Bandscheiben-Forum

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> Schmerzen bei kleinster Mobilisation? Trotzdem?, Teufelskreis durchbrechen
schubi91
Geschrieben am: 21 Okt 2020, 20:21


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Hallo ihr Lieben!

Ich habe in den letzten zwei Wochen ganz viel hier still und heimlich gelesen und würde mich hiermit gerne gleichzeitig vorstellen. (Ich habe kein anderes Thema gefunden, in das es passt, bin aber auch durch meine Medikamente leicht benebelt, sorry!)
Ich bin w, 28, habe schon seit ich denken kann immer mal mehr oder weniger ein paar Rückenbeschwerden gehabt, leichte Skoliose, seit dem Frühjahr nun aber Schmerzen bekommen, die im Gegensatz zu den vorherigen nicht mehr weggegangen sind. Ich habe meine Masterarbeit geschrieben und wollte im Lockdown alles mit Sport ausgleichen, war Joggen, Skaten, vor allem habe ich aber dummerweise jeden Tag recht viel YouTube-"Sport" gemacht. Weil ich dachte, meine dabei entstandenen Beschwerden würden sich legen, habe ich trotzdem weitergemacht. (Fragt mich bitte nicht, wie ich so blöd sein kann, ich kann es mir im Nachhinein selbst nicht erklären..)

Der BSV in L4/L5 wurde dann im Mai oder Juni diagnostiziert und mit PRT, KG und orthopädischen Einlagen erstmal konservativ behandelt. Nach der dritten Spritze hatte ich quasi keine Beschwerden mehr. Ich habe es aber auf die Einlagen geschoben, weil ich keine Ahnung hatte und mit der Orthopädieschuhmacher entsprechend gute Erfolge prophezeit hat. Ich bin dann, schmerzfrei wie ich war, umgezogen (hat mir der Orthopäde auch nicht verboten..) und habe auch recht heftige KG-Sachen gemacht, mit TRX-Bändern zum Beispiel. Ich hatte Muskelkater, wie ich ihn noch niemals hatte..

Nach ein paar Wochen kamen die Schmerzen dann zurück. Der Orthopäde war selbst etwas ratlos und sagte dann, man müsse nach den ganzen Maßnahmen über eine OP nachdenken. In dem Moment ist für mich eine Welt zusammengebrochen.
Ich habe keinerlei Ausfälle, nur eben diese Schmerzen..

Ich habe von ihm auf meinen Wunsch hin aber wieder KG und auch Osteopathie verschrieben bekommen, parallel dazu erst mal Ibu600 und danach noch Novalgin.

Im Laufe der Zeit kamen gerade durch meine Schreibtischarbeit noch ziemliche Schmerzen im oberen Rücken dazu, die ich davor auch immer mal wieder hatte. Bei der KG sind wir deshalb bisher nicht über Massagen hinausgegangen, ich brauche die tatsächlich extrem.

Nun habe ich seit knapp zwei Wochen extreme Beschwerden in beiden Bereichen (konnte beruflich drei Wochen nicht zur KG). Mir ist aufgefallen, dass meine Beschwerden noch zunehmen, sobald ich nur im Ansatz irgendwas versuche zu dehnen oder mobilisieren.
Weil ich gerade auf Heimatbesuch bin, von dem ich dachte, er würde mir gut tun, habe ich keinerlei mit-bilder u.Ä. dabei, deswegen konnte/wollte mir hier niemand helfen. Mir wurde jetzt auch oxycoton verschrieben, das habe ich aber nicht genommen.

Ich wurde auch ins Krankenhaus eingewiesen, da wurde ich aber direkt wieder weggeschickt, weil ich keine Lähmung habe, halt nur furchtbare Schmerzen.. so dumpfe. Ich habe wohl einen extremen Hartspann (das Wort kannte ich vorher auch nicht) auf der gesamten rechten Seite, der jetzt offenbar heftiger ist, als je zuvor.. So viel hat man mir dann doch noch gesagt.

