Bandscheiben-Forum

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> AHB abgelehnt, Weiteres Vorgehen?
blumi
Geschrieben am: 28 Jul 2020, 15:12


BoardIngenieur
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Hallo ihr,

Ich hab mal wieder eine Frage:
Ich bin nun 3 Wochen postoperativ nach LWS- OP bei Synovialzyste und Spinalkanalstenose.

Heute habe ich mal bei der Krankenkasse nachgefragt, warum ich bisher noch keine Nachricht über die Bewilligung bekommen habe. Nun sagte die Dame am Telefon, der MDK habe das abgelehnt und ein Schreiben dazu wäre unterwegs.
:sch
Ich hab die Begründung noch nicht schriftlich, bin aber irritiert, weil es bisher von Seiten der Krankenkasse nie ein Problem war, nach einer WirbelsäulenOP eine beantragte AHB zu bekommen.
Da die Rentenversicherung bei mir nicht zuständig ist und das Versorgungsamt nur nachrangig zahlt ( wenn niemand die Kosten übernehmen kann) gab es bisher von der AOK auch keine Übernahmeprobleme, allerdings war ich bisher auch freiwillig gesetzlich versichert und nicht wie jetzt, nach Aussteuerung und ALGI über das Amt - ein Schelm wer böses dabei denkt....

Frage an euch: es gibt ja eigentlich, zumindest bei der RV, Indikationslisten, nachdenken postoperativ eine Anschlussreha genehmigt wird.
Weiß jemand ob so etwas für Kassen auch gilt?
Kann man auch Anschlussrehas ablehnen wenn im selben Jahr bereits eine stattgefunden hat, diese allerdings nach HWS-OP?
Es können ja nicht die gleichen Bedingungen wie ohne eine Operation (4 Jahre) gelten, oder?

In den Widerspruch gehe ich auf jeden Fall, mein Neurochirurg hat mir die Reha diesesmal auch dringend geraten, weil es ja operativ doch mehr geworden ist als geplant und eine Instabilität droht, wenn ich nicht zügig meine Muskulatur ausreichend trainiert bekomme...

Vielleicht versuche ich parallel auch über das ärztliche Versorgungswerk die Genehmigung zu bekommen, die Zahlen allerdings nur 60% wenn überhaupt.

LG, Elke
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bosch1000
Geschrieben am: 29 Jul 2020, 07:47


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Hallo,
Hast du die Ahb selbst beantragt oder wurde das vom Sozialdienst des Krankenhauses gemacht?
Wiederspruch ist super.
Häufig wird eine selbstbeantragte abgeleht. Im Wiedersruch einlegen erst mal fristgerecht, dann hast du Zeit nach Gesetze zu schauen.
Nach wiedersruch geht der Antrag zum MDK und der gibt eine "Empfehlung".
Lass dich nicht auf die spielchen ein das sie dich Ambulant schicken wollen.
Ich versuche mich mal schlau zu machen
Lg bosch
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bosch1000
Geschrieben am: 29 Jul 2020, 07:53


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Hallo nochmal
Hier mal ein link
https://www.qualitaetskliniken.de/

Lg bosch
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blumi
Geschrieben am: 29 Jul 2020, 09:36


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Hallo Bosch,

Danke für den Link.

Das ist es ja, was mich so wundert: der Antrag wurde bereits über den Sozialdienst in der Klinik gestellt, wodurch normalerweise keine Probleme entstehen.

Ich habe heute bei der Ärzteversorgung angerufen und die Zuständige dort hat mir geraten, auf jeden Fall den Antrag bei denen parallel zum Widerspruch bei der AOK zu stellen, da die zwar nur nachrangig zahlen aber wenn dann auch nur dann, wenn der Antrag vor Begin der Reha gestellt wurde. Ich bin wirklich gespannt auf die Begründung des MDKs.

Können die Dinge nicht einfach mal so laufen wie sie sollten? Ich hab mir das mit den zahlreichen BSV und zuletzt der Zyste doch nicht aus Spaß ausgesucht.....

LG, Elke
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blumi
Geschrieben am: 29 Jul 2020, 14:55


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Hallo,

jetzt habe ich die "Begründung" bekommen.

Sie lautet:

Die medizinische Notwendigkeit komplex-rehabilitativer Leistung ist nicht erkennbar, denn komplexe Fähigkeitsstörungen/Krankheitsfolgen mit nicht nur vorübergehenden Beeinträchtigungen der Aktivitäten/Teilhabe werden nicht mitgeteilt, so dass Rehabilitationsbedürftigkeit nicht ersichtlich ist; zweckmäßig und ausreichend ist daher nach den vorhandenen Unterlagen weitere ambulante ärztliche Behadlung/Heilmittelverordnung.

