten, wo man diese Wasserübungen machen kann.
Das würde ich nämlich auf jeden Fall machen wollen.

Danke und Gruß

Bearbeitet von Löwenmäulchen am 17 Aug 2014, 18:58

Angefügtes Bild
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Scottie
Geschrieben am: 17 Aug 2014, 18:59


Öfter dabei
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Hallo siobhan!

Erst einmal zu Deinem letzten Beitrag: Den kann man jetzt auch ironisch verstehen?! Meintest Du nun, dass der Beitrag gut ist, oder hast Du das Gefühl, ich wollte manipulieren?

Zu Deiner Frage aus dem Beitrag davor, ob die Meldefunktion bei ausgeleierten Bändern auch eingeschränkt sei und ob sich Bänder bei Ruhigstellung wieder verkürzen:
Natürlich ist die Meldefunktion eigeschränkt, denn sie ist ja verzögert! Wie bei einem ausgeleierten Banjee-Band :zahn
Und ja, die Bänder können sich unter der richtigen Behandlung wieder anpassen in Verkürzung. Dazu muss das Gelenk in der Akutphase geschont und anschließend funktionell stabilisiert werden. Bei einer akuten Verletzung hilft eine Schiene, z.B. der Aircast in den ersten zwei bis drei Wochen. Ist die Schwellung weg, sollte entweder getapt (kein Kinesio-Tape, sondern ein Sport-Tape), oder eine Innenschuh getragen werden (z.B. Micros oder Push Brace). Ist die Verletzung länger als drei Monate her und nicht behandelt worden, also die Instabilität chronisch geworden, muss man (laut Lehrmeinung) einen Innenschuh für mindestens eineinhalb Jahre tragen! Bei mir hat es trotz massiver chronischer Instabilität des rechten Sprunggelenks nach viereinhalb Monaten eine so deutliche Verbesserung gegeben, dass ich keine Bandagen oder Innenschuh mehr brauche. Ist jetzt 10 Jahre her.

Zu Deiner zweiten Anmerkung (Sorry, aber ich schaff das mit den Zitaten nicht ??? )
"Hmmh, bei der Wirbelsäule ist es alles allerdings ein klein wenig komplizierter"
Eigentlich nicht, ich muss nur wissen, wie dort eine Stabilisierung machbar ist! So habe ich meinem Sohn, der ein massives Wirbelgleiten hatte (man wollte ihn letzten Dezember sofort operieren - er ist 12!!!) nachts einen Lendengurt (ähnlich Lumbotrain) angelegt. Zusammen mit den Übungen im Bewegungsbad geht es ihm jetzt wieder gut!
Bei ISG Instabilitäten habe ich bei meiner Frau hervorragende Erfahrungen mit einem Beckengurt (SI-Loc) gemacht. Sie hätte in der Schwangerschaft ab dem vierten Monat liegen müssen, hätte sie diesen Gurt nicht getragen!

Ja, Du hast Recht. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Manipulation, Information und Aufklärung!
Ich hatte das Glück, immer an Therapeuten zu geraten, die Aufklärung für wichtig hielten: "Nur wer aufgeklärt ist, also ALLE Möglichkeiten der Behandlung kennt, hat die Chance objektiv zu entscheiden, wie er sich behandeln lassen möchte!"

Dieses Wissen gebe ich gerne weiter :;
...und suche es immer zu erweitern!

Gruß,
Scottie

Bearbeitet von Scottie am 17 Aug 2014, 19:01
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Löwenmäulchen
Geschrieben am: 17 Aug 2014, 19:58


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Hey Scottie,
wir haben fast zur gleichen Zeit gepostet.
Hast Du meinen Beitrag noch bemerkt?
Gruß
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Scottie
Geschrieben am: 17 Aug 2014, 20:42


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Hallo Löwenmäulchen,

leider jetzt erst gesehen :braue

Zitat

Aber ich befürchte, daß ich hiermit, nicht primär die Tiefenmuskulatur sondern überwiegend die außen liegende Muskulatur trainiere.

An den klassischen Kraftmaschinen trainierst Du fast ausschließlich die oberflächliche Muskulatur und die willentlichen Bewegungsabläufe. Sollten dabei auch Effekte an der autochtonen Muskulatur oder den unwillkürlichen Abläufen auftreten, so ist das als zufällige, positive Nebenwirkung zu bezeichnen.

Zitat

Sind Deine Befürchtungen irgendwie belegt oder "nur" Deine Annahme?

Leider bin ich kein Multimillionär, der es sich leisten könnte Forschungen auf dem Gebiet zu betreiben, denn unsere klassische Schulmedizin und alle, die in diesem System eingebunden sind, haben kein Interesse derartiges zu untersuche. Die würden sich ja den Ast absägen, auf dem sie sitzen :nein
Unter "Richtige Technik beim Rückenschwimmen" habe ich eine Aussage eines Arztes aus den 50er Jahren wiedergegeben. Lies sie mal genau durch und frag Dich, warum in der Richtung bis heute nicht weiter geforscht wurde?

Zitat

Jedoch dachte ich nicht, daß das negative Effekte haben kann.

