Bandscheiben-Forum

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> BSV L5/S1 OP 10.3.2020, Berufliche Aussichten
Maggie76
Geschrieben am: 13 Mär 2020, 12:04


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Hallo,
ich bin Maggie und neu hier.
Ich hatte am Dienstag (10.3.)eine BSV OP und es kommen bei mir gerade viele Fragen und Gedanken auf.
Vor zwei Jahren wurde bei mir eine Protrusion L5/S1, Osteochondrose, Facettenarthrose und Morbus Scheuermann(Schmorlschen Knorpelknötchen) in der gesamten LWS festgestellt. Ich hatte seitdem immer mal Rückenschmerzen oder einen „Hexenschuss“ aber ansonsten Ruhe.
Seit Dezember 2019 hatte ich zunehmend Rücken-und Hüftschmerzen. Der Hausarzt nahm mich nicht ernst. Meine Probleme wurden immer mehr, bis ich Nervenschmerzen im gesamten rechten Bein bekam. Sonst keine Ausfälle, keine Lähmungen. Nur wahnsinnige Schmerzen und Probleme beim aufstehen. Nur auf dringlichen Wunsch von mir bekam ich eine Überweisung zum MRT. Mit viel Glück hatte ich den MRT Termin am 26.2. und hab auf der CD schon die sequestierende Bandscheibe gesehen. Eine Woche später beim Neurochirurg dann Gottseidank den Termin zur OP am 10.3. bekommen.
Dieser sagte nach der OP, dass er dies in 40 Jahren seiner Laufbahn noch nicht gesehen hat. Es wäre ein sehr beeindruckender Befund. Über 2/3 der Bandscheibe war sequestiert. Es kann sein das eine weitere OP folgt, falls ich noch Probleme habe und die Bandscheibe ersetzt werden muss.
Mir geht es nach der OP langsam besser.
Nun habe ich aber Zukunftsängste, da ich seit Januar einen neuen Job angefangen habe und diesen mit Sicherheit nicht weiter machen kann bzw. wohl auch wegen 7 wöchigen Ausfall (mit Reha) wohl gekündigt werde. Ich arbeite momentan als Physiotherapeutin in der Neurologie und denke, dass ich meinen Job generell nicht weiter machen kann, da dieser körperlich sehr belastend ist.
Hat hier jemand Erfahrung mit geeigneten Umschulungen oder Ideen für einen Berufswechsel als Quereinsteiger?
Liebe Grüße


PM
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karin59
Geschrieben am: 13 Mär 2020, 13:19


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Hallo ,

Noch bist Du im AV. Auch wenn Du erst im Januar begonnen hast, bist Du z. Z. krank geschrieben. Wenn Du gut zu Deinem AG stehst, sprich das an. Es nutzt Dir nix einfach zu warten, denn wie Du schon richtig vermutest ist dieser Beruf nicht gerade förderlich. Ausser Zeit hast Du nix zu verlieren.

Du hast die Möglichkeit Deinen weiteren Weg zu planen mit den Einschränkungen: wenig gehen , stehen und laufen und wenn , dann immer im Wechsel.
Wenn Du Dich beim AA erkundigst, wird Dir sicher diese Auskunft gegeben.
Ich könnte mir eine weitere Beschäftigung in einem KH vorstellen. Du hast doch durch den jetzigen Beruf einige positive Voraussetzungen. Je nachdem, wie Du in dem Bereich zufrieden bist, müsste sich doch eine Möglichkeit finden. Ich könnte mir eine Ernährungsberatung vorstellen oder sozialmitarbeit o.ä.
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Maggie76
Geschrieben am: 13 Mär 2020, 18:51


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Hallo Karin,
vielen Dank für deine Antwort.
An Sozialarbeit habe ich auch schon gedacht, vielleicht wäre das eine Möglichkeit. Geht halt, denke ich mal, auch nur mit einer Umschulung und nicht als Quereinstieg.
Liebe Grüße und dir auch alles Gute
PM
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Jürgen73
Geschrieben am: 13 Mär 2020, 20:00


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Hallo Maggie,

eventuell wäre Ergotherapeut was für dich.

Vor zig Jahren hatten wir mal jemand im Forum der deinen Beruf aus dem Rollstuhl ausgeübt hat. Keine Ahnung wie.

