Bandscheiben-Forum

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> Erfahrung nach Operation, Wie hat Euch die Op geholfen
christine65
Geschrieben am: 20 Aug 2020, 09:57


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Hallo,

Ich würde gerne wissen, Ob Euch Operierten die OP geholfen hat, oder ob ihr danach Euch besser bewegen konntet, war ein Unsicherheitsgefühl, ist die Belastbarkeit besser?
Habt ihr die Op bereut oder seid Ihr froh darüber?

Ich möchte gerne wissen of sich die Op im LWS Bereich lohnt.

Herzliche Grüße und Danke im Voraus für Eure Antworten.

Christine
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blumi
Geschrieben am: 20 Aug 2020, 10:19


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Hallo Christine65,

Ich hatte zwei Operation an der Lendenwirbelsäule,

Die erste war 2019 aufgrund eines Bandscheibenvorfalls L4/5 mit Quadrizepsparese. Nach der OP könnte ich wieder Treppensteigen, also hat sich die OP definitiv gelohnt, vorher ging das mit dem linken Oberschenkel kaum mehr.


Die zweite war jetzt im Juli eine Dekompressions- OP bei Facettengelenkszyste mit Radikulokompression L5 und Spinalkanalstenose. Die L5- Nervenschmerzen waren vorher so ätzend, dass ich 600 mg Tilidin am Tag sowie 2700 mg Gabapentin brauchte und auch darunter nurnoch ein paar Meter ohne Schmerzen gehen konnte.
Jetzt brauche ich kein Tilidin mehr, und habe Gabapentin auf 1200 mg reduzieren können. Ich gehe reichlich spazieren.An der Stabilität muss ich noch arbeiten ( bin seit heute in der Reha). Also hat sich die OP definitiv auch gelohnt.

LG, Elke
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karin59
Geschrieben am: 20 Aug 2020, 12:51


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Hallo Christine,

Du möchtest wissen ob DIE Operation geholfen hat. Meinst Du das allgemein ? Denn es gibt ja die unterschiedlichsten OPs in der Richtung.

Anschliessend an Elkes Erfahrungen kann ich mit einer Versteifung aufwarten.
Diese hat mir sehr geholfen. Ich habe vorher so manches Mal vor Schmerz nicht mehr laufen oder stehen können.
Es sind nun schon viele Jahre vergangen und ich muss sagen, für mich war es ein Erfolg.
Man darf seine Erwartungen aber nicht so hoch stecken, denn meist ist man nicht schmerzfrei hinterher und es kommt auch vor, dass mit Einschränkungen weiter gelebt werden muss.
Trotzdem kann man von einem Erfolg sprechen, wenn sich die Lebensqualität verbessert hat.
Und man muss in jedem Fall mit viel Zeit rechnen, bevor eine Verbesserung dauerhaft zu verzeichnen ist.
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milka135
Geschrieben am: 20 Aug 2020, 15:34


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Hallo Christine,
es kommt natürlich auch immer darauf an was der Op-Grund/Op-Indikation war und wie lange man damit schon herumläuft.

Wie der Rest der Wirbelsäule aussieht.

Ob die Op-Indikation/Ort mit ca. 3 diagnostisch-therapeutischen Einspritzungen angesichert wurden sind. Denn nicht alles was nach Schmerzort aussieht, macht auch Schmerzen,...

Liebe Grüße
Milka :;

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Nanu
Geschrieben am: 21 Aug 2020, 14:08


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Hallo Christine,

so pauschal kann man das leider nicht sagen. Ich hab auch im Bekanntenkreis die verschiedensten Fälle. Die einen sind super glücklich und dann gibts die anderen Fälle die seit dem dem nur noch Probleme haben, waren allerdings verschiedene Verfahren und Indikationen.

