Bandscheiben-Forum

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> Blockfrist auch bei unterschiedlichen WS-Erkranku, Lt. Krankenkassen Krankengeldende 28.5.
blumi
Geschrieben am: 29 Feb 2020, 15:20


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Hallo,
Ich habe Gestern ein Schreiben von der Krankenkasse bekommen, dass mir nur noch bis Ende Mai Krankengeld gezahlt wird. Begründung liegt darin, dass meine operierte HWS von Oktober 2018 und die LWS- Erkrankung, deretwegen ich sei dem 02.09. krankgeschrieben bin, als ursächlich zusammenhängende Erkrankung angesehen wird.
Dazu meine Frage:
Können die das, also etwas einfach als zusammengehörig definieren, wie ist da die Erfahrung?

Und wenn die damit durchkommen, was mache ich dann? Ich hab nicht vor mit 49 in Rente zu gehen, sondern hoffe immer noch dass ich wieder Arbeitsfähig werde, außerdem ist das mit der Berentung und dem ärztlichen Versorgungswerk ziemlich kompliziert ( so etwas wie eine Teilberentung gibt es da z.B. nicht).

Ich war von Ende August 2018 bis Ende Mai 2019 krankgeschrieben und habe dann bis 02.09.2019 gearbeitet, d.h. Ich war etwas mehr als 3 Monate berufstätig.
Da ich am 10.03. die HWS-OP habe und das LWS Rezidiv noch keine Besserung zeigt, setzt mich dieses,Zahlungsende jetzt schon etwas ungünstig unter Druck.

LG, Elke
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Pauline69
Geschrieben am: 29 Feb 2020, 17:41


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Hallo Elke,

das ist natürlich richtig großer Mist!!

Also eine gute Freundin von mir war wegen Erkrankung A von Januar bis 30. Juni 2018 krankgeschrieben.
Zum 1. Juli 2018 trat sie bei einem neuen Arbeitgeber ihre neue Stelle an.
Eine Woche später war es ihr nicht mehr möglich zu arbeiten, eigentlich wegen genau derselben Geschichte.
Aber aus der OP wurde eine Wundheilungsstörung gemacht und durch den Arbeitgeberwechsel wurde es bei ihr als neue Erkrankung eingestuft und sie bekam bis Dezember 2019 Krankengeld.

Da scheint es eine große Grauzone zu geben bei den Krankenkassen.

Liebe Grüße
Pauline


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wassermann13
Geschrieben am: 03 Mär 2020, 09:27


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Hallo Elke,
bei mir wurden alle Krankheiten die die LWS betrafen zusammen gerechnet, ich war zwischen durch immer wieder ein paar Wochen/Monate arbeiten...
Erstkrankmeldung Januar 2016, alle Krankten zusammen gerechnet, hatte ich dann im April 2018 78 Wochen Krankengeld bekommen...
und wurde dann ausgesteuert, ich wurde rechtzeitig von der Krankenkasse informiert und habe mich dann beim Arbeitsamt vorgestellt.
Dort bekam ich diese "Nahtlosigkeitsregelung" für 1 weiteres Jahr, da davon aus zu gehen war, dass ich wieder ins Berufsleben zurück kehre...

Ich würde mal die Daten zusammen rechnen, wann du die 78 Wochen erreichst und vielleicht schon mal mit dem Arbeitsamt telefonieren...

Zu allem Ärger und Schmerzen muss man sich auch noch mitsollen Sachen rumärgern, ich fand das damals alles sehr anstregend...

Drück dir die Daumen und weiterhin alles Gute,,,

LG Anja
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karin59
Geschrieben am: 03 Mär 2020, 14:42


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Hallo blumi/Elke ,
Ich habe gerade gestern auf so ähnliche Frage bei User " dualis" geantwortet. In Krankenkasse u, MDK
Lies mal...
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blumi
Geschrieben am: 03 Mär 2020, 16:07


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Hallo Karin,
Habe ich gelesen, danke

LG, Elke :ap
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blumi
Geschrieben am: 04 Apr 2020, 16:50


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Hallo,

Ich habe jetzt nochmal ein Schreiben von der Kasse bekommen, dass laut MDK die Wirbelsäule ein Organ sei und insofern die Erkrankungen der verschiedenen Etagen als Erkrankungen eines Organs, bzw. als im Zusammenhang stehende Erkrankungen gewertet würden :vogel

Am Dienstag habe ich einen Telefontermin mit einer VDK-Anwältin und lasse klären, ob ein Widerspruch dagegen erfolgversprechend ist oder ob das schon durch entsprechende Urteile durchgeplant und daher sinnfrei ist.

