Bandscheiben-Forum

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> Passen meine Beschwerden zu dem MRT-Befund?, Taubheit Oberschenkel, Stiche unterer Rü
Trixi61
Geschrieben am: 20 Mai 2020, 12:50


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Hallo, liebe Bandis

heute habe ich den Befund meines MRT Befundes der LWS bekommen.Seit einigen Monaten habe ich Schmerzen in der rechten unteren Rückenhälfte ( wie Messerstiche, besonders beim Aufstehen).
Nach kurzer Zeit beim Spazierengehen, bekomme ich ein komisches Taubheitsgefühl und Brennen im rechten Oberschenkel.
Die Berurteilung des Befundes lautet:
Hyperlordosierte LWS mit deutlich hypertrophen Facettengelenkarthrosen bei L3/4 und L4/5 mit Aktivierung.
Leichte Gefügestörung bei L 5/S1, hier flache Protrusion mit Wurzeltangierung S1 beidseits.
Bei L5/S1 Einriss des Analus fibrosus.
Danke für eure Einschätzung.
Viele Grüsse
Trixy


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blumi
Geschrieben am: 20 Mai 2020, 15:05


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Hallo Trixie,

die L5/ S1-Protrusion passt nicht zu deinen Beschwerden. Die aktivierte hypertrophe Facettengelenksarthrose dagegen sehr wohl: einerseits die Art von Rückenschmerzen (beim Aufstehen ) wie du sie beschreibst, sind ganz typisch dafür.
Ebenso kann das Taubheitsgefühl und Brennen im Oberschenkel damit zusammenhängen: Da die Facettengelenke vergrößert sind, verringert sich insbesondere bei Belastung der Platz, der für die Spinalnerven im Abgangsbereich vorhanden ist, bei L3/4 und L4/5. Gleichzeitig verstärkt dein starkes Holkreuz (Hyperlordosierung) die ganze Problematik. Betreffen kann das bei deiner Knonstellation die Spinalnerven L3 (Innenseite Oberschenkel bis Knie), L4 (Quer über den Oberschenkel von Oben außen über die Vorderseite, bis zur inneren Schienbeinkante) und L5 (seitlicher Oberschenkel hinten bis seitliche Wade/ Außenknöchel). Manchmal wird das im text als recessusstenose beschrieben, manchmal stellt sich das im Liegen so aber noch nicht dar un würde erst im Stehen sichtbar werden.

Eine Facettengelenksinfiltration kann zur Klärung beitragen: Verschwinden die Schmerzen darunter, wenn eventuell auch nur kurzfristig, ist die Ursache klar.
Ich hab das auch, habe mich nach kurzfristiger Besserung nach Infiltration ( 2 Tage) Denervieren lassen, dann war der Rückenschmerz weg, vorher konnte ich nur noch mit Orthese gehen, war sonst nicht auszuhalten.
Und dann heist es natürlich Trainieren, stabilisieren, endlordosieren, und das immer und täglich.
Leider fängt es bei mir schon wieder an, es ist noch nicht wieder so schlimm wie vor der Denervierung, aber schon wieder sehr unangenehm und das nach vier Monaten.
Bei manchen helfen aber auch einfachere Maßnahmen:
- eine antiinflamatorische Therapie ( Ibu, Diclo, Arcoxia oder ähnliches)
- ein Cortisonstoß
- eine Orthese
- Physiotherapie

Bitte keine Wärme, Aktivierung heißt so viel wie Entzündung (nicht durch Bakterien, sondern durch Überlastung), und Wärme auf eine Entzündung verstärkt das ganze, selbst wenn es sich auf der Muskulatur angenehm anfühlt.

LG, Elke
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Trixi61
Geschrieben am: 29 Mai 2020, 10:16


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So, gestern war ich also zur Besprechung des MRTs der LWS beim NC. Aber schlauer, wie ich meine Schmerzen loswerde oder lindern kann , bin ich leider immer noch nicht.
Der NC hat mir die Bilder gezeigt und mir erklärt, ich habe eine Bandscheibe mehr, als die anderen Menschen und mein Steissbein wäre verformt, sowie einen leichten Bandscheibenvorfall. Aber ob der Bandscheibenvorfall ausschlaggebend für meine Schmerzen (Stiche im unteren Rücken) und das Taubheitsgefühl im rechten, seitlichen Oberschenkel ist, wäre ungewiss. Gewissheit könne nur eine OP bringen, aber die würde er erst mal nicht in Erwägung ziehen. Man könne versuchen Spritzen zwischen die kleinen Gelenke zu spritzen, aber ich soll es erst mal 2 - 3 Monate mit regelmäßigem Sport versuchen. Wenn es dann nicht besser geworden ist, soll ich mich noch mal melden. Dann müssten wir weiter sehen.
Super, Oder?
Sportmäßig bin ich überhaupt nicht so interessiert, auch weil jede Bewegung des Nackens und Kopf schmerzt. Ausnahme: Schwimmen, Wassergymnastik usw. Leider haben unsere Schwimmbäder immer noch nicht geöffnet.
Also , weiter Schmerzen aushalten.
viele Grüße
Trixi
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blumi
Geschrieben am: 29 Mai 2020, 14:37


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Hallo Trixie,

lass dir doch mal eine Lumbalorthese verordnen, das macht bestimmt auch der Hausarzt. Ich habe die Lumbotrain Lady und komme damit sehr gut zurecht im akuten Schub. An Sport reichen erst einmal Spaziergänge und Rückengymnastik. Hat er dir denn nichts gegen die Schmerzen verordet? Wie sollst du dich denn bewegen wenn alles Schmerzen verursacht???

LG, Elke
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Trixi61
Geschrieben am: 06 Jun 2020, 16:26


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Hallo Elke,
ja, das Frage ich mich auch gerade heute wieder, wie ich mich überhaupt bewegen soll?
Hab ein wenig in der Küche gestanden und nun tut mir alles weh, von Stiche im Nacken bis zur Lendenwirbelsäule.
Gegen die Schmerzen könne ich es mit Novalgin versuchen, von den stärkeren Mitteln, die bei einer Schmerztherapie verschrieben werden hält er nichts, da die seiner Meinung oft abhängig machen und nach einer Zeit auch nicht mehr wirken.
Eigentlich bin ich die Arztsuche leid, aber ich überlege wirklich, nochmal zu einem anderen NC zu gehen.
Liebe Grüsse
Trixi
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blumi
Geschrieben am: 06 Jun 2020, 19:27


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Hallo Trixie,

Die Idee hinter den stärkeren Schmerzmitteln ist ja gerade, dass man sich damit besser bewegen kann, keine Schonhaltung hat und damit eine Besserung erreichen kann. Warum macht er nicht zuerst eine Facetteninfiltration, dann kannst du wenn es wirkt ja anfangen dich mehr zu bewegen.....

Ich denke du solltest dich bei jemand anderem vorstellen, vielleicht auch bei einem Schmerztherapeuten.

LG, Elke
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