Bandscheiben-Forum

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> Synovialzyste operativ entfernt, Statusbericht bei nicht ganz so häufiger
blumi
Geschrieben am: 18 Jul 2020, 12:35


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Hallo,

Kleines Update nach eine weitern Woche:

Das Bein ist weiterhin schmerzfrei, mit dem Tilidin bin ich jetzt auf insgesamt 250 mg/ d runter.
Ich muss aufpassen dass ich nicht zu viel mache, weil ich schon merke dass mein Rücken noch viel liegen verlangt. Sonst verkrampft sich da die Muskulatur noch zu leicht.

Die Miktion funktioniert wieder, zumindest so wie vor der OP ( die restliche Beckenbodenspastik hab ich noch nicht ganz im Griff, versuche aber mittels eines Biofeedback- Gerätes zu trainieren.), das ist aber noch ein Rest der LWS- OP - Komplikation von 2019.

Spaziergänge, zumindest kurze Strecken, gehen schon etwas flotter, Brötchenholen fordert mir noch alles ab, Essenkochen geht gut, sonst nicht viel.

Montag kommen die Klammern raus.

Meine Einschätzung bis dato: absolut richtige Entscheidung gewesen, die Zyste zu entfernen.

lG, Elke
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blumi
Geschrieben am: 22 Jul 2020, 12:26


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Hallo,

Mittlerweile sind die Klammern raus und die Nachbesprechung beim Operateur erfolgt, OP- Bericht hab ich auch.
Demnach war die Zyste knapp über 1 cm groß und beinhaltete Schleim und reichlich verkalkte, fast knochenartige Anteile. Wegen Größe und reichlich Degeneration bei L4/5 reichte eine Fensterung nicht, es wurde letztlich eine partielle Hemilaminektomie rechts daraus mit einer Teilentfernung des Facettengelenks, aus dem die Zyste herausgewachsen war. Zusätzlich hat er, um den Nerv zu befreien, noch das rechte Neuroforamen entdacht und zuguterletzt nochmals eine Denervierung durchgeführt.
Die Zyste hat wohl ziemlich Druck auf die Dura und den Nerven ausgeübt.

Letztlich war das aber doch etwas mehr, als geplant, daher meinte er auch, dass ich jetzt ab der Reha ganz viel für meine Muskulatur tun muss, damit das Ganze eine Chance hat, zu halten. Ein bisschen erschrocken war ich nach lesen des OP- Berichtes schon....
Nun, ich bin gewillt viel zu trainieren, ob mein Körper das annimmt werden wir sehen.

Passive Anspannung mache ich jetzt schon, ich darf es nur noch nicht übertreiben sonst motzt die malträtierte Muskulatur. Aber ich denke wenn ich jetzt 6 Wochen gar nichts mache ist die Gefahr dass von der mühevoll aufgebauten Tiefenmuskulatur wieder einiges atrophiert zu groß. Ich finde es schwierig, hab das Gefühl, wie ich es mach, mache ich es falsch....

Tilidin nehme ich jetzt Morgens 50mg und Abends 100 mg, bisher habe ich täglich 50 mg reduziert werde jetzt aber ein wenig pausieren mit der Reduktion, weil ich an die Grenze des unangenehmen Schmerzes komme.

Sonst spaziere ich täglich auch schon wieder schneller, überhole auch schon wieder andere :D

LG, Elke
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Schnütchen
Geschrieben am: 22 Jul 2020, 13:20


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Hallo Elke,

So hieß es bei mir 2018 auch, als ich Spinalkanal, Bsv, Zyste und Revision der Spondy hatte....da wurde auch gefenstert wie bei dir :kinn
Ich will dir ganz sicher keine Angst machen, aber wie es bei mir aussieht, weisst du ja, bist ja informiert.
Ich wünsche dir, das es für dich optimal läuft.
Ich hatte auch MTT gemacht, KG, Wassergymnastik, Eigenübungen, tägliche Spaziergänge und radeln waren meine täglichen Begleiter :kinn
Trotz meiner Anstrengungen hat es nicht geholfen.
Der unglückliche Aufenthalt in der Schmerzklinik nicht zu vergessen.....

So kann ich jetzt sehen, wie ich mit allem klar komme.

Ich wünsch dir von ganzem Herzen, das es nicht so läuft wie bei mir.

Alles Gute.

