Bandscheiben-Forum

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> Bürojob -wie geht's weiter?
Alex1976
Geschrieben am: 31 Mär 2015, 12:04


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Hallo Ihr Lieben,

am 28.03.2015 habe ich eine betriebsbedingte Kündigung meines Arbeitgebers erhalten, nachdem ich seit 03.02.2015 wegen eines Bandscheibenvorfalls (Operation am 12.03.2015) krankgeschrieben bin. AU bis 10.04.2015 vorläufig.

Nun zu meiner eigentlichen Frage: Ich arbeite seit Beginn meiner Anstellung in Teilzeit (5 Stunden täglich) ganz überwiegend in sitzender Position (Rechtsanwaltsfachangestellte). Mein Orthopäde und auch der Neurochirurg sagten, dass gerade die sitzende Tätigkeit ganz schlecht für mich sei. Mein Job bringt aber nunmal eine überwiegend sitzende Tätigkeit mit sich. Ich mein, wenn ich schon nen Bandscheibenvorfall bei 5 Stunden täglichem Sitzen bekomme, was soll ich denn dann sonst machen? Habe hier viel gelesen und festgestellt, dass vielen handwerklichen Kräften oder Pflegekräften eine Umschulung zu Bürokauffrau/-mann angeraten wurde. Da sitzt man aber doch auch ganz überwiegend. Das alles ist doch ein Widerspruch in sich, oder steh ich grad auf dem Schlauch?

Was würdet Ihr mir empfehlen? Ich werde in wenigen Tagen 39 Jahre jung und habe einen 10 jährigen Sohn zu versorgen. Das ist doch noch kein Alter. Aber wenn ich bereits bei 5 Stunden sitzen schon so Probleme bekomme, was bleibt mir dann? Wie würdet Ihr vorgehen? Bin ich nicht zu jung für Rente (welche auch immer)?

Ich bin grad dermaßen ratlos ...

LG
Alexandra

Bearbeitet von Alex1976 am 31 Mär 2015, 12:08
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Kater Oskar
Geschrieben am: 31 Mär 2015, 15:00


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Hallo Alexandra,

Ich denke nicht, dass es ein Widerspruch in sich ist, wenn Pflegekräfte oder ä. in einen Bürojob wechseln. Zum Einen fällt dort das Heben von Lasten (Patienten) weg, welche ja teilweise auch in den unmöglichsten Stellungen bewegt werden müssen und die kann man nicht mal eben schnell absetzen oder gar fallen lassen.

Bei einem Bürojob kann man wohl doch ein wenig mehr planen und auch was an der Haltung ändern, wenn die Schmerzen kommen. Dazu kommt, dass man bestimmte Sachen beachten/einführen kann, wenn man einen vernünftigen Job und auch ein gutes Team/Chef hat.

Ich selbst war früher oft im Außendienst bei teilweisen anstrengenden Einsätzen tätig. Zwischenzeitlich arbeite ich fast nur noch im Innendienst am Schreibtisch. Dafür hat bei mir zunächst der "Betriebsarzt" gesorgt, welcher bestimmte Auflage zur Sprache brachte. Danach hat auch die Chefetage -auch in Bezug auf ein Widereingliederungs-Management, bestimmte Zugeständnisse gemacht, welche in meinem Interesse bzw. der Möglichkeit der weiteren Beschäftigung waren.

Wie gesagt, keine stressbelastenden Einsätze mehr, fast nur noch Innendienst, dort einen Schreibtisch, den ich elektrisch verstellen kann, so dass ein Arbeiten im Sitzen aber eben auch im Stehen möglich ist. Dazu kommt, dass der Drucker/Kopierer einige Räume weiter aufgestellt ist und ich nach jeder geschrieben Seite/Formular zum Drucker laufe und das Schriftstück abhole. Kollegen und Chefs wissen, warum ich das tue und es wird toleriert.

Dazu kommt, dass ich im Büro auch immer wieder die Zeit habe (und nutze), mal die Glieder zu strecken, den Rücken an der Wand durch zu drücken oder einige leichte Übungen zu machen. Wenn die Schmerzen ganz heftig werden, ruhe ich auch mal für einige Minuten völlig aus und versuche zu entspannen. Das alles natürlich nur, wenn ich nicht gerade Publikumsverkehr habe. Wie gesagt, ganz wichtig für mich, sowohl die Chefs als auch die Kollegen haben Verständnis dafür.

Ich denke, das sind einige Beispiel, wie man so einen Bürojob ausfüllen kann.

Ich hoffe, das ich Dir ein wenig helfen konnte.

LG, Kater Oskar
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violac01
Geschrieben am: 01 Apr 2015, 10:33


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Hi,

lass dir vom arzt einen höhenverstellbaren Schreibtisch verschreiben... hier im Forum gibt es eine Seite , wo dran beschrieben wird, wie der bezaht wird und wo man es benatragen muss...

ich habe einen solche, einen Peziball im Büro und sogar so einen Wackelkreisel, wo ich mich oft draufstelle beim telefonieren etc.... man muss nicht den ganzen Tag sitzen und eben nur daran denken, die Haltung oft zu ändern.
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Wilhelm_BE
Geschrieben am: 07 Apr 2015, 22:59


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Ich würde auch versuchen, erst einmal weiter zu arbeiten. Und alle Hilfsmittel beantragen ...

EU-Rente und Co bringen dich echt nicht weiter. Es sei denn Du hast vorher soviel verdient, dass Du weit mehr kriegst, als die durchschnittlichen 600 Euro.

