Bandscheiben-Forum

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> stark wechselnde Beschwerden, ich weiß nicht. was ich davon halten sol
Elleausbern
Geschrieben am: 15 Jun 2020, 15:02


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Hoi Elke

scheint ja ordentlich verkalckt zu sein das Ding.

Und hat eine eher ungünstige Lage...

Also oben und unten sieht man auf diesem Schnitt ja nichts berauschendes...
hat sich den da der Befund geändert, seit dem letzten Mal?

Guter Rat ist teuer, aber die wird sich nicht von selbst auflösen..leider.

lg
Elle
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blumi
Geschrieben am: 15 Jun 2020, 16:23


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Hallo Elle,

der extraspinale Anteil des linksseitige L3/4-Vorfalls ist ein bischen nach caudal sequestriert, aber ob das ausreicht um die wieder aufgetretenen Schmerzen im Oberschenkel und gelegentliche Schwäche auszulösen, muss ich besprechen. Ansonsten haben wie gesagt nur die Gelenkergüsse in den Facettengelenken wieder zugenommen, aber da scheint ja die Denervierung noch gut zu wirken...

Aber ich denke auch dass es Zeit wird für eine OP der Zyste, die wird ja nur größer und ärgert immer mehr. Ich tendiere im Moment aber dazu die linke Seite in Ruhe zu lassen, da die Beschwerden dort nicht so extrem sind wie rechts und die Schwächen des Quadrizeps auch nur intermittierend, vielleicht kann man da mit Cortison oder PRT nochmal etwas erreichen.

LG, Elke
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Quantix
Geschrieben am: 15 Jun 2020, 19:52


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Hallo,
ich frag mal nur so aus Interesse. Sieht man irgendwo auf diesem Bild die Arthrose? Die Zyste glaube ich zu erkennen :z
Gruß
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blumi
Geschrieben am: 16 Jun 2020, 04:18


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Hallo Quantix,

ich seh das auf dem Bild nicht (vielleicht jemand erfahrenes).

Allerdings kann man es im Querschnitt gut sehen, insbesondere die Gelenkergüsse (heller Streifen im Facettengelenlk)

Angefügtes Bild

LG, Elke
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Elleausbern
Geschrieben am: 16 Jun 2020, 09:52


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Hoi Elke

Der Flüssigkeitssaum ist zu sehen, aber die Arthrose naja...nichts was nicht tausende andere auch haben.
Das ist nicht abwertend gemeint, das Bild ist das Bild, aber Schmerzen sind sehr individuell und werden von jedem anders wahrgenommen.

Du hast etliches an Behandlungen und OP s hinter dir, und ich erlaube mir nun mal eine kritische Frage..

Was wäre, wenn du dich nicht so stark und ausschliesslich an Bildern die zu deinen Beschwerden passen orientieren würdest?
Nach dem was ich lese und wahrnehme gehst du ausschliesslich diagnostisch an die Themen heran.
Du registrierst wahrscheinlich mehrmals täglich nicht nur die Schmerzen sondern testet dich selbst auf Kraftgrad, Reflexe etc.
Machst mehrmals jährlich neue Bilder, die dir natürlich an den operierten Stellen verschiedenes zeigen, was auch anders.
Ich sage das immer wieder weil es meiner tiefsten Überzeugung entspricht. Der operierte Rücken probiert alles um seine Stabilität wieder herzustellen, was häufig weitere Beschwerden zur Folge hat.

Jetzt muss man diese Zyste wahrscheinlich tatsächlich entfernen, weil sie halt irritiert und sich ständig verändert, und so den Nerv stört.
Und dann?
Du überlegst ja bereits jetzt ob du noch an weiteren Problemzonen was machen willst.

Du nimmst bereits jetzt Medikamente an der höchsten Dosierstufe, das kommt erschwerend dazu, die Möglichkeiten sind begrenzt.

Was wäre, wenn du nach der OP der Zyste mal ein Jahr mindestens keine Bilder mehr machen würdest, ev. Sogar länger...
Einfach mal versuchen ohne ständige Kontrolle deinen Körper wieder als Ganzes zu sehen und eine neue Wahrnehmung für dich zu entwickeln,
Ich weiss, das tönt ziemlich fies von mir, ich lese und sehe ja, dass du mehrere Baustellen hast...wahrscheinlich hälst du mich jetzt für überheblich...weil ich ja deine Beschwerden nicht habe.

Das stimmt natürlich, ich spüre nicht was du spürst, was ich aber lese und deinen Beiträgen entnehme, ist der Zugangsweg.
Sehr viel Diagnostik, und ein rein akademischer Zugang dazu.

Ich weiss nicht welchen Zugang du zu anderen Methoden hast, Osteopathie etc..die dir helfen könnten um deinen Körper anders wahrzunehmen und auch längerfristig von den vielen Medikamenten herunterzukommen.

Und dann nichts mehr zu operieren, es sei denn es liegt eine unwiederbringliche Sitiuation vor.
Du hast glaub ich gar nie getestet, was passiert wenn man mal ein Jahr nichts macht, wenn irgend möglich.