Mit anderen Worten: Physio zu Hause reicht auch, aber mit der Begründung könnte jede Anschluss-Reha nach WS-Operationen abgelehnt werden. :vogel ,

Aber ich bin ja "nicht Rehabilitationsbedürftig", daher kann ich ja jetzt ganz viel Energie auf den Widerspruch verschwenden, so ein generv :h

LG, Elke
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bosch1000
Geschrieben am: 30 Jul 2020, 09:49


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Hallo elke
Ich denke du solltest in dem Wiederspruch genau beschreiben wo deine Einschränkungen sind. Führe auch an das du beantragen wirst das die physio täglich stattfinden soll und du dafür einen Taxischein brauchst da du nicht selbst Auto fahren kannst. Du solltest auch beschreiben wie sehr dein Alltag leidet.
Wenn ichces richtig gelesen habe ist deine letzte Reha 4 Jahre her. Berufe dich darauf. Du wirst bestimmt Arztberichte haben in denen steht das eine Reha jetzt Notwenig ist.
Da muss man jetzt mal etwas druck machen. Wenn dein Wiederspruch abgegeben ist rufe da jede woche an. Die müssen etwas genervt von dir sein, dann wissen die das du nicht Aufgibst.
Ganz viel hat die Ablenung damit zu tun das viele das Akzeptieten und nichts gegen die Ablehnung machen
Lg bosch
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blumi
Geschrieben am: 30 Jul 2020, 10:44


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Hallo Bosch,

ne, meine letzte Reha war im April/Mai, und insgesamt hatte ich in den letzten zwei Jahren 4 Rehas, eine ambulant und 3 stationär, ich bin quasi Stammkunde :ph34r: .

Du musst unterscheiden zwischen Anschlussrehabilitationen, die unabhängig von der vier Jahresfrist sind (früher AHB) und normale Rehabilitationen, die nicht im Anschluss an Operationen folgen. Stell dir vor du hast zwei kaputte Hüften (soll ja nicht so selten vorkommen..) dann wird ja auch nicht die zweite erst nach vier Jahren gemacht oder ohne AHB.

Eigentlich hätte ich diesesmal auch gerne darauf verzichtet, aber da die OP doch größer wurde als geplant hat mein Operateur mich überzeugt.

Aber auf die vielen Rehas wird gar nicht eingegangen in der Begründung.

Ich war gestern zuerst so genervt dass mir durch den Kopf ging: was quäle ich mich eigentlich wenn viele sagen ich bin nicht mehr arbeitsfähig, dann stelle ich halt den Rentenantrag und gut ist. Ständig werden einem nur Steine in den Weg gelegt mit halbseidenen Begründungen und die letzten 2 Jahre hab ich mir so ja auch nicht ausgesucht. Dann habe ich den ganzen Vormittag nur verömmelt und nichts vernünftiges getan, so frustriert war ich, dann habe ich ein Stunde geschlafen und einen Spaziergang gemacht, und dann reifte mein Kampfesgeist wieder und der Gedanke: "Mit mir nicht!" nahm immer mehr Raum ein.
Daraufhin habe ich einen ausführlichen, 2 seitigen Widerspruch geschrieben, warum die Ablehnung jeglicher Logik entbehrt, deutlich und fordernd, nicht unhöflich.

Das habe ich heute Morgen schon mal vorneweggefaxt, die Anlagen bekommen sie per Post nachgeschickt, sobald die Begründung meines Neurochirurgen bei mir angekommen ist, die wird wohl laut telefonischer Auskunft heute losgeschickt.

Und es geht mir seit dem so viel besser :D ich habe so richtig gemerkt dass ich in dem Brief meine gestaute Wut über die Dreistigkeit mancher Gutachter loswerden konnte. Ob es hilft werde ich sehen, aber es musste sein.

LG, Elke
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Pauline69
Geschrieben am: 30 Jul 2020, 14:41


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Hallo Elke,

gut gemacht!!!
Ich kann mir das eigentlich auch nur damit erklären, dass sie denken, Du bist sowieso krank geschrieben und zur Zeit nicht arbeitsfähig, warum dann einen AHB....
Ich kenne einige Leute, mich inclusive, die innerhalb einer sehr kurzen Zeit mehr als eine AHB hatten und problemlos genehmigt bekommen haben.
Ich kenne es sogar so, dass bei der Beantragung durch das Krankenhaus nicht einmal abgewartet wurde, bis es einen offizielle Genehmigung gibt. Zumindest war es beide Male bei mir so.
Meine Rehas haben beide begonnen, bevor ich die Zusage der Rentenversicherung hatte.

Ich drücke Dir ganz fest die Daumen!

Liebe Grüße
Pauline
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milka135
Geschrieben am: 30 Jul 2020, 17:35


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Hallo Elke,
freut mich erstmal das alles auf dem Weg "Widerspruch" ist.🙂

Aber hatte dort jemand zu viel Langeweile 🤔. Ich dachte nämlich, dass einem nach jeder Wirbelsäulen-Op eine AHB zusteht.

Gut mir wollte im Krankenhaus die Sozialtante keine AHB beantragen. Ihre Begründung: "Weil, mir keine Zustände und mir auch abgelehnt wird." Ich habe diese Sozialtante trotzdem eine AHB beantragen lassen und auch eine AHB bewilligt bekommen damals.😛

Ich drücke dir fest die Daumen, dass deine AHB durch

Liebe Grüße
Milka 🌻

Bearbeitet von milka135 am 30 Jul 2020, 17:37
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blumi
Geschrieben am: 11 Aug 2020, 17:50


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Hallo,

daumendrücken hat geholfen, AHB ist bewilligt.

Widerspruch lohnt sich, nicht nur für die Psyche, sondern auch für den Geldbeutel :D

Die Begründung habe ich noch nicht schriftlich, aber heute schon den Anruf bekommen.

Dann kann ich also in einer Woche meine vierte ( und hoffentlich erst mal die letzte) Reha in 2 Jahren starten.

LG, Elke
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