Bandscheiben-Forum

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> Versteifung, was kommt dann?, Korsett, Krücken, Krankmeldung, Reha?
Rheinhessin
Geschrieben am: 26 Mär 2021, 22:47


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Guten Abend miteinander,

ich soll Mitte April eine Spondylodese/Versteifung in der LWS erhalten; habe einen Gleitwirbel, Facettensyndrom, 2 Bandscheibenvorfälle. :braue

Was erwartet mich, wie war es bei Euch?
Wann das 1.x aufstehen?
Hattet Ihr viele Schmerzen?
Musste ein Korsett getragen werden?
Wurden Krücken/Gehilfen notwendig?
Wie lange war der Krankenhausaufenthalt?
Wie lange seid Ihr beruflich ausgefallen?
Gab's Reha und falls ja, wann?
Hattet Ihr vorher/nachher bereits eine Behinderung/GdB?

und, und, und.
Vielen Dank für Eure Story und Antworten.

Herzliche Grüße
Rheinhessin

:;

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Silviaguckt
Geschrieben am: 27 Mär 2021, 11:02


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Hallo Rheinhessin

Meine Spondylodese war am 29.12.2020 und dauerte 7Stunden.

Das erste mal aufstehen war abends am OP Tag, ich musste und wollte aber nicht auf die Bettpfanne. Was soll ich sagen...es tat höllisch weh. Am nächsten Tag 7:30 Uhr würde ich ohne Vorwarnung zum Röntgen abgeholt. Die Umlagerung auf dem Röntgentisch war heftig, ich hatte übelst Schmerzen und könnte erst am Nachmittag aufstehen.
Die ersten zwei Tage hätte ich eine Schmerzpumpe und bekam zusätzliche 3xtgl. Oxi 30mg.
Oxi wurde am 4 Tag mit Tramal 3x200mg ersetzt.
Jede Bewegung tat mir weh aber es war aushaltbar - für mich jedenfalls, ich hatte hier aber auch schon andere Berichte gelesen. Beim einen war es so und beim nächsten wieder ganz anders.

Ich war insgesamt 7 Tage in der Klink und bekam am zweiten Tag - Nachmittags- leicht Physio, hauptsächlich wurde das aufstehen und hinlegen geübt.Am dritten Tag ging ich bereits mit der Therapeutin die Treppen hoch und runter. Es ging langsam, Stufe für Stufe aber die Therapeutin war zufrieden und ich schlapp bis zum geht nicht mehr.
Ein Korsett musste ich nicht tragen.

Eine Reha war nicht vorgesehen, mein Neurochirurg meinte, dass es überhaupt keinen Sinn machen würde - ich war ganz froh darüber.
Hier sind einige Berichte zu finden wo eine Reha gemacht wurde...musste dich mal durchlesen.

Krankgeschrieben bin ich noch immer, meine KK hat mich allerdings zum 06.05.2021 ausgesteuert. Ich war fassungslos und irgendwie hatte ich meine vorhergehenden AU wegen Rücken nicht mehr auf dem Schirm.
GdB habe ich 40%... letztes Jahr hatte ich einen Antrag auf Verschlechterung gestellt der aber abgelehnt wurde. Ich probiere es im Mai noch einmal.

Jobmäßig? Ich weiß nicht wie es mit mir weiter gehen soll, ich muss noch immer sehr oft liegen und mich ausruhen.

Für meinen Haushalt brauche ich den ganzen Tag, ich Teile mir meine leichte Hausarbeit in Einheiten auf und lege mich zwischen durch hin. Die schweren Sachen müssen meine Familie übernehmen. Schnell geht gar nichts mehr!! Manchmal ist mein Hirn schneller als mein Körper und schwups hat man eine Bewegung gemacht die einen die Tränen in die Augen schießen lässt.

Rückblickend auf meine Rückengeschichte, Psyche und das Ganze drum herum, würde ich diese Operation zu jeder Zeit wieder machen lassen.
Ich wurde/werde Achtsamer mit mir und lerne gerade geduldiger zu werden. Mur tut es gut!

Wenn Du noch Fragen hast...nur zu!