Schön, dass es so gut gelaufen ist.
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diebelsalt1980
Geschrieben am: 08 Apr 2015, 10:58


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Ich würde es auch mit dem Höhenverstellbaren Schreibtisch versuchen. Den kannst du dir so hoch fahren das du im stehen Arbeiten kannst. Und schon hast du eine Abwechselung der Arbeitsposition.

Mir würde sonst keine Alternative einfallen die für uns Bandis geeignet wäre.

gruß Andreas
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Harro
Geschrieben am: 08 Apr 2015, 13:15


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Moin moin zusammen,
immer wieder interessant :D
http://www.diebandscheibe.de/wissen/37-wis...ilfsmittel.html

LG harro :winke
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Alex1976
Geschrieben am: 17 Mai 2016, 20:11


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so, ich kram dann mal meinen alten Thread hervor:

Also die Sache mit dem höhenverstellbaren Schreibtisch etc. hab ich mir ja mal kräftig durch den Kopf gehen lassen. Klingt ja auch alles gut und schön! ABER: Meine aktuelle Chefin streikt bei dem Thema höhenverstellbarer Schreibtisch. Sie will diese Dinger schlicht und ergreifend nicht in ihrer Kanzlei haben! Ende. Aus. Feierabend. Nicht zu vergessen, dass ich auch noch in der Probezeit bin und da nicht "bockig" werden darf.

Und nu? Erzwingen? Macht mich nicht gerade beliebter in diesem Büro - zumal ich wohl in Kürze wegen einer neuen BSV-OP ausfallen werde *seufz*

Wie setze ich jetzt meinen Anspruch auf einen höhenverstellbaren Schreibtisch durch? Muss ich den Antrag stellen oder läuft das über den Arbeitgeber? Muss der zwingend in die Kanzlei geliefert werden oder könnte ich den auch nach Hause bekommen?

Rätselnde Grüße
Alex
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Erdmännchen
Geschrieben am: 17 Mai 2016, 20:31


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Hallo Alex,

beantragt du denn Teilhabe am Arbeitsleben?

Denn dann muss dein Arbeitgeber zustimmen das dein Arbeitsplatz angepasst werden darf und du z.B. Dieses Hilfsmittel nicht von deinem AG erhälst.
Warum eigentlich nach hause machst du eventuell homeoffice?

Aber davon einmal ab gesehen, hat sich dein Arbeitgeber einmal seine wirtschaftliche Situation überdacht, auch wenn du noch auf Probe bist wie z.B die neue Einarbeitung, das Auswahlverfahren und die Ausschreibung!

Hast du deinen AG einmal Prospekte oder Bilder gezeigt, da sie keinen optischen Unterschied zum herkömmlichen ausmachen.

Ich habe einige Hilfsmittel von der DRV erhalten und diese ermöglichen mir meine Arbeit vernünftig aus zuführen.

Hast du eine Schwerbehinderung, sodass du eventuell das Intergrationsamt einschalten kannst.

LG
Erdmännchen
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Alex1976
Geschrieben am: 17 Mai 2016, 20:43


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Hey Erdmännchen,

genau das ist ja die Frage, die ich mir stelle ... Teilhabe am Arbeitsleben. Macht das Sinn? Noch bin ich ja in der Probezeit. Teilhabe am Arbeitsleben beinhaltet doch auch die Möglichkeit einer Umschulung, oder?

Chefin hat klipp und klar gesagt, dass es keinen höhenverstellbaren Schreibtisch gibt, weil die "optisch" nicht ins Büro passen und sie das auch einfach nicht will. Alles soll gleich aussehen, d.h., wenn von vier Schreibtischen einer hochgefahren werden kann, sitzen 3 andere Mitarbeiterinnen und eine steht .. das zerstört das Bild (ja, die ist so bekloppt!).

GdB von 30 hab ich; Gleichstellung allerdings (noch) nicht beantragt, denn auch hier würde meine Arbeitgeberin angehört, ob eine Arbeitsplatzgefährdung vorliegt. Zudem würde mir eine Gleichstellung jetzt ohnehin noch nicht helfen, denn auch bei Gleichstellung kann sie problemlos in der Probezeit kündigen - ohne Zustimmung des Integrationsamtes.

Ich weiss gar nicht, was ich alles beantragen kann/soll; zudem sitzt mir die OP-Angst (01.06.2016) im Nacken :weinen

Alex
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Erdmännchen
Geschrieben am: 18 Mai 2016, 08:09


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Hallo,

du schau einmal hier sind einige Links zur Teilhabe am Arbeitsleben, da sind interessante Informationen bei, indem du einige Antworten findest.

Es wird natürlich auch schwer werden eine Umschulung zu erhalten, da du schon eine Bürotätigkeit nach gehst, da die meisten Umschulungen gerade bei Rückenpatienten in diese Richtig gehen.

Ich würde mich aber trotzdem bei der DRV informieren lassen, aber wenn du jetzt doch operiert wirst bespreche diese Problematik dringend in der Klinik mit deinem Arzt bzw. Sozialdienst, wenn du in die Reha fahren solltest wäre hier der Ansprechpartner der Sozialdienst bzw. auch dein beh. Arzt.

Beantrage doch trotzdem vorab die Gleichstellung damit das Intergrationsamt dir evtl. Helfen kann dies geschieht nicht nur bei einer Kündigung.

Ich arbeite auch in einem Büro und habe eine ganze Reihe an Hilfsmittel erhalten und damit bin ich sehr zufrieden.

Die Einstellung deines Arbeitgeber ist überhaupt nicht nach vollziehbar. :h :hair

Teilhabe am Arbeitsleben


Dir wünsche ich viel Kraft für die kommenden Wochen :streichel
Erdmännchen
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