Bandscheiben-Forum

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> Integrationsamt, Welche Hilfe durch das Integrationsamt ?
Benn
Geschrieben am: 28 Mär 2021, 10:31


Öfter dabei
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Hallo,

vielleicht kann mir im Forum ein Mitglied mit seinen Erfahrungen in meiner Situation helfen.
Nach einem anerkannten Arbeitsunfall (Wirbelsäulenschäden) habe ich eine MdE von 20%, einen GdB von 30% und bin mit einem Schwerbehinderten Menschen gleichgestellt. Nachdem mein Antrag auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben von der RV bewilligt wurde habe ich eine Berufsfindungsmaßnahme im BfW absolviert.
In dieser Zeit habe ich einen Arbeitgeber gefunden der mich unter bestimmten Voraussetzungen einstellen würde. :ap
Eine Voraussetzung ist das ich mit CAD Zeichenprogrammen arbeiten kann. Also habe ich nach der Berufsfindungsmaßnahme im BfW eine Qualifizierungsmaßnahme im Bereich Technischer Produktdesigner für 1 Jahr im BfW begonnen. Aufgrund meiner gesundheitlichen Einschränkungen (Wechsel gehen, stehen und sitzen ist wichtig) absolviere ich zwei Tage Theorie pro Woche im BfW für 5 Stunden und die anderen drei Tage (5 Stunden) bin ich im Praktikumsbetrieb und führe leidensgerrechte Tätigkeiten aus.
Die Qualifizierungsmaßnahme endet im Juni 2021.
Mein zukünftiger Arbeitgeber soll jetzt beim Integrationsamt Hilfen zum Einrichten eines leidensgerechten Arbeitsplatzes beantragen.
Worauf muss dabei geachtet werden um keinen Fehler zu begehen?
Welche Hilfen könnte ich noch beim Integrationsamt beantragen? Ich hoffe ja z.B. das die Benzinpreise nicht noch weiter steigen da die zukünftige Arbeitsstelle in 35 km Entfernung liegt.
Natürlich werde ich die zukünftige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nur 5 bis 6 Stunden Täglich ausüben können.
Was muss ich beachten und welche Vor- und Nachteile hat eine begrenzte Stundenzahl?
Ich möchte in dieser Situation keinen Fehler begehen den ich später bereue.
Vielleicht hat jemand in diesem Forum schon eine solche Situation erlebt oder kent sich damit aus wie ich mich in dieser Situation richtig verhalten muss.
Ich wäre über jede Information und Hilfe zu dem Thema dankbar.

Gruss Benn
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murmel
Geschrieben am: 28 Mär 2021, 22:32


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Hallöchen Benn :;
Ich hatte ja schon mal einen Beitrag geschrieben aber leider hast du darauf keine Antwort gegeben oder Fragen dazu gestellt

https://www.diebandscheibe.de/ibf/index.php...pic=64121&st=10
murmel
Geschrieben am: 09 Jun 2019, 21:24


Zitat

Natürlich werde ich die zukünftige Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nur 5 bis 6 Stunden Täglich ausüben können.

Wer hat das festgestellt und dir schriftlich gegeben!
Stundenzahl = Leistungsfähigkeit
Das kannst du nachlesen im oberen Beitrag

Was ich an deiner stelle schon lange gemacht hätte deine Leistungsfähigkeit was du noch Arbeiten kannst! Beim MDK der Krankenkasse feststellen lasen! Stundenzahl

Zitat

Was muss ich beachten und welche Vor- und Nachteile hat eine begrenzte Stundenzahl?


Wen du keine Rente oder Teilrente bekommst würde ich auf 8h gehen.
Warum
Wen du krank bist und 5/6 Stunden arbeitest bekommst du auch nur für diese Zeit das Krankengeld egal was du für eine Krankheit dann hast Genauso sieht es dann bei deiner Rente von der Rentenversicherung aus

Gruß murmel :;
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Benn
Geschrieben am: 04 Apr 2021, 14:49


Öfter dabei
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Hallo Murmel,

entschuldigung das ich bei dem anderen Beitrag nicht geantwortet habe.
Das mit der Stundenzahl wurde mir bei einem EFL Test durch die Berufsgenossenschaft schriftlich 2017 bestätigt.
Im EFL Test steht 3 bis unter 6 Stunden.
Nach meinem Antrag auf Erwerbsminderungsrente 2018 habe ich den EFL Test natürlich mit vorgelegt.
Daraufhin hat die Rentenversicherung mehrere Gutachten von treuen und zuverlässigen Gutachtern erstellen lassen.
Ich bin damals bis ins Klageverfahren gegeangen und habe trotz EFL Test verloren und keine Erwerbsminderungsrente zugesprochen bekommen. Widerspruch durfte ich nicht einlegen.
Es wurde gesagt das ich noch 6 Stunden arbeiten kann. Auf meine Frage was ich arbeiten kann wurde mir keine Antwort gegeben.
Daraufhin habe ich dann Leistungen zur teilhabe am Arbeitsleben beantragt und genehmigt bekommen.
Das war erst die Berufsfindungsmaßnahme und seit Juni 2020 läuft die Qualifizierungsmaßnahme im BfW und im Praktikumsbetrieb im Bereich technisches Zeichnen.
Aus gesundheitlichen Gründen kann ich im BfW und im Praktikumsbetrieb nur täglich maximal 5 Stunden mit vielen Pausen teilnehmen.
Und dies ist von Anfang an so.
Wenn mich der Praktikumsbetrieb jetzt einstellt dann natürlich auch nur 5 Stunden, da ich ja gesundheitlich nicht mehr schaffe.
Auf 8 Stunden zu gehen ist völlig utopisch!
Um meinen jetzigen Gesundheitszustand halten zu können erhalte ich 1x pro Woche Fango, manuelle Therapie und etwa im 4 Wochen Abstand werde ich deblockiert und bekomme Spritzen.
Das ganze läuft über die Berufsgenossenschaft.
Ich bin gezwungen nur 5 Stunden täglich zu arbeiten so lange mein Gesundheitszustand sich nicht verschlechtert.
Nochmals Erwerbsminderungsrente beantragen und jahrelang kämpfen? :weinen

Gruss Benn
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