Bandscheiben-Forum

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> Synovialzyste LWS 4/5, OP der HWS zur Stabilisierung???
teddybär2013
Geschrieben am: 03 Sep 2020, 14:01


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Synovialzyste LWS 4/5

hallo, schön dass es euch gibt. Ich habe schon einiges gelesen hier, eine Lösung meines Anliegens konnte ich allerdings nicht finden.

Mittlerweile habe ich eine Ärzte- Odysse hinter mir.

Ich habe folgendes Problem:

nach dauerhaften Schmerzen in den Händen mit Taubheitsgefühlen, kribbeln und Kraftverlust wurde bei mir 2017 der Karpaltunnel geöffnet. Die Symptome waren nach der OP kurzfristig weg, kamen aber ein halbes Jahr später wieder zurück.
Es wurde ein neues Röntgenbild angefertigt und ich bekam die Diagnose Minus- Variante. Kurze Zeit später bekam ich zusätzlich Schmerzen in den Schultern. Es wurden mehrere MRTS angefertigt, die alle keinen nennenswerten Befund erbrachten. Eine Minus Variante lag nicht vor. Ich bekam zu den üblichen Schmerzmittteln Physiotherapie verordnet.
Alles ohne Erfolg. Es wurde ein zusätzliches MRT von meiner HWS angefertigt und ein Bandscheibenvorfall zwischen den Wirbeln 5 und 6 diagnostiziert. Eine verordnete manuelle Therapie brachte endlich Erfolge. Die Schmerzen in den Schultern und in den Händen waren weg. Die Erfolge sind aber immer nur von kurzer Dauer und eine neue Verordnung bekomme ich nicht mehr. Stattdessen habe ich im März eine Verordnung zum Reha- Sport bekommen. Dort war ich 2 x und dann kam Corona...

Bei einer Übung die meine LWS stärken sollte kam es dann im März zu einem dramatischen Zwischenfall und ich habe seitdem unerträgliche Schmerzen. Ich bekam nochmals eine Verordnung zur manuellen Therapie aber auch die brachte diesmal keine Besserung. Da Reha- Sport immer noch nicht stattfindet habe ich mich in einem Fitness- Studio angemeldet . Aber je mehr ich sportlich mache umso schlimmer wird es. Ich übe einen stehenden Beruf aus und bin seit März mittlerweile 6 Wochen ( mit Unterbrechungen) krank geschrieben. Außerdem sind die Schmerzen in den Händen und Schultern wieder da. Zusätzlich habe ich jetzt noch unendliche Schmerzen in der Pobacke/ Hüfte, und im dicken Zeh und Missempfindungen in der Wade. Ich kann nicht mehr stehen oder weite Strecken laufen. Sobald ich mich setze oder lege wird es sofort besser um nach dem Aufstehen nur noch schlimmer zu werden. Ende August wurde dann auch von meiner LWS ein MRT angefertigt. Als Diagnose bekam ich dann:

SYNOVIALZYSTE (1,2 cm x 1 cm x 0,8 cm) zwischen dem 4/5 LW.

Die einzige Möglichkeit die mir bleibt ist, scheinbar eine OP.

Damit aber nicht genug: Man will zuerst meine HWS operieren und stabilisieren da es bei einer OP an der LWS zu einer Verschlimmerung der HWS kommen kann.

Muss das wirklich sein?

Die OP an der LWS finde ich schon schlimm genug. Abgesehen von meinem Arbeitsausfall.....

Kann man die HWS nicht auch anders stabilisieren?

Ich arbeite als Arbeitspädagogin und bewerte täglich die Arbeitsfähigkeit von Leuten die an der Wirbelsäule operiert wurden. Im Moment bekomme ich gerade eine Panikattacke nach der anderen. Ich will keine OP an meiner HWS!
Ich bin gespannt auf eure Antwort
MfG Teddybär2013
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teddybär2013
Geschrieben am: 03 Sep 2020, 14:02


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Sorry ich habe mich im falschem Unterforum verewigt :kopf
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blumi
Geschrieben am: 03 Sep 2020, 16:56


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Hallo Teddybär,

Wenn deine HWS- Beschwerden prinzipiell auf manuelle Therapie ansprechen halte ich es nicht für sinnvoll, die HWS zu operieren. Natürlich hast du jetzt wieder HWS- Beschwerden denn deine LWS- Problematik sorgt ja dafür, dass deine Statik aus dem Lot kommt. Die müssen halt bei der OP auf die HWS aufpassen, aber das müssen die auch bei einer operierten HWS.

Das mit der Synovialzystenentfernung habe ich gerade durch, vielleicht hast du meinen Beitrag unter Operationen gelesen. Wenn die Symptome machen müssen die tatsächlich meistens operiert werden, man kann noch versuchen die Teile abzupunktieren und Cortison zu spritzen, aber das geht nur wenn die rein Flüssigkeitsgefüllt sind, und auch dann kommen die häufig wieder.

