Bandscheiben-Forum

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> Sollte heute zur Reha fahren
paul42
Geschrieben am: Mittwoch, 04.Januar 2017, 15:54 Uhr


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Hallo Versteiferling

Das ist natürlich sehr unbefriedigend, wenn du ständig auf eine Reaktion,bzw. Nachricht aus der Klinik wartest.

Da ich selber in der Charité operiert worden bin, ist mir die Empfehlung der Ärzte noch gut in Erinnnerung.

Die Ärzte raten von einer zeitnahen Reha ab und nach einer Woche wird man dann mit der Aussage entlassen, "sie können zukünftig alles wieder machen".
Klingt zunächst recht positiv, aber niemand sagt einem wann das alles wieder möglich ist.

Von daher ist nur zu gut nachzuvollziehen dass du eine Aussage über den korrekten Sitz des eingebrachten Schrauben-Stab-Systems erwartest.

Die Beschwerden die du beschreibst lassen sich nicht eindeutig den Dermatomen zuordnen.
http://www.neuro24.de/r8.htm

Das es bei der Genesung zu Phasen kommt, die einer neurologischen Beteiligung sehr ähnlich sind ist kein Hinweis auf eine erfolglose OP.
Vielmehr ist es völlig normal, das sich ähnliche Beschwerden in der Regenerationsphase der beteiligten Nerven bemerkbar machen.
So schleichend und langsam sich eine Nervenwurzel verabschiedet, macht es durchaus nochmal gewaltig sehr ähnliche Beschwerden in der Genesungsphase. Das sind aber wechselnde Beschwerden die nicht dauerhaft anhalten.

Solange das Beschwerdebild nicht dauerhaft und ständig besteht, gibt es eigentlich derzeit keinen Grund zur Sorge.


Was das Sitzen betrifft ist dies zunächst die größte Herausforderung für einen Spondy. Das dauert in der gesamten Heilungsphase mit am längsten.

Wenn dir beim Sitzen die Beine schmerzen und die Füße kribbeln, jedoch im Liegen oder beim Gehen nicht dauerhaft präsent sind, musst du dir keine Sorgen machen.

Das scheint im Moment noch alles "normal" zu sein.
Dein Physio sollte nicht versuchen deinen Rücken auf die Sprünge zu helfen, sondern sich mit der Entspannung der Beinmuskulatur zu beschäftigen.

Ein Igelball oder eine Stimulierung der Füße und Zehen können durchaus helfen, damit sich bald wieder eine reibungslose Reizweiterleitung zwischen Rücken und den Extremitäten entwickeln kann.

Wann auch immer die eine Körperhaltung unangenehm wird, ist es notwendig einen Haltungswechsel vorzunehmen.

gute Besserung
paul42
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Versteiferling
Geschrieben am: Donnerstag, 05.Januar 2017, 17:16 Uhr


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Hi.

Ich musste die letzten Beiträge erstmal sacken lassen.
Ich war bzw. bin auf einem völlig falschen Hoffnungsweg.
Nach der 1. OP hieß es vom Professor, nach 6- 8 Wochen kann ich wieder arbeiten und alles ist gut.
Ich denke das sich das bei mir nach der 2. OP genauso festgesetzt hat und ich deshalb so unruhig bin.

Mir wurden nach der 2. OP keine zeitlichen Ergebnisse genannt. Sicher ist jeder Mensch anders. Ich verstehe nur nicht, warum der Heilungsprozess so lang dauern kann. Entweder ich stehe komplett auf dem Schlauch oder ich stell mir das zu einfach vor.
Wahrscheinlich letzteres.
4 Schrauben, 2 Stangen und ein Cages...hmmm...muss doch schnell voran gehen..mein Denken. Aber ich werde gerade eines besseren belehrt.

Nach der OP im September ging es echt bergauf, mittlerweile steil bergab.