Liebe Grüße aus Unterfranken
Silvia

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karin59
Geschrieben am: 27 Mär 2021, 11:02


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Hallo,
Ich bin auch wegen Gleitwirbel versteift.
Was ich Dir hier sagen kann, es ist eine lange , kraft- und geduldzehrende Zeit vor Dir. Eine Zeit, wo Du an Deine Grenzen kommen wirst, wenn Du das Gefühl hat, dass es nicht weiter geht.
Man erwartet eine schnelle Besserung, aber das Zusammenwachsen fordert viel Zeit und Geduld.
Was nicht heissen soll, dass Du ständig krank bist. Du wirst Dein Leben wieder meistern, aber mit anderen Bewegungsabläufen, evtl. mit einer anderen Arbeit.
Bei mir hat es bis zu einem Jahr gedauert, ehe ich mich an die neue Situation gewöhnt und mich arangiert hatte.
Mit vielen Hindernissen seitens des AA und der Kk, was bei ganz Vielen Betroffenen der Fall ist. Das sind dann die schlimmeren Erfahrungen, die Dich zurückwerfen.
Es erfordert viel Willenskraft, wenn es weitergehen soll.

Alles Andere, um Deine Fragen zu beantworten, findest Du hier in den Treads. Du musst Dich etwas umsehen.
Ich könnte hier den Wedegang aufschreiben, aber dann wäre alles doppelt gemoppelt.
Suche bei Erfahrungen, oder Spondylodesen. Du wirst dort sicher fündig. Auch bei Reha und Hilfsmittel findest Du vieles. Es wiederholt sich so oft, weil Viele solche Fragen haben und deshalb zerstreut es sich oft.
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Rheinhessin
Geschrieben am: 27 Mär 2021, 16:45


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Hallo zusammen,

das macht mir schon etwas Angst, zumal ichs mit der Geduld ja nicht so habe. ???

Silvia, was hast Du denn genau versteift bekommen?
Weshalb wurdest Du so schnell ausgesteuert?
Ich hab schon einen GdB von 40, wegen anderer Wehwehchen.

War der irrigen Annahme, dass es danach zumindest etwas besser wird.

Danke Karin für den Hinweis mit den Hilfsmitteln, da hab ich jetzt gar nicht dran gedacht. :klasch
Ich will grad nicht dran denken, dass ich mir eventuell eine andere Arbeit suchen müsste. Allein der Gedanke macht mich kirre. :braue

Danke für die Antworten.

VG
Rheinhessin :kinn
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karin59
Geschrieben am: 27 Mär 2021, 17:19


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Hallo nochmal ,
Soviel kann ich im Rückblick auch sagen...ich würde es wieder machen, obwohl ich vorher soviel Angst hatte, dass ich den ersten Termin absagte.
Ich habe dann viel gelesen und erfuhr dabei auch, dass eine OP wegen Gleitwirbel oft sofort Erleichterung bringt. Das kann ich für mich auch bestätigen. Der Rest Schmerz wurde mit Medis gut in Schach gehalten, ohne Pumpe ohne I tensiv und ohne Blasenkatheter. Auch keine Bluttransfusion, es wurde Eigenblut aufbereitet wieder zugeführt.
Wegen dem GdB sollte 1/2Jahr nach OP gewartet werden, weil in dieser Zeit noch viel passieren kann. Verbessern...in den Augen des Amtes. Trotzdem solltet ihr Euch nicht so grosse Hoffnung machen. Eine Spondy kommt nicht viel mehr als 30 und je nach dem was für Vorerkrankungen da sind wird auf den grössten Einschränkungen aufgebaut, nicht zusammen gezählt.
Sylvia, Du stehst mit Deiner OP noch ganz am Anfang
Die KK geht im Normalfall von 12 Wochen Krankschreibung nach dieser OP aus. Es gibt ganz wenige, denen diese Zeit reicht um so fit zu sein wieder arbeiten zu gehen. Die Meisten brauchen ca. 1/2Jahr und auch dann müssen sich viele nach einer neuen Arbeit umschauen, weil die Belastbarkeit sehr eingeschränkt ist.
Ich weiss, wovon ich rede, meine OP war 2010.
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Rheinhessin
Geschrieben am: 27 Mär 2021, 18:36


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Hi Karin,

vielen Dank für die Infos. Habe mir grad mal Dein Profil angeschaut. Was das Krankheitsbild betrifft, kann ich Dir stellenweise die Hand geben. Ich hab auch Coxa Vara und die fast identischen Wirbelsäulenschäden.