Bei mir musste zur Zystenentfernung leider eine Hemilaminektomie durchgeführt werden, da es anders nicht möglich war ( eigentlich sollte nur gefenstert werden). zur Zeit bin ich in Reha und arbeite an meiner Stabilisation was mir zur Zeit ganz gut zu gelingen scheint, so dass ich denke, die Entscheidung, keine Versteifung durchzuführen, war eine gute.

Natürlich kann es sein, dass durch die OP und durch die Rekonvaleszens die HWS- Problematik noch mal akut wird, aber dass muss ja nicht zwingend so sein.

Hol dir im Zweifelsfall noch eine zweite Meinung.

LG, Elke
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teddybär2013
Geschrieben am: 03 Sep 2020, 18:05


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Hallo Blumi,

mir wird nach dem Lesen Deiner Antwort ganz schlecht.

Man hat mir zwar erzählt dass es nicht mit einer Blinddarm- OP zu vergleichen ist aber doch als Routine- Eingriff gelten kann.
Es wird "lediglich" ein ca 3 cm Schnitt gesetzt, Muskeln und Gewebe vorsichtig zur Seite geschoben und die Zyste entfernt. Dauert etwa eine Stunde auf Grund der Enge. Von einer Hemilaminektomie oder Versteifung war keine Rede. :heul

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Bearbeitet von Juergen73 am 03 Sep 2020, 18:32

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teddybär2013
Geschrieben am: 03 Sep 2020, 18:06


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und hier meine HWS

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Bearbeitet von Juergen73 am 03 Sep 2020, 18:34

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blumi
Geschrieben am: 04 Sep 2020, 05:11


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Hallo Teddybär,
Das tut mir leid, ich wollte dir sicherlich keine Angst machen.
Die Operateure müssen ja irgendwie an die Zyste herankommen.
Geplant war bei mir dafür ja auch nur, zu Fenstern, d.h. von dem Wirbelbogen ein kleines bisschen auszudünnen damit der Zugang zwischen den Wirbelbögen etwas erweitert wird.
Dass dann der Wirbelbogen dran glauben musste hatte etwas mit meinen anatomischen Besonderheiten zu tun, die du vermutlich nicht hast. ( meine Wirbelbögen gehen steiler nach unten, als sie es normalerweise bei L4/5 tun, da sind sie eigentlich relativ flach).
Mit der Versteifung begründen einige Operateur damit, dass man davon ausgeht, dass die Zysten durch Instabilität entstehen und insofern die Gefahr besteht, dass eine Operation diese noch verstärkt. Mein Operateur meinte dazu gut Erfahrungen damit gemacht zu haben, das nicht zu tun, allerdings gehöre danach ein Konsequentes Rückenmuskulatur- Training dazu.
Das Bild deiner Zyste sieht fast wie meins aus :z , die Teile sind nicht so häufig, da hast du dir etwas besonderes ausgesucht.

Was deine HWS angeht, da sind die Liquorräume zwar aufgebraucht, aber das Rückenmark nicht eingeengt. Insofern würde ich, sofern du keine motorischen Ausfälle hast, dem noch Zeit für die Heilung geben. Sind denn die Reflexe und die Kraftgrade unauffällig und sind schon mal Neurologische Messungen durchgeführt worden?

LG, Elke
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teddybär2013
  Geschrieben am: 04 Sep 2020, 08:02


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Guten Morgen allerseits

Guten morgen Blumi,

ich bin jetzt 56 Jahre und überzeugter Single. Von Beruf bin ich Hauswirtschafterin und Dipl. Oecotrophologin. Fast 30 Jahre verbrachte ich in der Großküche oder Gastronomie, 10 Jahre hatte ich eine eigene Wäscherei. Fast mein ganzes Berufsleben habe ich gestanden, geschleppt und war immer in Bewegung. Nebenbei bin ich in den letzen 10 Jahren mehrmals umgezogen oder habe Wohnungen entrümpelt und aufgelöst. Und dann gibt es noch einen vierbeinigen kleinen Prinzen :s der täglich seine Bewegung und Beschäftigung einfordert. Leider bin ich auch stark übergewichtig und habe die Statur eines Sumo- Ringers.
In Anbetracht all dieser Faktoren sieht meine Wirbelsäule noch sehr gut aus (ist meine bescheidene Meinung :z ) Rückenschmerzen habe ich bis vor 5 Jahren nicht gekannt, aber von den Ärzten werde ich immer nur auf mein Gewicht reduziert :traurig2


Zitat

Das Bild deiner Zyste sieht fast wie meins aus zwinker.gif , die Teile sind nicht so häufig, da hast du dir etwas besonderes ausgesucht.


Auf diese Besonderheit hätte ich gerne verzichtet.

Zitat

Was deine HWS angeht, da sind die Liquorräume zwar aufgebraucht, aber das Rückenmark nicht eingeengt. Insofern würde ich, sofern du keine motorischen Ausfälle hast, dem noch Zeit für die Heilung geben. Sind denn die Reflexe und die Kraftgrade unauffällig und sind schon mal Neurologische Messungen durchgeführt worden?



