Bandscheiben-Forum

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> Krank und Arbeitslos, Ratlos ?! Bräuchte echt mal Tips
Olaf191070
Geschrieben am: 17 Mär 2020, 18:28


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Hallihallo, bin sehr ratlos und langsam drückt die Situation auf die Psyche, bin 49 Jahre alt und hab ja noch ein paar Jahre zu schaffen..
Seit Mitte Janua haben sich bei mir Schmerzen bedingt durch die HWS und ein paar taube Finger rechtsseitig bemerkbar gemacht.
Au läuft seit 14.2. weil arbeitstechnisch irgendwann katastrophal wurde ....Seitdem habe ichn 2x PRT ,12x Physio , 2xSchmerztropf usw. bekommen.
Mampf 3 Ibus und 3 Novalgin am Tag.....
Und was soll ich sagen die Tendenz die sich abzeichnet ist positiv zumindest was den Schmerz betrifft, es wird erträglicher aber ich belaste mich auch nicht sehr.
Krankengeld Bezug wäre dann ab dem 26.3 oder so ähnlich.Mit dem finz. Verlust kann ich leben.
Jetzt meine Frage an Euch die ja schon genug gelitten haben, weil es da echte Probleme mit dem Arbeitgeber gibt.
Ich bin von Beruf Kfz-Mechaniker und eine Anpassung am Arbeitsplatz halte ich für nicht schwer durchführbar, so das man sich weniger belastet, bin im Oktober 15 Jahre in der Firma beschäftigt (Kleinbetrieb unter 10)
Chefs Aussage ist "Wenn ich nicht bald wiederkäme müsste er mich ersetzen er hätte schon selbts lange Schmerzen in der Schulter .....usw."
Okay....das Gespräch hat mich erstmal ganz schön aus die Bahn geworfen.
Der MDK sagt arbeitsunfähig da war ich bereits schon am 11.3.
Der Orthopäde findet die Arbeitsbedingungen auch nicht günstig für den Erfolg.
Physiotherapeut sagt das Problem würde durch das viele arbeiten über den Kopf vielleicht immer wieder zum Problem.
So jetzt kommen wir zum Problem was soll ich machen ?
Die Kündigung riskieren ?
Arbeiten geben mit der Aussicht das es wieder schlimmer wird, weil weg ist es ja auch nicht ? (Schmerzen sind halt besser geworden.)
3.PRT ist am 30.3.
Als weiterer Aspekt den ich jetzt überdenke und vielleicht auch alles mit einem Wink mit dem Zaunpfahl betrachte ist der Fakt das ich ja noch 17 Jahre arbeiten muss, mein Chef aber auch schon über 63 ist ?! MAcht er überhaupt noch solange weil desto Älter ich werde desto geringer sind auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt ?
Alles in allem für mich psychisch sehr belastend und würde mich über so viel Meinungen freuen wie es geht.
Muss da diese Woche einen Plan bekommen?!
Nette Grüsse und schonmal Danke für eure Tips!

Bearbeitet von Olaf191070 am 17 Mär 2020, 19:10
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Pauline69
Geschrieben am: 17 Mär 2020, 19:16


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Hallo Olaf,

da ist es schwer, Dir zu etwas zu raten.

Grundsätzlich würde die Möglichkeit bestehen, über die Rentenversicherung eine Umschulung, Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben, zu machen. Ich weiß allerdings nicht, ob dazu im Vorfeld eine Reha gemacht werden muss oder welche Bedingungen dazu im Vorfeld generell erfüllt werden müssen.

Dein Job ist sicherlich nicht förderlich für eine stabile Situation an der Halswirbelsäule.
Und bei 17 kommenden Arbeitsjahren würde sich ja auch eine Umschulung noch lohnen.
Das hat man uns gerade heute in der Sozialberatung in der Reha erzählt.

Die Überlegungen, die Du hast, dass Dein Chef nicht mehr der Jüngste ist und Du natürlich auch nicht jünger wirst, ist nicht verkehrt. Vielleicht die Möglichkeit, sich tatsächlich nach einer anderen Beschäftigung umzusehen.

Hast Du schon mal über eine Reha nachgedacht?

Deine Halswirbelsäule wird nicht mehr gesunden, natürlich werden die akuten Symptome vorübergehend besser, aber bei großer Belastung, sicherlich auch wieder schlechter.

Keine einfache Überlegung.

