Bandscheiben-Forum

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> Ergebnis Wirbelsäulen-MRT -> Fußproblematik, Wirbelsäule schuld am Fußproblem?
szg2016
  Geschrieben am: 08 Feb 2021, 15:17


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Hallo Leute!

Kann mir bitte jemand meinen nachfolgenden Befund erklären?

Ich bin in Physiotherapie und meine einzigen bzw. meine akuten Beschwerden sind nur dass ich am linken Fuß, Fußaussenseite ein "Ziehen" und "komisches Gefühl" habe.

Mein Fuß-Problem habe ich auch noch hier beschrieben:
https://forum.runnersworld.de/forum/threads...talocalcaneare)



Das ist nur am linken Fuß so und erstreckt sich auch am hinteren Unterschenkel, Kniekehle links manchmal - aber nicht immer - und auch nicht höher als Knie - Taubheit oder Kribbeln, Einschlafen ist nicht der Fall.
Nur eben links ein komisches Gefühl am Fuß/Vorfuß und Fuß-aussenseitig. Zehenstrahl 3-5. Operiert wurde ein Tarsaltunnelsyndrom, aber das war es offenbar nicht, da ich die Beschwerden auch noch immer habe.
Lokal am Fuß wurde jetzt alles mehr oder weniger ausgeschlossen, es blieb nur die Coalitio. Jetzt wurde ein Wirbelsäulen MRT gemacht.

Die HWS macht mir Angst und Sorgen, weil da steht "hochgradig enggestellt".
Ich bin 38! 2014 war im MRT aber auch schon von C5/C6 und Spinalkanal eng auf 9mm die Rede. Was kommt da noch?? Was habe ich zu Befüchten?

Folgt da eine Querschnittslähmung oder was .... Sorry für die Fragen und die Besorgtheit!
Beschwerden an der HWS habe ich eigentlich keine wirklichen. Manchmal halt Verspannungen aber nichts dramatisches. :sch

Wie "fertig" bin ich laut euren Erfahrungen?



Befund

Halswirbelsäule:
Streckhaltung der Halswirbelsäule.
Die Halswirbelkörper zeigen eine regelrechte Höhe, Form und ein unauffälliges dorsales Alignement.
Im Segment C5/C6 zeigt sich eine deutliche Osteochondrose mit breitbasiger Diskusprotrusion nach dorsal und lmpingement am Duralsack.
Die Neuroforamina auf beiden Seiten sind hochgradig enggestellt.
Kein Hinweis auf frische Diskusextrusion. Die restlichen Segmente imponieren frei.

Brustwirbelsäule:
Flache Brustkyphose.
Es findet sich eine rechtskonvexe Skoliose der BWS mit Scheitelpunkt TH6/TH7. Das dorsale Alignement ist intakt.
Im Segment TH6/TH7 findet sich eine medianbetonte fokale Diskusprotrusion nach dorsal mit lmpingement am
Duralsack.
Kein Hinweis auf höhergradige Nervenkompression. Die Neuroforamina sind frei dargestellt.
Das Myelon zeigt ein unauffälliges Signal

Lendenwirbelsäule:
Flache Lendenlordose.
Die Lendenwirbelkörper zeigen eine regelrechte Höhe, Form und ein unauffälliges dorsales Alignement.
Es findet sich eine reaktive Osteochondrose L5/S1 mit geringem Fettmarkkonversion Modik 1.
Im Segment L4/L5 zeigt sich eine breitbasige Diskusprotrusion nach dorsal mit lmpingement am Duralsack.
Im Segment L5/S1 findet sich eine medianbetonte fokale Diskusprotrusion um 4 mm nach dorsal mit lmpingement am Duralsack.
Kein Hinweis auf höhergradige Nervenkompression oder frische Diskusextrusion.

Ergebnis

Es zeigen sich multisegmentale Osteochondrosen in mehreren Segmenten der Wirbelsäule bei rechtskonvexer Skoliose.
Kein Hinweis auf frische Diskusextrusion oder Myelopathie.

Bearbeitet von szg2016 am 08 Feb 2021, 15:30
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karin59
Geschrieben am: 08 Feb 2021, 19:22


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Hallo,
Ich glaube nicht, dass Deine Beschwerden von der WS kommen.
Auch wenn Du jetzt Befunde hast.
Ich denke, Du horchst zu sehr in Dich rein.
Ein MRT liest sich immer kompliziert und jeder Arzt benutzt andere Begriffe, die aber meist am Ende das Gleiche aussagen.
z. B. hat mein Ortho. für meine Hüft- Dysplasie unter anderem den Begriff Hirtenstabsymptomatik benutzt.
Hab ich noch nie gehört. Heute weiss ich, dass er die Diagnose Coxa vara meinte.

