Bandscheiben-Forum

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> Druck, Brennen, Hörgeräte
claudielle
Geschrieben am: 18 Okt 2020, 08:48


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Guten Morgen liebe Leidensgenossen,

wollte mal fragen, ob hier zwischenzeitlich jemand ist, der auch so einen Druck an den Gelenken und Brennen bei Lockerung oder wenn sie nicht im richtigen Winkel stehen, hat.

Habe Skoliose, Scheuermann-Kyphose BWS, Kielbrust; diverse degenerative Veränderungen (Osteochondrosen, Spondylartrhosen, Skleroisierungen der ISG und in Oberschenkel, Gleitwirbel, Steilstellungen HWS und LWS) und BAndscheibenvorfälle (angeblich ohne Einengung des Kanals, Jedeoch Foramenstenose HWS Mitte) und seit ich Hörgeräte habe (je größer sie werden oder je enger sie sitzen bei zunehmender Schwerhörigkeit, umso schlimmer wird es), kann ich nicht mehr beide BEine nebeneinander stellen oder habe ständig Druck, Brennen, zeitweise Husten, Bauchschmerzen. Ich ertrage einfach keine Hörgeräte mehr im Ohr, dadurch wird entweder das rechte Bein durch Beckenschiefstand zu kurz oder ich kann mich nicht gerade halten, entweder Kopf nach vorne oder ein Bein vor dem anderen, oder extreme Innenrotation oder Außenrotation der Arme und Beine. Habe zusätzlich leichte Hüftdysplasie.

Orthopäden meinen immer nur, das sei muskulär bedingt, Neurochirurg vor ein paar Jahren, meine Beschwerden seien nicht typisch für BSV. Also können es ja nur die degenerativen Veränderungen sein. Aber ich dreh echt durch, habe x Akusitiker und Hörgeräte-Anpassungsversuche durch, es wird immer schlimmer, nicht besser. Habe in den letzten 3 Jahren regelmäßig manuelle Therapie gehabt, aber ohne Erfolg. Physio zieht mir die rechte Seite nach unten, dann habe ich verstärkt Druck oder BAuchschmerzen, und die Träger hängen runter. Wenn ich hinten durch Atmung weite und nach unten breit atme, hängen die Träger der Unterwäsche immer runter. Atme ich normal hoch (Gelenke drehen nach oben eng), komme ich in die Schiefstellung. Atme ich in Drehwinkelatmung nach Lehnert-Schroth gegen die Krümmung, verstärken sich Druck und Brennen. Entweder muss ich extrem vorne Volumen geben oder extrem hinten oder extrem zur Seite in die Breite (und das asymmetrisch), damit die Hörgeräte Platz haben, und sie fixieren dann immer in der Stellung, wie ich beim Abdruck war (also es geht entweder nur eng nach oben oder vorne oder hinten aufgedehnt oder seitlich verschoben und breit inklusive Schultern zu breit und alles zu weit unten. Ich merke, dass diese Eckwirbel/Rotationswirbel immer fest/fixiert sein müssen. Entweder ich strecke die LWS nach oben und HWS, dann gleite ich schräg drüber oder ich drehe breit drum herum, dann kann ich mich nicht geradlig bewegen ohne diesen Druck und nicht tief atmen. Um symmetrisch zu sein und Füße nebeneinander zu stellen, muss ich in und gegen die Krümmung aufdehnen, aber das macht diese Beschwerden.

Noch jemand hier, der im Zusammenspiel mit Skoliose und/oder Kyphose diese Schiefhaltungsprobleme hat und /oder verstärkte Probleme durch Hörgeräte? Irgendeine Idee, was ich machen kann?

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blumi
Geschrieben am: 18 Okt 2020, 15:56


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Hallo Claudielle,
dein Problem ist ja sehr komplex, aber aus der Überlegung heraus, dass die neuen Hörgeräte ja irgend einen Reiz hervorrufen müssen, sind mir drei kleine Ansatzpunkte eingefallen:

1) könnte durch die Hörgeräte ein Druck Richtung Kiefergelenke ausgeübt werden, wodurch ein primärer Problemort (falls eine Craniomandibuläre Dysfunktion vorliegt) oder ein sekundärer Problemort (falls durch BWS/HWS-Problematik auch Probleme am Kiefergelenk hervorgerufen wurden) gereizt wird, was dann auch wieder Einfluss auf die gesamtstatik hat. In dem Fall könnte ein Besuch bei einer CMD-Spezialistin hilfreich sein die dir ggf. auch Übungen dazu zeigen kann.

2) könntest du eine Verspannung/Verkürzung des M. Sternocleidomastoideus haben, der nämlich hinter dem Ohr am Ohr ansetzt und mit einem Teil zum Brustbei zieht und mit dem anderen zum Schlüsselbein. Das halte ich nicht für unwahrscheinlich, da du Probleme mit der BWS und mit der HWS hast. Direkt unter dem Pr. mastoideus, also dem kleinen Vorsprung hinter dem Ohr, liegt da auch so ein Triggerpunkt, den man sich auch ganz gut selbst mittels Druckpunktmassage lockern kann.
Ich mache außerdem (weil der bei mir unheimlich schnell zu macht) so eine Übung, bei der ich mit gegenläufigen Augen und Zungenbewegungen arbeite (also Augen runter, Zunge hoch und umgekehrt, Augen rechts und Zunge links und umgekehrt, immer 10 x eine Richtung, ohne Kopfbewegung, nur Augen und Zunge, geht mit etwas Übung auch in der Schräge), das ist erst einmal sehr anstrengend, lockert aber auf die Dauer gut.