Fast ketzerisch gell...sorry...es tut mir wirklich für alle die so viel Schmerzen und Leid durchstehen müssen leid, aber es könnte sich lohnen die eigenen Muster mal anzusehen und zu hinterfragen, und so vielleicht eine Besserung zu erzielen.

Alles gute Elle
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blumi
Geschrieben am: 16 Jun 2020, 10:43


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Hallo Elle,

ich versteh was du meinst.
Der Oberarzt in der letzten Reha hat mich auch schon darauf angesprochen, dass ich durch diese Dauerhospitalisierung zu sehr auf meinen Körper fixiert bin und mich zu sehr beobachten würde.
Ich habe ihm erwiederert, dass es nichts mit beobachten zu tun hat, wenn die Schmerzen so stark sind dass es eben heftigst weh tut und die Großzehenheberparese einen an den schlechten Tagen zum stolpern bringt, sondern dass das dann logisch ist, dass sich zu viel um das eigen körperliche Befinden dreht, und das das nicht gut ist ist eine andere Sache.

Allerdings geht das ganze bei mir erst seit zwei Jahren, insofern ist das mit dem ein Jahr nichts machen ein fraglicher Rat, weil ich vorher auch nichts hatte, zumindest nichts, was mich zu irgend einer Aktion gezwungen hätte. Bis August 2018 hatte ich noch nie auf der Arbeit länger als 2 Tage am Stück gefehlt, das ist alles noch neu für mich.

Ich hab auch viel alternatives probiert, viel Geld bei einer Naturheilkundlerin gelassen, habe zwei Ostheopathen verbraucht die mir nicht geholfen haben, probiere zur Zeit die dritte aus, bastele an meiner Ernährung, bewege mich möglichst viel (zumindest an guten Tagen), mache Physio, habe zwischendurch wieder im Fitnesstudio trainiert mit speziellen Rückenübungen und physiotherapeutischer Begleitung, auch einen Psychotherapeutischen Zugang versucht und versuche es wieder. auch die Rehas und der Schmerztherapeutische Aufenthalt haben sehr weitgefächerte Ansätze gehabt. Es ist also nicht so dass ich nicht einiges versucht hätte. Sicherlich gibt es noch die eine oder andere Option, aber irgendwann wird man auch mürbe wenn die alternativen Dinge, die man ausprobiert, wenig Effekt haben, und arbeitet ehr mit dem, womit man gute Erfahrung gemacht hat.

Gut waren bei mir immer Eigenübungen, Rückenschwimmen, Walking, Tens, Medikamente PRTs, Facetteninfiltration und Denervation, Orthesen, die Rehas und der Aufenthalt in der Schmerzklinik und letztlich auch zum Teil die OPs.

Ich such mir ja nicht aus, z.B. so eine blöde Zyste zu haben, z.B. wie bei meiner HWS zuletzt ständig alles aus der hand zu verlieren und mit der anderen keine Kraft mehr für z.B. ein Rührei zuzubereiten zu haben. genausowenig wie ich mir letztes Jahr ausgesucht habe, mit meinem linken Bein nicht mehr Treppen auf- und absteigen zu können, weil mein Quadrizeps nicht mehr wollte.

Und ich will auch nach der Zyste keine weitere OP wenn möglich, aber die rezidivierenden Kraftprobleme im linken Oberschenkel machen mir, auch wenn das nicht anhaltend ist, natürlich Sorgen, genauso wie ich weiß dass die Wahrscheinlichkeit, nochmals irgendwann eine Denervierung zu brauchen, nicht gering ist, weil die Reizung, wie man ja sieht, weiterhin vorhanden ist. Was richtig ist, dass ich keine Lähmungen in Kauf nehmen würde, um eine OP zu vermeiden, ich weiß dass da manche eine andere Einstellung dazu haben, aber das ist nicht meine.

Wenn die Zyste nicht wäre würde ich jetzt wieder arbeiten, zumindest Halbtags, und wäre glücklich damit, denn das fehlt mir wirklich.

LG,. Elke



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blumi
Geschrieben am: 16 Jun 2020, 13:09


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Sorry, Elle, hab nicht nachgedacht, letzte Bemerkung war wirklich nicht auf dich gemünzt.

Eher auf die einen oder anderen die stolz von ihrer langen Durchhaltekraft ohne OP berichten und das vor allem von anderen auch einfordern und Unverständnis äußern, wenn sich jemand operieren lässt.
So nebenbei werden dann diese und jene ausgeprägte Lähmungen erwähnt (so nach dem Motto ich kann zwar nur noch mit Krücken gehen und bin Inkontinent, aber Hauptsache ich habe keine OP gehabt). Da sei jedem selbst überlassen, wie er oder sie das sieht, ich habe nur ein Problem damit, wenn daraus eine Forderung an andere abgeleitet wird.

Ich hoffe du nimmst mir das nicht übel.

