Bandscheiben-Forum

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> Verschlimmerungsantrag stellen?, Hat das Chancen?
blumi
Geschrieben am: 07 Sep 2020, 19:45


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Hallo zusammen,

Auf meinen Antrag von November 2019 hatte ich ja einen GDB von 30 bekommen.
Seit dem ist bei mir ja leider einiges dazugekommen:
- die aktivierte Spondylarthrose der LWS
- die neurologischen Ausfälle der Arme durch die Spinalkanalstenose und Bandscheibenvorfall C6/7, wo auch nach Cagefusion eine Restschwäche links besteht
- die Neuroforamenstenosen C5/6 links ( auf Prothesenhöhe) die zu chronisch neuropathischen Schmerzen C6 links führt, mit Behandlung mit Gabapentin und Duloxetin
- die jetzt durchgeführte Hemilaminektomie wegen der Facettengelenkszyste, die die Stabilisation erschwert
- und noch dazu die Retropatellararthrose und Gonarthrose im rechten Knie, die in Kombination mit den Rückenproblemen jegliches Heben quasi verunmöglicht ( nicht übers Knie und nicht über den Rücken Heben geht halt nicht).

Insofern dachte ich ein verschlimmerungsantrag in der Hoffnung auf einen GdB von 50 wäre nicht ganz unrealistisch.
Zumindest glaube ich nicht, dass dies meinen jetzigen GdB mindern kann.

Wie schätzt ihr das ein?

LG, Elke

Bearbeitet von blumi am 07 Sep 2020, 19:46
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Andreas 2
Geschrieben am: 11 Sep 2020, 11:28


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Hallo Elke,

hast Du den GDB 30 wegen der LWS oder HWS ?

Es werden LWS & HWS beim Verschlimmerungsantrag nicht zusammen gezählt.

So war es beim mir ich hatte erst GDB 30 wegen meiner Versteifungen HWS.

GDB 60 Merkzeichen G wegen meiner Versteifung LWS & Schmerzsyndron.Sonst hätte ich
beim Addieren LWS & HWS ja GDB 90.

Gruß
Andreas
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Schnütchen
Geschrieben am: 11 Sep 2020, 11:50


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Hallo Andreas,

Da haste Glück gehabt, das du 60 % bekommen hast :up

Icch selbst bin HWS versteift, bin LWS versteift (L4-S1), habe auch chron. Schmerzsyndrom, Migräne, Kniearthrose, Fibromyalgie und habe mit Ach und Krach 50% erreicht.
Eine Selbstverständlichkeit ist das nicht, so hoch eingestuft zu werden, eher dann weniger.

Gruß Ute
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blumi
Geschrieben am: 11 Sep 2020, 12:07


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Hallo Andreas,

den GdB 30 habe ich wegen der LWS und der HWS, ich habe den Antrag im November gestellt, da hatte ich bereits eine HWS und LWS-OP hinter mir sowie das chron. Schmerzsyndrom an der HWS. Meine damals bestehende Blasenlähmung haben die ehedem nur als leichte Reizblase gewertet, das hat sich auch dahingehend gebessert als dass das jetzt der damaligen Einschätzung entspricht. :z

Nun ist aber noch ein bischen dazu gekommen, und daher dachte ich, ein Versuch ist es wert. Da alles, was ich aufgelistet und in seiner Konsequenz beschrieben habe, neu dazu gekommen ist, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass mir die 30 aberkannt werden. Ob es für die 50 reicht? Wäre natürlich schön....

LG, Elke
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wassermann13
Geschrieben am: 16 Sep 2020, 08:15


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Hallo Elke,
ich habe nach meiner Spondy LWS auch einen Verschlechterungsantrag gestellt, ich hatte vorher 30%.
Die 30% waren hauptsächliche durch die Spondy HWS und Sulcus Ulnaris Syndrom Ellenbogen/Arm.
Ich habe nach dem Verschlechterungsantrag 50% unbefristet bekommen.
Wichtig sind die Einschränkungen die du hast, wirklich explizit aufschreiben, welche Einschränkungen du jeden Tag bei welchen Arbeiten hast, welche Schwierigkeiten du hast, wo du Hilfe brauchst, welche Sachen du nicht mehr machen kannst...
Ich würde es versuchen, da ich mir bei den Diagnosen auch kaum vorstellen kann, dass sie dir die 30% wieder wegnehmen.
Drücke dir die Daumen.
LG Anja
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milka135
Geschrieben am: 18 Sep 2020, 18:27


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Hallo Elke,
ich mache dir nicht viel Hoffnung, dass du wegen "Rücken" trotz OP´s, Folgen,... 20 GdB´s mehr bekommst.

Mich wollte der Verein/Amt mit einem Gesamt-GdB von 30% bei meinen ganzen Erkrankungen abspeisen. (Du weist ja, dass ich nicht die Gesündeste war und bin und schon allein auf den Wasserkopf schon ein GdB von 30% steht.) Dann haben sie mir gnädigerweise 40% gegeben.

