Bandscheiben-Forum

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> C 6-7 Prolaps Keine OP seit 7 Monaten, HWS Bandscheibenvorfall ohne OP
arturo
  Geschrieben am: 04 Nov 2018, 14:26


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Hallo Allerseits

Ich heiße Arthur und bin 47 Jahre alt (aus Berlin)

Ich hatte am 12.03.2018 einen schweren Bandscheibenvorfall (Prolaps mit ausgetretener Gallertmasse) C 6-7. Die Schmerzen waren extrem stark und es war die Hölle.
Ich habe mich trotzdem gegen eine OP entschieden.
Nun sind es 7 Monate her und ich liess eine neue MRT machen um zu sehen wie es sich entwickelt hat. Laut Neurochirugen ist der Bandscheibenvorfall natürlich geheilt. Es hat sich Narbengewebe gebildet.

Hier der Befund (als Vergleich zum Befund vom 20.03.2018) :
Normale Höhe der Wirbel
C6-7 rechtsseitig aktivierte Osteochondrose. Rechts laterale bis intraforaminale Diskusherniation, welcher im Verlauf abgenommen hat. Heute nur noch geringe Pelottierung des Myelons und abgenommene, noch mässige Einengung des rechen Neuroforamens C7.
Normales Signal des Myelons. Unauffällige paraventebrale Weichteile.

Beurteilung:
Partielle Regression der rechts lateralen bis intraforaminalen Diskusherniation C6-7 mit noch leichter Pelottierung des Myelons und mäßiger Einengung des rechten Neuroforamens,


Die Schmerzen sind in den letzten 7 Monaten um 90% zurückgegangen. Es sind jedoch weiterhin Schmerzen vorhanden. Besonders wenn ich mein Kopf nach hinten neige oder den Kopf auf die rechte Schulter lege (Ausstrahlender Schmerz in den rechte Brustmuskel).

Meine Frage: Wie lange kann es dauern bis die restlichen 10% der Schmerzen verschwinden? Ist das normal, das der Hals bei bestimmten Bewegungen knirscht?
Wie lange würdet ihr warten bis ihr euch zu einer OP entscheidet? Könntet ihr mit 10% der Schmerzen leben?

Noch was:
Ich habe vor 4 Monaten durch das Niesen einen Hexenschuß bekommen mit Ausstrahlung in rechte Bein. Seit 1 Monat strahlt es aber nicht mehr ins Bein aus. Die Schmerzen sind nun lokal im unteren Rücken und stake Schmerzen im Gesäß so das es beim Laufen wehtut. Zum Glück ist das aber kein Bandscheibenvorfall ( laut MRT ). Trotzdem knirscht das im unteren Rücken und ich mache mir Sorgen ob und wann es weggeht.

Leider habe ich seit 4 Monaten eine Depression und Angststörung. Die Ungewissheit wie lange die Schmerzen andauern werden macht mich echt fertig :-(
Hatte jemand den gleichen Vorfall in der HWS ? Brauche einige ermutigende Worte

Viele Grüße an alle
Arthur /Berlin

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mpohle76
Geschrieben am: 04 Nov 2018, 15:58


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Hi,
Ich habe zwei Vorwölbungen im Bereich 4/5 und 6/7. Bei mir hat es zwei Jahre gedauert bis ich einen Zustand erreicht habe mit dem ich leben kann. 100% in Ordnung ist es nicht und wird es wahrscheinlich auch nicht mehr. Ich habe mich gegen eine OP entschieden und denke, in meinem Fall war und ist es richtig. Solange ich keine motorischen Ausfälle habe, lasse ich mich nicht operieren.
Hab meine Geschichte im Forum zusammengefasst :.

https://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php?showtopic=63316

Vielleicht hilft es dir und vielleicht nimmst du etwas mit, was dir hilft. Yoga kann ich wirklich sehr empfehlen.