Auf meinem MRT der LWS konnte mein Physiotherapeut (!) auch vor ein paar Wochen auch noch knapp sehen, dass da die Bandscheibe wohl auch gar nicht gut aussieht.. Hat mir der Orthopäde bis dato nicht gesagt. Ich frage mich jetzt zwei Dinge, weil ich mich dafür physiologisch nicht gut genug, sprich quasi gar nicht auskenne zum einen:
Kommt ein Hartspann durch einen BSV oder ist es tendenziell andersherum? (Solange ich die Diagnose nicht schriftlich habe, ist das natürlich noch etwas irrelevanter, ich würde es aber trotzdem ganz gerne wissen)

Und die andere Frage, die in mir Panik auslöst:
Sollte ich, auch wenn es das Ganze vielleicht augenscheinlich erst mal schlimmer macht, quasi ein bisschen in den Schmerz rein"mobilisieren"?
Auch das müsste ich natürlich eigentlich mit meinem Physiotherapeuten besprechen, aber vielleicht hat einfach jemand von euch damit Erfahrungen gemacht? Vor allem der BSV in der LWS ist ja schon "alt", deswegen frage ich mich, wie lange ich denn da bitte warten soll, um endlich mal irgendwas selbstständig zu machen. :( Ich würde so so so gerne etwas tun..

Ich würde im Zweifel auch noch mal die PRT in Erwägung ziehen, einfach weil es beim ersten Mal ja zumindest etwas geholfen hat. Da frage ich mich dann: Macht man dann in der Zeit so viel wie möglich an Muskelaufbau, oder lieber auch nix?
Gerade weil ich das Gefühl habe, dass diese extremen Dysbalancen Schuld an dem Ganzen sind, würde ich so gerne Gegenarbeiten..

Falls ihr euch bis hierhin durchgekämpft haben solltet, freue ich mich über eure Erfahrungen. Ich finde den Umgang hier übrigens extrem gut. Ich bin auch in zwei Facebookgruppen und kriege da nach jedem Post, den ich lese, direkt Herzrasen..

Liebe Grüße an euch!


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blumi
Geschrieben am: 22 Okt 2020, 04:42


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Hallo Schubi91,

das Problem, wieviel du was machen sollst und kannst, damit es sich bessert, ist, denke ich eines, das hier viele haben, mich eingeschlossen.

Da du im Moment starke Schmerzen und Hartspann hast, würde ich eher einen Gang runter schalten. D.h. eher immer mal wieder durch Stufenbettenlagerung entlasten, lockere Spaziergänge, Wärme wenn sie gut tut auf die Muskulatur (Kirschkernsäckchen, Wärmesalbe), ggf. Rückenschwimmen wenn es dir bekommt.

Jede Übung, die den Schmerz verstärkt, lässt du lieber sein, vielleicht gehören auch Dehnübungen zur Zeit dazu, da dein Körper offensichtlich versucht, mit dem Hartspann die verletzte Stelle ruhig zu stellen. Das Problem ist, dass dich das wieder in eine Schonhaltung bringt, die das Ganze noch verschlimmert.

Ich würde vor dem Oxycodon erst einmal versuchen, ob dir Muskelrelaxantien (Orthoton, Tolperison, Myditin, Norflex oder ähnliches) helfen können. Dazu eventuell eine manuelle Therapie, wenn du vor Ort jemanden dafür hast.

Arbeiten (was machst du beruflich?) solltest du zur Zeit auch überdenken, damit der Körper einfach auch Zeit hat zur Entlastung und Heilung. Wenn die Muskelrelaxantien nicht ausreichen ist das Oxycodon kurzfristig sicherlich eine Option, um den Schmerz zu durchbrechen. GGf. können vorsichtige Traktionen durch den Physio auch hilfreich sein, sobald die Muskulatur ein wenig locker lässt.

Dein Körper sagt dir ja, dass dir stärkere Belastung zur Zeit nicht bekommt. Versuche den Punkt zu finden, bis wohin du dich belasten kannst, und bis dahin kannst du auch Bewegung udn sportliche Betätigung durchführen, aber zur zeit, denke ich, erstmal sehr reduziert. Perspektivisch ist es wichtig, die Tiefenmuskulatur zu trainieren und eine Rückenschule zu machen. Tu das unter Physiotherapeutischer Anleitung, da jeder Fehler Probleme auch wieder verschlimmern kann. Jeder ist anders, und Übungen, die dem einen gut tun, sind für den anderen Gift.

Das wäre zunächst mal meine Empfehlung, ich wünsche dir gute besserung.

LG, Elke
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Claudia1981
Geschrieben am: 22 Okt 2020, 08:10


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Hallo Schubi,

grundsätzlich gilt das man niemals in den Schmerz hinein trainieren sollte....