Gruss Ute
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blumi
Geschrieben am: 22 Jul 2020, 14:11


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Danke für die guten Wünsche Ute,

eigentlich bin ich ja ganz optimistisch, weil der Arzt in der Reha im April/Mai ja gemeint hat, meine Muskulatur wäre mittlerweile super. aber klar, Skepsis ist schon vorhanden. Mein Operateur hat mir ja auch nicht das Blaue vom Himmel versprochen, er meinte nur, es wäre auf jedenfall einen Versuch wert, wenn es nicht funktioniert könne man immer noch versteifen.
Ich will aber jetzt wirklich versuchen meinem Körper zu vertrauen, dass er dass schaffen kann. Glücklicherweise steht auf der linken Seite der Wirbelbogen noch, da fehlt nur ein Stückchen vom Gelenk.

Ich habe mich gerade an einer etwas längeren Spazierstrecke versucht, nach dem 2,4 km schon gut gingen, dachte ich die 3,3 km-Runde anzugehen (kenne die Wege-km vom Joggen vor meiner Rückenprobleme), zunächst problemlos, auf den letzten 500 m musste ich ca. 10 x stehenbleiben - war wohl nix. Also nochmal ein Schrittchen zurück.
Aber insgesamt geht es mir recht gut, und die reduzierten Medikamente machen sich auch wirklich positiv auf mein Gesamtbefinden bemerkbar, da ich sehr langsam reduziere merke ich bisher auch keine Entzugserscheinungen.
Von dem Gabapentin nehme ich auch schon 600 mg weniger ( von zuletzt 2700 auf 2100 mg), und ich merke, dass ich tagsüber nicht mehr so müde bin, das tut gut.

LG, Elke
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blumi
Geschrieben am: 01 Aug 2020, 06:38


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Hallo,

jetzt 3 1/2 Wochen nach der OP, nehme ich seit gestern kein Tilidin mehr, ohne jede Entzugserscheinungen, trotz Einnahme seit Februar und hochdosiert. :D
Ich hab allerding auch ganz langsam abgesetzt.
Ich habe weiterhin im Normalbelastungszustand keine Beinschmerzen, nur wenn ich länger spaziere (so ab 1,5 km) merke ich einen zunehmenden ziehenden Schmerz über den Po in den lateralen Oberschenkel, der aber bei weitem nicht die Intensität hat wie vorher (vielleicht 10% des Ausgangsschmerzes). Solange ich mich gut benehme und nicht versehentliche Drehbewegungen mache, macht auch mein Rücken kein Ärger, wenn ich mal nicht aufpasse und zu schnell bin oder zu viel will, merke ich schon dass da etwas verkantet/sich verschiebt und kurz es heftig weh tut. Da werde ich also noch viel Muskelaufbau betreiben müssen, damit sich mein Rücken wieder stabilisiert.
Zur Zeit gehe ich über beidbeinige Janda-Übungen, maximal mit kurzem Einbeinstand (Sekunden), sowie isometrische Übungen im Liegen noch nicht hinaus, das würde den operierten Bereich noch überfordern.

Gabapentin habe ich auch schon auf 1800 mg reduziert, merke jetzt aber leider zunehmend meine linke C6-Wurzel, insofern mache ich da erst einmal langsam, vielleicht geht da noch ein bischen.
Das Tilidinabsetzen hat leider dazu geführt, dass mir die Schmerzen meiner Kniearthrose rechts augenscheinlich wurden :traurig2 , da werde ich mal einen Orthopäden aufsuchen müssen...und 10 kg abnehmen....aber das ist hier nicht Thema.
In 2 1/2 Wochen geht es hoffentlich zur Reha, da kann ich ganz viel für meinen Rücken tun und vielleicht ja auch etwas für mein Knie.

LG, Elke
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Pauline69
Geschrieben am: 01 Aug 2020, 12:01


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Hallo Elke,

das ist ja super, dass das Absetzten des Tilidin so gut funktioniert hat, also ohne Entzugserscheinungen, denn Deine Dosis war ja schon echt hoch.
Mist ist natürlich, dass dadurch die Beschwerden Deiner Kniearthrose mehr durchkommen.
Hast Du schon mal von der Eigenblutbehandlung, ACP, gehört?
Das wird in der Sportmedizin schon sehr lange angewendet und ist gerade bei Knorpelabnutzungen sehr hilfreich.
Mein Orthopäde hat mir mal berichtet, sehr, sehr gute Erfolge, insbesondere bei Arthrose, damit zu erzielen.

Liebe Grüße
Pauline
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