Bandscheiben-Forum

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> Spondylodese Op ja oder nein?
KatrinMaira
Geschrieben am: 12 Jun 2020, 16:05


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Spondylodese Op ja oder nein?

Hallo Ivr Lieben. Ich möchte euch gern um Rat und Erfahrungen bitten zur Spondylodese Op bzw. Versteifung.
Seit einem Jahr habe ich starke Schmerzen und kann morgen nur mit Schreien aufstehen bzw. mich nicht drehen.
Habe bereits Schmerztherapien, Krankengymnastik, Spritzentherapie und ISG Verödung hinter mir. Letzte Woche konnte ich nur noch mit dem RTW ins KH gebracht werden weil ich nicht aus dem Bett kam. Der Orthopäde beschönigt die Diagnose. KH sagt Op als letzte Alternative dringend angeraten. Diagnosen
Lumbuischialgien bis.
ISG Affektion beidseitig linksbetont
Segmentinstabilität L5 / S1
Bandscheibendegeneration Pfirrmann Grad 5 einer L5 / S 1
Massivste erosive Ostechondrose L5 / S1
Spondylathrosen L5 / S1
Kleiner medianer NPP L5 / S1
Spinale Lipomatose L5 / S 1

Bin übrigens 36 🤣

Wie seht ihr das? Was sind eure Erfahrungen?
Vielen lieben Dank und Grüße
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blumi
Geschrieben am: 12 Jun 2020, 16:23


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Hallo KathrinMaira:

Warum nicht erst mal Facetteninfiltrationen probieren. Und wenn das hilft eine Denervierung L5/S1? Die hast du doch nur am ISG-gehabt, so wie du schreibst, oder haben die auch eine Etage höher verödet?
Du bist noch jung und eine Spondylodese kann immer auch zu einer Anschlussdegeneration führen.

Bevor ich an deiner Stelle mich dazu hinreißen ließe, würde ich alles, inclusive stationärer Therapie in einer Schmerzklinik, ausschöpfen, am besten mit nachfolgender Reha.

Hol zumindest eine zweit, eventuell auch eine Drittmeinung ein.

LG, Elke
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KatrinMaira
Geschrieben am: 12 Jun 2020, 18:29


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Hallo Elke, facetteninfiltrationen bereits hinter mir und auch 3 x stationäre Schmerztherapie.... habe eine 10 Monate alte Tochter und muss schnell auf die Beine kommen.
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blumi
Geschrieben am: 12 Jun 2020, 18:40


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Hallo KathrinMaira,

Ich will dir ja keine Illusionen rauben, aber das mit dem schnell auf die Beine kommen kannst du, nach allem was erfahrene Menschen mit einer Spondylodese hier berichten, schlichtweg vergessen.

Vielleicht kann der eine oder andere hier mal etwas dazu schreiben. Ich bin foh dass mein Neurochirurg mit mir versucht den Weg ohne Spondylodese zu gehen, mit anstehender Dekompression und Denervierung vor 5 Monaten und ggf. in Intervallen wieder. ich weiß, dass viele mir bei meinem Befund eher eine Spondylodese empfehlen würden. Er meinte, das geht immer noch wenn man anders nicht mehr weiter kommt.

Hattest du denn mit den Facetteninfiltrationen kurz eine Verbesserung? Denn wenn, und wenn es nur ein paar Stunden waren, dann wäre eine Facettendenervierung der naheliegende Weg, so dass du dich zügig um dein Kind kümmern kannst. Wenn nicht, dann hilft vielleicht wirklich nur eine Versteifung, aber danach brauchst du viel Geduld und Unterstützung und kein kleines Kind, um das du dich kümmerst.