Wenn Deine HWS keine Probleme macht ist es doch gut. Auch wenn es einen Befund gibt. Warum sollte denn etwas unternommen werden?

Ich kann mir vorstellen, dass die Beschwerden einzig dem Fuss zu zuordnen sind.
Wenn Du bei Fussspezialisten warst, wurde ein Spreiz- oder Senkfuss festgestellt? Schon das macht nicht nur im Gewölbe Beschwerden. Das kann auch nach aussen Auswirkungen haben.

Ich finde Physio für den Fuss okay. Da kann man schon was erreichen.
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szg2016
Geschrieben am: 08 Feb 2021, 19:47


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Hallo!
Danke für dein Feedback.

Aber wenn ich schreibe, dass schon mehr oder weniger am Fuß unten "lokal" alles untersucht wurde, dann meine ich es wirklich so.
Und ja - Knick-/Senk-/Spreizfuß wurde diagnostiziert. Und ja, ich war bei mehreren Fußspezialisten und keiner (!) konnte mir abschließend helfen.
Auch bei mehreren Neurologen war ich. Jeder meint halt die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben....

Es ist mühsam.

Und zum MRT ...... wenn man am Fuß unten (lokal) nicht mehr weiterkommt, muss man halt bei Beschwerdepersistenz weitersuchen.

Und jetzt gibt es halt diesen HWS und LWS Befund.

Der Befund mit "hochgradig" der HWS macht mir Sorgen, aber auch der LWS Befund.

Termin beim Orthopäden habe ich noch.

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Claudia1981
Geschrieben am: 08 Feb 2021, 21:09


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Hallo,

Ich denke auch nicht das dein Fußproblem mit HWS oder LWS zusammen hängen.....Die hochgradige Engstellung der Neuroforamen würde mir sorgen machen wenn ich Probleme in den Armen hätte und sonst nicht.

Eine Querschnittlähmung droht nur wenn das Rückenmark STARK bedrängt wird. Die Neurforamen sind die Löcher wo die Nerven welche die Arme versorgen durch gehen.

Ich kann Karin nur zu stimmen, jeder Radiologe ist anders....Manche haben einen Hang jede minimale Veränderung aufs kleinste zu dokumentieren.
Ab einem gewissen Alter (ja, da gehören wir leider auch schon dazu) hat jeder solche oder ähnliche Abnutzung....Ohne jemals Probleme zu haben.

Mein Rat also....Solange du keine Rücken- oder Nackenschmerzen hast. Oder die Arme Kribbeln....vergiss einfach diesen Befund!

Warst du wegen dem Fuss mal beim Osteopathen? Die haben einen guten Blick auf das Ganze.....Sie sind keine Wunderheiler....Aber manchmal sehen Sie Zusammenhänge die sonst keiner sieht.

Hast du Einlagen für die Schuhe bekommen?

Gute Besserung
LG Claudia

Bearbeitet von Claudia1981 am 08 Feb 2021, 21:10
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szg2016
Geschrieben am: 09 Feb 2021, 13:50


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Danke an die Vor-Antworten!

Ich möchte nicht unhöflich sein, wirklich nicht, nehme jede Antwort an - aber wie bereits mehrmals erwähnt, ich war bei mehreren Orthopäden, Neurologen, Fußspezialisten .....

Also bezüglich des Befundtextes der Neuroforamina, die hochgradig enggestellt sind, brauche ich mir keine Sorgen machen? Sehen das andere auch so?

Und was sagt mein LWS Befund auf "deutsch" aus?

Ist es richtig, dass HWS nur Arme, Schultern, Finger und die LWS nur den Bereich ab Becken betrifft?
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Pauline69
Geschrieben am: 09 Feb 2021, 16:40


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Hallo szg,

also, mein Senf dazu :z

Die Neuroforamenstenosen der HWS können ausschließlich Nervenschmerzen in den Armen und Fingern bereiten.
Neuroforamen sind die Austrittslöcher seitlich der Wirbelsäule für die Nerven, die Arme und Hände versorgen.
C5/C6 ist für die vordere Seite der Arme und Zeigefinger und Daumen verantwortlich.
Bei ausgeprägten Neuroforamenstenosen und einer Nervenbedrängung/Schädigungen käme es zu einem Kraftverlust.
Eine drohende Querschnittlähmung ist durch eine Neuroforamenstenose ausgeschlossen, dazu bräuchte es eine hochgradige Spinalkanalstenose.