Nun habe ich ja Widerspruch gegen die Reha eingelegt. Habe jetzt Angst das die mir die Leistungen streichen oder mich zwingen. Nur diese Büromenschen haben nicht 2 OPs in einem Jahr durch.
Bin von der Krankenkasse ausgesteuert und erhalte jetzt das Geld vom Amt.
Weil da jetzt noch Stress...schaff ich grad nicht.

Ich danke Euch auf jeden Fall für Eure Berichte und fange nun an, meinen Denkprozess umzustellen.

LG
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Jürgen73
Geschrieben am: Donnerstag, 05.Januar 2017, 19:48 Uhr


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Hallo Versteiferling,

Zitat

Nun habe ich ja Widerspruch gegen die Reha eingelegt. Habe jetzt Angst das die mir die Leistungen streichen oder mich zwingen.


ich kenne das nur so das dich dein behandelnder Arzt rehafähig schreiben muß.

Eine Reha in deinem Zustand dürfte auf jedenfall kontraproduktiv sein.

Und ob dein Dc dich rehafähig schreiben wird wag ich zu bezweifeln.
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Stefan77
Geschrieben am: Freitag, 06.Januar 2017, 11:42 Uhr


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Hallo,

das ist ja wirklich ärgerlich mit der Klinik.

Vielleicht haben die das Neue Jahr noch nicht so richtig begonnen, oder Dein Operateur hat Urlaub.

15 Minuten sitzen ist nach 3 Monaten für meine Verhältnisse super. Ich durfte 6 Monate nicht sitzen. Selbst heute, 19 Minteressant nach OP, schaffe ich es nur 10 Minuten.

Das mit den Beinen mach zu langem Sitzen kenne ich heute noch.

Physio wird noch zu viel sein. Versuch es doch erstmal mit leichten Spaziergängen. Am besten ohne Gefälle und Steigung.

Das reicht dem Körper meist schon aus.

Schau mal hier im Forum, da findest du gute Infos zum richtige Verhalten. Ich denke alle Spondys können Dich so gut verstehen, denn in der Situation waren wir doch fast alle.

Ich esse selbst heute noch im Liegen und verbringe außer 2-3 Stunden den ganzen Tag so.

Gib Dir Zeit, versuch ruhig mal Akupunktur.

GRübe und bleib tapfer,

Stefan

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Versteiferling
Geschrieben am: Freitag, 06.Januar 2017, 12:49 Uhr


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Hi Stefan.

Warst Du denn zur Reha? Wenn ja ab welchen Zeitpunkt nach OP?

Bist ja auch noch nicht wirklich fit nach der OP?!

Wie machen das hier eigentlich alle mit ihrem Job?
Ich bin seit Mai 2015 krank und es wird noch dauern. Sicher habe ich dann keinen Job mehr in dieser Firma.

LG
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Harro
Geschrieben am: Freitag, 06.Januar 2017, 13:03 Uhr


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Moin moin zusammen,
eine Reha sollte nur bei sichergestelltem Einwachsen der Implantate erfolgen. MRT & Röntgen?
Jede andere Massnahme ist kontraproduktiv.

Das Einzige was du machen kannst sind vorsichtige Isometrische Übungen.

Guck mal hier: http://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=50119

LG Harro :winke
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Stefan77
Geschrieben am: Freitag, 06.Januar 2017, 14:59 Uhr


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Hallo,

ich bekomme volle Erwerbsminderungsrente.

Ich war nach 6 Monaten wieder in der Klinik zum Abtrainieren des Mieders.

Aber selbst da habe ich nur bei der Wassertherapie mitmachen können.

Dann 2 Wochen später zur AHB, die nach vier Tagen beendet wurde von den Ärzten.

Ich hatte halt Angst, dass ich mit der DRV Probleme bekomme wenn ich die AHB ablehne.

Ich bin nicht gerade der Vorzeigefall, es gibt auch einige positivere Verläufe.

Selbst mir hat der Chefarzt gesagt dass die OP noch nichr lang her ist. Und ich brauche Fentanypflaster um die Schmerzen auszuhalten.

Es ist immer eine schwere Aufgabe sich mit der Situation anzufreunden.

Grüße

Stefan
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