Bandscheiben-Forum

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> Grad der Behinderung, Wirbelsäulenschaden
delice1983
Geschrieben am: 27 Dez 2018, 14:02


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Hallo Leute.
ich habe letztes Jahr einen Antrag auf Schwerbehinderung gestellt. ich 40 GDB bekommen wegen HWS-Syndrom und LWS TLIT Spondylodese 12/2017.
Eine dauernde Einbuße der körperlichen Beweglichkeit liegt vor. also trotz 2 op LWS sind die Schmerzen immer da .

2 mal Reha und vor kurzem stationäre Schmerztherapie.
die zweite op (Versteifungsop l5/s1) war auch nicht erfolgreich .es handelt sich wieder um eine Kompression. meine Frage jetzt.

ich habe viele neue Diagnosen bekommen, lohnt sich ein neuen Antrag bei dem Versorgungsamt zu stellen um den Schwerbehinderten Ausweis zu bekommen oder nicht?

Die Diagnosen sind:
Neurochirurgie 10/2018:
1)gesichert Zustandbefund nach Operation a.n k
2)gesichert Osteochondrose Halswirbelsäule
3)gesichert Bandscheibenprotusion halswirbelsäule
4)gesichert spinalkanalstenose
5)gesichert Lumbago
6)gesichert Neuropathie
Schmerztherapie 12/2018:
1)Lumboischialigie Links bei presistirender Radikulopathie l5 links.
2)Zustand nach Arthrektomie akzessorisches Gelenk l5/s1 05/2017.
3)Zustand nach TLIT-Spondylodese l5/s1 12/2017 mit Fußheberparese Links.
4)cervicocephalien und cervicobrachialgien bds. mit intermittierender Taubheit der Hände unklarer Genese .
5)BWS-Syndrom mit Schulter-Nacken-Myogelosen .
6)Häufiges Erbrechen seit 2-3 Monate bei Chronisch eroviser Antrumgastris.
7)Aterieller Hypertonus.
8)chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren.
9)Durchschlafstörungen.
MRT HWS 12/2018:
man sieht bei der heutigen Untersuchung jedoch eine Progression der retrospondylosenbildung und unkovertebralarthrose mit bereits eindeutiger Stenose der Neuroforamina C4/C5 bds. rechts mehr als Links sowie C5/C6, links mehr als Rechts. was bereits zu einer Kompression der hier austretenden Nervenwurzeltaschen führt mit entsprechender radikuläre Symptomatik .
Insgesamt sind die oben beschriebenen Veränderungen schon auffällig unter Berücksichtigung des jungen Alters des Patienten. (ich bin 35Jahre alt).

was meint ihr, bringt mir was, wenn ich ein neuen Antrag stelle oder habe ich keine Chance auf die 50 GDB???

Und könnte mir vielleicht jemanden erklären was ich habe und was ich nicht habe?

schönen Dank im voraus.

Bearbeitet von Harro am 28 Dez 2018, 11:53
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Bernd1309
Geschrieben am: 28 Dez 2018, 11:35


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Hallo und guten Morgen,
ich denke du solltest dich an den VDK wenden und mit denen zusammen einen Verschlimmerungsantrag stellen.
Wichtig ist die gesamte Beeinträchtigung im Tagesablauf und das muss glaubhaft zusammengefasst werden.
Gruß Bernd
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delice1983
Geschrieben am: 28 Dez 2018, 21:36


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Guten Abend Bernd.
Danke für die Nachricht. ja werde ich mal versuchen.
schöne Grüße. Delice
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Stein
Geschrieben am: 30 Dez 2018, 00:28


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Hallo Bernd,
was kann der VDK mehr wie ich alleine gegenüber dem Versorgungsamt ausrichten bzw.tun? Den Antrag aus zu füllen ist nicht schwer! Das habe ich mir schon immer gefragt...
Ich habe ein GDB von 30 auf meine ISG Versteifung und auch Probleme mit meiner LWS und dort mehrere Operationen gehabt!
Ich habe ein Verschlimmerungsantrag nach 4Jahren gestellt, dieser wurde abgelehnt. Ich habe dann Wiederspruch eingelegt und habe detailliert geschildert wie mich meine Beeinträchtigung im Alltag beeinträchtigt und dieses aussieht aber es wurde abgelehnt.
Es ist ja auch so, das immer nur die schlimmste Krankheit zählt nicht die Gesamtheit an Krankheiten. So gibt es ja eine feste Tabelle was es für GDB gibt, diese lässt sich auch im Internet finden. Letztlich ist es denen egal in wie weit jeder einzelne unter z.b Vorfällen oder Versteifungen
leidet!
LG
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Andreas 2
Geschrieben am: 30 Dez 2018, 10:40


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Hallo zusammen,

bei dem GdB ist auch so wie es der zu entscheidende Arzt dies sieht.

Ein Hauptmerkmal ist auch der behandelnde Arzt z.B. bei einem ausgeprägten

Schmerzsyndrom ist ein Schmertdoc.immer erste Wahl den in die Behandlung ein zu beziehen.

Dies wird von den Behörden sehr beachtet ob man zum Facharzt geht.

