Bandscheiben-Forum

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> OP an der HWS - ja oder nein?, Befundvorstellung
Idefix1068
Geschrieben am: 09 Okt 2021, 10:34


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Ui....jetzt war ich lange nicht mehr online.

Die Reha habe ich durch ein Gespräch mit meiner Hausärztin bekommen. ich war einfach nervlich am Ende und frug nach der Möglichkeit einer Kur und sie zog sofort das Formular raus.
Ausgefüllt, gehadert, dann ZUM GLÜCK doch eingeschickt und nach relativ kurzer Zeit kam ein weiterer Fragebogen der Rentenversicherung hier an. Ausgefüllt, weggeschickt und bewilligt.
In der Zwischenzeit hatte ich mich schlau gemacht, welche Kliniken es so gibt und haufenweise Bewertungen gelesen. Als die Bewilligung nebst Klinik und Termin kam, habe ich freundlich gefragt, ob ich auch in eine andere Klinik könne. War alles kein Problem. Kurz schriftlich übermittelt und schon hatte ich die Zusage für Marquartstein. Eine Klinik, die ich wiiiiiiiiiiirklich nur jedem empfehlen kann. Ich war nun schon zweimal wieder dort und bin da in der Gegend spazieren gegangen. Es ist für mich der Ort, an dem ich wirklich runter gekommen bin und glücklich war.

Inzwischen ist wieder viel passiert.

Ich habe in einem Neurozentrum wieder diese Nervenleitgeschwindigkeit messen lassen. Deutlich Verminderung an der kribbelnden Hand, aber kein Hinweis auf HWS. ZUM GLÜCK. Ich trage brav eine Schiene an der Hand und neu auch am Ellenbogen, weil der nun auch schmerzt. Ich muss aber dazu sagen, dass ich mittlerweile zum Rehasport gehe und denke, dass das eine Überlastung ist.

Frische MRT Bilder ergaben ZUM GLÜCK keine Verschlechterung. In Murnau wurde ich vor kurzem auch wieder untersucht und soll in 6 Monaten wieder vorstellig werden.
Ich habe einen neuen Orthopäden, der aber glaub mit meiner Diagnose gefühlt etwas überfordert ist. Hier werde ich weiter suchen.

Nach der Kiefer OP hat man auf einem abschließenden Röntgenbild eine weitere Zyste- diesmal im Oberkiefer - festgestellt. Es wurde ein weiterer OP Termin gemacht. Bis dahin hat sich diese Zyste zweimal dermaßen heftig entzündet, dass kein Schmerzmittel mehr half. Ich nahm Antibiotika und bin fast verrückt geworden vor Schmerzen. Dann die OP und GOTT SEI DANK seither schmerzfrei. Am 22.2.22 wird kontrolliert, wieviel Kiefersubstanz der Körper gebildet hat und ob die OP ein Erfolg war.

Danach fuhr ich 5 Tage in den Urlaub und es ging mir sooooooo gut. Ich bin viel gelaufen und hab mich an der frischen Luft bewegt.

Zuhause angekommen fand ich einen Brief der Radiologie.....sie hatten in meiner Mammographie etwas gefunden, was sie abklären wollten. Ich kann Euch nicht beschreiben, was für ein Gefühl das war und wie schlimm die 4 Tage Wartezeit bis zum Termin waren.
Der Arzt sagte mir dann, dass er mich gar nicht wegen der Brust, sondern wegen eines verdächtigen Lymphknotens einbestellt habe. Mir wich der Boden unter den Füßen. Es folgte eine ausgiebige Ultraschalluntersuchung. Er frug, ob ich in letzter Zeit krank gewesen sei. Ich sagte nur, wo ich denn bitte anfangen und wo aufhören solle. Während ich so da lag fiel mir nur meine Impfung gegen Gürtelrose ein. Ich erzählte ihm davon und dass ich diese Impfung so schlecht vertragen hatte. Ich hatte mit heftigem Schüttelfrost reagiert. Da wurde er hellhörig. Es wurde zur Sicherheit eine weitere Mammographie gemacht. Während ich im Wartezimmer auf die Auswertung gewartet habe, habe ich nach dem Datum der Impfung gesucht. Die Impfung war am 16.9. und die Mammographie am 21.9. Auf den Mammographiebildern war der Knoten nicht mehr zu sehen und als ich dem Arzt das Datum der Impfung nannte, war ihm alles klar.

