Bandscheiben-Forum

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> OP Indiktation
Levana
Geschrieben am: 20 Jan 2015, 20:27


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Hallo zusammen,

mein NC hat nach einem kurzen Blick auf die MRT Bilder von einer dringenden OP gesprochen und mir direkt eine Überweisung ins KH mitgegeben. Am 10.02. spreche in der Neurochirurgie vor.

Meine Frage ist, ob es sein kann, dass NUR aufgrund der Bilder zu einer OP geraten wird? Beschwerden, Symptomen gewisse Einschränkungen spielen doch auch eine Rolle oder?

Diagnose BSV HWS C4/5 und C5/6 nach einem Sportunfall Anfang Oktober.

Danke

Gruß

Levana
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Püppi.k
Geschrieben am: 20 Jan 2015, 21:12


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Hallo Levana,
mein NC ist nicht nur nach den Mrt-Bildern gegangen, sonder in erster Linie nach meinen Beschwerden( Lähmungen und Ausfallerscheinungen) und wir haben es erst.mit Physiotherarapie versucht!
Als es sich dann nach Monaten doch verschlechterte, habe ich.mich zu einer Op entschieden. Ich finde,man sollte es erst ohne Op versuchen,bei vielen Mitgliedern hat es doch auch geklappt!
Eine Op sollte immer die letzte Lösung sein!

Hol dir doch noch eine Meinung von einem anderen NC!
Ich hatte dir die Adresse von meinem NC schon geschrieben!

L.g.
Püppi
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Levana
Geschrieben am: 20 Jan 2015, 22:10


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Hey Püppi,

danke für deine Antwort, ja hattest du.

Laut meinem Hausarzt und meinem Orthopäden reicht wohl die Untersuchung im Krankenhaus als Zweitmeinung. Da vertraue ich jetzt. Die Frage ist, was passiert, wenn der Krankenhaus auch zu einer OP rät :( Ich möchte das nicht.

In wie weit hat sich das bei dir denn verschlimmert?

Wie lange hast du es mit konservativer Therapie probiert?

Gruß

Levana
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violac01
Geschrieben am: 20 Jan 2015, 22:25


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Hi,

ich würde mich nicht aufs KH verlassen, denn die haben leider auch ein Soll zu erfüllen, müssen wirtschaftlich arbeiten. Das heißt sie raten schneller zur OP da sie nur damit Geld verdiehnen.

Mir ging es wir dir. Orthopäde und NC im KH rieten zur OP, ein anderer NC niedergelassen in einer Praxis, der selbst nicht bei mir operiert hätte, sondern dann überweist riet mir von OP ab und klärte mich auf:OP nur bei Lähmungen /Ausfallerscheinungen.

Nur an Hand der Bilder zu entscheiden halte ich für sehr fraglich. Allerding hatte ich LWS, ob bei der HWS ein größeres Risiko besteht würde ich an deiner Stelle mit einem unabhängigem NC außerhalb eines KH klären.

Ich bin übrigens ohne OP gesund geworden.
PM
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Levana
Geschrieben am: 20 Jan 2015, 22:39


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Hey Violac,

ohne OP gesund geworden? Der Wahnsinn! Das baut mich gerade voll auf! :)

Ja, der NC hat halt anhand der Bilder mir direkt ne Überweisung mitgegeben. Sieht wohl sehr schlimm aus, drückt auf das Rückenmark, Physiotherapie und Spritzen würden nicht helfen. Mit der Physiotherapie hatte ich zu dem Zeitpunkt Anfang Januar gerade mal vier Therapiesitzungen gehabt (Kurz vor Weihnachten angefangen)

Deswegen hatte mich das irritiert, warum NUR anhand der Bilder für eine OP geraten wird.

Okay, da kannst du mit recht haben. Das Krankenhaus muss ja auch wirtschaftlich arbeiten.. Ohman.

