Bandscheiben-Forum

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> Adipositas und Bandi
Nickylein
Geschrieben am: 13 Nov 2019, 18:28


Öfter dabei
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Hallo,

ich hab mich im Forumsbereich LWS schon einmal vorgestellt.

Mich würde mal interessieren, ob es hier mehrere adipöse Bandis gibt.

Wie gingen die Ärzte mit euch um?
Wenn ihr operiert seid, wie lief die OP ab? Wenn ihr um eine OP rumgekommen seid, was habt ihr selber für euch getan, um auf die Füße zu kommen?

Falls ich hier im falschen Bereich gepostet habe, bitte ich ums verschieben :z

Lieben Gruß

Nicole
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Kater Oskar
Geschrieben am: 14 Nov 2019, 12:22


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Hallo Nicole,

Da bisher niemand geantwortet hat, will ich mich mal melden. Eventuell müsstest Du etwas konkreter werden und auf Deine Frage noch mal eingehen.

Ich gehe davon aus,

Zitat

Wie gingen die Ärzte mit euch um?


dass die Ärzte mit Dir umgehen sollten, wie mit jedem anderen Patienten auch. Natürlich gibt es bei jedem Patienten Unterschiede, auf welche die Ärzte auch eingehen sollten/müssten. So werden sie bei jemanden, der stark raucht oder trinkt, auch andere Prioritäten setzen müssen, genau wie mit einem Patienten mit starkem Übergewicht. Das das nicht immer klappt, kenne ich aus eigener Erfahrung. Ich war bei der Diagnose BSV und auch der OP 74kg schwer, bei 176cm Größe. Also normal gewichtig. Habe aber trotzdem einen BSV bekommen.

Später, im Zusammenhang mit der Schmerztherapie (habe zwischenzeitlich chronische Schmerzen), habe ich die verschiedensten Medis in hohen Dosen bekommen, so auch Antidepressiva. Habe es "geschafft" in ca. 6 bis 9 Monaten 30kg zu zu nehmen.

In diesem Zusammenhang wurde auch festgestellt, dass durch die Medis die Keimdrüsen beschädigt wurden und mein Körper kein Testosteron produziert wurde. Der Urologe erklärte mir, dass die starke und kurzfristige Gewichtszunahme im direkten Zusammenhang mit den Medis und dem fehlenden Hormon steht. Gleichzeitig kam es zu einer "Fettleber", wobei mir ein Arzt bei der Sonographie erklärte, dass diese in einem Zustand sei, wie er es bei vielen Patienten sehen würde, also (noch) nicht besorgniserregend.

Ein Gastro erklärte mir dann, dass ich einfach "zu fett" sei :heul .

Auf meine Erklärung in Bezug auf Medis, fehlende Hormone sowie starken Schlafstörungen meinte er lapidar, dass er DAS von allen dicken Patienten höre und das alles nur Unsinn sei. Wenn er mich auf Wasser und Brot setzen würde, hätte ich ganz schnell Normalgewicht, ich würde ganz einfach zu viel essen.

Der gleiche Arzt hat später einen Artikel verfasst, in welchem er erklärte, dass Übergewicht verschiedene Ursache habe. So hätten Medikamente, Hormone, fehlender Schlaf und bestimmte Erkrankungen einen Einfluss auf das Gewicht :kinn .

Tja, so unterschiedlich kann es sein :vogel

Aber auch der Doc im Schlaflabor zeigte hohes Verständnis in Bezug auf die o.g. Ursachen zum Übergewicht, schrieb aber in seinem Abschlussbericht "adipös auf Grund übermäßiger Kalorienaufnahme".

Nun, die OP

Zitat

Wenn ihr operiert seid, wie lief die OP ab?


dürfte nicht anders ablaufen, wie bei jedem Patienten. Natürlich wird der körperliche Zustand jedes Patienten individuell beachtet, so in Bezug auf Lagerung, Narkose, Beatmung u.s.w.

