Bandscheiben-Forum

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> GdB 30, Widerspruch oder nicht?
blumi
Geschrieben am: 11 Jan 2020, 17:49


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Hallo,
Ich habe jetzt die Begründung vom Amt erhalten.

Meine komplette Blasenlähmung läuft unter leichte Harnblasenentleerungsstöung mit einem GB von 10, Begründung: Selbstkatheterismus sei nicht beschrieben. In den Richtlinien steht: Katheterismus, offensichtlich stellt sich da ein Gutachter auf den Standpunkt dass Selbstkathetern kein Kathetern sei , :vogel
Leichte entleerungsstörung, das ist Hohn und Spott, ich wünsche ihm auch mal so eine leichte Entleerungsstörung...
Ich weder mich dann wohl an den VdK wenden müssen, das müsste ja eigentlich einfach zu regeln sein. kostet nur wieder unnötig Zeit und Nerven.

LG, Elke
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Kessi
Geschrieben am: 11 Jan 2020, 20:13


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Hallo Elke,
Zitat


Meine komplette Blasenlähmung läuft unter leichte Harnblasenentleerungsstöung mit einem GB von 10

seltsam, du wärst bestimmt überglücklich, wenn es denn nur eine leichte Reizblase wäre.

Zitat


Ich weder mich dann wohl an den VdK wenden müssen, das müsste ja eigentlich einfach zu regeln sein. kostet nur wieder unnötig Zeit und Nerven.

Die Ärzte, die das bei dir festgestellt haben,
was sagen die denn dazu :kinn , würdest du da ein Schriftstück bekommen?

Das wirkt sich doch auch auf die Psyche aus,
sollte auch mit angegeben werden.

LG Kessi :winke
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Bonnkirch
Geschrieben am: 12 Jan 2020, 11:04


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Hallo Elke,

Das ist gut wenn Du das dem VdK machen lässt, aber es kann nicht schaden, wenn Du Deine Einschränkungen die Du mit den Gesundheitsstörungen hast. Vor allem wie sich diese auswirken bei Dir persönlich auf die Teilhabe am Leben wie z. B. das Du bestimmte Dinge wie zum Beispiel Schwimmbadbesuche nicht möglich sind aufgrund der Infektionsgefahr mit einem Blasenkatheder. Da fällt Dir bestimmt vieles ein was Dir damit nicht möglich ist. Und natürlich das es sich hier auf die Psyche auswirkt.
Der VdK kann halt nur formulieren und begründen auf Basis der Versorgungsmedizinischen Grundsätze. Deine persönliche Schilderung der Einschränkungen können diese ja bei der Widerspruchsbegründung beifügen
Deine Ärzte können nur die Erkrankungen in ihren Berichten schreiben und leider wird der medizinische Arzt des Versorgungsåmter nur eine Empfehlung für den Sachbearbeiter abgeben, letztendlich entscheidet die Verwaltung über den Grad der Behinderung.
Ich Klage derzeit auf das Merkzeichen G, leider hat der Arzt des Versorgungsamt die zusätzlichen dazugekommenen Gesundheitsstörungen alle mit einem Einzel Gdb mit 10 bewertet und hat diese nicht gesamtheitlich betrachtet, dass diese sich auf meine Gefähigkeit. Ich schaffe keine Gehstrecke von 2 km in einer halben Stunde gegenüber einem gesunden Menschen ohne erhebliche Schwierigkeiten zurück zu legen ohne mich dabei in Gefahr eines Sturzes etc. zu bringen.
Ich Kämpfe weiter über meinem Anwalt für die Anerkennung des Merkzeichen.
Ich wünsche Dir viel Erfolg und starke Nerven.
Den die wirst Du haben müssen.

Gruss Christina
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blumi
Geschrieben am: 21 Jan 2020, 16:33


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Hallo,
Ich war jetzt beim VdK und lasse mich bezüglich der Widerspruchsbegründung von denen vertreten, damit ich keine Fehler mache. Eine ausführliche Schilderung der Einschränkungen soll ich nochmal Schreiben und denen zuschicken, die beantragen Akteneinsicht und dann haben wir etwas länger Zeit.

LG Elke
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murmel
Geschrieben am: 01 Mai 2020, 01:45


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Hallöchen Bonnkirch :;
@
Ich schaffe keine Gehstrecke von 2 km in einer halben Stunde gegenüber einem gesunden Menschen ohne erhebliche Schwierigkeiten zurück zu legen ohne mich dabei in Gefahr eines Sturzes etc. zu bringen.


Schau mal ins SGB rein !über die Gehstrecken ,es hat sich da soviel verändert! Nicht immer für uns Verbesserungen gebracht!
Du kannst auch 80% Schwerbehinderung haben und bekommst trotzdem keine Parkerleichterung oder ein G.Leider sind die Auslegungen auch in den einzelnen Bundesländer unterschiedlich je nach Bundesland!
Dazu entscheiden die Sozialrichter unterschiedlich bei gleicher Sachlage

https://rechtsanwalt-und-sozialrecht.de/mer...h-gehbehindert/

Ich wünsche dir viel Erfolg murmel :bank
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Bonnkirch
Geschrieben am: 01 Mai 2020, 16:26


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Hallo Murmel,

vielen Dank für die Informationen um das Merkzeichen G zu bekommen.

Ich weiss das ist schwer ist dem Versorgungsamt zu beweisen, dass ich nicht unter großen Anstrengungen und die damit einhergehenden Beschwerden die Gehstrecke 2 km oder 2000 m in einer halben Stunde zu gehen vermag.

Ich habe hierüber auch schon einiges über meinem Anwalt in vorherigen Streitigkeiten dem Versorgungsamt mitgeteilt.

Ich finde es halt sehr traurig, dass Menschen mit gravierenden körperlichen Einschränkungen dennoch immer sich wieder rechtfertigen müssen.

Die Entscheidungen liegen ja nicht beim gutärztlichen Dienst der Versorgungsämter, diese Ärzte geben immer nur eine Empfehlung an die Sachbearbeiter und die entscheiden letztendlich über die Zuerkennung von dem Grad der Behinderung und der Merkzeichen.

Es ist halt bedauerlich, dass man denen mehr glaubt als den Betroffenen und deren Ärzte.

Und vor allem herscht bei denen auch ein Fachkräftemangel und es ist bedauerlich, dass diese zusätzlich sehr viel Schreibkram haben mit den Ausstelen aktueller Befundberichte. Denn ich denke das die behandelnden Ärzte einen besser kennen als ein Arzt des Versorgungsamtes.

Zumal ich auch nicht unbedingt ständig meinen Ärzten bei der kanppen Zeit die die haben zu erzählen wie es einem im täglichen privaten oder beruflichen Leben ergeht mit seinen Einschränkungen.

Deshalb noch einmal den Tip an alle detailiert euren privaten und beruflichen Tagesablauf im kleinsten Detail zu beschreiben, wie Euch eure Erkrnkungen einschränken in der Teilhabe am Leben.

Ist zwar sehr mühsam, gerade wenn man eine Phase hat wo es einem nicht so gut geht.

Ich für meinen Fall werde weiterhin für das Merkzeichen G kämpfen.

Gruß
Christina
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