Bandscheiben-Forum

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> Probleme/Schmerzen in der HWS beim Joggen., HWS Joggen Probleme Druck Kopf
Eddytheone
  Geschrieben am: Donnerstag, 12.Januar 2017, 01:18 Uhr


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Hallo zusammen,
ich männlich und 30 suche momentan Rat da es mich nicht in Ruhe lässt und ich gerne Meinungen hören würde.

Folgendes Problem liegt bei mir vor.
Angefangen hat alles im September/Oktober '16 mit Druck im Kopf, Ohren, schwindel und Benommenheitsgefühl. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich jedoch nicht genau Einordnen bzw lokalisieren woher der schmerz kommt. Arzt hatte nix besonderes gefunden. Als Auslöser ist eigentlich nichts besonderes passiert. Ich habe lediglich paar Tage davor für 2 Tage bei einem Umzug geholfen.

Ich habe wieder intensiver mit dem Joggen begonnen 3x die Woche für ca 7 Km, da ich dachte es kommt vielleicht irgendwie vom Stress.
Die nächste Zeit verlief praktisch so das ich mich während des Tages irgendwie immer schlechter fühlte bzw mein Kopf immer schwerer wurde. Und ich irgendwann in der Weihnachtszeit bemerkte, das wenn ich meinen Kopf nach hinten drücke (also den Kopf quasi einfach nach hinten schieben) ich einen Druck hinten am Hals/HWS bekomme (und irgendwie Gefühlt auch an der Nase). Jedenfalls dachte ich erst an Verspannungen.

Am Montag war ich nach dem Joggen beim Hausarzt, weil ich ich extremste schmerzen am Hinterkopf hatte. Die Schmerzen waren ziemlich weit oben am Hals bzw Hinterkopf, so in etwa auf Höhe des Mundes nur eben hinten am Hals. An dem besagtem Montag war die Stelle nach dem Joggen bei mir super empfindlich, es hat geschmerzt wenn ich hinten in den Hals reingedrückt habe. Hat sichirgendwie entzündet angefühlt. Meinen Kopf konnte ich schmerzfrei zu beiden Seiten drehen. Beim nach unten gucken hatte ich jedoch ein Druckgefühl hinten im Nacken.

Am Tag darauf ging es mir besser und während des Tages kam wieder dieser Druck zurück. Beim längeren liegen ist es allgemein immer besser als im sitzen.
Ich habe am 17.01 einen Termin beim Orthopäden.

Jedoch habe ich ziemliche Angst das die Bandscheiben hinüber sind. Da es vor allem beim Joggen schlechter wird und man es da ja immer belastet wie so kleine Schläge.

Folgendes ist mir noch aufgefallen.
Selten ziehende und kribbelnde schmerzen an der linken Hand, diese habe ich jedoch schon Monate/Jahre
Wenn ich liege bzw das Eigengewicht meines Kopfes nicht auf meiner HWS liegt, wird es deutlich besser. Also im liegen wird es direkt besser und im stehen kommt dieser Druck zurück.
Ich habe prinzipiell gleitende Wirbel? Da es jeden Abend wenn ich mich mit der Blackroll abrolle es knackt ohne Ende. Meine Rückenmuskulatur ist gut laut Arzt.

Spricht so etwas für einen BSV? Vorallem das man diesen Druck durch Hüpfen quasi erzeugen kann?
Es ist jetzt kein Stechender schmerz sondern eher so ein dumpfer Druck.
Das ganze macht mich mittlerweile auch etwas fertig da es sehr präsent ist und störend.
Gibt es irgendwelche Übungen etc die ich tun kann?

Bin für jede Antwort sehr dankbar

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Pinguin
Geschrieben am: Donnerstag, 12.Januar 2017, 17:56 Uhr


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Hallo Eddytheone,

zunächst herzlich willkommen hier im Forum.