Viele Grüße
Pauline





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Jürgen73
Geschrieben am: 17 Mär 2020, 19:21


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Hallo Olaf,

Zitat

Seit Mitte Janua haben sich bei mir Schmerzen bedingt durch die HWS und ein paar taube Finger rechtsseitig bemerkbar gemacht. Krankengeld Bezug wäre dann ab dem 26.3


demnach bist du ja dann noch gar nicht krank geschrieben. Krankengeld gibt es ja nach 6 Wochen.

Da solltest du dich auf eine Umschulung in nächster Zeit gefasst machen.

Mit Überkopfarbeiten wirst du wohl keine Freude mehr haben. Das kenne ich auch. Das bessert sich auch nicht mehr so weit das du noch länger in dem beruf arbeiten kannst. Dazu kämen auch noch Zwangshaltungen die man eigentlich auch vermeiden sollte.

Deine Beschwerden werden wohl noch weniger. Das kann auch bis zu 3 Monaten und länger dauern.
Einen leicht irritierten Zeigefinger habe ich immer noch. Und das seit 16,5 Jahren.
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karin59
Geschrieben am: 17 Mär 2020, 19:22


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Hallo Olaf ,

Zuerst mal : wenn überhapt, dann immer kündigen l a s s e n , nie selber kündigen.
Aber bis dahin den Wink mit dem Zaunpfahl schon ernst nehmen und sich nach Alternativen umsehen. Solange Du im AV bist und krank geschrieben , hast Du bessere Karten.
Bist Du erst mal arbeitslos, hat das AA den längeren Arm.
Du hast jetzt erst mal 6 Wochen KG, danach zahlt die KK bis zu 78 Wochen (genau erkundigen )
Wirst Du während der Krankschreibung gekündigt, zum RA gehen sofort. Dann behältst Du den Anspruch auf Abfindung. Was und wieviel muss dann mit dem RA besprochen werden.
Wenn der AG während der KS kündigt , muss er das begründen und auch nachweisen, dass er keine Möglichkeit zur Weiterbeschäftigung hat.

Vllt. Schreibt ja noch Jemand genaueres und berichtigt mich notfalls
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Jürgen73
Geschrieben am: 17 Mär 2020, 19:39


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Moin Karin,

Zitat

Wirst Du während der Krankschreibung gekündigt, zum RA gehen sofort. Dann behältst Du den Anspruch auf Abfindung. Was und wieviel muss dann mit dem RA besprochen werden.
Wenn der AG während der KS kündigt , muss er das begründen und auch nachweisen, dass er keine Möglichkeit zur Weiterbeschäftigung hat.


was soll ein Anwalt erreichen? Dieser muß auch selber bezahlt werden.
Es sei denn man ist in einer Gewerkschaft oder man hat einen Rechtsschutz.

Olaf arbeitet in einem Kleinbetrieb.
Und bei ungünstiger Arbeitsprognose kann der AG auf jeden Fall kündigen.
Dies kann sich der AG vom MDK leicht bestätigen lassen.
Die Chancen auf einer Abfindung dürften auch sehr schlecht stehen.

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Olaf191070
Geschrieben am: 17 Mär 2020, 20:59


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Erstmal danke für Teilnahme ;-)
Ist halt alles problematisch, weil nach so vielen Jahren sich auch die Sicherheit schön anfühlt.
Andererseits die Aussagen die ich mir anhören musste haben es natürlich bestätigt das dem nicht so ist.
Was Reha betrifft da wollten wir die 3.Spritze abwarten und dann über weitere Möglichkleiten nachdenken (Der Othopäde und ich)
Problem ist das Zeitfenster was sich gerade schliesst, entweder geh ich halt Montag wieder zur Arbeit oder ich flieg raus.....so die Aussage.Also viel Zeit um einen sicheren Behandlungerfolg zu erzielen hab ich nicht.
Bin da echt auch sehr enttäuscht!
Kündigen werde ich von mir aus auf keinen Fall.
Anwalt nur dann wenn es sein muss.
Aufgrund der Betriebsgrösse hat man eh wenig Chancen.
Glaube eine 5 monatige Kündigungsfrist habe ich von Seiten des Arbeitgebers.
Die Tendenz z.Zt. ist das ich es drauf ankommen lasse und mich trotzdem bei Zeiten um eine neue Stelle kümmere.
Alles in allem inkl. dem Corona Hype ist alles doof....
Heute oder morgen werde ich es mal familienintern besprechen zum 100.mal.....und hoffe auf ein gemeinsames Ergebnis.
Glücklicherweise gibt es im KFZ Bereich viele Möglichkeiten und generell mein handwerkliches Geschick schon gut ist, glaub ich nicht das ich direkt zum Sozialfall werde.
Gesundheit ist halt das wichtigste
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Pauline69
Geschrieben am: 17 Mär 2020, 21:48