Neurologische Messungen sind vor meiner Karpaltunnel- Öffnung gemacht worden, die meiner Meinung nach, im nachhinein unnötig war. Die Beschwerden im Nacken fingen erst so richtig an, als mir ein Physiotherapeut den "Kopf richtig" setzte. Danach bin ich bei einer Therapeutin gelandet die "goldene Hände" hat. In 20 Minuten schafft sie es alle meine Verspannungen zu lösen. Ich gehe mit Schmerzen auf die Liege und stehe ohne Schmerzen wieder auf. Leider ist dieser Zustand immer nur von kurzer Dauer. Wenn ich morgens aufstehe ist der alte Zustand wieder da. Meine Therapeutin ist der Meinung es liegt an meiner beruflichen Situation; 6 Jahresverträge bei 3 Arbeitgebern in 7 Jahren stabilisieren nicht unbedingt die Psyche.


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blumi
Geschrieben am: 04 Sep 2020, 13:14


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Hallo Teddybär,

Wie schläfst du?
Ich kann, wenn die HWS Ärger macht, mit dem Kopf nur ganz flach schlafen, wenn es besser ist geht in Seitenlage auf einem Nackenkissen. Ein normales Kissen geht gar nicht. Wenn du Morgens die meisten Probleme hast musst du vielleicht noch mal deine Schlafposition überdenken.
Ansonsten würde ich schon noch mal einen neurologischen Ausgangsstatus machen lassen, und dabei nicht nur die Nervenleitgeschwindigkeit, sondern auch ein EMG, wenn das und die Reflexe in Ordnung sind brauchst du dir wegen der HWS zunächst keine Sorgen machen und kannst dich in Ruhe der Zyste zuwenden.

Falls doch eine HWS- OP nötig ist, keine Panik. Das ist weniger schlimm, als es sich anhört. Da wird ein kleiner Schnitt vorne in der Halsfalte gemacht, Bandscheibe entfernt, Cage rein, und das war es schon. Klar braucht alles Zeit zum Heilen, aber solange es nicht mehrere Etagen mit Platten und Schrauben sind ist das auch eine Routineoperation.
Solltest du die aber vermeiden können, um so besser.

LG, Elke
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teddybär2013
Geschrieben am: 04 Sep 2020, 16:22


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hallo in die Runde,

die Idee mit dem Neurologen finde ich gut aber wahrscheinlich gibt es den nächsten Termin erst in 4 Monaten ???

Gleich zu Beginn meiner Schwierigkeiten mit der HWS habe ich mein komplettes Bett renoviert: Neue harte und höhere Matratze und Lattenrost, dicke Kopfkissen raus und ein flaches kleines rein. Zum Einschlafen brauche ich eine Nackenrolle, die ich aber im Laufe der Nacht aus dem Bett werfe.

Schmerzen im Nacken habe ich nicht, wohl aber in der Schulter und ein ständiges Kribbeln in den Händen. ich habe in einem Jahr mehr Porzellan zerdeppert wie in 30 Jahren nicht. Hier habe ich bisher bei Bedarf Novamin 500 genommen. Die helfen allerdings nicht bei meinem Rücken. Hierfür nehme ich Celcoxib 100 mit mäßigem Erfolg.

Zitat

Falls doch eine HWS- OP nötig ist, keine Panik. Das ist weniger schlimm, als es sich anhört. Da wird ein kleiner Schnitt vorne in der Halsfalte gemacht, Bandscheibe entfernt, Cage rein, und das war es schon. Klar braucht alles Zeit zum Heilen, aber solange es nicht mehrere Etagen mit Platten und Schrauben sind ist das auch eine Routineoperation.


Wenn ich das als Laie richtig beurteile ist meine HWS nicht mehr die Beste. Es knirscht und kracht ganz schön im Inneren. Aber genaueres erfahre ich erst am Montag. Zuerst die HWS behandeln heißt auch länger mit den Schmerzen im Rücken leben und eine Gewißheit ob nicht im Hals danach die "Naht neben dem repariertem Saum" reißt habe ich auch nicht.

Alles sehr unbefriedigend


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teddybär2013
Geschrieben am: 07 Sep 2020, 21:51


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Hallo an alle LeserInnen

da bin ich wieder.

heute hatte ich meine Besprechung. Folgendes ist herausgekommen:

- meine HWS bleibt verschont, da keine neurologischen Ausfälle
- OP an der LWS ist nächsten Montag
- der Eingriff erfolgt nicht minimalinvasiv
- Die Bandscheibe will man erhalten da sie noch die normale Höhe hat
- anschließend gibt es 3 Wochen ambulante Reha mit Schwerpunkt auf meine HWS
- Am Freitag ist der nächste Termin für das Aufnahmegespräch

Montag Aufnahme und OP finde ich schon sehr befremdlich. Hoffentlich liege ich zeitlich irgendwo dazwischen

LG und Gute Nacht

Andrea ( Mama von Prinz Teddybär )



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