3) Können Verspannungen von zwei hinteren tiefen Muskeln (M.splenius capitis und M. semispinalis capitis - ha, Sophia, hab ich gut von dir gelernt :z ), die z.B. auch für einen Tinitus verantwortlich sein können, durch die Hörgeräte getriggert werden. Dies kann dann umgekehrt wieder zu einem Reiz an der HWS fürhren, was sich dann wiederum auf die ganze Statik auswirkt.

Bei deinen vielen Problemzonen finde ich es nur absolut logisch, dass sich eines auf das andere auswirkt. Ich hoffe, dass du für dich einen guten Ansatz findest.

LG, Elke
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claudielle
Geschrieben am: 18 Okt 2020, 16:30


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Liebe Elke,

vielen Dank für Deine Erläuterungen! Ich massiere selbst schon immer, da wo es drückt, aber bestenfalls ist es am Ende so, wenn ich das GEfühl habe, ohne Hörgeräte ist alles in Ordnung (oder erträglich), dann setze ich die HG rein (alte kleine und ich bin schief, habe insbesondere das BEin-Problem), neuere große und dicke (alles Im-Ohr-GEräte, aber HdO, habe ich auch schon versucht, die wirken dann eben außen mehr durch den Druck von oben, zudem ist der Winkel kaum veränderbar durch den Schlauch zw. Ohrpassstück und Gerät) machen diesen Druck, weil sie mich zwangsweise in die GEgenrichtung drehen lassen (wurden angepasst, als ich korrigierende Übungen nach Lehnert-Schroth gemacht habe). Seit dieser Neuanpassung in der Schroth-Zeit schaffe ich es nicht, besser "passende" oder beschwerdefreie neue anpassen zu lassen. Der letzte Versuch war eben, dass ich zuvor die kleinen alten im Ohr hatte, aber a) fallen sie eben jetzt größer aus und b) kam ich damit zwar mehr in die geradlinige Korrektur-Haltung von früher, aber eben schiefe Haltung.

Ich bin sicher, dass es irgendwie mit der Stellung und Bewegung der Gelenke zusammenhängt, ich muss da aufdehnen (dreidimensional und nicht geradlinig) und den Winkel ändern, und das macht diesen verdammten Druck und REizungen. Außen und innen sind sie unterschiedlich hoch und dick und breit, das macht unterschiedliche Bereiche, die unterschiedlich hoch oder breit oder voluminös aufgedehnt werden müssen, wobei alles durch die Skoliose ja schon nicht gleichmäßig geht, bzw. das eben diese Bescherden auslöst. Ich habe bis zu dieser Schroth-Physio 2002 immer nur gelernt, mich eng hoch zu strecken, das funktioniert mit HG nicht, es geht irgendwo oben nicht weiter und dreht von den Knorpeln weg bzw. ich falle irgendwo zu eng/tief und irgendwo ist es viel zu überdehnt.
Werde den Physio mal auf diese genannten Muskel ansprechen. Der Sterno... muskel spielt mit Sicherheit eine Rolle, denn am Brustbein habe ich ja u. a. ganz besonders die Beschwerden.

CMD spielt mit Sicherheit auch mit rein, aber 2 CMD-Ärzte meinen, eine Schiene würde kontraproduktiv sein bei den vielfältigen Beschwerden, wo man nicht weiß, wo der Ursprung liegt und wenn die HG diese REize auslösen. Wahrscheinlich ist sie aufsteigend, vom Becken her.

Diese Übungen (Zunge udn Augen) habe ich gerade mal probiert (ohne HG), ich fange da schon wieder total an zu krampfen udn es verstärkt den Druck am Brustbein udn HWS-Mitte. Ist das gut ??

LG Claudia
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claudielle
Geschrieben am: 18 Okt 2020, 17:00


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In jedem Fall werden die Gelenk- und Ohr-Knorpel, Kopf- und Kiefergelenksknorpel auseinandergedehnt und ich meine, dass da eine diagonale Verdrehung drin ist, was nach oben dreht, ist nach unten fixiert, was nach rechts dreht, ist nach links fixiert und umgekehrt, aber anders passen die Hörgeräte eben nicht.
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blumi
Geschrieben am: 18 Okt 2020, 17:29


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Hallo Claudia,

Versuch die Übung mit im Liegen mit möglichst flachem Kopfkissen, und am Anfang noch nicht so viele Wiederholungen.
Sie klingt banal, strengt aber an, und gleicht eben durch die Gegenbewegung schön Fehlspannung aus.

LG, Elke
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claudielle
Geschrieben am: 18 Okt 2020, 17:55


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Das krampft nur sofort wieder zurück, weil es an dieser Gegenspannung und FAlsch-Herum-Drehung nicht nachgibt. Ich bekomme das einfach nicht raus, und der Physio macht sie mir auch immer wieder rein, weil es an den Ohren so gedreht ist. Da ist am Kopf, OHren, Kiefer ganz viel GEgenspannung in die Breite nach außen, wo es eigentlich hoch drehen würde, das Hochdrehen ist blockiert durch die GEgenspannung und Verdhrehung zur GEgenseite.
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