LG, Elke

Bearbeitet von blumi am 12 Jun 2020, 18:41
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KatrinMaira
Geschrieben am: 12 Jun 2020, 18:47


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Mit den Infiltrationen gab es vll. für einen Monat etwas Besserung. Durch das viele Cortison haben sich da wohl auch noch Ablagerungen gebildet die auf die Nerven drücken. Der Wirbelsäulenchirugh sagt es wäre keine Bandscheibe mehr vorhanden. Orthopäde meint machen sie Sport. Vll. Kann mal jemand von so einer OP berichten. Versorgt wäre meine Tochter vom Papa der bekäme Sonderurlaub und Oma im Haus... mir geht es darum dauerhaft fit zu werden. Dauernd Infiltrationen möchte ich eigentlich auch nicht. Nicht so leicht alles
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mr201
Geschrieben am: 12 Jun 2020, 18:51


Öfter dabei
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Anstatt zu einem Orthopäden zu gehen, würde ich zu einem Neurochirurgen raten. Und dann würde ich mir von drei verschiedenen die Meinung und Optionen anhören.
Eine Versteifung ist ein massiver Eingriff im Körper und die Heilung dauert mindestens 6 Monate.

Aber wenn nichts anderes hilft und die Schmerzen und das Leiden zu groß sind, dann kann eine solche Op helfen.


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paul42
Geschrieben am: 12 Jun 2020, 19:01


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Hallo KatrinMaira.

Willkommen im Forum :;

Ich habe deinen Betrag mal ins richtige Unterforum verschoben.

Also der Befund ist recht ausgeprägt und was der Orthopäde da meint, teile ich absolut nicht, auch wenn ich kein Arzt bin. :kinn

In deinem Befund werden schwerste degenerative Veränderungen beschrieben und das geht schon über Jahre so.
Zum besseren Verständnis kannst mal hier schauen. Klick mich

Wenn das alles nur das Segment L5/S1 betrifft, ist es das einzig positive an deiner LWS.
So groß wird der BSV nicht mehr sein, dass es allein mit dessen operativen Entfernung getan wäre.

Ich würde die eine Zweitmeinung eines NC empfehlen und zwar am besten in einer Klinik, die eine sog WBS Sprechstunde anbietet.

Langfristig sehe ich in Schmerztherapie keinen Sinn, wobei man dass sicherlich noch mal versuchen könnte um Zeit zu gewinnen.
Eigentlich biste viel zu jung als damit langfristig zufrieden zu werden.
Die statische Korrektur in diesem Segment scheint mehr Sinn auf Erfolg zu machen.
Es fehlt an Höhe im BS Fach und Platz für Nervenwurzeln.

Bei weiterer Verschlechtung, ist es meiner Sicht nur eine Frage der Zeit, bis die OP dann kommt.
Sicherlich ist das keine leichte Entscheidung, aber die Spondylodese ist die einzige Methode den Prozess/ L5/S1, der ja mit jeder Bewegung weiter geht, langfristig zu stoppen.

Wie akut die Entscheidung ist, hängt von den Beschwerden ab.
Hast du neurolgische Beschwerden in den Beinen oder Füßen?
Wurdest du schon mal auf die Instabilität durch ein Funktionsröntgen untersucht?
Vielleicht hast du Bilder oder Befunde.

Im schriftlichen Befund steht sicherlich noch mehr.

viele Grüße
paul42
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KatrinMaira
Geschrieben am: 12 Jun 2020, 19:07


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Hallo Paul... vielen Dank für deine Antwort.
Ich kann morgens nicht aufstehen. Es ist keine Drehbewegung möglich. Manchmal brauche ich 1 Stunde zum Aufstehen und es ist leider nur mit Schreien möglich. Morgens habe ich Schmerzen im Fuß, die gehen aber weg wenn ich etwas gelaufen bin. Ich habe ziemliche Schlafstörungen weil es auf die Nerven drückt. Es schmerzt dann nicht, aber ich muss dauernd aufstehen. Ist echt schlimm wenn ich da morgens liege und mein Mann müßig die Kleine versorgen vor der Arbeot weil ich nicht aufstehen kann.
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paul42
Geschrieben am: 12 Jun 2020, 20:28


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Hallo KatrinMaira,

so wie du die Beschwerden beschreibst ist das eher die Höhe im BS Fach, als eine Eineengung der Neuroforamen.
Der ausstrahlende Schmerz der mit sich Bewegung bessert scheint direkt mittig die WBS zu betreffen.

