Bandscheiben-Forum

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> Versteifung? Sinnvoll
doar
Geschrieben am: 13 Jan 2021, 15:54


Öfter dabei
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Hallo Leute, ich habe wirklich alles hinter mir, Diagnose osteochondrose bandscheibenprotrusion und Spondylarthrose im Segment L4 l5...Habe ein SCS von nevro HF10, wirkte nur knapp zwei Wochen seitdem keinerlei Linderung der Schmerzen. Pldd wurde auch schon gemacht. Akupunktur Krankengymnastik Korsett TENS-Gerät etc alles leider ohne Erfolg. Die Schmerzen sind chronisch seit knapp drei Jahren. Verschlechterung zunehmend. Komme nur noch mit tilidi
n und etoricoxib über den Tag. So kann es nicht weitergehen. letzte Option wäre eine Versteifung. Wer hat das mit ähnlichen Diagnosen machen lassen und hatte Erfolg? Was ratet ihr mir? Ich bin Anfang 40 und will so nicht den Rest meines Lebens weiterleben. Ich habe immer noch die Hoffnung dass diese OP helfen könnte..
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karin59
Geschrieben am: 13 Jan 2021, 17:18


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Hallo......?

Wenn Du alles augereizt hast, Deine Lebensqualität keine mehr ist und auch Dein Arzt es schon angeraten hat, kann man drüber nachdenken.
Es bestehen aber keine Lähmungserscheinungen oder andere Ausfälle ?
Sei Dir bewusst, dass eine Versteifung der Anfang ist von einer Unumkehrbarkeit. Wenn Du nicht zufrieden bist mit dem Ergebnis, kannst Du nicht zurück, Du musst damit leben.
Eine Versteifung garantiert keine Schmerzfreiheit oder Heilung. Bestenfalls Schmerzminderung.
Eine Arthrose ist meist auch nicht begrenzt auf ein Gelenk. Ich kann mir vorstellen, dass die umgebenen Gelenke bei Dir auch betroffen sind. Wenn das so ist, hilft die Versteifu g kaum, weil sich dann die Umgebung beizeiten melden wird. Willst Du dann weiterführende Versteifungen?
Wenn Du 100% überzeugt bist es machen zu lassen, kann es was bringen. Der Genesungsprozess ist in m Fall eine sehr lange Zeit mit Entbehrungen und noch mehr Geduld.
Eine Arthrose ist im Grunde eine natürliche Versteifung, die bis dahin aber schmerzhaft ist.

Lass Dich wirklich gut informieren und dann entscheide
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blumi
Geschrieben am: 13 Jan 2021, 18:32


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Hallo Doar,

wie sind denn deine Schmerzen? Eher ausstrahlend in die Beine? Eher lokal? Eher im stehen, eher im Sitzen? Eher als ob dein Rücken durchbricht?

Es ist schwierig, dir etwas zu raten, ohne genau zu wissen, was für Symptome du hast. Eine Osteochondrose und Bandscheibenprotrusion ist eher ein Normalbefund und rechtfertigen kaum deine starken Schmerzen, es sei denn dadurch werden Nerven eingeengt, Dann hättest du ausstrahlenden Schmerzen in die Beine, entweder über den vorderen Oberschenkel bis zum Schienbein innen oder über den Po, die Außenseite, bis zum großen Zeh.

Wenn die Schmerzen eher von den Spondylarthrosen kommen (und die sind fies, das weiß ich aus eigener Erfahrung), dann sind die eher wie durchbrechschmerzen, besonders stark wenn man aufsteht nach dem Sitzen, lokal im rücken und etwas gelindert beim nach vorne beugen. Dann könnte eine Denervierung gut helfen. Parallel muss dann die tiefe Muskulatur so gut aufgebaut werden, dass sie deine WS wie ein Korsett halten kann.

Was hast du denn an konservativer Therapie gemacht? Mir hat eine Aufenthalt in einer Klinik für manuelle Medizin und Schmerztherapie vor jetzt fast zwei Jahren sehr gut geholfen, und viele der Übungen, die ich damals gelernt habe, mach ich bis heute täglich. Auch eine gute Rehaklinik kann helfen.

Natürlich kann eine Versteifung helfen, wenn die Indikation stimmt. Ich habe eine an der HWS, wegen Kraftverlust in beiden Armen bei Bedrängung der C7-Wurzel, und das war eine sehr gute Entscheidung, weil dies mir die Fähigkeit, meine Arme und Hände zu benutzen, wieder hergestellt hat, ich bin bis heute begeistert darüber. Die Etage darüber habe ich eine Prothese, hauptsächlich wegen unerträglichen Schmerzen eingesetzt und leichtem Kraftverlust im Biceps, und die ist bis heute eine Katastrophe, darunter leide ich seit über zwei Jahren.