Gute Besserung weiterhin
Viele Grüße aus München
Marco
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cecile.verne
Geschrieben am: 05 Nov 2018, 10:55


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Hallo

was das Knirschen anbelangt kann ich Dir Erklärung geben: durch die verminderte Bandscheibenhöhe werden die Facettengelenke stärker belastet, die Gelenkflächen drücken stärker aufeinander. Es entsteht eine Fazettengelenksarthrose, die eben je nach Bewegung, das Knirschen auslöst. So lange es nicht schmerzhaft ist, macht da niemand was dran. Treten deswegen Schmerzen auf, kann man die Gelenke infiltrieren (mit Cortison). Dadurch weicht die Entzündung wieder und das Knirschen hört oft auch auf. In schlimmen Fällen mit starken Schmerzen kann man auch die zu den Facettengelenken führenden Nerven veröden. Dies soll für 1- 2 Jahre auch wieder Ruhe geben und kann nötigenfalls wiederholt werden.

Ich bekam nun schon 2 x (Abstand fast ein Jahr) die Facettengelenke von C3-4 mit Cortison infiltriert. Hat bei mir sowohl den Schmerz als auch das Knirschen zum Verschwinden gebracht.

LG Cécile
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arturo
Geschrieben am: 14 Nov 2018, 12:43


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hallo cecile

ich war gestern in der Charite bei einem Neurochirugen. Er meinte auch, das wenn die Schmerzen nicht mehr in die rechte Hand ausstrahlen ( wie in den ersten 2-3 Monaten ), es höchstwahrscheinlich die Facettengelenke sind, die entzündet sind und die die Schmerzen im Nacken verursachen.
Ich werde nun einen Termin für die Spritze an die Facettengelenke machen.
Ich danke dir herzlich !
Lg
Arthur
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arturo
Geschrieben am: 14 Nov 2018, 12:47


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Hallo Marco

bei mir ist die Bandscheibe geplatzt und die Gallertmasse ausgelaufen (nicht vorgewölbt) Der Neurochirug sagte, das der Bandscheibenvorfall sich auf natürlicher Art selbt repariert hat. Trotzdem sind noch Schmerzen da. Wahrscheinlich sind das ( wie Cecile auch sagt ) die entzündeten Facettengelenke.

Lg
Arthur
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mpohle76
Geschrieben am: 15 Nov 2018, 07:26


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Hallo Arthur,
wünsche Dir auf jeden Fall weiterhin gute Besserung und das ganze ohne OP. Eine Infiltrationstherapie hilft dabei. Ich habe ebenfalls vor (glaub) zwei Jahren eine Spritze bekommen und die hat gut getan. Meine Geschichte zielt in erster Linie darauf ab, was ich gemacht habe, damit es sich zum einen bessert und zum anderen was man machen kann damit es nicht schlimmer wird.

Viele Grüße aus München
Marco
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arturo
Geschrieben am: 16 Nov 2018, 12:31


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Danke Marco
Wie schauts bei dir mit den Schmerzen aus?

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mpohle76
Geschrieben am: 17 Nov 2018, 20:14


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Hallo Arthur,
Schmerzen habe ich so gut wie keine mehr. Hin und wieder ist mein Nacken noch etwas verspannt. Wird aber immer besser.
Bei mir ist es kribbeln, das kommt und geht.

Grüße
Marco
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arturo
Geschrieben am: 20 Nov 2018, 02:21


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Hallo Cecile

Ich habe heute ( 20,11,2018) eine Doppelspritze an die Facettengelenke bekommen. Tut noch weh. Schauen wir mal wie es in der nächsten Tagen wird.
Gruß
Arthur
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cecile.verne
Geschrieben am: 20 Nov 2018, 09:42


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Hallo Arturo

das ist alles ganz normal. Es wurde ja auch ein kleiner Gewebeschaden durch die Spritze selber gemacht. Zudem braucht es seine Zeit, bis die Entzündung an den Facetten abgeklungen ist. Wenn Du innerhalb von 14 Tagen keine Veränderung spüren solltest, dann erst kann man sagen, dass die Behandlung bei Dir nicht angeschlagen hätte.

LG Cécile
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