Wenn du die Körpergröße misst, bist bestimmt mind. 1 cm kleiner als früher.

Die Drehbewegungen werden durch Knochenanbauten an den Deckenplatten eingeschränkt und die BS ist vermutlich schwarz auf dem MRT Bild.

Die OP ist ne riesen Sache, weil du lange Genesungszeit einplanen musst.

Eins gleich vorweg eine BS Prothese kommt für dich als Alternative nicht in Frage.

Du bleibst nach der OP etwa 1 Woche im KH und zu Hause musste dann mit den Einschränkunkungen klarkommen.
Finger weg von einer schnellen Reha.
Dein Mann wird die kleine nach der OP genauso versorgen, weil du zunächst wenig belastbar ist.

Zielsetzung einer solchen OP ist die Ruhigstellung in einem instabilen Segment.
Was ist da bisher passiert ist, ist folgendes.
Bei jeder Bewegung, bewegt sich L5 genüber S1, Damit hast dir die BS über Jahre geschrottet.
Aus dem Grund wird es auch keine wesentliche Besserung mehr geben. Jetzt stehen die WBK so dicht, dass der Gelenknorpel an den Gelenlkflächen zumehmend dauerhaft gereizt wird, daher auch die beschriebenen Arthrosen.
Jetzt versucht der Rücken Knochen zu bilden um das zu stützen.

Bei der OP wird das BS Fach komplett ausgeräumt, dafür gibt es einen Platzhalter, der die Höhe im BS Fach korrrigiert. Das ganze wird mit einem Schraubenstabsystem stabilissiert so dass die LWS stabil ist, bis der Heilungsverlauf, spricht die kontrollierte vollständige Verknöcherung des BS Faches dann erfolgen kann.
Als Richtwert werden 2 Jahre für eine Verknöcherung angesetzt und in der Zeit musste dir einfach bewusst sein, dass es keine schnellen Erfolge geben wird.
Die gesamte Statik der WBS wird durch die OP verändert und der Körper brauch seine Zeit um sich daran zu gewöhnen. Die Sehnen und Muskeln müssen sich danach erst wieder anpassen
Nach der OP kannste laufen und liegen, aber nur kurz sitzen.
Außerdem gilt es die Narbe mind 3 Monate reizfrei zu schonen.
Nach der OP stehen erstmal Ruhe und Schonung an.
Das erfordert Dissziplin und Wissen und jeder Menge Geduld, bis man der OP was Positives bescheinigen kann.
Der Operateur legt nur den Grundstein, dass es dir zukünftig besser geht, der Rest muss dann danach in Ruhe abheilen.

viele Grüße

paul42
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KatrinMaira
Geschrieben am: 12 Jun 2020, 20:38


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Hallo Paul. Also meinst du ist so eine Op notwendig bei dem Befund? Was passiert wohl ohne Op? Richtig die Bandscheibe ist schwarz. Kann ich vll. hier ein Bild hochladen? Wenn ja wie? Danke schon einmal für die Antwort. Bezüglich der Kleinen ist immer Verlaß auf Papa und Oma... denke vll. lieber jetzt bevor sie noch größer und schwerer wird und mich noch mehr vermisst. Also ich meine lieber jetzt bevor es eh in nem Jahr notwendig ist oder denk ich da falsch? Bin echt verzweifelt? Die anderen Bandscheiben sind super.... nur die blöde eine. Ne Zweitmeinung werde ich einholen. Mich wundert nur das der Orthopäde sagt nur Krankengymnastik
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