Bandscheiben-Forum

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> Erneute OP und Rentenverfahren
Hase1982
Geschrieben am: 27 Nov 2018, 13:43


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Hallo ihr Lieben,

ich habe am 11.09.18 einen Rentenantrag auf Raten/ Aufforderung der Krankenkasse gestellt.
Zu dem Zeitpunkt war ich schon wegen eines BSV L4/L5 (einmal operiert) und BSV L5/S1 (zweimal operiert) etwa 1 Jahr arbeitsunfähig geschrieben und die Ärzte wollten zu dem Zeitpunkt nicht noch einmal operieren.
Dann hat sich Ende September die Situation so verschlechtert, das die Ärzte nun doch zu einer Spondylodese raten, die am 16.01.19 stattfinden wird.

Vor 2 Wochen bekam ich ein Schreiben von der DRV wg. eines Termins beim Gutachter (Orthopäde vor Ort) und dann ein paar Tage später einen Anruf, dass ein erneutes Schreiben folgen würde, da der Arzt seine Gutachtertätigkeit niedergelegt hat und sie nun fragen wollte, ob Hamburg oder Lübeck für mich besser wären. Da ich hier vor Ort keinen (guten) Orthopäden/Neurochirug gefunden habe, muss ich halt sowieso immer nach Hamburg bzw. Lübeck (jeweils. ca. 25-35 Minuten Fahrzeit) fahren. Für die Dame am Telefon schien, dass schon ein Indiz zu sein, das ich sowieso nur simuliere. Da sie irgendetwas murmelte.
Darauf hin, sah ich mich dann verpflichtet ihr mitzuteilen, dass ich während der Fahrzeit in der Bahn auch gerne mal auf dem Fußboden liege.
Kleiner Tipp: dafür eignet sich der Platz vor der ersten Klasse hervorragend, man muss zwar seinen Stolz etwas herunterschlucken aber der Schmerz hilft dabei :D
Außerdem, hab ich gesagt das sich die Situation verschlechtert hätte und nun doch eine erneute OP im Raum stünde was ich die Woche erfahren würde. Daraufhin murmelte sie wieder etwas ob man den Gutachtertermin erstmal aufschiebe, da es danach ja wieder gut sei. Ich hab ihr dann erklärt, dass nach einer Versteifung von 2 Etagen nicht gleich alles wieder gut sei und sie verabschiedete sich mit den Worten das ich Post erhalten würde.
Nun gab es vorgestern einen neuen Anruf von der DRV, in dem es wieder um einen Gutachtertermin ging, da der 2te Arzt die falsche Fachrichtung hätte und ich das Schreibenwelches unterwegs wäre ignorieren könnte, denn es würde ein drittes folgen.

Nun zu meiner Frage:
Wie wirkt sich eine erneute OP auf das Rentenverfahren aus?
Ich gehe davon aus, dass der Gutachtertermin vor der OP sein wird und ich mich dementsprechend noch frage wie ich das dem Gutachter klar machen soll.

Für jegliche Hilfe bin ich euch dankbar.

Viele Grüße,
Hase
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karin59
Geschrieben am: 27 Nov 2018, 14:40


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Hallo ,

wenn der Gutachter von der bevorstehenden OP informiert ist, wird er seine Untersuchungen machen und in seinem Bericht vermerken, daß er von erfolgreicher OP ausgeht. Das heißt, daß eine Entscheidung für eine EMR nach der OP anstehen wird.
Ich habe die Erfahrungen gemacht, daß mit erfolgter OP immer davon ausgegangen wird, der Pat. kann seinen normalen Lauf wieder aufnehmen.
Du bist dann im Zugzwang und mußt beweisen, daß es die diversen starken Einschränkungen des Lebens gibt.
Einschränkungen heißt, daß Tätigkeiten nicht mehr ausgeführt werden können, die nötig sind eine berufliche Tätigkeit auszuführen. Es wird immer davon ausgegangen, daß es genügend Alternativen gibt seinen Lebensunterhalt selbst zu erwirtschaften. Sei es mit Umschulung, veränderten Arbeitsplatz oder generell neuem Arbeitsumfeld.
In jedem Fall wappne Dich mit Geduld , denn die wird in nächster Zeit sehr viel verlangt und es ist schwer dauerhaft geduldig zubleiben.
Auch wenn die Aufforderung seitens der KK erfolgte, heißt es lange nicht daß sich Erfolg einstellt.
Die KK hat Dich vom Tisch, die DRV ist als nächste zuständig und schon beginnt der Hickhack.
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Hase1982
Geschrieben am: 27 Nov 2018, 15:08