Wenn Du logisch dran gehst und Dir den Verlauf der oberflächlichen Muskelgruppen am Rumpf anschaust, kannst Du Dir selber klarmachen, wo der Zug (oder besser Druck) hin geht, wenn diese Muskulatur gestärkt wird!
Auch habe ich viele Menschen erlebt, die nach Jahren aus dem Krafttraining ausgestiegen sind und sehr bald die gleichen, wenn nicht schlimmere Schmerzen bekamen - warum nur?!

Zitat

Kannst Du außerdem mal einen Link posten, wo man diese Wasserübungen machen kann.

Da dieses Bad bisher nicht anerkannt und somit auch nicht veröffentlicht ist, gibt es leider keinen Link dazu. Grund siehe zwei Absätze weiter oben.
Aber bis dahin können Dir evtl. die Übungen, auf die ich in einer vorigen Antwort schon hingewiesen hatte, weiter helfen.

Viel Erfolg und gute Besserung

Scottie
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Anakin
Geschrieben am: 30 Nov 2014, 23:32


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Ich würd auch gerne wieder Sport machen...aktuell aber noch nicht möglich, da ich den Tag nur mit Schmerzmittel überstehe.
Aber ich gehe viel spazieren, und sobald ich grünes Licht habe werde ich auch wieder in's Fitness-Studio...mit ausgewählten Übungen...
Ziel ist ein Fallschirmsprung, den ich vor dem BSV zum Geburtstag bekommen habe...
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Rike
Geschrieben am: 01 Dez 2014, 17:12


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Hallo Anakin,

mein Ansatz ist andersherum:
Ich gehe zum Sport, um meine Schmerzen zu bekämpfen.

Meine Rückenbrobleme sind allerdings auch nicht akut sondern chronisch.

Viel Erfolg beim Erreichen Deines Zieles :ap

Grüße von Rike
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metman82
Geschrieben am: 30 Jan 2016, 10:09


Neu hier
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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage in die Runde:
Sobald die Tiefenmuskulatur/autochtone Muskulatur gestärkt ist, kann man dann auch anfangen an Geräten die "oberflächliche" Muskulatur zu stärken? Oder das generell sein lassen? Ich habe vor ab April/Mai wieder ins Fitnesstudio zu gehen und mit sehr sehr leichten Gewichten zu trainieren.
Ich habe ein Seqester L5/L4.
gruß
metman82
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Speedster
Geschrieben am: 30 Jan 2016, 10:18


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Hallo,

das wird dir hier keiner sicher sagen können. Denn ab wann weißt du, das deine innere Muskulatur gestärkt ist?

Ich "kam" vom Bodybuilding. Hatte einen Sequestervorfall L4L5. Habe danach 1 Jahr (!) ausschließlich Sport für die Stützmuskulatur gemacht. Dann begonnen wieder andere Dinge ZUSÄTZLICH zu trainieren. Baer auch jetzt 50% Rehasport, 50% "anderen"

Besser als jeder Trainer oder Arzt hat mir mein Körper "gesagt" was ich kann und was nicht.

Einfaches Bankdrücken mit 40kg hatte in der aktiven BSV-Phase zu extremer Schmerverstärkung geführt, weil durch die Anspannung des ganzen Körpers die verletzte Stelle auch mit verspannt wurde.

Ich rate jedem der aus dem Fitnesssport oder Bodybuildung kommt, erst mal das schwere Traing für lange Zeit bleiben zu lassen. Oder verdient ihr euer Geld damit?

Ich denke du wirst merken wenn es denem Körper besser geht. Notfalls frage deinen Arzt, was er dir rät.

Viele Grüße
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Löwenmäulchen
Geschrieben am: 31 Jan 2016, 14:42


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Zitat (metman82 @ 30 Jan 2016, 10:09) 

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage in die Runde:
Sobald die Tiefenmuskulatur/autochtone Muskulatur gestärkt ist, kann man dann auch anfangen an Geräten die "oberflächliche" Muskulatur zu stärken?


Hi,

ich würde die Frage mit ja beantworten.
Jedoch unter Vorbehalt.
Nachdem ich meine Therapie zur Stärkung der Tiefenmuskulatur beendet hatte, habe ich mit einem moderaten Ganzkörperkrafttraining begonnen.
Hierbei lege ich jedoch den Schwerpunkt auf den unteren Rücken sowie die Bauchmuskulatur.
Für die Optik trainiere ich auch Brust, oberer Rücken Arme und Beine.
Aber hierbei achte ich darauf, daß ich keine Kraftübungen mache, die eine Belastung auf die untere Wirbelsäule bedeuten.
Also Bizeps-Training im Sitzen, Trizeps-Training im Stehen mit Seilzug, Beinpresse und Bankdrücken im Liegen usw.
Ich möchte meine Muskeln weiter definieren als jetzt, jedoch auf keinen Fall auf einer "Bodybuilding" Art und Weise sondern auf einer sportlich-dynamischen Art und Weise.
Bisher klappt das sehr gut ... also zusammengefasst ... Oberflächen- Muskelaufbau ja aber weiterhin auch Übungen für die Tiefenmuskulatur machen

LM
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