LG, Elke
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Elleausbern
Geschrieben am: 16 Jun 2020, 18:16


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Hallo Elke

Das nehm ich dir überhaupt nicht übel, im Gegenteil, ich bin da voll deiner Meinung.
Wenn du meine Beiträge ab und an liest, siehst du dass ich immer dann zu einer OP Rate wenn es Ausfälle, Lähmungen gibt, oder auch wenn der Leidensdruck, sprich Schmerzen etc so hoch sind, dass über längere Zeit kein Leben mehr möglich ist.
Ich bin aber wirklich dedizierte dagegen jeden Rückenschmerz nach 3 Tagen bereits zu scannen und nach 4 Wochen ohne zwingenden Grund zu operieren. Das wird immer noch viel zu viel gemacht und schadet dem weiteren Verlauf enorm.
Ich weiss aus der Praxis, dass alle gleich ein Bild möchten und unsere Gesellschaft verlangt danach, dass es dann nach wenigen Tagen/Wochen wieder gut sein muss.
Das führt erstens zu enormen Kosten und macht die Menschen oft kränker als sie sind.
Ich rede hier nur von Rückenschmerzen, nichts anderes.

Ich selber habe mich nicht, oder vielleicht eher.. noch nicht unters Messer legen müssen, weil ich zwar sehr lange an meiner Hernie herumgedoktert habe, aber es war immer aushaltbar, mit Medikamenten, oder Therapie, die Fusssenkerschwäche verging nach etwa 10 Wochen, und Rückenschmerzen hatte ich wenig.
Ich konnte arbeiten, und nach langen MONATEN auch wieder normal Sport treiben..
Ich hatte oder habe Glück. Die Stenose wird vielleicht mal kommen, es gibt keinen Platz in den Reccessi.. der Fuss schläft bei entsprechender Haltung rasch mal ein und tut manchmal nachts weh.. aber das ist natürlich nichts im Gegensatz zu anderen Geschichten.
Wenn ich aber Lähmungen, oder sonstige Ausfälle hätte würde ich mich sofort operieren lassen, man braucht schliesslich alle Glieder...
Es gibt nichts worauf man stolz sein könnte, wenn man Lähmungen/Inkontinenz etc. in Kauf nimmt, nur weil man keine OP will.
Ich wollte damit auch nicht sagen deine OP und Behandlungen wären nicht nötig gewesen, das steht mir gar nicht zu, und glaube ich auch nicht.
Meine Wahrnehmung ist dahingehend, dass es dir sehr wichtig ist, zu sehen was da abläuft...durch Bilder oder Nervenmessungen, das ist dir extrem wichtig, und ich könnte mir vorstellen, dass es einfacher wäre, wenn du dich etwas davon lösen könntest.
Der Flüssigkeitssaum in der Facette ist dort..das ist so..aber was bedeutet das an guten Tagen für dich....nichts...
Der wird auch noch dort sein, wenn du mal 3 Wochen keine Schmerzen hättest, und. Würde dich gar nicht interessieren, weil du dich nicht darauf fokussierst.

Du hast happige Zeiten hinter dir, und ich hoffe sehr für dich, dass es dann auch wieder mal gut wird, oder zumindest so, dass du gut damit leben kannst.
Eigentlich wollte ich nur mal eine andere Denkweise einbringen..die sich etwas weg bewegt, von alles sehen und messen zu jeder Zeit.

Die Zyste muss ziemlich sicher weg...das sehen wir beide gleich..

Lg Elle


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Quantix
Geschrieben am: 16 Jun 2020, 21:22


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Hallo Elle,
ich finde alles bis auf den Einwand mit den Kosten überzeugend. Ich habe viel zu lange auf die Ärzte (Hausarzt und Orthopäde) vertraut. „Sie sind jung. Da ist nix“, „MRT brauch es bei gelegentlichen Rückenschmerzen nicht“, „Hier haben sie ein Rezept für Physio und IBU. Das wird schon wieder“. So hab ich mich ein Jahr lang an der Nase herumführen lassen, weil ich geglaubt hab, dass die schon wissen, was sie tun und am Ende kam raus, was ich schon die ganze Zeit geahnt hatte. Was kostet ein MRT der LWS? 300€? Wenn ich das Geld, welches ich in dieses scheiß System bezahlen muss, behalten würde, dann könnte ich mich jeden Monat zweimal ins MRT legen.
Im Wartezimmer beim Radiologen hocken dann die Hartz4ler, aber an mir soll dem Krankenkassensystem Geld gespart werden. Nie mehr, sag ich da nur.
Gruß
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Elleausbern
Geschrieben am: 17 Jun 2020, 06:12


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Hoi Hoi

Es ist natürlich wie bei allem mit Guten und schlechten Vorgehen möglich.
Die Therapierichtlinien sagen deutlich, dass bei einem simplen Rückenschmerz ohne Begleiterscheinungen 6 Wochen therapiert werden soll wenn nötig. Wenn sich bis dahin nichts gebessert hat, dann ein Bild.
Das scheint bei dir nicht der Fall gewesen zu sein, und ist klar falsch.
Lg
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