Bandscheiben-Forum

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> Psyche, Depression
ertyde
Geschrieben am: 28 Aug 2019, 10:45


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Hallo Leute,

hatte vor Jahren mal eine schwere Depression. Dachte, dass das hoffentlich einmalig im Leben ist. Jetzt seit dreijährigem Kampf mit der Bandscheibe, die sehr stark abgenutzt ist, hat es mich wieder sehr schwer erwischt.
Was würdet ihr mir raten, zu einem Schmerztherapeuten zu gehen, operieren (wohl die schlechteste Idee momentan) oder in die psychiatrische Klinik?
Bin momentan ziemlich isoliert und mit wenig Perspektive.
Ciao,
danke für Ratschläge,
Chris.
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karin59
Geschrieben am: 28 Aug 2019, 12:12


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Hallo Chris ,
leider ist das Thema Psyche und damit auch Depression bei Rückengeschichten präsent. Viele haben damit zu kämpfen und sind in Behandlung.
Es ist dieses Nichts tun können, ausgeschlossen sein und nicht ernst genommen werden , der Schmerz und die Zukunft.
Zuerst mal würde ich zu Deinem Psychodoc gehen , auch eine multimodale Schmerztherapie denke ich kann sinnvoll sein. Warst Du schon mal bei einem Schmerzarzt ?
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Stefan77
Geschrieben am: 28 Aug 2019, 14:06


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Hallo,

ich stecke auch im Hamsterrad.

Geht es einem körperlich so, dass man sich damit abfinden könnte, schreit die Psyche laut auf, was ich ja alles im Vergleich zum "normalen" Menschen nicht kann und nie mehr können werde.

Und geht es einem körperlich sehr schlecht, jammert die Psyche eh rum warum man überhaupt kämpfen und aufstehen sollte.

Mir hat mein Operateur schon vor der OP gesagt ich soll mir einen Psychotherapeuten suchen, wo ich auch seit fast 3 Jahren bin.

Bei einer Multimedialen Schmerztherapie hat man ja auch Betreuung von Psychologen oder Psychotherapeuten.

Ich würde es damit versuchen, kommt halt aber auch immer auf die Stärke Deiner Depression an.

Du hast aber schon den ersten Schritt gemacht und suchst Dir Meinungen, das ist super!

Grüße

Stefan


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Pimbo71
Geschrieben am: 28 Aug 2019, 14:36


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Hallo Chris

Auch ich reihe mich in das Hamsterrad Depressionen und Co. mit ein. Seit mehr als 30ig Jahren kämpfe ich nun schon mit der Psyche und seit 2012 kam dann der Rücken noch dazu. Keine gute Mischung. Denn entweder es geht mir körperlich besser, dafür psychisch umso schlechter oder umgekehrt.

Hast Du einen guten Arzt (Hausarzt, Psychiater oder Psychotherapeut?)? Auch ein guter Schmerztherapeut könnte Dir jetzt gut tun.

Warte mit einem Arztbesuch nur nicht allzu lange.

Liebe Grüsse
Pimbolina
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ertyde
Geschrieben am: 28 Aug 2019, 16:37


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Hallo Leute,

ihr wisst gar nicht wie gut eure Kommentare mir eben getan haben. Ja ich habe bei einem Schmerztherapeuten bereits einen Termin. Das nächste wird sein, dass ich meinen Job verliere, habe auch noch Schulden auf der Wohnung, aber das muss jetzt alles zweitrangig sein.
Ciao und danke euch,
Chris. :B
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ertyde
Geschrieben am: 28 Aug 2019, 16:44


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Wie gut kannst mit der Psyche umgehen? Kannst du das mit der Arbeit gut vereinbaren? Ich hatte vor 6 Jahren eine schwere Depression. Vor drei Jahren als die Bandscheibe begann eine Leichtere. Jetzt bahnt sich wieder mal Schlimmes an...
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Pimbo71
Geschrieben am: 29 Aug 2019, 06:13


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Hallo Chris

Leider habe ich meine Arbeit vor vielen Jahren auch wegen der Depression und Co. verloren und seitdem kann ich nicht mehr arbeiten. Das geht nun schon bald 18 Jahre so. Was aber nicht heissen soll, dass es bei jedem so verlaufen muss.

Ich bin recht gut eingestellt mit den Medikamenten, sowohl Antidepressiva wie auch Schmerzmittel.


Grüsse aus der Schweiz
Pimbolina
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ertyde
Geschrieben am: 29 Aug 2019, 10:28


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Hi Pimbolina,

davor habe ich mächtig Angst, Job weg, …
Aber ich kann es momentan nicht vermeiden. Werde es machen wie du. Leider brauchen Antidepressiva immer sehr lange, bis sie wirken. Ausnahme ist Tavor. Das wirkt echt sofort, darf man aber nicht lange nehmen.
Schmerzmitteltechnisch lasse ich mich jetzt dann auch einstellen.

Darf ich dich mal fragen wie oft du dich operieren hast lassen. Das stünde mir wahrscheinlich bald bevor.

Ciao,
lieben Gruß aus Bayern,
Chris.
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Pimbo71
Geschrieben am: 29 Aug 2019, 17:58


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Hallo Chris

Ich wurde 5x operiert. 2x BSV, 1x Auskratzen vom Narbengewebe, 1x Versteifung und 1x Erneuerung der Versteifung, da sich eine Schraube gelockert hat.

Das reicht mir nun. Die NC wollte im Januar dieses Jahres nochmals Auskratzen, aber ich habe nein gesagt und es bis heute nicht bereut.

Ich nehme Tavor (Hier in der CH Temesta) seit vielen Jahren. Ja, es macht abhängig, aber es ist ein gutes Mittel gegen Ängste.

Ich wünsche Dir die richtigen Entscheidungen und gute Besserung.


Liebe Grüsse
Pimbolina
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ertyde
Geschrieben am: 29 Aug 2019, 18:07


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Oh je, du Ärmste, aber Tavor ist eigentlich nur Notmedikation, bis die anderen Medikamente wie z.B. Quetizipin wirken. Tavor wirkt halt sofort.
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