Wie Elke schon schreibt lieber entspannen und viel mit Wärme arbeiten.
Das kann Wärmesalbe oder Wärmekissen sein, was für dich angenehm ist.

Was du und auch alle anderen Bandis lernen musst ist GEDULD....du schreibst das im Mai dein Bandscheibenvorfall diagnostiziert wurde und sprichst davon das er schon „alt“ ist....da kann ich dich direkt mal beruhigen....das ist noch nicht alt! Es dauert sehr lange bis sich wirklich was bessert und richtig weg geht es oft nie.

Du hast eine Schwachstelle im Körper und die wird bleiben.

Das du nun auch Probleme in der HWS hast kommt durch die Schonhaltung....habe das gleiche Problem. (Erst schaden HWS und mittlerweile auch Probleme LWS)

Wichtig ist Entspannung! Du kannst es nicht erzwingen....

Deine Frage bzgl. Hartspann hat Elke ja schon beantwortet...normalerweise ist die Wirbelsäule sehr stabil, nun hast du aber eine Schwachstelle und die umliegende Muskulatur versucht das zu stützen...et voila...der Hartspann ist geboren...

Solange du keine Ausfallerscheinungen hast und die Schmerzen (mit Schmerzmittel) erträglich sind, ist alles gut....

Oxycodon kannst du ruhig mal probieren, allerdings darfst du darunter 14 Tage kein Auto fahren! Es macht müde, auch Übelkeit und Schwindel können auftreten aber das vergeht auch wieder....helfen kann es sehr gut...wichtig ist eben den Kreislauf aus Schmerz und Schonhaltung zu durchbrechen und dafür muss man zur Not auch mal Schmerzmittel nehmen....

Was ich nicht ganz verstehe, du schreibst das dein Physiotherapeut gesagt hat das deine Bandscheibe nicht gut aussieht und der Orthopäde davon nichts gesagt hat? Es wurde doch ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert? Also hat er das doch gesagt oder? ........

Wie auch immer...dein Text im gesamten gibt mir das Gefühl das du schnell wieder alles im normalen Zustand haben willst....das wird aber so nix....Geduld....Entspannung.....bei entspannter Muskulatur kann man mit Muskelaufbau beginnen...aber das Wichtigste ist

GEDULD GEDULD GEDULD GEDULD

LG Claudia
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schubi91
Geschrieben am: 22 Okt 2020, 16:45


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Hallo ihr beiden!

Danke für eure Antworten.
Ich versuche mal noch ein paar Dinge zu erklären, die ich wohl etwas falsch geschildert habe.
Also erst mal zu meinem Beruf: Ich bin seit Mai im Referendariat, also angehende Lehrerin.
Das ist momentan tatsächlich auch meine zweitgrößte Sorge, daher auch meine Ungeduld.. Mir gefällt die Ausbildung trotz des Stresses gut.. Auch wenn es manchmal schmerztechnisch richtig fies war, habe ich die Zeit zwischen den Sommer- und Herbstferien ganz gut gemeistert, aber seit die Ferien begonnen haben, ging eben gar nichts mehr.. Hat ehrlich gesagt gehofft, die Stressreduktion würde mir ein bisschen Luft verschaffen.. Dass jetzt alles auf Eis liegt, macht mich psychisch sehr fertig.


Zu den anderen Punkten:

Mit "alt" meinte ich beim BSV in der LWS vor allem, dass er definitiv schon lange vor der Diagnose bestand.. Wie lange genau, kann ich nicht sagen. Ich hatte aber bereits im Frühling 19 immer nach dem Sport extreme Schmerzen und auch davor immer Probleme. So heftig wurde es dann erst ab März durch mein straffes YouTube Sportprogramm..

Und zu dem Punkt mit der Bandscheibe, die lt. Physiotherapeuten nicht gut aussieht: Damit meinte ich die in der BWS. Man sieht ganz oben auf dem LWS-MRT noch was davon.. Das hat er mir gezeigt und das war sogar für mich als Laie doch sehr eindeutig auch ziemlich kaputt..
Auch das ist eine Stelle, die schon viele Jahre schmerzt. Nur eben auch nie so dauerhaft wie jetzt.

Würdet ihr denn dann sagen, dass, falls ich noch mal PRT bekommen sollte und es sich damit wieder deutlich bessern würde, dann schon ein etwas strammeres Physioprogramm förderlich wäre?