Wenn du wirklich alles an konservativen Therapien und an nichtoperativen Therapien ausgereizt hast, dann ist eine Versteifung vielleicht der richtige Weg. Aber er ist, wie Karin schreibt, unwideruflich, und er hat Auswirkung auf deine gesamte Statik.

Ich würde dir raten, auf jeden Fall mindestens eine Zweit- besser eine Drittmeinung einzuholen, wenn sich alle einig sind dass das der richtige Schritt ist und du auch davon überzeugt, dann tu es.

Wenn Zweifel bestehen und noch Alternativen, würde ich mir das an deinere Stelle gut überlegen.

LG, Elke
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maeranha
Geschrieben am: 14 Jan 2021, 06:37


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Zitat (doar @ 13 Jan 2021, 15:54) 

Hallo Leute, ich habe wirklich alles hinter mir, Diagnose osteochondrose bandscheibenprotrusion und Spondylarthrose im Segment L4 l5...Habe ein SCS von nevro HF10, wirkte nur knapp zwei Wochen seitdem keinerlei Linderung der Schmerzen. Pldd wurde auch schon gemacht. Akupunktur Krankengymnastik Korsett TENS-Gerät etc alles leider ohne Erfolg. Die Schmerzen sind chronisch seit knapp drei Jahren. Verschlechterung zunehmend. Komme nur noch mit tilidi
n und etoricoxib über den Tag. So kann es nicht weitergehen. letzte Option wäre eine Versteifung. Wer hat das mit ähnlichen Diagnosen machen lassen und hatte Erfolg? Was ratet ihr mir? Ich bin Anfang 40 und will so nicht den Rest meines Lebens weiterleben. Ich habe immer noch die Hoffnung dass diese OP helfen könnte..



Hallo,
die Entscheidung kann Dir keiner abnehmen.......2-3 Meinungen sind ein MUSS.
Und schon wieder jemand mit dem Nevro Geld verdient hat,ich halte das ganze mittlerweile für sehr fragwürdig. Bei mir dto. nach 3 Wochen 0 Wirkung.
In der Testzeit mega gut.... das muß ja Gründe haben.
Aber die KK zahlen das x fleißig weiter......
Gute Besserung
Mit freundlichen Grüßen
Peter
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doar
Geschrieben am: 14 Jan 2021, 07:38


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Hallo, danke für deine Antwort. Meine Schmerzen sind größtenteils Lokal im LWS Bereich L4 l5. So wie du beschreibst als wenn der Rücken durchbricht selten habe ich Ausstrahlung in die Beine vor allem rechts meistens im Oberschenkel selten bis in die Füße hinunter. Es fängt meist an mit krampfartigen Schmerzen die nur in schmerzattacken kommen bei überbelastung oder am Ende des Tages. zu schlechten Zeiten habe ich das den ganzen Tag über vermischt mit stechenden ziehenden krampfartigen Schmerzen. So wie momentan. meist endet das dann in Blockaden so dass ich gar nicht mehr richtig gerade komme.Medikation habe ich etoricoxib und Tilidin. Im akutfall hilft auch das so gut wie nicht. Laufen ist für mich das angenehmste Boris Sitzen oder Stehen gehen keine Stunde. Konservativ habe ich schon alles durch angefangen mit Korsett Krankengymnastik rehasport seit drei Jahren Akupunktur pldd SCS zuletzt eine Revision OP wegen verrutschter Elektroden. Trotzdem keine Linderung. TENS-Gerät und so weiter. Hoffe ich habe nichts vergessen
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doar
Geschrieben am: 14 Jan 2021, 07:39


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hallo Peter, danke für deine Antwort. Das heißt du hast auch ein SCS? Ich grübel ununterbrochen weil ich mir nicht erklären kann warum es so kurzzeitig half. Habe ich nicht objektiv beurteilen können da die Medikation in der testphase weitergeführt wurde? Ich kann es mir nicht erklären. Habe aber doch schon einige Male gehört dass es anderen ähnlich ging. Was glaubst du es der Grund? Ich hatte eine Revision op zwecks verrutschte Elektroden, aber selbst danach keinerlei Verbesserung. Was ist das?
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maeranha
Geschrieben am: 14 Jan 2021, 08:12