Aber ich denke, dass es nichts Ungewöhnliches für die Ärzte sein dürfte, auch übergewichtige Patienten zu behandeln.

Auch hier

Zitat

was habt ihr selber für euch getan, um auf die Füße zu kommen?


ist es natürlich so, dass jeder Patient unterschiedlich ist. Trotzdem gilt für jeden erst mal "Geduld" zu haben. Auch gilt der Grundsatz "einmal Bandi, immer Bandi" und man muss sein Leben danach ausrichten, dass die Wirbelsäule geschädigt ist. Man sollte also sein Leben grundsätzlich "rückengerecht" ausrichten und sich dementsprechend bewegen. Dazu gibt es aber viele Tipps im WEB, auch hier im Forum.

Natürlich ist es gut, wenn man Gewicht verliert, also sollte man sich auch sportlich bewegen. Das fing bei mir (nach der OP) mit Spaziergängen an, wobei man nie in den Schmerz hinein trainieren sollte. Auch Übungen für den Rücken sollten zum Tagesablauf gehören, so dass es zu einer Bildung/Kräftigung der Rückenmuskulatur kommt. Hier wäre es aber gut, sich zunächst Rat bei einer guten Physiotherapie zu holen.

So, nun habe ich aber erst mal genug geschrieben. Wie gesagt, wäre es gut, wenn Du Deine Fragen noch mal konkretisieren könntest, dann kommen gewiss auch noch Antworten.

LG, Kater Oskar



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Schnütchen
Geschrieben am: 14 Nov 2019, 13:55


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Hallo,

Da wäre die Frage....als wann gilt man als adipös....?

Ich wurde 2009 von vorne versteift, der Chefarzt sagte damals, er müsse bei dicken Menschen einfach etwas mehr aufpassen. :sch

Gruss Ute
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Stefan77
Geschrieben am: 14 Nov 2019, 15:02


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Hallo,

das wird nach dem BMI bemessen. Die Werte wiederum unterscheiden sich von Geschlecht und Alter.

Meiner Meinung nach totaler Humbug der BMI. Denn er sagt nichts über das tatsächliche Fett aus. So kann man moppelig sein und muskulös, aber laut BMI dann Adipös.

Ich hatte auch einige Erfahrungen mit Vorurteilen. Kein Wunder dass sie so schwer Luft bekommen bei dem Gewicht. Nach dem Röntgen des Thorax war er dann auf einmal kleinlaut und fragte wie lang ich Krafttraining machen würde...

Mein Operateur hingegen war sehr offen. Er sagte dass zusätzliches Gewicht den Körper belastet, aber erklärte es nicht abwertend und rein sachlich.

Ich habe über 30 kg abgenommen seit dem Rückenleiden, leider auch viel Muskulatur.

Für mich haben sich weder die Schmerzen, noch Befunde geändert.

Aber ich fühle mich deutlich besser, war aber auch nie jemand der sagte dass man dick glücklich ist.

Grüße

Stefan









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Kater Oskar
Geschrieben am: 14 Nov 2019, 15:39


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Hallo und Guten Tag,

Tja Ute, die Frage

Zitat

als wann gilt man als adipös....?


ist gut :kinn

Wenn Du im WEB suchst, bekommst Du auf unterschiedlichen Seiten unterschiedliche Antworten zum GLEICHEN BMI

Habe mir heute mal (wieder) den Spaß gemacht und einen BMI von 32,9 berechnet bekommen.

Als Erklärung hier folgende Aussagen:

Zitat

Dieser Wert liegt für Ihre Altersgruppe deutlich über dem Normalbereich von 23-28. Ihr Gewicht kann zum gesundheitlichen Risiko werden.


oder

Zitat

Ihr BMI liegt bei 32.9 kg/m². Nach dieser Berechnung haben Sie Adipositas Grad I.
Übergewicht kann vielerlei Ursachen haben. Wir möchten Ihnen einen Besuch beim Arzt zur Klärung unbedingt empfehlen.


oder

Zitat

Ihr Gewicht liegt mäßig oberhalb des Bereiches, der aus unserer Sicht für die Gesundheit gut sein sollte. Im Unterschied zur WHO-Klassierung "adipös"halten wir fest: Sie sind nur "übergewichtig".