Heute ist wieder ein ganz schlechter Tag. Es strahlt heute in der LWS das erste Mal auch in die linke Seite aus. :( Da hab ich dann direkt die nächsten doofen Fragen.. Heißt das, die Bandscheibe tritt jetzt auch an anderer Stelle aus? (Ich werde keine Bio-Lehrerin... Sorry. :D )


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schubi91
Geschrieben am: 22 Okt 2020, 16:49


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Edit:
Was ich noch vergessen habe: Von den Muskelrelaxantien wurde mir von einem Allgemeinmediziner abgeraten.. :-/

Und noch mehr edit: Was für mich so schwer ist, ist, dass Übungen bis auf die Zeit der PRT-Wirkung dauerhaft schmerzhaft sind.. deswegen hab ich das Gefühl, ich komme einfach überhaupt gar nicht an den Punkt, an dem ich selber was gegen diesen Kreislauf machen kann..
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Pauline69
Geschrieben am: 22 Okt 2020, 21:44


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Hallo schubi,

Du bist noch sehr jung und Dein Körper noch sehr regenerationsfähig.
Sollte es nicht höchste Eisenbahn für einen OP sein, hast Du die Möglichkeit, mit einem guten Training durch gut geschultes Personal, Deine Rückenmuskulatur so aufzubauen, dass Du eventuell ganz lange noch nicht an eine OP denken musst.
Ich habe im Freundeskreis jemanden, einen Freundin die erst 30 Jahre alt ist, die einen ganz dicken Bandscheibenvorfall an der LWS hatte, mit starken Schmerzen und einem halben Jahr Krankscheibung, die es durch eine Reha und anschließendem Training und Physio geschafft hat, alles wieder in den grünen Bereich zu bekommen.

Sie ist größtenteils beschwerdefrei.

Muskelrelaxantien kann auch ich nur empfehlen. Sie helfen enorm. Viele machen etwas müde, aber das ist auch bei jedem etwas anders. Ich komme am besten mit Tizanidin zurecht. Abgeraten hatte mir bisher noch niemand davon, kein Neurologe und auch kein Neurochirurg.

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TylerDurden10
Geschrieben am: 23 Okt 2020, 00:31


Öfter dabei
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Hi Schubi,

Du nennst es ja quasi in der Überschrift schon sehr treffend beim Namen. Es kann ein ziemlicher Teufelskreis, bzw. ein Dilemma sein. Zu wenig kann schlecht sein, aber zu viel mindestens genauso. Dazu kommt noch die Subjektivität, die sehr frustrierend sein kann. Niemand wird dir explizit sagen können, was bzw. wie viel möglich ist in deinem individuellen Fall. Vom in den Schmerz "hinein" mobilisieren würde ich definitiv abraten. Im Gegenzug allerdings auch davon alles vollkommen einzustellen. Bei meinen zwei BSV (L5/S1), sowie nach den jeweiligen Operationen, bin ich eigentlich durchgängig gelaufen (selbst am 1. Tag nach der OP sehr dosiert). Gehen trifft es eigentlich besser, da langsam und vorsichtig. Es hat mir eigentlich immer gut getan und auch mental immer recht gut abgelenkt. Basierend auf meinen Erfahrungen und der Empfehlungen der Ärtzte, kann man beim Laufen (Gehen) eigentlich nichts "kaputt" machen. Im Gegenteil, man bleibt mobil ohne sich übermäßig zu verausgaben. Vor allem während diversen Arbeitspausen lässt sich das relativ gut und einfach einbauen. Davon abgesehen, würde ich erstmal Abstand von schweren Gewichten und explosiven Bewegungen nehmen. Natürlich stellt man sich mit ~30 Jahren andere "Sportarten" als Spaziergänge vor, aber man passt sich eben an (zumindest temporär).

Bezüglich der Medikamente wurde ja schon einiges gesagt. Vor allem bei Nervenschmerzen wird Ibuprofen 600 wenig bis keine Wirkung zeigen. Auch hier sind die Wahrnehmungen natürlich individuell verschieden und ich verstehe, dass generell erstmal zurückhaltend auf Medikamente wie Oxycodon reagiert wird. Ich würde diese auch nur einnehmen falls unbedingt notwendig, aber in BSV Akutzeiten bzw. nach Operationen, helfen sie in der Regel sehr gut und effektiv.