Bei mir ist das so: Hausarzt sagt auf keinen Fall OP, nur bei Lähmungen und Ausfallerscheinungen. Orthopäde auch keine OP, fing ja mit Physiotherapie an und NUR der niedergelassene NC, der ja selber eben auch nicht operiert, hat zu einer OP geraten. Dringend.

Da ist man nie krank, arbeitet selber im Gesundheitsweisen und dann sowas. Mich überfordert das Ganze glaube ich. Total ätzend.

Gruß

Levana
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milka135
Geschrieben am: 20 Jan 2015, 22:41


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Hallo Levana,
kannst bitte mal einen Längsschnitt-MRT-Bild einstellen?! Ich will nur mal sehen wie saftig deine Bandscheiben sind und wie breit dein Spinalkanal ist.

Was hast du f. körperl. Beschwerden?

Hat dir der Neurochirurg anhand der MRT-Bilder die OP-Indikation begründen können? Wzb.: das er schon einen Rückenmarksschaden sieht. Versuch irgendwie die OP-Indikation zu hinterfragen. Anhand der Antworten merkst du rel. schnell ob, es in die Richtung wie Violac01 schreibt geht.

Ich würde wenn dir raten. Wenn man dir wieder zu Op geraten tut. Fragen warum er nicht, erst etwas mit Konservativen wzb.: MT, PRT-Spritzen,...versuchen?

Liebe Grüße,
Milka :;



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violac01
Geschrieben am: 20 Jan 2015, 23:06


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Hi,

seit wann hast du das denn jetzt? Ein BSV trocknet aus...passiert bei 80% der Patienten, dadurch wird er kleiner und drückt nicht mehr aufs Rückenmark und die Nerven.

Hast du denn Ausfallerscheinungen?

Mir haben die ersten 2 Ärzte auch gesagt, mein Vorfall wäre zu groß und den bekäme ich nie ohne OP weg...war alles falsch.

Aber wie gesagt bei HWS musst du echt vorsichtiger sein (eben wegen dem Rückenmark und der Lähmungsgefahr), wegen den anderen Risiken. Suche dir unbedingt noch 1- 2 andere NC und frage denen Löcher in den Bauch (wie Milka auch schrieb).
PM
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milka135
Geschrieben am: 20 Jan 2015, 23:23


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Hallo Violac,
es stimmt schon, dass ein BSV schrumpfe kann.

Aber sie ist erst Baujahr 1980. Da können die Bandscheiben noch sehr saftig sein.
Zu einer Schrumpfung eines BSV kommt es nur, wenn der BSV keinen Saft mehr von der Bandscheibe bekommt.

Liebe Grüße,
Milka :;
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Levana
Geschrieben am: 20 Jan 2015, 23:39


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Hallo ihr Beiden,

ich erzähl euch mal alles:

Der Sportunfall war am 01. Oktober 2014. Danach wg.Gehirnerschütterung, Schleudertrauma u.ä. drei Wochen krankgeschrieben, war aber immer wieder arbeiten, aber insgesamt drei Wochen AU.

Im November fing es an mit Kribbeln in den Fingern, Händen und im Arm. Nachts schliefen diese Teile zum Teil komplett ein. Unterarmschmerzen kamen dazu. Es strahlte mir sogar ins Gesicht und es zog in die Beine bis in die Füße und in die Fußzehen. Und eben Schulter/Nackenschmerzen

Im Dezember hatte ich dann meine MRT Untersuchung. Bin damit dann wieder zum Orthopäden. Hier fing es dann, dass der Orthopäde meinte, dass wir das wieder hinbekommen und mir direkt ne Physioverordnung mitgegeben hat. Kurz vor Weihnachten fing KG an und am 08.01.2015 habe ich mich bei einem niedergelassenen NC vorgestellt.