Ihre Masse an Körperfett scheint etwas über dem Durchschnitt zu liegen. Das braucht aber Ihrer Gesundheit nicht zu schaden.....


oder, hat mir am besten gefallen

Zitat

Leichtes Übergewicht 89,8 - 105,3 kg
Ihr BMI ist leicht erhöht. Achten Sie auf Ihre Ernährung und bewegen Sie sich regelmäßig.


Tja, also kann ich es mir aussuchen???

Stefan hat ja auch schon was dazu gesagt und klar ist, jedes kg Gewicht muss die Wirbelsäule tragen. Aber es kommt eben auch auf die Gesamtumstände an und........manches kann man eben auch nicht oder nicht so einfach beeinflussen.

Habe es 2013 geschafft, von 105kg auf 92kg runter zu kommen. Schön langsam, so dass ich die Hoffnung hatte, das Gewicht halten zu können. Obwohl ich nun die ganze Zeit auf Gewicht und Nahrung beobachtet habe, ging es irgendwann wieder hoch auf 98kg. Meine Kardiologin erklärte mir, dass ich nicht so hohe Erwartungen an mich stellen soll und wenn ich es schaffen würde, insgesamt 5kg ab zu nehmen und zu halten, so sei das sehr gut. Hm, nun, das hatte ich ja und habe mich insgesamt besser gefühlt. Nur, im vorigen Jahr kam es erneut zu Depressionen und jetzt zur Verordnung von AD und........ich lande im Moment wieder bei 102kg, obwohl ich versuche vom Essen her gegen zu steuern und mich -auf Grund der AU- auch wieder mehr bewege (drei mal pro Woche 6km Nordik Walking).

Der Witz an der ganzen Sache ist die Tatasche, dass ich früher -vor dem BSV- absolut keine Probleme hatte, mein Gewicht zu halten oder auch verringern. Ich esse heute weniger wie damals, aber ich denke auch, dass ich mich -auf Grund der chronischen Schmerzen- insgesamt weniger bewege.

LG, Kater Oskar


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Ronja
Geschrieben am: 14 Nov 2019, 16:46


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Hi,

BMI ist sowieso der größte Schwachsinn den es gibt.

Zudem man sich mit Schmerzen auch noch weniger bewegt als wenn man keine hat.

Nur mal mein Beispiel für den BMI (ich habe ja kein Gewichtsproblem gehabt, aber so zeige ich dies vielen Leuten auf)
Bevor ich mit Kraftsport angefangen habe, wog ich 52 kg, BMI 20,8. Jetzt wiege ich 57 kg, BMI 22,8. Der Witz ist nur, ich bin dünner wie vorher, mein Bauchumfang und Hüftumfang ist weniger, meine Körperform ist sehr viel besser wie vorher. Ich werde jetzt nicht mehr als normal schwammig bezeichnet, sondern als athletisch.
Dafür dass der BMI gestiegen ist, ist der Körperfettanteil gesunken. Und genau darauf kommt es an.
Der BMI ist sowas von veraltet und sagt überhaupt nichts aus. Wenn ich heute eine Reha machen müsste und dort zur Ernährungsberatung müsste (was ich bei jeder Reha musste), da würde der-oder diejenige wahrscheinlich weinend rausgehen.

LG, Ronja
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Nickylein
Geschrieben am: 14 Nov 2019, 18:19


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Hallo an euch :;

also mein BMI liegt so um die 50.
Also mir ist bewusst, dass ich da was ändern muss....ich versuche es mein halbes Leben schon, es klappt immer mal, schnell viel abzunehmen, aber es ist immer schnell wieder da.