Ob Deine beschriebenen Symptome von einem Bandscheibenvorfall, einem engen Spinalkanal oder von den Kopfgelenken
ausgehen, kann man so ohne bildgebende Diagnostik nicht beurteilen.

Auch wenn Dein jetziger behandelnder Arzt meint, Deine Muskulatur wäre I.O., dann weiß er doch noch gar nicht , ob es die
Wirbelsäulennahe kleine Rückenmuskulatur auch ist.
Gerade diese ist nämlich für den Hakt der Wirbelsäle verantwortlich und nicht die, die man sieht und durch tasten
bewerten kann.

Wenn Du natürlich joggen gehst und so Deine Wirbelsäule einer permanenten Stauchung aussetzt, ist dass gerade jetzt, im akuten
zustand nicht gerade förderlich.
Wichtig für das ausführen dieser Sportart, sind gute Laufschuhe und eine weicher Untergrund, also Waldboden, keinesfalls Asphalt.

Wenn Dir gerade diese Symptome dabei auftreten, würde ich an Deiner Stelle erst mal mit dem Joggen pausieren, bis abgeklärt ist, was die Ursache dafür ist.
Du hast nun zwar einen Termin beim Orthopäden, besser wäre allerdings ein Neurochirurg, weil dieser sehr viel besser beurteilen kann, was Sache ist.
aber egal b Orthopäde der NC, eine bildgebende Diagnostik wird in jedem fall nötig sein.

Du solltest außerdem mal überlegen, ob Du eventuell früher doch mal eine Art Schleudertrauma hattest.
das kann ein Autounfall, eine Achterbahnfahrt oder vielleicht doch mal beim Sport passiert sein.
Die Kopfgelenke z.B. reagieren da nicht unbedingt unmittelbar darauf, sondern oft erst Jahre danach kommen die Symptome pöapö
an den Tag.
auf keine fall sollte jetzt irgendein Arzt oder Therapeut ein Einrenkmanöver ausführen.
Sollte dies zur Sprache kommen, dann lehne dies bitte wehement ab.

Die denkbar einfachste Diagnose, wäre natürlich ein BSV oder ein zu enger Spinalkanal, denn das ist auf einem MRT relativ gut zu
erkennen.
Sollten doch die Kopfgelenke betroffen sein, dann wird es etwas schwieriger, denn in diesem Fall sträuben sich die Ärzte leider noch
all zu gerne, weil einfach die Erfahrung und das Wissen fehlen.
Dann wäre es wichtig einen Arzt zu finden, der sich mit dem Thema Kopfgelenke, Atlastherapie usw. gut auskennt.

Du erwähnst, dass Dir Deine linke Hand schon länger Kribbelt; ist denn diesbezüglich schon mal eine Messung erfolgt, ob eventuell
das Karpaltunnel dafür verantwortlich ist?

Wie Du siehst, ist es nur auf Grund Deiner Beschreibungen leider nicht möglich, eine Einschätzung zu geben und Ferndiagnosen
sind Kaffeesatzleserei, zumal wir auch alle Laien sind und Diagnosen zu stellen nicht in unserem Ermessen liegt.
Aber dies war sicher auch nicht Dein Wille.
Was Du jetzt tun kannst, ist auszuprobieren, ob Dir Wärme oder eher Kälte im Schmerzbereich gut tut.
Ibuprophen wäre noch eine Option, wenn ein entzündlicher Aspekt mit vorliegt, sollten diese recht gut helfen.
Einreibungen mit Voltaren oder ähnlichen Salben kannst Du versuchen.
Alle Stauchenden Vorgänge sollten vermieden werden.
Minimale/sanfte Dehnungsübungen des Schulter-, Hals- Kopfbereiches können Erleichterung bringen.
Ansonsten kannst Du jetzt nur auf den Arzt hoffen, der zeitnah eine vernünftige Diagnose stellt und dann konservative Therapievorschläge parat hat, die Du dann für Dich wählen kannst.
Eine davon wäre sicherlich Physiotherapie.
Frag auch nach Spritzen/ Quaddeln (Neuraltherapie), dies kann auch eine gut helfende Therapie sein, was sogar Dein Hausarzt
jetzt schon probieren könnte.
Ob weitere Therapieansätze, wie PRT` s sinnvoll sind, wird Dir Dein Arzt sagen können.

