Bandscheiben-Forum

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> positiver Erfahrungsbericht, HWS + LWS Versteifung
wassermann13
Geschrieben am: 05 Mär 2018, 09:59


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Nachdem ich sehr lange mitgelesen habe um gute Informationen zu bekommen, möchte ich euch meinen Verlauf aufschreiben.
Begonnen hatte alles 2012 mit Schmerzen in der Schulter, Hals, Arm und Kopf, erst gab es Krankengymnastik, Sport, Übungen, Akupunktur, Osteopath...eben alles was dazu gehört, hat aber alles nicht geholfen.
Nach mehreren Monaten wurde dann ein MRT HWS gemacht mit der Diagnose Bandscheibenvorfälle C5-C7 mit Sponalkanalstenose.
Von den niedergelassene Orthopäden habe ich leider keine große Hilfe bekommen...
Nachdem ich dann mittlerweile so massive Probleme hatte, dass ich nur noch in einer bestimmten schrägen Position sitzen konnte, ansonsten ist mein ganzer Arm taub geworden, machte ich mich selbst auf die Suche nach einer passenden Klinik.
Zum Glück würde ich fündig und im November 2013 erfolgreich von C5-C7 versteift.
Seitdem geht es mir richtig gut😊
Das war der erste Streich, der zweite folgt...
Danach fing es 2015 mit extremen LWS-Schmerzen, Kribbeln in den Beinen, Taubheitsgefühle in den Beinen, Gehstrecke weniger wie 500 Meter, an,
gleiches Procedere wieder wie 2012...
Leider auch wieder ohne Besserung...
Nach einem halben Jahr ohne Besserung wurde ein MRT LWS gemacht,
Diagnose Bandscheibenvorfälle L4-S1; beginnend Facettengelenksathrose...
Wieder fand ich von den niedergelassenen Orthopäden keine Unterstützung...
Also machte ich mich wieder auf die Suche nach einer passenden Klinik und wurde auch fündig...
Dort wurden ein paar Facettengelenksinfiltrationen durchgeführt und im Anschluss auch eine Facettengelenksdenervierung...hatte leider nicht sehr lange geholfen...
Danach entschlossen wir uns zur Implatation von 2 Bandscheibenprothesen L4/L5 und L5/S1.
Mir ging es danach richtig gut, laut Operateur haben die 2 Bandscheiben viel schlimmer in Wirklichkeit ausgesehen, wie auf dem MRT zu vermuten war...
Leider hat sich nach einem guten Jahr herausgestellt, dass die Facettenathrose doch schlimmer ist wie vorher angenommen, sodass ich letzte Woche L5/S1 versteift wurde.
Ich durfte das Krankenhaus am 3. postoperativen Tag verlassen...
Mir geht es momentan sehr gut, ich erhole mich auf der Couch und genieße die schmerzfreie Zeit, außer minimalen OP Schmerzen, sind die Schmerzen von vorher weg :klatscht
Ich freue mich jetzt auf den Frühling und auf eine hoffentlich weiterhin schmerzfreie Zeit 😄
Ist nun doch ein relativ langer Bericht geworden, aber ich hoffe, ich kann damit manchen Mut zusprechen und auch etwas die Angst vor eine Versteifung nehmen..


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Schnütchen
Geschrieben am: 05 Mär 2018, 10:27


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Hallo Wassermann.....

Toll das es dir so gut geht nach der Versteifung....

Mach bitte trotzdem langsam und schone dich :bank

Ich drück dir die Daumen das alles so bleibt. :up

Gruss Ute
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wassermann13
Geschrieben am: 05 Mär 2018, 11:41


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Hallo Ute
Danke :;
Du hast vollkommen recht, ich werde es ganz langsam angehen lassen, alles nach meinem Tempo
:bank
Gruß Anja
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cecile.verne
Geschrieben am: 05 Mär 2018, 15:33


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Hallo Wasserman
na da machst Du ja echt turbo mit nur 3 KH-Tagen...!!! Bei mir war das ganz aanders: Gut, ich wurde L4-S1 versteift, war 7 Tage im KH und war dann "seeehr klein", also nur gerade mobil für vom Bett auf die Toilette und zurück. 6 Wochen konsequent liegen und nur spazieren war die erste Verordnung, es folgten dann infolge Schmerzen im Anschlusssegment noch weiter 6 Wochen konsequent liegen, beim Aufstehen alles mit Lendenmieder. Kein Bücken, kein Drehen. Jetzt, 10 Monate post-op schaffe ich 3 Stunden am Stück etwas zu machen (natürlich nur rückengerechtes), dann ist wieder Liegen nötig, anschliessend reicht es im Tagesverlauf für 1 Stunden Intervalle mit leichter Aktivität, dann wieder 1 Stunde liegen....

Ich kann Dir nur ganz fest ans Herz legen, halte Dich die ersten 6 Wochen mehrheitlich still und liege oder spaziere, sonst nichts. Der Knochen braucht diese Zeit (und noch vieeeel mehr, kann bis zur vollständigen Versteifung bis zu 2 Jahre dauern) um sich zu erholen. Durch das Ruhighalten verhinderst Du auch so weit als möglich zu starke Vernarbungen, da nichts gereizt wird. Keine Physio oder irgend sonstige Bewegungsaktivität ist das A und O.

Lg und viel, viel, viel Geduld
Cécile
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wassermann13
Geschrieben am: 05 Mär 2018, 18:38


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Wie unterschiedlich das von Klinik zu Klinik ist, ich habe kein Mieder bekommen...
ich darf für kurze Zeit sitzen, soll spazieren gehen und viel Liegen.
Kein Gewicht über 5 Kilo, aber das ginge momentan eh nicht, bin froh wenn ich eine Wasserflasche halten kann...
Der Chefarzt der mich operierte sagte mir auch, erholen, bei schönem Wetter spazieren gehen oder Fahrrad fahren und in nächster Zeit erstmal keine Pysiotherapie und Reha auch nur, wenn ich denke, dass ich sie brauche...
Hatte in den letzen 3 Jahren 3 Reha‘s und muss sagen, momentan glaube ich nicht, dass ich so schnell nochmal eine machen möchte...
Ich habe soviel Übungen die ich in ein paar Wochen in aller Ruhe zuhause machen kann, um ganz langsam wieder Muskeln aufzubauen...
Für die nächsten paar Wochen ist die Couch erstmal mir :bank
LG Anja
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