Bandscheiben-Forum

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> ventrale Diskektomie und Cageinterposition HWK 6/7, Medikamentierung nach OP und weiteres
blumi
Geschrieben am: 17 Sep 2020, 15:22


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Hallo Ulm,

ich hoffe du nimmst mir meine Antwort nicht übel. Vielleicht ist es auch einfacher, als ich denke, dagegen vorzugehen, aber wenn du Pech hast, hat der Orthopäde eine Untersuchung dokumentiert, die er nicht gemacht hat, und dann steht Aussage gegen Aussage....Das es übel ist, wenn einem Ärzte nicht zuhören, das Erlebnis hatte ich ja auch.
Bei mir war es letzten Sommer so, dass ich bei stärkerer Belastung beim Arbeiten im OP ein Zittern in der Hand bekam, das aber aus einem Kraftverlußt im Arm herrührte. Vorstellig bei einer ambulanten Neurochirurgin wollte die ein MRT und eine Neurologische Messung (NLG und EMG) Nach langem Warten auf einen Neurologentermin machte diese einige Test die für ein Karpaltunnelsyndrom spezifisch sind und die alle negativ waren, dann maß sie die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) und meinte ein beidseitiges dezentes Karpaltunnelsyndrom diagnostizieren zu wollen. Auf meine Aussage, dass ich für ein Karpaltunnelsyndrom keine symptome habe und die Messungen rechts lediglich einen Restschaden bei Z.n. operiertem Carpaltunnel dokumentierten ging sie nicht ein. Meine Frage, ob es sich nicht auch um eine Nervenwurzelkompression handeln könne, und ob es dann nicht sinnvoll wäre ein Elektromyogramm der Kennmuskeln durchzuführen, wurde mit der Bemerkung, dass sie das bei den geringen Symptomen (die immerhin für mich das Ende meiner Berufstätigkeit bedeutet hätten!) nicht für nötig halten würde.

Bis zum Termin bei einem weiteren Neurologen vergingen weitere 8 Wochen, und bis dahin lag ich bereits mit opereiertem LWS-Bandscheibenvorfall in der Klinik, so dass bis zu einer suffizienten Diagnostik nach Verschlimmerung der Symptome ein halbes Jahr verging (das dann in der neurochirurgischen Praxis, wo ich zuletzt behandelt wurde und die eine Neurologin in der Praxis mit angeschlossen haben). Dort wurde dann auf C7 beidseits ein deutliches chronisches Nervenwurzelkompressionssyndrom festgestellt, ebenso auf C6 links, und leicht bis mäßig auch C5 links. Natürlich chronisch, da ja schon über ein halbes Jahr vergangen war.
Ursache war, neben der Neuroforamenstenose bei C6 auf Prothesenhöhe und einem kleine Vorfall auf C4/5 vor allem die spinalkanalstenose bei C6/7 mit neuroforamenstenosen bds. und einem großen Sequester im Rechten Neuroforamenbereich.

Vieles davon, nicht alles, ist seit der Cegefusion C6/7 und nachfolgender intensiver Ergotherapie gebessert. Ich weiß, dass das ganze im Sommer angefangen hat, aber das zu beweisen wird schwierig.

Sinnvoll wäre es vielleicht mal eine Kraftmessung durchzuführen, in der Ergotherapie hatten die dafür Mess-Geräte, bei denen die Kraft objektiv alters- und geschlechtsspezifisch genormt gemessen werden konnte und so auch der Erfolg gut dokumentiert werden konnte.

LG, Elke
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ULM
Geschrieben am: 19 Sep 2020, 11:50


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Hallo Elke,

ganz klares nein, nehme ich Dir nicht übel.
Wir unterliegen in diesem "Krankenverwaltungssystem" äußeren Zwängen. Da kann man nur bedingt entgegenwirken.
Mein Leidenszeitraum lag zwischen April und September. Also gut mit Deinem vergleichbar.