Inwieweit strahlen die Schmerzen denn aus? Bis in Teile des Beins oder sogar den Fuß? Oder lokal auf die LWS beschränkt?

Grüße
Tyler
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Klausie
Geschrieben am: 23 Okt 2020, 01:12


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Hey

Erstmal ist wichtig zu klären woher die schmerzen kommen.
Sind es die Bandscheiben oder "nur" verhärtete Muskeln.

Ich hab oft verhärtete Muskeln im lws Bereich und mir hilft dann Massage und vorallem schröpfen.
Wenn ich liege kann ich mir auch im lws Bereich die verhärtungen selber wegdrücken.
Das ist bei mir aber alles nur von kurzer Dauer, die Muskeln verhärten sich wieder zügig, was bei mir aber an der versteifung liegt.

Wie schon geschrieben wäre normales laufen erstmal sehr gut.

An Muskelaufbau ist da nicht wirklich zu denken, auch wenn dir das jetz schwer fällt.

Ich persönlich trainiere auch leicht in den Schmerz rein, aber ich weiß auch definitiv woher der Schmerz kommt, davon würde ich dir auch erstmal abraten.

Dein bisheriges Leben hat sich ja nicht gerade vorteilhaft für deinen rücken gezeigt, vlt solltest du da mal schauen wo du ansetzten kannst.
Mal schauen wo du im Alltag alles deinen rücken zu stark belastet.

Sitzten, heben, tragen, bücken usw
Dein rücken kann nicht besser werden, wenn du so weiter machst wie bisher.

Ich will dich hier jetz nicht bevormunden oder sowas, das ist nur meine Sichweise. :)

Zum Schluss hab ich noch ne Frage, was meinst du mit YouTube Sport?
Da gibt es sehr viele Blender, bin da auch recht interessiert und schaue einige an.

Mfg
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Quantix
Geschrieben am: 23 Okt 2020, 15:07


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Zitat (Klausie @ 23 Okt 2020, 01:12) 


Ich hab oft verhärtete Muskeln im lws Bereich und mir hilft dann Massage und vorallem schröpfen.
Wenn ich liege kann ich mir auch im lws Bereich die verhärtungen selber wegdrücken.
Das ist bei mir aber alles nur von kurzer Dauer, die Muskeln verhärten sich wieder zügig, was bei mir aber an der versteifung liegt.


Hallo Klaus,
was heißt „kurze Dauer“? Also du bist beim Schröpfen, gehst aus der Physiotherapiepraxis raus, fühlst dich gut und nach 10 Minuten ist die Muskelverhärtung wieder da? Es klingt natürlich einleuchtend, dass die Muskulatur schneller überlastet, wenn die LWS in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt ist. Was sagt dein Physiotherapeut dazu? „Lernen Sie damit zu leben“? Vermutlich wird er/sie dich liebend gerne bis an dein Lebensende jeden Tag schröpfen.
Gruß
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Klausie
Geschrieben am: 23 Okt 2020, 20:13


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Hey Quantix

Nach 2-3 Tagen sind die Muskeln wieder verhärtet, als wäre ich Wochen lang nicht bei der Physio gewesen.
Bei mir läuft das alles über die BG und ich bekomme anstandslos neue Rezepte und das seit 3 Jahren.

Hab mehrere Gutachten und alle empfehlen 1-2 pro Woche Physio.
Bin aber ein bisschen eigen und Reize das nicht aus.

Ich versuche Selber die Intervall zu verlängern und gehe in die Eigenverantwortung.
Hab mir in der Physio viel zeigen lassen und versuche mich zum Großteil selber zu "behandeln".

Natürlich sieht eine Physio einen dauer Patienten wie mich gerne, keine Frage.
Bei der Physio war ich seit meinem Unfall, mal abgesehen von der Reha Zeit und die sind alle beeindruckt von dem was ich selber geschafft habe.
Das verdanke ich auch den Leuten dort, ohne die Hilfe würde es mir anderst gehen.

Es gibt da wirklich einige Leute, auch in der Reha gab es die, die nur klagen aber nicht ranklotzten.
Werde oft belächelt für meinen Ehrgeiz und die komischen Rücken gerechten Bewegungsabläufe... aber ich Klage nicht. :)

Mfg
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