Dieser hat dann direkt alleine vom Bild her zu einer OP geraten, es sei ein "schlimmer BSV" mit Spritzen und Physio nicht zu behandeln, da es nichts bringen wird. Eine genaure Erklärung hat er nicht mitgeteilt, gefragt habe ich auch nicht. Ich hatte nur die OP im Kopf. Er meinte dann nur noch, wie viel die OP der Krankenkasse kosten wird (wahrscheinlich hat er mir das gesagt, weil ich selber bei einer Krankenkasse arbeite) und dass ich nach der OP meinen Sport ohne Probleme wieder ausüben werde (Fußball, Volleyball, Badminton, Squash).

Dann fing er an mich zu untersuchen, fragte nach den Symptomen etc. Zu dem Zeitpunkt ging gar nichts. Arbeiten war nur noch unter Schmerzen. Dem Orthopäden konnte ich eine AU ausreden, der NC hat sich auf keine Diskussion eingelassen, direkt bis Ende Januar AU.

Seit dem ich arbeitsunfähig bin, kribbelt bei mir kein Finger, keine Hand, kein Arm. Es strahlt mir weder ins Gesicht noch in die Beine und auch nicht mehr in die Zehen. Es ist irgendwie unfassbar. Wenn ich zu Hause am Rechner sitze merke ich, dass mir die Unterarme Schmerzen. Ab und an Schmerzen die Hände. Nachts habe ich seit dem 08.01. keine Ausfälle mehr. Bzw. in der Nacht zum 09.01. bin ich noch 3 mal wachgeworden, da mir einzelne Finger eingeschlafen sind. Aber seit dem nichts. Ich kann Getränkekisten schleppen und könnt rein theoretisch sogar Volleyball spielen. Was mir allerdings weiterhin schmerzt ist der Schulter-/Nackenbereich.

Hatte am 16.01.2015 ein Gesprächstermin beim Orthopäden, habe ihm soweit die aktuelle Situation erklärt. Er meinte daraufhin, dass sich das gut anhört und ich eben den Termin am 10.02. im KH abwarten soll. Das Krankenhaus habe ne gute NC Abteilung. Und letztendlich entscheide ich, ob ich operiert werden will oder nicht. Er gab mir noch ne Folgeverordnung KG und hat den Rehaantrag zum Ausfüllen dabehalten.

Dass ein BSV austrocknet hat mir der Hausarzt erklärt. Das wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht. Irgendwie ist es der Hausarzt gewesen, der sich die meiste Zeit genommen hat :) 25 Minuten saß ich bei dem am 12.01.2015 im Sprechzimmer und die Praxis war überfüllt! Beim NC ging mir das alles viel zu schnell.

Zitat

Hat dir der Neurochirurg anhand der MRT-Bilder die OP-Indikation begründen können? Wzb.: das er schon einen Rückenmarksschaden sieht.


Er meinte nur, dass das Rückenmark beschädigt sei bzw. dass der BSV in den Rückenmark reindrückt. Klar, das Bild dazu stelle ich direkt mal rein.

Danke euch, hätte mich eigentlich schon längst um einen anderen NC kümmern müssen. Hatte ich auch vor, bis eben der Orthopäde und der Hausarzt meinte, dass die Zweitmeinung im KH genügen wird...

Gruß

Levana

Bearbeitet von Levana am 20 Jan 2015, 23:53
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Levana
Geschrieben am: 20 Jan 2015, 23:42


Stammgast
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Zitat (milka135 @ 20 Jan 2015, 23:23) 

Hallo

Aber sie ist erst Baujahr 1980. Da können die Bandscheiben noch sehr saftig sein. Zu einer Schrumpfung eines BSV kommt es nur, wenn der BSV keinen Saft mehr von der Bandscheibe bekommt.


Hey,

ooookay, das wusste ich auch nicht.. Wie ätzend. Also kann sich das gar nicht "zurückgebildet haben? Echt komisch, dass es mir im Moment echt gut geht! Wobei jetzt beim Tippen merke ich, dass die Handinnenfläche schmerzt.

Gruß

Levana
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