MIR FIELEN FELSEN VOM HERZEN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich hoffe wirklich, dass nun ein wenig Ruhe in mein Leben kommt. Seit einem Jahr reiht sich alles aneinander und die Aussage der Praxis Schneiderhan hat mich echt traumatisiert.

Inzwischen habe ich auch eine Kollegin gefunden, die mir eindringlichst von dieser Praxis abgeraten hat, weil sowohl sie als auch ihre Mutter nur schlechte Erfahrungen dort gemacht haben.

Ein WAHNSINN!
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SamMil2017
Geschrieben am: 10 Okt 2021, 18:30


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Das Gleiche hatte ich nach der Coronaimpfung 😉
Vergrößerte Lymphknoten im Plexus MRT. Ich wusste aber das ich vor 5 Tagen in den linken Arm geimpft wurde. Deswegen habe ich mir im Anschluß da keine Sorgen gemacht. Aber das kann natürlich verwirren, klar.
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Gina.ben
Geschrieben am: 19 Nov 2021, 08:31


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Guten Morgen ihr lieben Mitleidenden,

Ich bin ganz neu hier, habe aber schon viel mitlesen können und habe mich nun dazu entschieden, auch meine Geschichte zu teilen, die bei Weitem nicht so belastend ist, wie man andere hier. Gute Besserung an alle!

Ich hatte bereits 2013 einen BSV C5/C6, den ich nach wochenlangen Nervenschmerzen und mittlerweile ausgeprägten Lähmungserscheinungen habe operieren lassen. Ich habe das nie bereut und war direkt nach der OP beschwerdefrei.

Nun habe ich seit 4 Wochen wieder starke Schmerzen, die in den Arm ausstrahlen. Der Trizeps ist geschwächt. Ich war beim Neurochirurgen, ein MRT wurde gemacht - Mist, wieder BSV. Er sagte, wir können operieren, der BSV ist sehr ausgeprägt, wir können aber auch warten. Danke diese Aussage, hätte ich Medizin studiert, würde ich wahrscheinlich nicht zum Arzt gehen und auf konkrete Aussagen hoffen.
Nun habe ich mir eine Zweitmeinung eingeholt. Hier hieß es, dass die Natur viele Sachen selbst regelt und dadurch, dass die Schmerzen mittlerweile mäßig sind, würde sie erstmal von einer OP absehen und abwarten, was der Körper zusammen mit Physiotherapie selbst regeln kann. Wenn aber irgendwas akuter werden sollte, soll ich mich sofort vorstellen, dann würde doch eine OP im Raum stehen.

Ich bin wirklich unsicher und durch die Zeit, die man hat, wenn man nur zu Hause ist, hat man natürlich tausende Gedanken und kann überall genau hinfühlen, sodass ich manchmal das Gefühl habe, es kribbelt in den Füßen, dann sind sie irgendwie doch nur kalt. Dann tut der Arm mehr weh, ach wieder doch nicht. Man wird schon langsam verrückt.
Ich hatte vor 3 Wochen wirklich massive Schmerzen, keine Schmerzmittel haben angeschlagen. Jetzt sind die Schmerzen zwar da, aber erträglich.
Ich habe nun Angst, dass ich alles zu lange hinauszögere und am Ende mit größeren Schäden als vorher da stehe 😫

Liebe Grüße

Gina
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Gina.ben
Geschrieben am: 19 Nov 2021, 08:46


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Sorry, ich nochmal. 🙈 Ich bin offenbar zu unfähig eine Datei anzuhängen. Der Befund will einfach nicht gesendet werden.
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Jutta70
Geschrieben am: 19 Nov 2021, 09:54


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Hallo Gina,
wie ist es denn mit der Kraft im Trizeps?
Und besteht auch eine Spinalkanalstenose?
Ich füge Bilder und Berichte immer über picr.de ein. Da muß man sich zwar anmelden, bekommt aber keine Werbung etc. Ich mach das seit Jahren dort. Du fügst den Link dann hier ein und man kann direkt das Bild sehen. Und es gibt vor allem keine Dateigrößenbeschränkung.
Viele Grüße
Jutta
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Gina.ben
Geschrieben am: 19 Nov 2021, 10:24


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Liebe Jutta,

Danke für den Tipp. Ich schreibe es jetzt trotzdem auf die gute alte Weise ab, ich bin technisch ne Null 🙈

Also:
Bei Untersuchung im Liegen rechtskonvexe Achsabweichung zervikothoral, Streckstellung mit Kyphosierung von C3 bis C6, Spinalkanal anlagemäßig bezüglich der Weite im unteren Normbereich.