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Danke Karin,

eine Umschulung zur Mediengestalterin fand schon vor ein paar Jahren statt, nach der ersten OP. Bevor ich dann erneut im letzten Jahr krankgeschrieben wurde, wegen der gleichen Sache und nochmal operiert wurde, war ich arbeitssuchend da ich nichts bekommen hab und die Agenturen lieber Studenten oder Praktikanten einstellen...

Mal schauen was kommt... Geduld lernt man ja leider zu genüge als Bandi :roll

Bearbeitet von Hase1982 am 27 Nov 2018, 15:09
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wassermann13
Geschrieben am: 27 Nov 2018, 15:48


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Hallo Anja :z
Ich kann dich sehr gut verstehen, bin jetzt seit April 2018 Ausgesteuert und bekomme bis April 2019 noch Arbeitslosengeld 1 (Nahtlosigkeitsregelung) und habe im September 2018, da stand der neue OP Termin noch nicht fest, einen Erwerbsminderungsrentenantrag mit dem VDK zusammen bei der DRV gestellt und musste letzte Woche zu einer DRV-Ärztin zum Gutachten...
Untersuchung hat nicht lange gedauert, alles was in den ganzen OP-Berichten der letzten 4 OP‘s stand, wollte sie von mir nochmal erklärt bekommen, keine Frage was ich kann oder was ich nicht kann...kleine Untersuchung, da frisch operiert ja kaum Bewegung möglich ist...
Und zum Schluss der Kommentar: Wir gehen davon aus, dass die OP geholfen hau und dann müsste es ja in 3 Monaten besser sein :kopf
Meine Meinung dazu, hat sie leider nicht interessiert...
So, jetzt kann ich mir ja wirklich gut ausrechnen, wie der Rentenbescheid ausfällt...Ich bin echt mal gespannt...
Ach ja, es könnte jetzt noch etwa 8-10 Wochen dauern, bis ich das Ergebnis bekomme...
Mir ging es nach dem Gespräch nicht gut, ich kam mir so unverstanden und irgendwie nutzlos vor...
Aber die sitzen leider am längeren Hebel...
Hoffe du kannst bessere Erfahrungen sammeln...
Bis dahin
LG Anja
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Stefan77
Geschrieben am: 27 Nov 2018, 16:10


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Hallo,

also ich dachte nach meinem Gutachtertermin auch die Welt geht unter.

Die Gutachter prüfen anhand einer Vorgabe alles ab. Wichtig ist wirklich nochmal alles in Gedanken zu haben.

Bei mir hat er den 'ich lasse den Kuli fallen' Trick angewendet um zu sehen ob ich da aus Reflex reagiere. Aber das ging nach hinten los.

Dachte danach nun ist alles aus finanziell. Aber es kam anders. Das Gutachten war sehr realistisch, und obwohl drin stand in 6 Monaten nochmal überprüfen, bekam ich die Rente für 2 Jahre, davon 1 Jahr rückwirkend genehmigt.

Die Verlängerung um 3 Jahre dauerte keine 6 Wochen und ohne Begutachtung. Wobei ich lieber arbeiten würde, aber es geht halt nicht.

Sich Hilfe bei einem Sozialverband zu suchen halte ich für sinnvoll. Da hat man bei einem überschaubarem Betrag rechtliche Unterstützung und Menschen die meist auch betroffen sind.

Anrufe lasse ich durch die Krankenkasse oder DRV nicht mehr zu. Das macht einen fertig und eine verpflichtet ist man dazu auch nicht.

Grüße

Stefan

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Hase1982
Geschrieben am: 27 Nov 2018, 19:29


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Hey Anja und Stefan,

es tut echt gut zu wissen, dass man nicht die Einzige ist die im Gedankenhamsterrad gefangen hängt.