Im Hinterkopf solltest Du auch an einen Neurologen denken, der die NLG messen kann, um Nervenschädigungen auszuschließen oder zu bestätigen.
Die Überweisung dafür erhältst Du auch vom HA, oder wartest den Termin beim Orthopäden ab.

Zum Schluss lege ich Dir aber noch ans Herz, Dir jetzt schon einen Termin bei einem NC zu besorgen.
Es ist einfach so, dass der Ortho nicht der für Wirbelsäulenerkrankungen zuständige Arzt ist.

Ich wünsche Dir, dass Du möglichst schnell Klarheit bekommst und vor allem Hilfe.

Mit lieben Grüßen
Konstanze


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Eddytheone
Geschrieben am: Donnerstag, 12.Januar 2017, 22:50 Uhr


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Hallo Konstanze,
vielen dank für deine Antworten :-)

Ich versuche mal auf die einzelnen Punkte einzugehen.

Rückenmuskulatur:
Ich betreibe seit 6 Jahren Wakeboarden/Kitesurfen/Klettern, wahrscheinlich deswegen die zumindest ausgeprägte Rückenmuskulatur (Eventuell auch auch nicht an den richtigen stellen).

Joggen/Sport:
Werde ich erstmal bis auf weiteres einstellen. Da ich starke Angst habe es zu verschlimmern bzw Querschnittsgelähmt zu werden :frage
Mit der Stauchung klingt es ja schon einleuchtend.

Schleudertrauma:
Vor 10 Jahren hatte ich mal ein Crash auf der Autobahn, aber ob das noch zählt?
Ansonsten durch meinen Sport in den Sommermonaten immer wieder mal Einschläge ins Wasser, einmal bin ich so heftig mit dem Kopf aufgeknallt das ich fast bewusstlos geworden bin. Aber das war eher im Mai.
Ich war, bevor das ganze anfing, 1 oder 2 Wochen vorher Kart-fahren, wo es mich auch heftig in die Bande gehauen hat, hatte danach auch Tagelang schmerzen an den Rippen (Hat mich seitlich in den Sitz geschlagen).

Diagnose:
Wäre ein BSV oder so eine Verengung nicht mein Todesurteil? ich sehe mich da schon gedanklich bei der letzten Ölung, da sich die Nerven abquatschen und absterben bzw ich gelähmt bin -> Worst-Case.
Vorallem könnte ich so ziemlich alle meine Sportarten vergessen, Boarden/Kiten/Klettern.

Kopfgelenke:
Sind mit Kopfgelenke die Wirbel/Blockaden gemeint? Ich habe dauernd Blockaden, zumindest in der BWS und löse mir diese selbst mit der Blackroll (fantzastisches Gerät!). Danach geht es mir deutlich besser, Druck/Schmerzen/Stich in der Brust sofort besser bzw weg.
Jedoch habe ich auch wieder hier bedenken das ich durch das löschen meiner Blockaden ja quasi auch Verschleiß an meine Gelenke bringe und diese immer schlechter werden!.

Wäre es auch rein theoretisch möglich das oben "nur" etwas blockiert ist (habe gelesen das dass deblockieren im HWS Bereich sehr gefährlich sein kein bzgl. Schlaganfälle).

Ich hab eben diesen permanenten Druck am Hinterkopf den ich durch nach hinten schieben meines Kopfes verstärken kann. Es fühlt sich einfach an als wenn das etwas blockiert.