Ich befürchte halt ich stehe kurz vor ner OP....habe in mehreren Ebenen der LWS Stenosen und wohl ziemliche Einengungen der Nerven dort, damit verbunden derzeit Gangstörungen.

Ich mach mir derzeit nen Kopf, wie man einen sehr dicken Menschen dort an der Wirbelsäule operieren will....auch dort befindet sich doch Fettgewebe :traurig2
Ich will nicht jammern, bin ja selber Schuld, aber wie weiß ein Operateur da, wo er schnippeln muss?

Geht das so überhaupt oder werde ich hören, ich muss vor der OP runter vom Gewicht?
Also ich hab keine Angst vor ner Narkose, ....hatte in den letzten 10 Jahren 2 Vollnarkosen ohne jegliche Probleme vertragen, aber kann man einen dicken Menschen wie mich überhaupt auf dem Bauch liegend operieren?

Fragen über Fragen, aber ich mach mir da echt nen Kopf drüber.
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Kater Oskar
Geschrieben am: 15 Nov 2019, 11:32


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Hallo und Guten Morgen Nicole,

So, möchte mich noch mal melden, da mir in Deinen Beiträgen zwei Sachen aufgefallen sind.

Zitat

Ich befürchte halt ich stehe kurz vor ner OP



In Bezug auf eine mögliche OP gibt es konkrete Indikationen. Dazu gehören z.B. Lähmungserscheinungen aber auch der Leidensdruck von Seiten der Schmerzen. Das kann Dir aber ein guter Arzt konkret erklären, wobei ein guter Arzt nicht gleich eine OP durchführt.

Auch darüber gibt es ja zur Zeit schwere Diskussionen, da gerade im Bereich BSV nach Meinung vieler Leute eindeutig zu oft, zu schnell und (angeblich) auch oft unnötig operiert wird, ganz einfach, weil sich damit Geld verdienen lässt.

Darum wird auch immer dazu geraten, eine Zweitmeinung ein zu holen, wenn eine OP ansteht. Dabei ist es natürlich gut, wenn die Zweitmeinung von einem Spezialisten/Einrichtung einholt, in der man sich nicht operieren lassen möchte, oder wo nicht operiert wird.

Man sollte immer daran denken, dass eine OP ein schwerwiegender Eingriff ist, auch wenn minimal invasiv operiert wird. Eine OP ist kein Garant dafür, dass es danach besser wird und.......man ist trotzdem ein Bandi und muss was für den Rücken tun, also kann man das auch machen, bevor es zur OP kommt.

Weiterhin ist mir aufgefallen

Zitat

es behandeln mich Orthopäde und Neurologe.


Hier ist es so, dass beide Ärzte nicht DIE Spezialisten für die Wirbelsäule sind, es sei den, sie hätten sich konkret spezialisiert.

Der Ansprechpartner für einen BSV sollte ein Neurochirurg sein. Auch wenn er Chirurg ist, wird er nicht gleich eine OP ansetzen sonder auch erst mal konservativ behandeln. Ich würde mir an Deiner Stelle einen NC suchen und mich mit den bisherigen Befunden, einschließlich MRT, bei ihm vorstellen.

Aus eigenem Erleben kann ich sagen, dass ich (2005) nach dem BSV auch erst mal einen Orthopäden aufgesucht hat. Er hat nach den Untersuchungen die Diagnose gestellt, es sei lediglich ein Nerv eingeklemmt und auf keinen Fall läge ein BSV vor. Dies könne er auf dem Röntgenbild sehen, ein MRT sei nicht erforderlich.

Meine Physiotherapeutin hat sich meine Beschwerden erklären lassen und festgestellt, dass alles auf einen BSV hindeute. Auch hat sie mir erklärt, dass ein BSV auf einem Röntgenbild nicht sichtbar abgebildet würde. Lediglich den Abstand der Wirbelkörper zu beurteilen sei so etwas wie "Lesen im Kaffeesatz".