Anja, es tut mir echt leid das es bei dir anscheinend nicht so gut lief und du ein schlechtes Bauchgefühl hast. Was ich nicht verstehe ist, ob den Ärzten/Gutachtern nicht bewusst ist das wenn man lange krank ist und dann auch ne positive Prognose nach OP bekommt, damit ja nicht der Haufen an Begleiterscheinungen weg ist und es ja auch Zeit bedarf, diese wieder zu bessern. Wo sonst normaler Menschenverstand herrscht, scheint es bei Gutachtern nur neine punktuelle Sichtweise zu geben :sch
Beispielsweise meinte meine Physio wenn die OP gut läuft und ich nach 3 Monaten wieder starten kann, dass sie schätzt das es min. noch mal 2 Monate dauert um den Körper soweit auf Vordermann zu bringen, so dass es nicht sofort zu Rückschlägen kommt. Ich drücke dir die Daumen, dass es doch noch gut ausgeht.
:up

Stefan, ja ich sollte wohl auch mal zum SoVD hier vor Ort, eigentlich dachte ich immer das ich das nicht bräuchte. Aber mittlerweile glaube ich das ich wohl etwas naiv, bzw. gutgläubig an die Sache rangegangen bin oder es schlicht und einfach unterschätzt habe. Beziehungsweise, wer hätte auch bei den ersten Symptomen gedacht, dass das Ganze so einen Rattenschwanz hinter sich herzieht.
Aber cool zu lesen, dass es auch gut laufen kann und du erstmal versorgt bist.

Ich werde berichten, wie es bei mir weiterläuft.


Danke euch Zwei und viele Grüße,
Anja Hase

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Hase1982
Geschrieben am: 06 Dez 2018, 15:56


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Hallo Zusammen,

hier mal ein Mini Update, nächste Woche Mittwoch ist der Gutachtertermin und dann weiß ich hoffentlich mehr!

Bekommt man eigentlich gleich ne Tendenz zu hören und wenn ja ist darauf Verlass oder muss man warten bis der Brief der DRV kommt? Wenn ja, wie lange kann sowas dauern?

Danke Euch!

Viele Grüße,
Hase
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frühling
Geschrieben am: 06 Dez 2018, 18:46


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Hallo Hase,

du bekommst von dem Gutachter keine Tendenz. Er reicht das Gutachten bei der RV ein und das kann schon
mal paar Wochen dauern bis das bearbeitet ist.

Hier im Forum kannst du dich mal informieren was wichtig ist beim Gutachter.
Ich würde auch auf keinen Fall alleine dort hingehen.
Immer mit Begleitperson und die soll sich auch nicht abwimmeln lassen.

Mein Gutachter damals wollte meine Tochter wegschicken und wissen für was sie dabei ist.
Ich habe ihm erklärt das ich nicht alleine soweit fahren kann.

Hinterher stand im Gutachten Patientin fuhr selbständig zum Gutachtertermin :h
Musste aufpassen die meisten arbeiten für die Rentenkasse.

Schmeissen rein zufällig nen Kuli vom Schreibtisch den du dann im Reflex aufhebst, dann haste schon verloren.

Hat meiner alles durchgezogen.

Ich wünsche dir viel Glück

lg frühling

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Hase1982
Geschrieben am: 09 Dez 2018, 22:17


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Hallo Frühling,

danke für deine Erfahrungswerte.

Ich hab mich ein wenig informiert und auch noch mal das Glück gehabt mit jemanden sprechen zu können, der aus Berufswegen öfters mit Gutachtern zu tun hat. Der hat mich auch noch mal auf das Wichtigste hingewiesen.
Bevor ich mich aber nun völlig verrückt mache, werde ich den Termin einfach auf mich zu kommen lassen.

Alles Gute und eine schöne Adventszeit!

Viele Grüße,
Hase
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wassermann13
Geschrieben am: 16 Dez 2018, 17:40


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Hallo Hase,
wie ist dein Termin beim Gutachter verlaufen...
Was hast du für ein Gefühl...
Bei mir wollte die Ärztin ja kaum etwas wissen von meinen Beschwerden und hat nur gemeint, 3 Monate nach OP sollte man wieder fit sein...
Mal sehen, wann der abrief kommt...
LG und einen schönen 🕯🕯🕯Advent
Anja
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