Nur an der Hüfte habe ich noch nix machen lassen, obwohl die extrem schmerzt. Dafür war die HWS bei mir schon dran. Augenscheinlich geht das eine mit dem anderen Krankheitsbild einher. :tr

Grüße

Rheinhessin
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Silviaguckt
Geschrieben am: 27 Mär 2021, 21:36


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Hatte auch einen Gleitwirbel, einen Vorfall mit Stenose rechts. Meine Wirbelsäule komplett gleicht die einer 80 jährigen Frau.
Scheint bei uns eine familiäre Veranlagung zu sein, meint zumindest mein Neurochirurg.

LWS würde versteift S1- L3 mit Cage und das mit der Aussteuerung ging so schnell, weil ich 2018 wegen einer akuten Belastungsstörung längere Zeit krank geschrieben war und das mit meinem Rücken mehr oder weniger parallel verlief.
Im Schreiben von meiner KK stand nichts von Blockfristen oder dergleichen.
Ich habe daraufhin meinem Sachbearbeiter eine Email geschrieben und um individuelle schriftliche Begründung gebeten.Bin gespannt was zurück kommt.

In meinem Job als Pflegedienstleitung werde ich nicht mehr zurück gehen, irgendwie bin ich ganz froh darum.
Ich habe Jahrzehntelang mich und meinen Körper hinten angestellt. Meine Tochter ist jetzt 18 wird bald 19 Jahre alt, macht ihre Ausbildung und braucht Mama immer weniger.

Meine frühere Krankenpflege Schule sucht Lehrkräfte...ich habe mich entschieden eine Bewerbung von mir hin zu schicken. Back to the roots! Vielleicht klappt's ja.

Schönen Abend euch :z
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karin59
Geschrieben am: 27 Mär 2021, 22:49


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Na , da drück ich mal die Daumen für den neuen Job.
Ich hatte nicht so Glück .

Und zum Thema coxa vara.
Immer, wenn ich bei der Kontrolluntersuchung meinen Schmerz beschrieb hiess es : Sie wissen doch, dass Sie irgendwann eine OP haben, aber jetzt sind Sie noch zu jung. Damit war ich abgefrühstückt und harrte der Dinge weiter. Bis 2010, wo ich dann doch mal ins KH geschickt wurde, zwecks Beurteilung einer möglichen TEP-OP.
Der dortige Doc schickte mich zum MRT, weil meine Beschreibung und seine Begutachtung nicht dazu passen.
Dort wurde dann der Gleitwirbel festgestellt . Weil ich aber total überrumpelt war, sagte ich den anberaumten Termin ab. 1/2Jahr später war ich froh um die OP, weil ich plötzlich Lähmungen bekam und ich habe auch einen Nervwurzelschaden behalten.
Die TEPs bekam ich dann auch ziemlich zeitnah, weil ich durch die veränderte Statik vermehrt Probleme mit der Hüfte bekam und auch nicht mehr " zu jung " war.

Da Deine coxa "nur" links besteht, müsstest Du auch einen Beckenschiefstand haben. Das widerrum ist für die WS sehr ungünstig.
Bei mir waren ja beide Seiten betroffen. Deshalb hatte ich nach der ersten TEP einen Beinlängenunterschied von knapp 3 cm, der bei der zweiten dann behoben wurde.
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Hartldave07
Geschrieben am: 03 Apr 2021, 09:36


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Habe jetzt am Dienstag schon Op Termin für die Versteifung bekommen L5/S1 was wird mich da nach der Op erwarten hat wer erfahrung.??
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Harro
Geschrieben am: 03 Apr 2021, 11:00


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Guten Tag Hartldave07
vielen Dank für Deine Beteiligung hier im Forum.
Sei doch bitte so lieb und setzt Deinen Beiträgen eine Anrede und einen Gruß dazu, so kommen die Beiträge viel freundlicher herüber und lesen sich angenehmer.
Beiträge ohne Anrede und Gruß sind unpersönlich!

Ich möchte auch an dieser Stelle auf unsere Boardregel verweisen.

Danke!

Liebe Grüße Heidi & Harro
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