Bandscheiben-Forum

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> Krankenkasse drängt
Kelra04
Geschrieben am: 15 Jun 2021, 21:41


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Ein Hallo in die Runde :;

Ich, 50 Jahre alt, wurde im November 2020 an der HWS operiert. 2 Bandscheibenprothesen wurden eingesetzt C5/6 und 6/7.

Einen Tag nach der OP wurde ein Röntgenbild gemacht, das sich aber wohl keiner angesehe hat….

Nach der OP war ich ca. 2 Wochen schmerzfrei. Dann traten die Schmerzen plötzlich rechts, statt sonst links auf und diese noch stärker als sonst links.

Der eigentliche Operateur war nicht zu erreichen - ich habe ihn eigentlich nur jeweils vor den OPs kurz vor der Narkose gesehen. Gesprochen habe ich mit seinem Kollegen.

Es zog sich dann fast 3 Monate, bis dieser ein CT angeordnet hat.

Dazwischen lag dann eine Karpaltunnel Untersuchung und Physio.

Das CT ergab dann eine kaputte Prothese. Ich müsste einen Unfall gehabt haben. Die Dinger gingen nicht einfach so kaputt. Habe ich aber nicht.

Lt. meinem Hausarzt hätte man dies schon auf dem Röntgenbild am Tag nach der OP sehen können.

Er denkt, dass dies sehr wohl aufgefallen ist, man aber abwartete ob es zu Problemen führt.

Somit wurde mir dann vom Kollegen mitgeteilt, dass es wenigstens nicht psychisch ist und sie dann nochmal dran müssten.

Im Februar diesen Jahres wurde dann c5/6 getauscht.

Ich bin aufgewacht und hatte die Schmerzen wieder links.

Aus der Klinik musste ich mich selber entlassen weil keiner wusste, wann der Operateur kommt, noch lag ein OP Bericht vor.

Nach 6 Wochen bin ich in eine Reha. Kollege von Operateur befindet eine Reha als nicht notwendig. Krankenhaus ja - die haben für mich beantragt.

Und es war das beste, was ich tun konnte. Die Krämpfe waren raus aus dem linken Arm. Allerdings bin ich AU aus der Reha entlassen worden für frühestens 3 Monate zur Wiedereingliederung.

Mir wurde dann Irena angeboten. Um dran zu bleiben, nehme ich seither eine einfache Fahrt von 40 Km in Kauf.

Dort wurden mir einmal die Geräte erklärt - Irena Patienten müssen alleine machen, es kommt zwar jemand wenn man doch Fragen zum Gerät hat, das war es aber auch schon - und ich mache.

Ich mache so, das ich mittlerweile genau wie vor den beiden OPs da stehe.

Ich habe Dauerschmerzen im Handgelenk und die Krämpfe kommen wieder.

Mit der Krankenkasse hatte ich heute ein nettes Gespräch. Eins von vielen.

Zusammengefasst: ich arbeite nur Teilzeit - 30 Stunden - habe einen verstellbaren Schreibtisch und solle mich nicht so anstellen. Sie bestehen auf Wiedereingliederung. Kann man ruhig trotz der Meinung der Ärzte machen.

Und nun sitz ich hier und könnte so langsam aber sicher heulen. Ich mach alles mit und werde hingestellt als wollte ich nicht.

Dazu kommt Bluthochdruck, der aufgrund der Schmerzen wieder steigt, Adipositas - ich versuche seit 1 Jahr Gewicht zu verringern, habe mit Low Carb bereits 15 Kilo abgenommen, ich weiss wie das geht aber nichts funkt im Moment - und Schilddrüsenunterfunktion.

Ich bin platt und weiss nicht weiter ausser mit Schmerzen - gegen die ich einer OP zugestimmt habe - auf Arbeit zu gehen.

Hat jemand Tipps für mich?
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blumi
Geschrieben am: 16 Jun 2021, 11:10


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Hallo

Willkommen im Club der Prothesengeschädigten :; ,

Nein, das ist nicht lustig, ich habe mir gerade meine Prothese ausbauen lassen weil die nie richtig saß und die Nervenschmerzen dadurch übelst waren. Ich kann mir gut vorstellen was du durchmachst.
Zuallerallererst:

Mach immer solche Sachen wie die Klärung mit der Krankenkasse schriftlich. Wenn du zu einer Wiedereingliederung aufgefordert wirst Widerspruch schriftlich einlegen. Solange dich deine behandelnden Ärzte krank schreiben dürfte da auch nicht viel von der Kasse dagegen vorgegangen werden, die können das ja auch gar nicht beurteilen.

Dann, was ganz wichtig ist: besorge dir alle Unterlagen aus den stationären Aufenthalten. So wie du das beschreibst riecht das nach einem Behandlungsfehler, wenn schon direkt nach der OP die defekte Prothese erkennbar war. Alle Akten, OP- Berichte, Bilder etc. bist du berechtigt mit zu erhalten, und das würde ich an deiner Stelle auch zügig angehen.

Mir hat vorübergehend ein Aufenthalt in einer Klinik für manuelle Medizin und Schmerztherapie sehr viel geholfen, das würde ich immer wieder machen.

Langfristig reichte das allerdings nicht. Nachdem zwei weitere Kliniken mir dazu geraten habe, die Prothese entfernen zu lassen, habe ich das jetzt auch getan und C5-7 ist jetzt mit Cages und Platte versorgt. Seit der OP habe ich das Gefühl dass die Statik bei mir wieder stimmt. Ich würde an deiner Stelle ggf. Nochmals qualifizierte Zweitmeinungen zu der Problematik einholen.

Was für Prothesen sind denn eingebaut?

LG, Elke
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Kelra04
Geschrieben am: 16 Jun 2021, 19:15


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Hallo Elke,

bei mir wurden die Mobi C Prothesen “verbaut”.

Ich werde mir jetzt doch mal einen Termin bei einem anderen Neorochirurgen holen.

Zum einen bin ich mir mittlerweile total unsicher, ob diese neue Prothese auch wirklich richtig sitzt.

Zum anderen kämpft mein Hausarzt hier alleine - ich bin wirklich froh, ihn die letzten Monate gehabt zu haben.

Mir war nicht bewusst, dass es offensichtlich so viele Probleme mit diesen Prothesen gibt

:B

Das der Körper Zeit braucht, ist mir klar.

Wenn die Krankenkasse sich wieder meldet - in 2 Wochen, Termin ist schon angekündigt- bitte ich höflichst um schriftliche Kontaktaufnahme.

Diese Diskussionen ziehen echt noch zusätzlich runter.

Dann muss er eben, wie angekündigt, den MDK einschalten :sch

LG Birgit
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