Bandscheiben-Forum

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> Fazienrolle KG und Dehnen Erfahrungen
alf001
Geschrieben am: 01 Sep 2021, 12:50


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Hallo

wie sind eure Erfahrungen mit Fazienrolle, KG-Übungen und Dehnen nach einer LWS Versteifungs OP??

Bei mir ist es so das es jedesmal nach ca. 2-4 Trainingseinheiten mit jeweils einen tag pause dazwischen deutlich mehr Schmerzt und sich auch Verspannungen aufbauen als wenn ich nur Wandern gehe oder mit dem Rad fahre. Auch leichtes Beintraining im Fitnessstudio funktioniert gut.

Aber Dehnen (Beinbeuger und Beinstrecker also vorder und Rückseite und die Dehnung der LWS -Päckchenhaltung) mag mein Rücken scheinbar gar nicht!! :sch

Meine OP: Versteifung in 2016 von L5/S1

Bearbeitet von alf001 am 01 Sep 2021, 13:14
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.Sophia_
Geschrieben am: 05 Sep 2021, 09:33


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Hallo alf001,

ich bin L4-S1 versteift und muss meine Übungen immer sehr mit Bedacht wählen. Lange Zeit konnte ich so gut wie gar nichts wirklich machen ohne nicht mehrere Tage mehr Schmerzen zu haben.
Bei mir ist es so, dass mir alle Übungen Probleme bereiten, bei denen ich ins Hohlkreuz falle. Das gefällt meinem Rücken gar nicht. Ich achte immer sehr darauf, meine Bauchmuskulatur bei allen Übungen anzuspannen und wenn möglich das Becken so zu kippen, dass ich gerade oder leicht gebeugt bleibe in der LWS. Das hilft meist ganz gut. Mittlerweile habe ich ganz gut raus, welche Übungen mir bekommen und welche nicht.

Faszienrolle geht bei mir nur bis zur BWS, alles andere löst starke Schmerzen aus. Genauso jegliche neue Bewegungsabläufe. Mittlerweile weiß ich welche Übungen gar nicht gehen und diese lass ich dann auch sein oder nehme Alternativen, die von der Körperhaltung besser funktionieren. Gerade bei der Dehnung der Beinbeuger fällt man häufig ins Hohlkreuz, da man ja die Vorderseite dehnen möchte. Ich suche mir dann Alternativen. Bspw. die Beinbeuger im Liegen zu dehnen und eben nicht so doll dass ich ins Hohlkreuz falle. Wenn ich neue Übungen ausprobiere und nach ein paar mal merke, das wird nicht besser von der Schmerzzunahme dann streiche ich diese wieder.

Mittlerweile weiß ich meist im Voraus schon, was passen könnte und was eher nicht geht.

Generell gilt, bleibe lieber bei den Sachen, die dir auch gut tun und quäle dich nicht unnötig. Achte penibel genau auf deine Körperhaltung und Spannung während der Übungen. Mache lieber weniger davon oder nehme leichteres Gewicht bevor die Qualität der Übungen darunter leidet oder du von der Muskelkraft die Spannung nicht mehr halten kannst. Ganz besonders wichtig ist eine gute Bauchmuskulatur und auch Stabilitätsübungen mit in dein Programm aufzunehmen.
Mit einer Versteifung gelten oft andere Regeln beim Sport und es ist sehr wichtig dabei genau auf deinen Körper zu hören, ihn kennenzulernen und deine Grenzen nicht zu überschreiten.

LG Sophia
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alf001
Geschrieben am: 05 Sep 2021, 19:22


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Hallo Sophia,

danke für deinen Beitrag :klasch ....... da erkenne ich mich zum großteil leider wieder.

Ich meine halt das die Muskelverkürzungen in der Beinmuskulatur für eine Daueranspannung im Hüft und LWS bereich sorgen und das kann auf dauer (auch für die Hüftgelenke) nicht gut sein.
Deswegen versuche ich immer wieder diesn Verkürzungen beizukommen.
Leider folgt die Schmerzhafte Rückmeldung bisher immer nach 1-2 Tagen und ich höre dann auf die Übungen zu machen. :braue

ich suche halt immer noch einen weg aus dem "Teufelskreis" auszubrechen dehalb die frage hier ob es andern auch so geht.
Anscheinend bin ich also nicht alleine mit den Negativen Feedback von der LWS.

Es hat mich Interessiert ob ich nur zu Blöde bin oder ob das eher "Normal" ist mit der (teilweiße extremen) Verschlimmerung nach Dehnungsübungen etc. . :klasch

Bearbeitet von alf001 am 05 Sep 2021, 19:22
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.Sophia_
Geschrieben am: 06 Sep 2021, 09:03


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Hallo alf,

da hast du vollkommen recht und das ist tatsächlich ein richtiger Teufelskreislauf.
Man muss nicht zwangsläufig immer dehnen um atrophierte Muskeln wieder hinzubekommen. Laut einigen Studien hilft ein Krafttraining und Muskelaufbau zum Teil besser als Dehnung, da die Muskeln mit Nährstoffen und Blut versorgt werden und sich so verklebungen lösen können. Ich arbeite im Gesäßbereich häufig mit einem Faszienball. Mir tut das sehr gut.
Es gibt auch richtig gute Sporttherapeuten, die einem da individuell sehr gut helfen können an den persönlichen Schwächen zu arbeiten.
Es gibt auch viele alternative Methoden im Physiobereich die passiv genutzt werden können wie Triggerpunkt Therapie, Ultraschall, Neurostim uvm.

Mit einer Versteifung ist das ein ewiges ausprobieren bis man den richtigen Weg findet. Das wichtigste ist aber dran zu bleiben und nicht aufzugeben :)

LG Sophia

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alf001
Geschrieben am: 15 Sep 2021, 09:15


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Hallo Sophia,

das hat mir auch schon ein Physio so gesagt, den Muskel in seiner gesamten länge Trainieren ist besser als nur zu Dehnen. Er war auch der Meinung das Dehnen überbewertet wird.
Ich habe aber auch das Problem das meine Gesäßmuskulatur total verspannt ist deswegen muckt auch immer wieder der Piriformis.
Da komme ich mit Muskeltraining nicht wirklich weiter.

Aber sobald ich da zum Dehnen anfange habe ich am nächsten Tag Spannungsschmerzen im ISG und LWS bereich (obwohl ich die Dehnung sehr behutsam mache).

Die Muskelverkürzungen kann ich aber so auch nicht lassen!
Ich bekomme jetzt schon die Ferse vom einen Fuß nicht auf das Knie des andern ohne mit der Hand deutlich nachzuhelfen (Übung zur Dehnung des Piriformis im Sitzen auf einem Stuhl).
Da ist alles viel zu kurz.
Diese Übung mache ich auch nicht weil es mir definitiv nicht gut tut, aber man sieht bei der Ausgangsstellung zu dieser Übung halt wie verkürzt der ganze Muskelbereich ist. :traurig2

Aber irgendwie muss ich das doch wieder auf länge bekommen ohne das mir dann wieder 4 Tage der LWS bereich weh tut.??? :sch

Längeres Fahrradfahren (kein E-Bike!!!) mag das ISG anscheinend auch nicht wirklich. :braue

Grüße Alf

Bearbeitet von alf001 am 15 Sep 2021, 09:24
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