Ich habe dann (auf Anraten meines HA) auf einem MRT bestanden. Danach wurde durch den Radiologen eine Diagnose gestellt, welche ich auch schriftlich bekam. Er stellte fest, dass ein BSV und eine Vorwölbung im Bereich der LWS vorliegt. Die Aufnahmen sollte der Orthopäde anfordern, was ich diesem auch mitgeteilt hatte. Er erklärte mir, dass dies nicht nötig sei, ihm genüge die schriftliche "Kurz"-diagnose des Radiologen.

Ich habe dann die Behandlung abgebrochen und ging zu einem NC. Das Röntgenbild und die schriftliche Diagnose des Radiologen nahm ich mit.

Nach Durchsicht der Unterlagen und meiner Schilderung erklärte mir der NC, dass entweder die Diagnose falsch oder meine Beschwerden falsch seien. Er wollte das MRT selbst sehen und beurteilen.

Nachdem dies geschehen war, erklärte er die Diagnose des Radiologen als nicht korrekt, aber die Aufnahmen würden konkret meine Beschwerden erklären.

Hier kommen wir dann zu Deiner nächsten Frage

Zitat

wie man einen sehr dicken Menschen dort an der Wirbelsäule operieren will....auch dort befindet sich doch Fettgewebe
....... aber wie weiß ein Operateur da, wo er schnippeln muss?


mein NC hat mir nämlich erklärt, dass ein Radiologe (und ggf. auch der Orthopäde) ja lediglich die Bilder kennen und deuten könnten. Der NC, welcher selbst operiert, habe so etwas aber schon oft im Original gesehen und kann aus diesem Grund auch die Bilder besser beurteilen.

Er wäre also der richtige Ansprechpartner um Deine Fragen zu beantworte und ggf. Deine Ängste zu nehmen.

Und glaube mir, Du bist nicht der einzige Patient/Bandi mit Übergewicht.

Zur OP selbst könnte ggf. Stefan etwas sagen. Er hat ja erwähnt

Zitat

Mein Operateur hingegen war sehr offen. Er sagte dass zusätzliches Gewicht den Körper belastet........
Ich habe über 30 kg abgenommen seit dem Rückenleiden, leider auch viel Muskulatur.


so dass ich davon ausgehe, dass er das Übergewicht VOR der OP hatte. Eventuell meldet er sich ja noch einmal, ich kann mich erinnern, dass er mit seinem "Gewichtsproblem" hier sehr offen umgegangen ist.

Also "Kopf hoch"

LG, Kater Oskar




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Nickylein
Geschrieben am: 15 Nov 2019, 14:44


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Huhu zurück :;

komme grade vom Neurologen und Besprechen des MRT dort.

Er meint, eine OP wäre bei mit dem Gewicht garnicht möglich, weil es schon "Zugangsprobleme" und "Lagerungsprobleme " geben würde. Ich solle konservativ weitermachen.
Es wäre alles "viel zu gefährlich".....nachher "wäre ich noch gelähmt" :B

Mein Problem ist halt die Gangstörung....ich hatte als es passiert ist am 12.10. plötzlich das Gefühl, meinen linken Fuß nicht mehr hoch zu bekommen und bin quasi mit Oberschenkel und Knie zur Körpermitte geknickt....bekam die Kraft irgendwie nicht auf die Füße und hatte dann dadurch Gleichgewichtsstörungen.
Jetzt krieg ich zwar mittlerweile beide Füße wieder wie vorher hoch, knicke auch nicht mehr so stark ein, aber es ist halt ein starkes Hinken und offenbar eine Muskelschwäche geblieben und draußen kann ich nur mit Gehhilfe laufen.
Für meinen Beruf im Einzelhandel muss ich aber laufen können und mittlerweile krieg ich in schlechten Stunden echt Existenzängste :h

Naja, was ich jetzt gemacht habe ist folgendes:
Hier im südlichem Bereich von Hamburg finde ich keinen normal niedergelassenen NC, aber wir haben hier im KH einen NC mit sehr gutem Ruf und habe gelesen, dass man dort gut und sachlich beraten wird. Das Sekretariat war zwar nicht mehr besetzt, aber über ein Terminvereinbarungsformular hab ich kurz meine Situation geschildert und gefragt, ob man ein "unverbindliches Beratungsgespräch" machen kann.

