Bandscheiben-Forum

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> Erneute Schmerzzunahme nach Spondylodese
Spinnenwebe
Geschrieben am: 20 Okt 2017, 07:29


Boardmechaniker
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Zur Schmerztherapie:
Mir wurde nix an Medikamenten weg genommen, im Gegenteil, habe noch welche dazu bekommen (Milnaneurax z.B.)
Physiotherapie war einmal am Tag als Gruppe und dann hat jeder von uns eine Einzeltherapie bekommen. Dreimal die Woche. Sehr individuell und auch auf Wunsch Mal eine Runde Einzel Nordic Walking mit Gangbildverbesserungstips. Einmal die Woche Bewegungsbad. Einmal die Woche Kunsttherapie und einmal die Woche Psychologin.
Wir haben bisl Selbsthypnose gemacht um zu lernen sich trotz schmerzen zu entspannen, wenigstens ab und an Mal um runter zu kommen.
Klar hat man was gelernt über die Entstehung von Schmerzen, die Weiterleitung usw. Damit man einfach weiß welche Vorgänge so im Körper stattfinden bis der Schmerz im Gehirn ankommt. Umso mehr man weiß desto mehr kann man mit umgehen.
Wir haben gelernt wie bestimmte Medikamente an welchen Rezeptoren andocken um den Schmerzimpuls abzuschwächen.

Keiner hat einem eingeredet dass man sich den Tag einfach nur schönreden braucht.
Entlassen wurde ich mit zum Beispiel : Targin, Milnaneurax, Pregabalin, Vitaminen für den Nerv....

Glaube du hast einfach schlechte Erfahrungen gemacht, kann man aber nicht verallgemeinern ;)

Zu Cécile: du antwortest mir immer so lieb. Ich wünsch dir ganz feste dass es wieder bald bergauf geht. Irgendwie muss es doch einfach Mal besser werden bei uns..... seufz!!!

😘





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cecile.verne
Geschrieben am: 20 Okt 2017, 10:16


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Lieber Bernd

danke für Deine Erfahrungen, die sich echt den meinen gleichen, bis auf das, dass bei mir die Schrauben völlig fest sitzen. Es ist traurig zu lesen, dass das was ich erlebe nicht "einzigartig" ist, gleichzeitig aber irgendwie auch ein Gefühl, dass ich nicht irgendwo falsch ticke.....
Sind es denn bei Dir auch die Fazetten im versteiften Bereich, Bernd? Oder darüberliegend?


@ Mona: danke für Dein liebes Kompliment!


Heute geht es mir mal wieder besch.... und das schon vom Aufstehen weg. WAS SOLL DAS????? Sonst ist es eher erst mit Zunahme der Belastung auf die WS gekommen..... Vielleicht sind es immer noch Nachwirkungen der Neuraltherapie vom Dienstag Abend, hoffe es nun mal.....

LG Cécile

Bearbeitet von cecile.verne am 20 Okt 2017, 12:59
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Bernd1309
Geschrieben am: 20 Okt 2017, 11:23


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Hallo Cecile,
bei mir sollen es die Facetten im versteiftem Bereich sein, das liegt wohl am aufrichten der WS
durch die Spondy. Mein NC hat mir das auf den CT Bildern gezeigt und ist sich ziemlich sicher.
Bitter ist nur das mein Operateur gleich weiter versteifen wollte und das Problem der
Schraubenlockerung damit nur um eine Etage verlagert hätte.
LG Bernd
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cecile.verne
Geschrieben am: 20 Okt 2017, 14:48


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Hallo Bernd

eben doch auch im versteiften Bereich...!! Der NC am Montag meinte, die könnten nicht mehr schmerzen, weil sie ja immobilisiert sind, sich alles am verknöchern ist und die eigentlichen Gelenkflächen nicht mehr als solche bestehen..
Mein Chef dagegen teilt diese Meinung nicht, mit der Begründung, dass sie wohl immobilisiert sind, aber in ihnen selber extreme Umbauprozesse abgehen. Dazu ist ja die Lastaufnahme ganz eine andere geworden seit der Spondy. Nur das hat der NC auch so gesagt. er spricht in seinem Konsultationsrapport von eine Überlastung.

Irgend wie hilft es einem echt nicht weiter, wenn man mehrere Meinungen hat, denn wem soll man schlussendlich glauben?

Es ist leider schon so, dass die Medizin eine sehr ungenaue Wissenschaft ist, so wie mir das vor Jahren mein Gynäkologieprofessor mal gesagt hat. Aber was hilft uns das weiter?

Was mir bei Dir Bernd nicht ganz klar ist: bei Dir besteht eine gesicherte Schraubenlockerung. Warum wird diese nicht behoben?