Kontakt zu der Person können wir allerdings nicht mehr herstellen.
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Maggie76
Geschrieben am: 14 Mär 2020, 14:40


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Hallo Jürgen,
das wäre auch nochmal eine dreijährige schulische Ausbildung. Das möchte ich eigentlich vermeiden.
Vielen Dank für deine Mühe und Unterstützung.
Liebe Grüße Maggie
PM
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paul42
Geschrieben am: 17 Mär 2020, 12:25


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Hallo Maggie :; ,

auch wenn das in dieser unüberschaubaren Zeit schwer wird irgendwas etwas zu planen. :kinn
Vermutlich bleibt jetzt genügend Zeit sich vorab gründlich über den theoretischen Ablauf zu informieren.

Wenn du aus gesundheitlichen Gründen eine berufliche Umschulung machen möchstet, läuft das unter "Teilhabe am Arbeitsleben", auf der gesetzlichen Grundlange nach SGB IX

Solche Maßnahmen / Umschulungen werden bis zu 2 Jahren gefördert.

Du solltest drauf achten, dass die Umschulung auch mit einem IHK Abschluss erfolgt, wenn es um einen neuen Beruf geht.

Was grundsätzlich zur groben Orientierung angeboten wird, findest du auf den Seiten der Berufsförderungswerke in deiner Region.

Wenn der Beruf gefunden ist, suchste du besser nach freien Bildungsträger, die die Umschulung auch anbieten und die eine Zulassung haben, mit der Rentenversicherung als Leistungsträger abzurechnen.
Die Rentenversicherung gewährt auf Antrag Übergangsgeld, Fahrkosten, unter bestimmten Bedingungen auch eine tägliche Verpflegungspauschale und natürlich auch die Ausbildungskosten.

Infos zu den Anspruchsvorausetzungen findest du auf den Seiten der DRV Klick mich

viele Grüße

paul42
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milka135
Geschrieben am: 17 Mär 2020, 23:16


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Hallo Maggie,
hierzu:
Zitat (Maggie76 @ 13 Mär 2020, 18:51) 

An Sozialarbeit habe ich auch schon gedacht, vielleicht wäre das eine Möglichkeit. Geht halt, denke ich mal, auch nur mit einer Umschulung und nicht als Quereinstieg.

könnte ich auch mir vorstellen, dass du erst mal als Sozialasstentin anfängst.
Da kannste bestimmt auch aufsteigen.

Ich weis ja, nicht ob du dir vorstellen könntest, als Betreuer tätig zusein.

Ich habe 2 Freundinnen (schwerbehindert bei Wasserkopf) die arbeiten in einem Pflegeheim ausschließlich nur im Bereich: "Betreuungsleistung".
Ich kannte auch mal eine Pflegedienstschwester, die hat aufgrund vermind. psychischer Belastbarkeit beim amb. PD nur im Bereich: "Betreuungsleistung" gearbeitet.
Aber man braucht dazu einen Betreuerschein.

Freue mich für dich, dass es bei dir trotz Corona noch bei dir die OP stattgefunden hat. :klatscht
Bei meinen Op-Termin (07.04.2020) hoffe ich nur, dass er zustande noch kommt.

Liebe Grüße
Milka :;

Bearbeitet von milka135 am 17 Mär 2020, 23:19
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Maggie76
Geschrieben am: 23 Mär 2020, 09:52


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Hallo Paul,
sorry, dass ich erst jetzt antworte, aber ich hatte bisher keine Email Benachrichtigung bei Eingang einer neuen Nachricht bekommen(dies habe ich jetzt in den Einstellungen geändert :B )

Vielen Dank für deine Informationen. Ich denke damit kann ich schon mal sehr viel anfangen.
Bald beginnt die AHB, dann kann ich hoffentlich gut vorbereitet mit der/dem Sozialarbeiter/in etwas in die Wege leiten.

Liebe Grüße und nochmal Danke :;
PM
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Maggie76
Geschrieben am: 23 Mär 2020, 10:04


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Hallo Milka,
vielen lieben Dank für deine Antwort.

Erstmal drücke ich dir ganz fest die Daumen, dass das mit deiner OP klappt und die Umstände sich bis dahin etwas verbessert haben :up :angel

Betreuung oder Arbeit mit Behinderten wäre auch definitiv etwas für mich, nur leider finde ich gerade in meiner Region nichts passendes bzw. sind dann besondere Ausbildungen oder Fortbildungen erwünscht.

Ich habe mal ein Jahr in einem Behindertenwohnheim als Therapeut gearbeitet. Das hat mir viel Freude bereitet.

Im Sozialarbeiterbereich muss man leider meist studiert haben.

Alles Gute für dich und deine hoffentlich stattfindende OP

Liebe Grüße :;
PM
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