Ich würde am 28.05. ausgesteuert werden, und das setzt mich unnötig unter Druck Entscheidung zu treffen, z.B. um ein Hamburger Modell machen zu können früher anzufangen mit dem Arbeiten als gesundheitlich angeraten oder eventuell eine Therapie aufzuschieben oder ähnliches.
Ich will ja arbeiten und mein Gewissen ist schlecht genug in Zeiten von Corona nicht an der Front zu stehen aber es ist zur Zeit noch sinnlos, das nur in Erwägung zu ziehen.Alles Mist.
Aber vielleicht lässt sich ja noch was machen.

LG, Elke

LG, Elke
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blumi
Geschrieben am: 08 Apr 2020, 11:54


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Hallo,

Ich hatte ein Gespräch mit der Anwältin vom VDK und die meinte, ich hätte gute Chancen auf Erfolg, wenn es sich jeweils um zwei unabhängige Akutereignisse handelte.
In meinem Fall allerdings, in dem mit sechs Bandscheibenvorfällen und 5 Vorwölbungen eine chronische Schädigung der gesamten WS vorliege, sei es schwierig zu argumentieren, dass da kein Zusammenhang bestünde.
Hat hier jemand andere Erfahrungen gemacht?
Ansonsten würde ich die Aussteuerung akzeptieren und mir keinen unnötigen Zusatzstress machen. Immerhin kann ich dann ja ALG 1 beantragen.

LG, Elke
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milka135
Geschrieben am: 08 Apr 2020, 21:31


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Hallo Elke,
neuer ander Diagnosenschlüssel und ist der Fall, dann muss die Kv erneut ggf. bis zu 1,5 Jahre Krankengeld zahlen. HWS hat einen anderen Diagnosenschlüssel, als Lws.

Es gab mal Zeiten, da wollten es die Krankenkassen auch die Wirbelsäule als nur noch als ganzes sehen, um Behandlungsserie in den Physiotherapie einzusparen. Die Mode hatten Mal die KV im Jahre 2019.

Liebe Grüße
Lola Jule 🙂
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Harro
Geschrieben am: 08 Apr 2020, 22:42


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Moin moin
nichts ist wie es scheint :z

„Verlängert die zweite Blockfrist auch den Bezug von Krankengeld?“

Nein. Wenn Sie Krankengeld bekommen und dann eine weitere Erkrankung auftritt, führt dies nicht zu einem neuen oder verlängerten Anspruch auf Krankengeld.
Es gibt aber Situationen, in denen ein neuer Anspruch auf Krankengeld entstehen kann: Läuft die Blockfrist der ersten Krankheit noch, die betroffene Person lässt sich aber
– warum auch immer – nicht mehr krankschreiben (zum Beispiel im Urlaub), erlischt normalerweise der Anspruch auf Krankengeld.
Wenn nun aber in der Phase, in der keine Arbeitsunfähigkeit vorliegt, eine neue Krankheit hinzutritt, beginnt eine weitere Blockfrist mit neuem Krankengeld-Anspruch.
Die zweite Erkrankung darf jedoch in keinem Zusammenhang mit der ursprünglichen Krankheit stehen.


Was zu beweisen wäre.

LG Harro :winke
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blumi
Geschrieben am: 09 Apr 2020, 05:51


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Hallo Harro,

du denkst also, es würde sich doch lohnen einen Widerspruch zu versuchen? Es stimmt ja schon, den Zusammenhang zwischen HWS und LWS-Erkrankung müssen sie mir erst beweisen. Und ich könnte versuchen, ob ich jemanden finde, der mir den nicht bestehenden Zusammenhang bescheinigt. Allerdings denke ich ja selbst, dass da Zusammenhänge bestehen...... Bin etwas unschlüssig, was ich tun soll....

LG, Elke :sch

Bearbeitet von blumi am 09 Apr 2020, 05:53
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