Ist das erstmal der richtige Weg? Oder lieber einen NC jenseits der Elbe nehmen, der nur als Belegarzt in einem KH arbeitet?

Ich will ja eigentlich wirklich erstmal nur wissen, ob eine OP möglich ist!
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Kater Oskar
Geschrieben am: 15 Nov 2019, 16:22


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Hallo Nicole,

Dass es bei extremen Übergewicht Probleme bei einer OP geben kann, ist nachvollziehbar. Allerdings ist es für ich nicht zu verstehen, dass eine OP nicht möglich ist, es gibt ja nun mal viele Leute, die übergewichtig sind und sich einer OP unterziehen müssen. Ich könnte mir schon vorstellen, dass da eventuell nicht jedes KH eingerichtet ist, aber es gibt bestimmt Möglichkeiten. Es gibt ja garantiert auch Situationen, bei denen eine OP oder gar Not-OP unumgänglich ist.

Allerdings müsste zunächst erst mal geklärt werden, ob überhaupt eine OP erforderlich ist. Darum ist es gut, wenn Du Dich nun doch noch an einen NC wendest.

Dazu, welchen NC Du aufsuchst, kann ich nichts sagen. Mir persönlich wäre es egal, wo er angestellt oder tätig ist, wichtig ist, dass er kompetent ist. Da ist es doch schon mal gut, wenn man einen NC mit "gutem Ruf" hat, wobei man eben vorher nie weiß, ob es der richtige war/ist.

Selbst von Patient zu Patient ist das ja total unterschiedlich. So habe ich im vorigen Jahr einen NC aufgesucht, der mich gründlich untersucht hat und ausführlich mit mir gesprochen hat. Ich habe mich total gut aufgehoben gefühlt, so dass ich einer Kollegin eine Empfehlung zu ihm gegeben habe. Nun.......sie war völlig enttäuscht und sagte, dass sie nicht mit ihm klar gekommen sei.

Das

Zitat

Ich will ja eigentlich wirklich erstmal nur wissen, ob eine OP möglich ist!


müsste Dir ein NC ja sagen können, wobei es -meiner Meinung nach- erst mal wichtiger wäre, zu klären, ob eine OP überhaupt notwendig ist.

Das

Zitat


Für meinen Beruf im Einzelhandel muss ich aber laufen können und mittlerweile krieg ich in schlechten Stunden echt Existenzängste


ist zwar für mich nachvollziehbar und verständlich, hört sich aber so an, als ob Du davon ausgehst, "schnell eine OP und danach ist Alles wieder gut".

Nur DAS........ist es eben nicht. Hatte schon geschrieben, "einmal Bandi immer Bandi", d.h. es ist eine Störung/Veränderung in der Wirbelsäule und die wird nicht so einfach "repariert". Es wird immer eine Schwachstelle bleiben und man muss sich kümmern. Dazu kommt das Risiko, dass die OP nichts oder nicht das Ergebnis bringt, was man sich erhofft.

Die OP sollte also nicht als absolute Nummer eins zur Beseitigung Deiner Probleme gesehen werden und sie sollte ggf. auch das letzte Mittel sein und nur erfolgen, wenn es wirklich absolut notwendig ist.

Aber mach Dich erst mal nicht verrückt, nach dem Besuch bei nem NC weißt Du mehr.

LG, Kater Oskar

Ich




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