Gruß

Andreas 2
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Bernd1309
Geschrieben am: 30 Dez 2018, 11:44


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Guten Morgen, hallo Stein,
es ist nicht richtig, dass nur die schlimmste Beeinträchtigung für den GDB ausschlaggebend ist.
Ich bin L4-S1 versteift und habe eine eingeschränkte Schulterbeweglichkeit = 40% GDB.
Nach Einsetzen eines SCS Generators und Dauermedikation von 2 Tramadol 100/Tg habe ich
einen Verschlechterungsantrag gesellt und bekam GDB 50 Dauerhaft.
Ich habe den Antrag ohne VDK gestellt, wusste aber durch Informationen hier aus dem Forum
ziemlich genau welche Bescheinigungen von Ärzten beigefügt werden müssen.
Bei mir war das Gutachten der Rentenversicherrung sehr hilfreich !!!!
Der VDK kann meistens sehr genau einschätzen was dem Antrag beigefügt werden soll und
verleiht dem ganzen noch einen "offiziellen Eindruck."
Wie gesagt, eine richtige Vorbereitung ist wichtig, egal ob mit oder ohne VDK.

Mein Antrag auf Verschlechterung war zum Glück genauso erfolgreich wie der Antrag auf EU-Rente.

Nun wünsche ich noch allen ein neues Jahr mit weniger Schmerzen und viel Kraft um
auch mit Beeinträchtigung die schönen Dinge des Lebens Genießen zu können.

Gruß Bernd
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_djpatrick75
Geschrieben am: 10 Mai 2019, 11:06


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Hallo,

unsereins ist auch ein wenig auf sich gestellt. Habe eine Ablehnung auf Neufeststellung bekommen, blieb bei 20%. Trotz Angabe aller Ärzte und dass zu der bekannten LWS-Sache nun auch HWS dazu kam, wurde das nicht berücksichtigt.
Ich habe nun vor, eine Doku meiner persönlichen Einschränkungen aufzuführen und versuche durch den FA ein neues Gutachten erstellen zu lassen bezüglich der neuen Einschränkungen. Mein HA hat mir dazu geraten, aber er kann da selbst nicht viel tun, aber würde unterstützen, wenn er könnte, da er das V.amt kennt.
Gehe ich da den richtigen Weg oder sollte man noch etwas beherzigen?
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Calista
Geschrieben am: 11 Mai 2019, 15:01


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Moin,

"nur" auf Wirbelsäule auf 40 zu kommen ist schon ein sehr hoher GDB! Ausschlaggebend sind aber nicht die Fülle an Einzeldiagnosen sondern die Beeinträchtigungen ... :zahn
Die WS wird als Ganzes betrachtet - wenn in 2 Abschnitten Beeinträchtigungen vorliegen wird das so erfasst. Es ist dabei egal, wie viele Vorfälle Du pro Abschnitt hast. Zählen tun Bewegungseinschränkungen, die sich wiederum auf die gesellschaftliche teilhabe auswirken.

Die anderen Angaben die Du aufgeführt hast werden keinen oder nur geringen GDB geben.

Bedenke auch, dass Du mit Deinem Antrag eine komplette Neuüberprüfung auslöst- es kann aufgrund der sich ständig veränderten Gesetzeslage auch weniger dabei rauskommen.
Spätestens wenn die 6. ÄndVO der VersMedV greift, wird es für den Bereich Wirbelsäule sehr schwer, überhaupt noch auf 30 zu kommen!


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_djpatrick75
Geschrieben am: 14 Mai 2019, 17:51


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Hallo,

danke für die Ausführung. Ich habe dennoch eingereicht, da ja weitere Einschränkungen hinzugekommen sind. Die habe ich im Widerspruch erläutert und habe selbst eine Begutachtung ausgelöst...und weitere Befunde beigefügt. Ich weiß, dass das nicht für lau ist, aber es geht um Recht und Fakt. Ich will mein Bundesland nicht beschämen, aber jeder Arzt sagte mir, dieses Amt gilt hier als besonders zäh. ;-)

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murmel
Geschrieben am: 09 Jun 2019, 17:47


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Hallöchen delice1983 :;

Antrag auf Schwerbehinderung wird immer schwerer für Menschen die es mit der Wirbelsäule es zu leiden haben!

Wen man ein OP hatte geht das Versorgungsamt davon aus das eine Verbesserung durch ein OP erfolgt!
Wichtig ist es bei der erneuten Antragstellung außer den Diagnosen und Beeinträchtigen sind und sich vielleicht auch nach dem OP verschlechtert hat! So wie Bernd1309 auch schreibt.
Du schreibst: Mein HA hat mir dazu geraten, aber er kann da selbst nicht viel tun, da er das Versorgungsamt kennt. :heul

Eigentlich müsste ein Hausarzt da noch mehr erreichen können!
Warum! Bei Im laufen doch alle Fäden zusammen (Befunde, Überweisungen)
Aber unsere Hausärzte sind oft durch die hohe Patientenzahl überfordert, und wimmeln sich da einiges ab!
Grade weil er da einen guten Kontakt zum Versorgungsamt hat!( vielleicht auch zum Gutachter)
Oft wird über Zustand / Einschränkungen nur ein Word über den zustand des Patienten geschrieben, also nicht ausführlich!
Am besten sieht man es en man sich bei einem Widerspruch sich die Akteneinsicht die bei der Bewertung zuschicken lässt!
Um sich seinen Widerspruch zu begründen zu können

Die sind überall zäh!

Aber oft haben die Gutachter keine Ahnung von der Wirbelsäule will sie, kein Facharzt für unsere Krankheit sind!
(Neurologe, Neurochirurg oder jemals in der Neurochirurgie gearbeitet haben.)

Dann geht bei Ablehnung des Widerspruches nur der Weg über die Klage beim Sozialgericht einreichen!
https://lsg.sachsen-anhalt.de/landessozialgericht/


Wer nicht kämpft hat schon aufgegeben! Also kämpfen!

Mit freundlichen Grüßen murmel :bank
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