Daher hab ich auch sehr lange gehadert, zumal ich auch noch relativ jung bin. 2014 hab ich ne Nucleoplsatie machen lassen. An dem Verfahren scheiden sich sowieso die Geister. Ob es geholfen hat oder nicht vermag ich nicht zu beurteilen, ich vermute dadurch wurde die Op nur rausgeschoben. Danach wars erst mal besser und irgendwann wurde schleichend wieder schlechter, bis ich zuletzt massive Probleme hatte die wir konservativ aufgrund massiver Entzündungen nicht mehr in Griff bekommen haben, denn alle 2-4 Wochen Kortison spritzen und zusätzlich Schmerzmittel zu nehmen ist keine Dauerlösung. Anfang Juli wurde dann ne Dekompressions-Op durchgeführt, bei der Teile der Facettengelenke und 3 Bandscheibenvorfälle entfernt wurden. Ich gehe im Moment noch nicht wieder arbeiten, aber ich bin aktuell zufrieden mit dem Ergebnis. Der Fuß bleibt beim Laufen kaum noch hängen, die Gehstrecke hat sich verlängert und ich kann wieder einigermaßen sitzen ohne dass mir nach 5 Minuten Hinterteil abwärts einschläft. Allerdings hab ich an ner anderen Stelle im Fuß Taubheitsgefühle, die mich jedoch weniger stören und hoffentlich noch ganz verschwinden. "Belastbar" bin ich noch nicht wieder. Gewichte über 2 kg brauch ich im Moment nicht tragen. Dafür ist der Rücken noch zu instabil. Die Beweglichkeit ist bei mir deutlich besser, wobei genau das im Moment auch eine Gefahr darstellt, da ich eher überbeweglich bin und gucken muss, das ich dadurch nix neues Provoziere. Denn entgegen der Aussage der Ärzte sind die Rückenschmerzen verändert und zurück gegangen(nicht weg aber meist ohne Schmerzmittel halbwegs aushaltbar). Bei mir ist es eher so, dass ich denke, wir hätten den Schritt der Op vielleicht früher wagen sollen. Andererseits haben wir vorher alles ausprobiert, so dass man sich keine Vorwürfe machen muss wenn irgendwann was nach kommt.

Es ist wie meine Vorschreiber schon gesagt haben. Die Indikation muss stimmen und die Erwartungen sollten nicht zu hoch sein. Mein Doc meinte mal die einzige Wirbelsäulen die man verhindern könne sei die erste. So ist das natürlich auch nicht ganz korrekt. Aber den weiteren Verschleiß hält man mit einer Op leider nicht auf und der Rücken ist weiterhin eine Schwachstelle um die man sich kümmern muss.

Liebe Grüße
Nanu
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mdt003
Geschrieben am: 21 Aug 2020, 18:02


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Hallo Christine,

ich kann zwar noch mit keinem Langzeit-Erfahrungsbericht aufwarten, meine OP war erst im Mai. Aber bei mir war sie aus jetziger Sicht erfolgreich. Ich hatte eine Triceps surae Parese und am Schluss unkontrollierbare Schmerzen. Seit der OP bin ich schmerzfrei und die Kraft im Bein ist schon viel besser, aber noch nicht ganz zurück. Lebensqualität akut gestiegen :-)
Allerdings ist womöglich schon die Bandscheibe im Segment drüber weiter rausgerutscht, MRT folgt demnächst. Aber mei, wäre sonst vielleicht auch gewesen. Wer weiß das schon.

Liebe Grüße und alles Gute für die Entscheidung!
Jessi
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christine65
Geschrieben am: 22 Aug 2020, 12:35


Öfter dabei
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Hallo,

Vielen Dank für Eure Antworten.
Ich habe die kommmende Woche einen Termin beim Orthopäden. Meine LWS Beschwerden haben sich verschlimmert, ich habe Probleme mit dem Stuhlgang, erst geht kaum was, wenn dann, dann sind die Schmerzen nach Stuhlgang leichter, ich kann mich dann etwas besser bewegen. Ist das nun Einbildung, oder hat das etwas mit der LWS zu tun. Hätte gerne nochmal ein MRT.
Falls Ihr mir etwas dazu sagen könnt, ich bitte darum.