Was mir noch eingefallen ist:
Im Büro habe ich während der letzten Zeit immer mal meinen Kopf/Hals/Nacken zu dehnen, teilweise knackte es dabei. Einmal EXTREMST, das hat sicherlich 5-6 mal nacheinander laut geknackt, also ob sich alle Wirbel von unten bis oben im Hals verschoben/blockiert? haben. Kann ich es (z. B einen BSV) durch so etwas verschlimmern bzw. erst auslösen?

Einen Termin beim NC und Neurologen versuche ich auch zu bekommen.

Gibt es irgendwelche Übungen die ich aktuelle unternehmen kann, die nicht schaden, egal was auch immer vorliegen mag?


Vielen Dank. Tolles Forum. :;

Ich hab echt ein wenig Angst :/
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milka135
Geschrieben am: Donnerstag, 12.Januar 2017, 23:09 Uhr


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Hallo Eddytheone,
das schöne ist , dass du auch ohne 100% endgültiger Diagnose viel mit Eigenbemühungen lindern kannst.

1. Versuch es mal mit feuchter Wärme.
2. Trage einen Loopschal Tag und Nacht.
3. Stütze deine HWS Nachts mit wzb.: einem gerolltem Handtuch oder Nackenhörnchen ab.
4. Lege dein Kinn zum Doppelkinn im Liegen und nun versuchste dabei deine HWS an den Untergrund zudrücken. Dashälste ca. 20 Sekunden und wiederholste ca. 10 mal und das ganze machste 3 tägl.

Liebe Grüße
Milka :;
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Pinguin
Geschrieben am: Sonntag, 15.Januar 2017, 02:13 Uhr


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Hallo noch mal, lieber Eddytheone,

also, ich versuche mal Deine Antworten, bzw. Infos zu beurteilen.
Was Du da aufgezählt hast, z.B. Auffahrunfall auf der Autobahn, Crash beim Kart Fahren, oder die Aufschläge aufs Wasser, können alles Ursachen für Verletzungen an den Kopfgelenken sein,
Das gesamte Gebiet an und um die Kopfgelenke ist sehr, sehr sensibel und wenn dann einige Male, wie bei Dir, ziemlich rohe Kräfte
Walten oder gewaltet haben, kann eine Veränderung der Bänder die von Dir beschriebenen Symptome hervorrufen.

Zur Erklärung; zu den Kopfgelenken gehören der Atlas ( dort sitzt unmittelbar der Schädel auf) und der Dens , der in etwa wie ein Zapfen ausschaut und unter dem Atlas sitzt.
Diese Stelle an der HWS ist ganz besonders eng, filigran und sensibel.

Hat sich denn nach Deinen "Unfällen" mal ein Arzt, sprich Neurochirurg Deine HWS /inklusive Kopfgelenke angeschaut?

Vorweg will ich Dir aber jetzt noch ein wenig die Angst nehmen, dass Du kurz vor der "letzten Ölung" stehst.

Aber ich denke, Dass Du bisher schon einige Schutzengel in Anspruch genommen hast.
Und Du solltest das jetzt nicht unbedingt noch herausfordern, bevor keine absolute Abklärung/ Diagnose erfolgt ist.

Daher hast Du schon einen sinnvollen Entschluss gefasst und mit dem Joggen erst mal pausierst.
auch alles andere, was dumpfe Aufschläge verursacht wie hüpfen oder Kopf und Hals noch hinten über strecken, solltest Du tunlichst vermeiden.

Um jetzt ganz sicher zu gehen, was die Diagnostik betrifft, wäre jetzt ein Uprihgt MRT nötig.
Problem dabei ist, . die Kassen zahlen das eher nicht (eventuell nur wenn Du es mit einer einleuchtenden Begründung im Vorfeld beantragst und bittest, die Kosten für Dich wohlwollend außerhalb des Regelfalles ganz oder wenigstens teilweise ) zu übernehmen.
Am besten Du fügst noch ein Schreiben Deines Arztes, in dem er die dringende Notwendigkeit begründet, wenn er es denn auch als dringend notwendig erachtet, bei.
Aber das wäre nur ein Versuch! Nicht immer sind die Bearbeiter bei den Kassen auch wirklich wohlwollend gestimmt.