LG Cécile
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gigi1961
Geschrieben am: 20 Okt 2017, 16:03


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Hallo
@:cecile

Schmerzklinik ist bei uns was anderes wie Reha oder Kur. Das sind ganz unterschiedliche Bausteine - wenigstens bei den privat Versicherten in der BRD. Bei den gesetzlich Versicherten kenne ich mich nicht aus.

In eine Schmerzklinik kann ich jederzeit gehen - da brauche ich keine Genehmigung seitens der Kasse oder Beihilfe. Da hole ich mir einen Termin beim Prof und gut ist es. Wenn es dem Patienten danach ist dann halt mehrmals im Jahr.
Bei der Reha ist es so: die muss meine Kasse vorher genehmigen, bekommt man nur nach Operationen oder wenn die ambulante Behandlung nicht ausreicht.
Kur: ich bekomme 30 Euro für Essen und Unterkunft und Rezepte für die Behandlungen. Der Arzt muss mir eine Bescheinigung geben.

Eines haben die aber alle gemeinsam und das sollte jeder Patient wissen und auch deshalb nicht persönlich nehmen. In dem Moment, wo der Patient entlassen wird, muss er gesund sein oder es muss ihm mindestens besser gehen.
Das ist ein MUSS - denn wenn es ihm nicht besser ginge, dürfte er nicht entlassen werden. ( so hat es mir mal ein Arzt erklärt) Am nächsten Tag darf es dir dann wieder schlechter gehen.

@Spinnenwebe:
ich will nicht den Eindruck vermitteln, dass alle Schmerzkliniken schlecht sind. Deshalb schrieb ich ja in den meisten[/B Klniken heißt multimodal......(da sprach ich nicht unbedingt nur aus meiner eigenen Erfahrung, sondern aus dem was mein behandelnder Arzt von seinen anderen Patienten berichtet. Grad deshalb ist es ja wichtig, dass hier sich diejenigen zu Wort melden, die positive Erfahrung mit guten Kliniken gemacht haben. Und auch diese Kliniken beim Namen benennen.

[B]an euch alle:
haben eure behandelnde Ärzte vorher gesagt: nach der OP ist alles gut? Ich habe das nicht erlebt. Mir hat man eindeutig gesagt, wir tun was wir können. Schmerzfrei ist bei diesem Befund nicht möglich. Aber wir hoffen dass wir die Schmerzen 70 bis 80 % reduzieren können. Ich glaube, dann ist man hinterher auch nicht enttäuscht und mit dem Ergebnis zufrieden.

Ich hoffe, mir ergeht es nicht wie Cecile oder vielen anderen von euch und mein Weg geht wenn auch in kleinen Schritten, aber langsam und stetig bergauf.

Ich weiß nicht ob es jemanden von euch weiterhilft oder ob jemand davon profitieren kann:
In meinen Beinen hatte ich nicht nur die euch bekannten Beinschmerzen, sondern sie fühlten sich an, als ob sie schnell ermüden und dick wie Elefantenbeine an mir hängen. Ich habe mir 2 Stunden Schröpfkur gegönnt - muss man halt selbst bezahlen. Das Geld war auf jeden Fall besser angelegt wie meine 3 Stunden Faszientherapie. Ich bin 5 Tage später immer noch zufrieden. Gewisse Bewegungen sind halt nicht möglich - da streikt vielleicht noch ein Nerv oder Muskel. Die Zeit wird es zeigen. Zauberwort: Geduld....was leider nicht zu meinen Stärken zählt, aber ich werde es zwangsläufig lernen müssen :-(

zu Schraubenlockerung: vielleicht habe ich das immer noch nicht richtig verstanden. Das heißt doch, dass die Schrauben nicht mit der Wirbelsäule richtig verwachsen sind.?! Kann das nicht noch passieren und es dauert halt länger?

@Bernd: meine Operateure sagten mir vorher, wenn die Schmerzen nach der Op noch zu groß wären, würde dieser SCS eine Alternative bedeuten. Wieviel Prozent von deinen Schmerzen nimmt er dir?
Ich habe mir jetzt von Bomedus die ganzen Bänder samt Steuergerät bestellt - Tens bekommt mir ganz gut - also probiere ich das jetzt auch noch aus. Vielleicht hilft mir das auch noch ein Stück weiter.


Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende und vor allem wenig Schmerzen.
lg.gigi
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Bernd1309
Geschrieben am: 20 Okt 2017, 17:17


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Hallo Cecile
Das befestigen der Schrauben ist wieder nur mit einer größeren OP möglich und ob es hält ist nicht sicher.
Der "jetzige" NC meines Vertrauen möchte noch etwas abwarten und hofft auf ein einwachsen im Zuge
der Verknöcherung.
@Gigi,
Mir wurde vor dem Einsetzen des Generators auch gesagt das die Schmerzen nur reduziert werden können.
Die Ursache besteht ja weiterhin und es wird nur die Schmerzweiterleitung ans Gehirn durch den Strom überlagert.
Im Ruhezustand, das heisst laufen ,sitzen, stehen für kurze Zeit, ist der Schmerz gut auszuhalten.
Sobald ich es übertreibe kommt der Schmerz durch und ich muß mich kurz hinlegen.
Aber im Vergleich zu vorher reduziert sich der Schmerz recht schnell und ohne starke Medikamente wieder auf ein erträgliches Maß.
Nach einer Schubkarre voll Ibus, Tramadol, Pregabalin usw. bin ich froh zumindest im Moment mit 1-2 Novalmin/Tag auszukommen.