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Hallo Olaf,

kannst Du nicht mit Deinem Arbeitgeber mal in Ruhe sprechen?
Gerade, wenn Du schon so lange da bist.
Wenn das nicht möglich ist, zeigt es doch eigentlich, was er schätzt oder was auch nicht.

Es wird Dir nichts bringen, am Montag wieder zur Arbeit zu gehen, Du wirst vermutlich nicht allzu lange durchhalten im Moment und würdest dann in Kürze vor dem selben Problem stehen.

Nach 6 Wochen fällst Du aus der Lohnfortzahlung raus und würdest Deinen Arbeitgeber nichts mehr kosten.

Viele Grüße
Pauline
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Olaf191070
Geschrieben am: 18 Mär 2020, 00:10


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Ja das Gespräch in der Ruhe ist nicht sooooo einfach wenn jemand tendenziell immer Recht und hin und wieder auch etwas cholerisch wird ;-)
Von mir ist da nicht die Rede, glaube Freundlichkeit ist mir eigentlich angeboren.
Hatte eben ein Gespräch mit meiner Freundin gesprochen und man Vor und Nachteile aufgeführt.
Und sind zu dem Ergebnis gekommen das Gesundheit wohl das Wichtigste ist.
Werde deswegen auch die geplanten Behandlungen durchziehen (Wenn Corona nicht dazwischen kommt und Termine verschiebt) und fest überzeugt sein , das alles wieder gut wird !
Freitag fahre ich mal zu meinem Arbeitgeber und greife mir die 2 Chefs und werde meinen Standpunkt vortragen.....mal sehen wie es läuft.
Vermutlich bekomm ich alles was ich in 15 Jahren verbrochen habe aufs Butter Brot geschmiert, aber damit kann ich leben und stärkt meine Entscheidung.
Entweder gibt man mir die Zeit oder eben nicht....
Morgen werde ich erstmal versuchen herauszufinden, wieso bei mir der MDK so schnell war......wie gesagt 14.2.AU und am 3.3.wurde mir schon der MDK Termin mitgeteilt der letzte Woche war.
War es ein Arbeitgeber Dingen würde ich sagen dann ist das Vertrauen eh schon stark geschädigt und ich war die letzten Jahre nicht auffällig krank, hatte letztes Jahr mal eine Woche AU wegen viel zu hohem Blutdruck.Aber das wars dann auch schon.
Meine Freundin meinte zwar das sie einfach telefonisch Bescheid geben würde, aber ich finde das persönliche Gespräch schon erforderlich nach so langer Zeit.Eskaliert es werde ich einfach kommentarlos gehen und auf Post warten.
Schlimm ist es einfach wenn man Physisch sowieso schon Probleme hat und hinzu psychischer Druck dazu kommt.
Ich hol jetzt ganz tief Luft und dann schauen wir mal weiter.....

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Pauline69
Geschrieben am: 18 Mär 2020, 07:35


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Hallo Olaf,

ja, das ist wirklich schon etwas merkwürdig, dass Du so schnell zum MDK musstest.

Ich war letztes Jahr über 4 Monate krankgeschrieben, durch HWS OP, da hat sich der MDK nicht einmal gemeldet. Und jetzt bin ich wegen der LWS auch gerade in das Krankengeld gekommen, bisher hat sich auch niemand gemeldet.

War allerdings vorher in meinem Leben noch nie krankgeschrieben.

Der Weg, den Du vor hast zu gehen, ist sicherlich gut und richtig.
Und der Versuch in Ruhe zu reden kann nicht schaden.

Viele Grüße
Pauline
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Olaf191070
Geschrieben am: 18 Mär 2020, 11:17


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Vielen Dank euch allen und eurer Meinung.....manchmal muss man einfach soviel Meinungen wie möglich lesen oder hören.
Es ist halt die Angst aus dem gewohnten Trott zu kommen und neue Wege zu gehen.
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