Noch mehr Sinn würde natürlich machen, wenn im Vorfeld schon einiges an Untersuchungen gelaufen ist, was deine Beschwerden
von anderer Stelle nicht oder nicht ausreichend bestätigen würde.
Das wären dann; ein normales Funktionsröntgen, ein normales MRT und eine Messung der NLG beim Neurologen,, sowie
eine Dopplersonographie, wobei untersucht wird, ob und inwieweit die Halsschlagader bedrängt/ verengt ist.

Es liegt auch nahe, dass die Ärzte, wenn sich noch andere Baustellen finden lassen, erst mal diese behandeln/ beseitigen wollen, ehe sie sich an die Kopfgelenke wagen.
Außerdem wäre eine Operation , wenn sie denn wirklich nötig und machbar wäre, bei Leibe kein Spaziergang.

Wie Du siehst, ist das alles, um ans eigentliche Ziel zu kommen ein sehr weiter Weg.

Wenn aber Deine Schmerzen so stark, Deine Ausfälle es nicht mehr ermöglichen Deinen Alltag selbstständig zu meistern und Dein Leidensdruck enorm ist durch die Ursachen, dann musst Du abwägen, welche Therapie in welcher Reihenfolge Du annehmen möchtest.

Die denkbar simpelsten wären zunächst eine anständige Physiotherapie, eventuell, wenn der Arzt es für sinnvoll erachtet, PRT ` s.
Auch über eine multimodale stationäre Schmerztherapie solltest Du nachdenken.

Sollten sich letztendlich doch schwerwiegendere Diagnosen ergeben, dann musst Du überlegen, ob Du Deine Sportarten um jeden Preis weiterhin ausführen willst oder Du Dich sinnvoller Weise für sanftere entscheidest.

Eine Bitte habe ich noch, wenn Du mit der Black Roll übst, lass momentan, bis zur Abklärung die HWS aus!

Ansonsten hat milka recht; versuche Dich nachts so zu stabilisieren, dass ein Überdehnen und verdrehen der HWS kaum noch möglich ist. Für die Lagerung gibt es verschiedenen Hilfsmittel.
1. ein Kopfkissen, 80X40, so dass die Schulter nicht drauf liegt
2. ein medizinisches Nackenkissen ( eventuell von Tempur) es gibt aber auch preisgünstigere
3. eine Halskrause, die Dir Deine Arzt verordnen kann, wäre noch eine Option für die Nacht und auch zum Auto fahren zur Sicherheit

Wärme auf den Schulter Nacken Bereich in Form eines ABC Wärmepflasters (gut für den Tag, da nicht störend)
Abends und zu Hause dann auch ein in der Mikrowelle erhitztes Körnerkissen

Wenn Du die Möglichkeit hast, eine Akupunktur ( mit Dauernadeln) die halten und wirken länger ( sind kaum sichtbar und die kannst Du mit einem kleinen Magneten, den Du vom Arzt dazu erhältst, selbstständig aktivieren, indem Du ihn an der Nadel drehst.

Weiterhin gibt's Tensgeräte, die Du Dir ebenfalls selbstständig an den Schmerzstellen anbringen kannst du dann damit die Muskulatur
leicht erwärmst/aktivierst und gleichzeitig entspannst. Manchen hilft es, anderen eher nicht.
Willst Du es ausprobieren, bekommst Du auch hierfür von Deinem Arzt/Orthopäden ein Rezept und das Gerät dann im Sanitätshaus.
Meist vorerst auf befristete Zeit.
Nützt es Dir was, kannst Du es verlängern lassen der als Dauerverordnung erhalten oder wenn nicht, gibste es wieder zuück.