Gruß Bernd
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milka135
Geschrieben am: 20 Okt 2017, 19:09


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Hallo Bernd,
na, dass Ergebnis:
Zitat (Bernd1309 @ 20 Okt 2017, 17:17) 

Nach einer Schubkarre voll Ibus, Tramadol, Pregabalin usw. bin ich froh zumindest im Moment mit 1-2 Novalmin/Tag auszukommen.

kann sich aber sehen lassen. Wobei Novalmin schädlicher sein kann als ein niedrig dosiertes Opiat.

Novalmin ist nun mal stark und wird nicht um sonst, nach Bauch-OP´s eingesetzt.

Liebe Grüßen
Milka
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cecile.verne
Geschrieben am: 29 Okt 2017, 08:55


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Guten Morgen zusammen

Schon wieder sind (extrem langweilige) 10 Tage vergangen. Ich wurde letzten Dienstag wiederum neuraltherapeutisch behandelt. Dazu erhielt ich für 10 Tage fix das Schmerzmittel/Entzündungshemmer Lodine verordnet. Was soll ich sagen: solange die Wirkung des Retard-Medikamentes anhält sind die Schmerzen auf etwa 2/10 zurückgegangen, immer aber mit extrem viel liegen und wenig sitzen.
Am Freitag war dann Besuch zum Mittagessen und ich sass (leider) länger. Es hatte sofort mässige Auswirkungen, aber dafür gestern....: unter Schmerzmittel waren die Schmerzen wieder auf 4-5/10 gestiegen.
Wenn ich positiv denke, sind es keine Schmerzen von 6-7/10 wie vor 14 Tagen (ohne Schmerzmittel!), aber für unter Medikamenten einfach zu viel und v.a. zu viel für kaum Belastung. Ich kann doch mein Leben nicht nur noch liegend mit etwas Spazieren täglich verbringen *heul*.

Die Moral ist nicht mehr die Beste und Motivation irgend was zu tun im Keller, auch das Wenige, dass ich machen kann ko.... mich an...


Wünsche Euch einen schmerzarmen Winterzeit Sonntag (so was von doof, diese Zeitumstellungen jedes Jahr, grrr)

Cécile
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Spinnenwebe
Geschrieben am: 29 Okt 2017, 11:13


Boardmechaniker
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Hallo,

Habe dir eben einen total langen Text geschrieben und auf einmal war er weg. Also einmal kurz zusammengefasst...
Ich wünsche dir nen angenehmen Sonntag ;)

Mona
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Manuela_52
Geschrieben am: 01 Nov 2017, 19:20


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Ohje, liebe Cecile, man kann deine Verzweiflung richtig spüren. Ich wünsch Dir von Herzen, dass es jetzt bald bergauf geht. Ich hatte irgendwo gelesen, dass es ca. 12 Monate dauert, bis das Titan mit dem Körper verwachsen ist.

Bis vor 2 Wochen ging's mir viel besser, ich könnte sogar bergauf laufen und fing an, wieder Musik zu genießen. Hab jeden gesagt, dass ich - selbst nach 3 missglückten Operationen - nicht bereue, versteift worden zu sein. Ich war sogar ein paar Mal schwimmen.

Aber - ich hab's wohl übertrieben. ... hab zu viel gesessen, auch in der Kälte. . und im Haushalt die Heldin gespielt.. . Jetzt liege ich seit Tagen fast den ganzen Tag :-( und die Entzündungswerte sind wieder sehr hoch. Das war so unfair. Ich musste den Aufenthalt in einer Trauma-Psychotherapie, auf den ich so lange gewartet hab, abbrechen und wurde dort entlassen....

Gerade mal die 3. Woche hätte jetzt angefangen... 8 waren vorgesehen. Es hätte mir gutgetan, aber die viele Sitzerei auf den Bänken im Park vorm Haus.... vor allen Dingen abends bei der Kälte, dafür hab ich jetzt die Quittung.

Die Ärzte dort meinten, dass das Antibiotika nicht richtig greift und ich lieber zu meinem Operateur gehen soll... nicht, dass die heftige Spondylodiszitis wieder aufflackern:-(

Ach Menno, ich glaube wir sind alles Leidensgenossen und müssen noch Geduld haben, oder?

Fühl dich mal ganz vorsichtig lieb umarmt <3
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