Der Befund der LWS beschreibt Bandscheibenvorwölbungen.
Diese können Probleme bereiten, werden aber eher als „harmlos“ im Sinne von nicht operationswürdig angesehen.
Allerdings können auch Vorwölbungen (Protusionen) starke Schmerzen, Sensibilitätsstörungen und Paresen (Kraftverlust) verursachen.
Jedes Höhe hat dazu sein passenden Dermatom. Google mal Dermatome
L4/L5 und L5/S1 wären u.a. für die Fußhebung und Großzehenhebung verantwortlich.
Die Schmerzen würden vom unteren Rücken über den Po, zum seitlich, äusseren Oberschenkel, über den seitlich vorderen Unterschenkel zur Innenseite des Fußes ziehen, Richtung Grosszehe.

Ich hoffe, ich habe in meinen Beschreibungen keine Fehler gemacht.

Viele Grüße
Pauline
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szg2016
Geschrieben am: 09 Feb 2021, 20:07


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Herzlichen Dank für die rasche Antwort und ausführliche Erklärung.
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Jutta70
Geschrieben am: 09 Feb 2021, 21:03


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Moin, ich stimme den Vorrednern zu, habe eine andere Idee zu Deinem Fuß.
Ich habe selbst Knick-Senk-Spreizfüße und hatte chronische Schmerzen an der Fußaußenkante.
Ich habe einen Chiropraktor (amerikanische Ausbildung) gefunden, der sich auf Füße spezialisiert hat. Der hat meine Füße mehrfach mobilisiert und auch festgestellt, dass ich zu sehr auf den Außenkanten lief. Das sorgt dort für eine Überbelastung und zu Verspannungen in der Beinmuskulatur.Diese wurde mit Triggerpunkte-Massage bis hinauf in den Beckenbereich gelockert. Seitdem sind meine Füße komplett beschwerdefrei, auch die Knie haben sehr davon profitiert.
Hast Du die Fußsohlen schon mal mit einem Hartgummiball/Golfball massiert?
Gute Besserung!
Jutta
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szg2016
Geschrieben am: 10 Feb 2021, 21:52


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Hallo!
Danke für die Antwort.

Auf welches "Spezialgebiet" hat sich dein Fuß-Wunderwuzzi spezialisiert. Und ja, auch mit einem Triggerpunkt Massageball und mit "Ruck - Rollo" - der Fußroller (googeln) habe ich gearbeitet. Auch mit Spiraldynamik.
Aber das half mir alles nichts, bzw. für Spiraldynamik in einem Sicherheits-Schuh, den man 8 Stunden im Job anhat einfach nicht zugänglich und umsetzbar. In einem Sicherheitsschuh die Spiraldynamik Übungen umzusetzen geht einfach nicht! Spiraldynamik war das "Dummste" was mir bisher im Leben entgegen gekommen ist. Meine persönliche Meinung.

Oder war ich bei den falschen Therapeuten. Es half mir bisher nichts lokal am Fuß. Auch die "FDM" Fasziendistorsionsmodell Massage wurde angewendet. Alles ohne Erfolg.

Jetzt sagt die Physiotherapeutin (eine neue), dass mein Problem sehr gut von der LWS kommen kann
, die bisher nicht - oder wenig - beachtet wurde, und da bleibe ich dran!
Bisher wurde gesagt, ja es sind eh nur "Vorwölbungen", die hat eh schon fast jeder .... meine Beschwerden kommen eher nicht von der LWS...

Der Befund der HWS macht mir halt Sorgen, wie bereits erwähnt.
An der HWS und im Schulterbereich bin ich halt oft verspannt....

Bearbeitet von szg2016 am 10 Feb 2021, 21:54
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Pauline69
Geschrieben am: 11 Feb 2021, 06:35


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Hallo szg,

die HWS muss Dir keine Sorgen machen, solange in Armen keine Lähmungen auftreten!
Sollten irgendwann Sensibitätsstörungen und ein deutlich spürbarer Kraftverlust und/oder Schmerzen auftreten und die neurologischen Messungen Auffälligkeiten zeigen, müsste man überlegen, was zu tun ist.
Sorgen müsste man sich bei einer wirklich hochgradigen Spinalkanalstenose machen.

Was die LWS angeht, beziehungsweise die Probleme mit den Füßen, solltest Du mal mit Deinem Arzt über PRT Infiltrationen sprechen. Vielleicht ist es einen Nervenwurzel, die dort geärgert wird. Sollte eine PRT Wirkung zeigen, das Kribbeln und die Taubheit, wenn auch nur für eine Zeit verschwinden, kommt es von dort.

Viele Grüße
Pauline

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