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Hallo
bin von L4 bis S1 versteift.
Hat nichts gebracht, darum Nevro.
dto nach 3 Wo ohne Wirkung
Das Nevro ist raus, die haben dann drauf bestanden ein Boston Scintific einzubauen.
Selber Mist, nach ca 5 Wo wieder 0 Wirkung.
Das macht dann 2 x ca 30000€ für die Katz. Aber den Unsinn bez die Kassen.
Da C5/6 auch mit cage ist das ganze System im Eimer.
Je mehr Physio um so mehr Stress.
Nur manuelle Therapie hilft
Akt. im KH wegen Mylo CT........
Mit freundlichen Grüßen
Peter
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doar
Geschrieben am: 14 Jan 2021, 08:57


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Hallo Peter... ich noch mal. Ich habe es ja erst im Mai bekommen, Arzt meinte ich sollte es laufen lassen was ich aktuell auch tue ...frage mich wozu... Oft soll es wohl angeblich Wochen lang dauern bis eine Wirkung eintritt . Was soll das alles? Mittlerweile schiebt er es mehr oder weniger auf die Psyche weil er wohl nicht eingestehen will dass sein Gerät einfach nicht funktioniert bei mir. Manchmal zweifle ich an mir selber. Wahrscheinlich ist es besser sei einfach auszustellen. Das klingt als hätte die Versteifung bei dir auch nichts gebracht, schade... ist eigentlich meine letzte Hoffnung wenn die dahin ist... gute Nacht.
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paul42
Geschrieben am: 14 Jan 2021, 15:18


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Hallo doar,

ich kann zu den SCS nicht viel sagen, außer das sie die Ursachen nicht heilen, sondern den Schmerzreiz überlagern sollen.

Warum die Dinger dann nicht die gewünschte Linderung auf Dauer bringen kann ich nicht beurteilen.

Ich halte den Gedanken über eine OP nachdenken für angemessen, da sich konservativ keine Linderung einstellt.

Besorge dir neben der bisherigen Empfehlung noch andere fachärztliche Meinungen.
Vielleicht kannst du mal Befunde oder Bilder posten.

Ein Funktionsröngten wäre wichtig um die Instabilität in den betr. Segmenten zu berwerten.

Spondylarthrose ist die Folgeerkrankung aufgrund gemindeter Höhe der BS Fächer aufgrund degenerieter Veränderung/ Wasserverlust der BS.
Gemäß deiner bisherigen Schilderung steht da Osteochondrose, die die Folge der degenrativen der BS an den Deckenplattenn im BS- Fach ist.
zur Info

Dein Anlaufschmerz ist typisch bei einem Facettengelenksproblem, das Stehen hingehen beschreibt dann eher die Instabilität , so dass die beteiligten Nervenwurzel bedrängt werden.
Wenn das dann in die Beine ausstrahlt sind die Neuroforamen meist mit betroffen und zeigen im Befund oftmals auch Auffälligkeiten.

viele Grüße
paul42
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doar
Geschrieben am: 15 Jan 2021, 10:47


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hi paul,

danke für deine ausführliche Antwort. Mein letztes MRT war im Jan 2019...bin jetzt dabei ein neues zu bekommen...und das ist gar nicht so einfach mit einem SCS wie ich jetzt feststellen muss. Befunde sind wie gesagt oben...Bilder hab ich außer einem Funktionsrötgen keine...heißt ich hab kein Wirbelgleiten..wenigstens was. Ich hoffe ich hab das richtig verstanden:-)

Ansonsten hab ich nur div. Röntgenaufnahmen bezüglich der Position meiner Elektroden. Ich glaub ich wurde letztes Jahr mind. 6 mal geröngt....CT hab ich auch...aber da sieht man ja nicht wirklich viel. Leider. #

Bisher hatte ich kaum Ausstrahlungen in die Beine...weiß gar nicht warum mir überhaupt ein SCS eingesetzt wurde..angeblich sollte das NEVRO auch gegen die elendigen Rückenschmerzen helfen. Tut es aber nicht. Seit kurzem habe ich nun auch diese Ausstrahlenden Schmerzen...im rechten Bein. Taubheit, Kribbeln, Ziehen das komplette Programm. Die Schmerzattacken sind in einen Dauerschmerz übergegangen . Ich hab keine Ahnung woher und warum.

Ich lauf von Arzt zu Arzt und von muskulären Verspannungen bis psychisch ist alles an Diagnosen dabei. Man wird verrückt. Und je mehr man liest umso schlimmer wird es. Ich weiß auch nicht...was macht man nun ? Egel wie und was ...am Ende wird es wohl eh das falsche gewesen sein.

LG
P.S. danke für eure Hilfe
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