Liebe Grüße Christine
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Nanu
Geschrieben am: 24 Aug 2020, 14:06


Stammgast
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Hallo Christine,

zu der Darmproblematik kann ich dir leider nicht wirklich was sagen. Bei mir ist es die Blase, die spinnt und da herrscht unter den Ärzten im Moment 100%ige Uneinigkeit ob das nun Rückenbedingt ist oder nicht...

Aber ich würde es vermuten, dass es da einen Zusammenhang gibt, insbesondere wenn es nach dem Stuhlgang erst mal besser wird und Zeitmäßig auch passt. Mir predigte man zumindest immer, dass Darm/Blasenprobleme davon kommen können und es dann behandlungsbedürftig ist. Ich würd den Orthopäden auf jeden Fall drauf ansprechen. Evtl. ist sowas auch noch von nem Neurologen oder anderen Fachärzten abzuklären, die das besser beurteilen können. Es kann aber auch sein, dass die Ärzte total überfordert sind wenn man sowas anspricht weil es eben nicht so ganz Lehrbuchmäßig ist und die verschiedenen Abstufungen von Grau gerne vergessen werden :hair .

Liebe Grüße
Nanu
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Klausie
Geschrieben am: 24 Aug 2020, 14:29


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Hey,

Ich bin Versteift, L1-L3 mit Wirbelersatz L2, nach einem Trümmerbruch.
Es gab nur Versteifung oder Rollstuhl ... da brauchte ich nicht überlegen.

Natürlich liest man viel negatives, ich hab glaube alle Suchergebnisse damals gelesen .... hatte ja viel Zeit...

Das ist jetz knapp 3 Jahre her und ich komme klar.
Schmerzfreiheit gibt es durch das ganze Metall natürlich nicht.
Sitzten ist ebenfalls ein Problemthema.

Aber davon abgesehen komm ich zurecht, Teile meinen Tag in Blöcke, damit ich Ruhe Phasen habe und auch was schaffe.
Treibe sehr viel Sport und bin froh das es so ist wie es ist.

Meine versteifung war nicht das Ende für mich, auch wenn ich sehr gelitten habe .. kennt bestimmt jeder.
Aber Wille und Disziplin zahlten sich für mich aus.
Lebe ein fast normales Leben wieder und keiner sieht mir die versteifung an! Im Gegenteil, viele können das gar nicht fassen das ich "Was mit dem Rücken" habe.

Jeder Mensch ist anderst, darum kann man nichts pauschal sagen.

Mfg
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Frilanza
Geschrieben am: 31 Aug 2020, 23:42


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Hallo Christiane,

bei meiner Op stellte sich die Frage nicht wirklich, weil ich massive Ausfallerscheinungen hatte. Vor der OP (L4/L5 mit Druck auf S1) waren es der Fußheber- und senker. Schmerzen fast gar keine.

Nach der OP hatte ich heftige Schmerzen, die Fußheberschwäche war besser, dafür war das gesamte Bein lahm, konnte die ersten Tage nur ein paar Meter laufen. Der Heilungsprozess war holprig, aber es wurde stetig besser. Es brauchte ca. ein halbes Jahr und viel Physio, bis ich mich wieder einigermaßen schmerzfrei bewegen konnte und mein Bein wieder zu gebrauchen war.

Eine leichte Beinschwäche ist bis heute nach 1,5 Jahren geblieben (Quadrizeps/Peroneus), kann aber auch daran liegen, dass ich nicht konsequent genug trainiert habe.

Im Rückblick würde ich mich wieder für die OP entscheiden, auch wenn es keine einfache Zeit war. Immerhin habe ich jetzt keine Rückenschmerzen mehr und kann wieder auf dem Bauch schlafen, was vorher 20 Jahre lang nicht mehr möglich war :)

Alles Gute für die richtige Entscheidung,
Karin
PM
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