es gibt ganz leichte, kaum sichtbare Dehn- und Kräftigungsübungen für den Schulter-Nackenbereich.
Eine davon hat milka schon beschrieben.
Du kannst diese Übungen aber auch jeder Zeit im sitzen, im Büro, Bahn Auto (als Beifahrer) :z machen
> setz Dich gerade auf einen Stuhl, als ob Du an einem Pendel hängst, schiebe das Hinterhaupt nach oben, als wolltest Du etwas leichtest wegdrücken, dabei die Schultern nach hinten -unten spannen- diese Spannung 15 sek. halten, dann lösen Wdhlg: 7-10 mal
>bleibe gerade sitzen- nimm die rechte Hand und lege sie an die rechte Wange, nun spanne den Kopf- ohne ihn dabei sichtlich zu bewegen- leicht an die Hand- Spannung 15.sek. halten und 7-10 mal Wdhlg. -das gleiche dann auch auf der linken Seite und frontal, indem Du die flache Hand auf die Stirn legst.

> Schultergürtel lockern - entspannen
> nimm wieder eine gerade Sitzhaltung ein, leichtes Doppelkinn und dann die Schultergelenke in kleinen Kreisen nach hinten bewegen
erst rechts, dann links und beide gleichzeitig.
> spanne nun in gerader Sitzhaltung die Schulterblätter soweit nach hinten- an die WS heran, als wollten sich die unteren Spitzen der "Blätter" berühren Spannung 15 sec. halten und lösen- Wdhlg 7-10 mal

Weiterhin kannst Du Entspannungsübungen erlernen, eine davon z.B. heißt "Muskelrelaxation nach Jakobsen"
davon gibt's auch Anleitung CD `s
denn die hier zu beschreiben würde ausufern.
ABER; wenn Du die einmal richtig beherrscht, ist das eine sehr gute Möglichkeit, bei viel Stress, diese auch auf der Arbeit, im Auto an der Ampel oder im Fahrstuhl/Lift im Supermarkt an der Kasse, als Kurzform anzuwenden, um schnell und effektiv zur Entspannung
zu gelangen.
Zu Hause der z.B. in der Sauna kannst Du die Langform anwenden.
Auch Spaziergänge und Entspanntes Rückenschwimmen wären noch eine Idee.

Wie Du siehst, gibt es viele Möglichkeiten, sich zunächst selbst etwas Linderung zu verschaffen, ohne dabei Schäden anzurichten.

Denn das was ich Dir hier aufgezeigt habe, ist nahezu Risikolos, kann aber bei regelmäßiger Durchführung oft schon gut Linderung verschaffen.
Natürlich bekämpft es die Ursache nicht.
Aber dafür musst Du Dich nun erst mal auf den Weg machen.

Ich möchte Dir aber nun noch folgendes mit auf den Weg geben;

Versuche Dich jetzt bitte nicht verrückt zu machen!
Schalte das Kopfkino am besten komplett aus!
Bleibe realistisch- was Dich bis jetzt nicht umgebracht hat, wird es auch weiterhin nicht tun.
positives Denken kann Wunder bewirken!
Versuche nicht- jedes Zwicken und Zwacken als etwas "tödliches " zu interpretieren.
Das Leben geht weiter, egal welche Diagnose Dich erst mal erwartet.
"Tante Googel" kann in vielen Fällen sehr hilfreich sein, ABER! man muss nicht alles wissen und was man von anderen weiß, trifft in den seltensten Fällen auf sich selbst 1:1 zu!

denn zum Glück ist jeder Mensch verschieden, fühlt, denkt, lebt und handelt in scheinbar den gleichen Situationen unterschiedlich.

Ich wünsche Dir ganz viel Glück bei Deiner Arztsuche/Arztwahl und Diagnosefindung.
Ich wünsche Dir auch, dass alles in einem zumutbaren Zeitfenster abläuft.
UND: ich wünsche Dir natürlich, dass sich Diagnosen ergeben, die gut und konservativ behandelbar sind.

Herzliche Grüße sendet
Konstanze

Bearbeitet von Pinguin am Sonntag, 15.Januar 2017, 02:14 Uhr
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