Im Rahmen der geplanten Reha wird sicher eine Kraftmessung durchgeführt. Falls nicht, werde ich darauf drängen.
Wie sollte sonst der Verlauf dokumentiert werden können?

Alles gute!
ULM
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Pauline69
Geschrieben am: 19 Sep 2020, 13:09


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Hallo ULM,

meine Reha wurde 2x verlängert.
Vorerst wird bei einer orthopädischen Reha immer erst von 3 Wochen ausgegangen.
Da meine motorischen Defizite sehr ausgeprägt waren, wurde ich am ersten Rehatag von orthopädisch auf neurologisch umgestellt. Die Genehmigung seitens der Rentenversicherung dauerte gut 2.5 Wochen, in dieser Zeit lief ich offiziell dort orthopädisch wurde aber bereits neurologisch behandelt. Eine neurologische Reha dauert in der Regel 4 Wochen, sodass ich mit der Verlängerung um 2 Wochen auf die 6 Wochen kam. Bei einer neurologischen Reha hat man wesentlich mehr Einzeltherapien.

In der Ergotherapie haben sie einen genauen Aufnahmebefund erstellt. Und sie hatten ein Gerät, um die Handkraft zu messen. Natürlich haben sowohl der Orthopäde als auch der Neurologe einen Aufnahmebefund erstellt.

Die Armkraftmessungen sind, so glaube ich, immer subjektiv.
Eine objektive Messung diesbezüglich gibt es wohl nicht.
Aber erfahrene Neurologen können das schon recht gut einteilen, zumindest, wenn sie sich Mühe geben und dies nicht mal so ganz schnell husch husch nebenbei machen.

Viele Grüße
Pauline
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.Sophia_
Geschrieben am: 20 Sep 2020, 10:10


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Hallo Ulm,

vielleicht hilft das etwas deinem Verständnis weiter.
Eine Kraftmessung nach Kraftrad wird nicht eingeteilt nach 5 ist die Maximalkraft und 0 ist wenig Kraft sondern wie folgt:

KG 5 = volle Kraft
KG 4-5 = Bewegung gegen starken Widerstand
KG 4 = Bewegung gegen leichten Widerstand
KG 3 = Bewegung gegen die Schwerkraft
KG 2 = Bewegung unter Ausschaltung der Schwerkraft
KG 1 = Muskelkontraktion ohne Bewegung
KG 0 = keine Muskelkontraktion sichtbar

Alles Gute und liebe Grüße
Sophia
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ULM
Geschrieben am: 20 Sep 2020, 12:26


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Hallo Sophia,

vielen Dank, das hilft den Befund besser zu verstehen.

Dir auch alles Gute!
Gruß ULM
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Pauline69
Geschrieben am: 20 Sep 2020, 14:52


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Diese Tabelle drückt es sogar noch etwas genauer aus

Angefügtes Bild
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ULM
Geschrieben am: 20 Sep 2020, 19:07


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... danke Pauline.

Ich hatte ja versucht die verordneten 600er Ibuhexal und die 1500er Ortoton auf 400er Ibu und 750er Ortoton zu reduzieren.
Das hat sich deutlich bemerkbar gemacht und zu Verspannungen geführt. Also wieder hoch dosiert und erstmal wieder entspannt.
Jetzt reduziere ich am Mittag und werde die Mittagsdosis evtl. auch entfallen lassen. Früh und Abend behalte ich die volle Dosis vorerst bei. Also alle 12h eine Einnahme.
Aber irgendwann oder sehr bald werde ich auch diese versuchen zu reduzieren - mal sehen.

VG Ulm
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Pauline69
Geschrieben am: 20 Sep 2020, 20:17


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Hallo ULM,

um die Nackenmuskulatur zu entspannen, solltest Du Dich mehrmals am Tag hinlegen oder zumindest den Kopf gemütlich anlehnen, also den Kopf nicht in aufrechter Stellung halten.
Dann sollte oder müsste es auch mit der Reduzierung der Medikamente klappen.

Viele Grüße
Pauline
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