Dann bin ich vor´s Gericht.
Da hatte ich auch Gutachter die mir Merkzeichen gegeben hätten. Aber das Amt nicht so sah, hat das Sozialgericht entsprechend dem Amt entschieden und mir nach 5 Jahren einen Gesamt-GdB von 70% gegeben.
Da ist war 70% Hirnschaden,
10% Wirbelsäule (trotz Nervenschäden, schmerztherapeutischer Mitbetreuung einschließl. Opiate,...),
50% neurog. Blase,... dabei!!!!
Bei einem Hirnschaden 70% ist es auch ohne Wirbelsäule eine KANN -SACHE Merkzeichen zubekommen.

Nach dem meine ständigen Dünndarmverschlüsse einen Namen bekommen haben. Hatte ich es noch mal versucht! Da gab es zumind. auf anhieb für meinem Bauch einen GdB 20% und so liege ich heute seit 2019 bei Gesamt-GdB von 90% ohne Merkzeichen.

Du hättest es über die Rehaklinik beantragen lassen sollen.

Wenn du weitere Fragen hast zu dem ***-Verein kannste mir gerne eine PN schreiben! Sorry, ich konnte mir meine Wut und Ironie nicht verkneifen bei dem Thema.

Liebe Grüße,
Milka :;

wer weiß wer hier alles mitliest.

Bearbeitet von Juergen73 am 18 Sep 2020, 19:12
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milka135
Geschrieben am: 18 Sep 2020, 18:33


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Hallo Andreas,
hierzu:
Zitat (Schnütchen @ 11 Sep 2020, 11:50) 

Da haste Glück gehabt, das du 60 % bekommen hast

ein GdB von 60% sei dir gegönnt!

:klatscht :klatscht :klatscht

Wann hast du den Schein beantragt? Jetzt Knastern die und halbieren die doch nur wo diese Amt kann. Selbst bei Kniegelenkersatz (sehe es bei meiner Mutti)!

Liebe Grüße
Milka :;
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blumi
Geschrieben am: 18 Sep 2020, 19:05


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Hallo Milka,

deinem Ärger kann ich nur zu gut verstehen, meine neurogene Blasenentleerungsstörung hätten die eigentlich auch schon alleine mit 50 einklassifizieren müssen, da mehr als gar nicht funktionieren ja eigentlich nicht geht.
Als die mir die 10 für eine leichtgradige Entleerungsstörung zuteilten, habe ich dem Amtsarzt auch mal so eine leichtgradige Entleerungsstörung gewünscht, bei der Entleerung nur mit Katheter geht. Glücklicherweise hat sich das ja in der Zeit des erfolglosen Widerspruchs gebessert, so dass ich nur 300 unnötige Euro für den VDK hinausgeworfen habe (ich glaube selbst hätte ich es besser formuliert, bin aber keine Juristin sondern nur juristisch erzogen von Seiten meines Papas :z ), und nicht noch dagegen klagen musste, da sich das mit dem Kathetern ja jetzt glücklicherweise gegeben hat.

Ich habe es einfach mal probiert und in aller Ausführlichkeit die Einschränkungen beschrieben, wahrscheinlich war es umsonst. Aber da ich mir den ganzen Zusatz-Mist ja nicht ausgesucht habe, dachte ich, ein Vesuch schadet ja nicht. Die OPs haben ja nichts beseitigt was im letzten Herbst schon Vorlag sondern nur gebessert was neu dazugekommen ist, und einiges ist ja nur neu dazu gekommen (wie z.B. die retropatellare Knorpelglatze)

LG, Elke
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milka135
Geschrieben am: 20 Sep 2020, 02:06


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Hallo Elke,
das hier:
Zitat (blumi @ 18 Sep 2020, 19:05) 

Die OPs haben ja nichts beseitigt was im letzten Herbst schon Vorlag sondern nur gebessert was neu dazugekommen ist

wird das Amt nicht so sehen. Weil, eine Op nach deren Ansicht alles heilelt. :kopf

Bzw. dir sagen wird, dass man den so genannten "Dauerschaden" erst nach 6-24 Monaten abschätzen kann und dich bitten, noch mal einen Antrag in 6 Monaten zustellen. Ist mir 2016 nach meiner 1. Halswirbelsäulen-Op mit Cage passiert.

Bandscheibenoperationen oder nur einzel Nervenwurzel freifräsen (Weil, Versteifung so eine Sache wäre.) überhört das Amt offensichtlich.
Einzel-GdB für LWS soll es wohl erst ab langstreckiger Versteifung geben.

Dieses Amt weis wie es die Einzel-GdB´s verteilelt. Man hätte ja, bei mir auch die Nervenschäden auf die Wirbelsäule rechnen und nicht alles einzeln nehmen!
Nächstes Problem die Ärzte haben im Rahmen der Antwort keinen Bericht geschrieben, sondern nur die Akte geschickt.

Nächstes Problem ist Schmerzen sind leider unsichtbar!

Auf deine PN antworte ich dir in den nächsten Tagen. Es ist grusselig. Denn lt. dem WS-Chirurgen müsste die gesamte LWS versteift werden. Habe aber mit 2 Radiologien, 2 Neurochirurgen und 1 Neurologen gesprochen.

Liebe Grüße
Milka :;
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