Höhe C3/4: kein Prolaps, keine wesentliche Protrusion, Neuroforamina beidseits frei.

Höhe C4/5: dorsomediale und dorsosinistrolaterale Bandscheibenprozession, DD kleinste Prolapsus, ohne Hinweis auf Myelonalteration, Neuroforamina beidseits frei.

Höhe C5/6: Zustand nach Bandscheibenoperation mit Cage-Einbringung und partiellem Durchbau des Bandscheibenraumes, geringfügige Spondylophytenbildung, Neuroforamina beidseits frei.

Höhe C6/7: Spondyloosteochondrose Modic I mit ventraler Aktivierung, dorsodextrolateraler Bandscheibenprolaps mit Bezugnahme zum Myelon ohne Hinweis auf Myelonalteration, prolapsbedingte Einengung des rechten Neuroforamina, linkes Neuroforamen frei.

Höhe C7/TH1: Regelrechte zirkumferente Bandscheibenbegrenzung, Neuroforamina beidseits frei. Im Weiteren Myelon und Spinalkanal vom kraniozervikalen Übergang bis Höhe T3/4 unauffällig.

Ergebnis: Höhe C6/C7 Spondyloosteochondrose Modic I, dorsodextrolateraler Bandscheibenprolaps mit neuroforaminaler Einengung rechts und Bezugnahme zum Myelon ohne Hinweis auf Myelopathie.



Soweit der Befund. Zu der Frage mit dem Trizeps, ich kann mich eigentlich uneingeschränkt bewegen aktuell, aber ich kann zb die Waschmaschine nicht zudrücken oder beim Haare kämmen und Zopf machen, fehlt mir teilweise die Kraft, aber ich empfinde es als minimal, dennoch eben merkbar.
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blumi
Geschrieben am: 19 Nov 2021, 11:27


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Hallo Gina,

Kannst du kurzfristig an eine Neurologische Untersuchung herankommen?

Wichtig wären Reflexe, Kraftgrad, Neurologische Messungen, insbesondere ein EMG des M.Trizeps, weil hier das Ausmaß eine Wurzelschädigung genau beurteilt werden kann, ggf. noch SsEP, um die langen Bahnen zu beurteilen und damit eine Myelonbeeinträchtigung auszuschließen.

Das was du beschreibst, insbesondere beim Haarefönen und bei der Waschmaschiene, kenne ich nur all zu gut. Bei mir haben die neurologischen Messungen dann eindeutige Auffälligkeiten ergeben. Im November/ Dezember 2019 fing das so ähnlich an wie bei dir, wir haben dann noch PRTs gespritzt, die kurzfristig auch motorisch eine deutliche Besserung brachten, aber die deutliche Schwäche kam nach einigen Tagen leider immer wieder. Im März 2020 bekam ich dann eine Cage C6/7, und der Arm hat sich vollständig wieder erholt.

Du hast also etwas Zeit, sowohl für Diagnostik als auch für konservative Therapie. Vielleicht ist eine PRT an die Nervenwurzel zum abschwellen eine Option, manuelle Therapie, alles, was die Nervenwurzel entlastet, wie z.B. Möglichst wenig Sitzen, ggf. eine Orthese in bestimmten Situationen ( benutze ich bis heute bei holprigen Autofahrten, wenn ich das vorher weiß), manchen hilft Osteophatie ( Nix für mich) , viele Spaziergänge und dabei immer darauf achten, dass die Arme locker schwingen und nicht die Schultern hochgezogen sind... lauter solche Sachen.

Sollte die Schwäche zunehmen, ist vermutlich eine OP die sinnvollere Variante. Aber solange das nicht so ist, hast du noch Zeit für konservatives Vorgehen. Ich wünsche dir gute Besserung.

LG, Elke
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Gina.ben
Geschrieben am: 19 Nov 2021, 12:59


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Liebe Elke, danke für deine ausführliche Antwort.
Du kennst das ja, die Gedanken sind manchmal schon die schlimmere Krankheit. ich hab echt Angst,dass ich zu lange warten und am Ende auf den schon entstandenen Schäden sitzen bleibe oder alles schlimmer wird. 😫

Ich versuche seit einer Stunde zeitnah einen Termin beim Neurologen zu bekommen, das ist ja fast wie Lotto spielen 🙄
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