Bandscheiben-Forum

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> LWS L5/S1, am Ende doch OP
MichaDD80
Geschrieben am: 09 Okt 2021, 11:44


Öfter dabei
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Hallo liebe Mitleidende,

ich habs nun hinter mir. Nachdem ich seit April 21 mit den Beschwerden und Schmerzen zu kämpfen hatte (hier der Thread aus dem LWS-Forum), ging nun alles ganz schnell.

Ich hatte am 28.9. einen Termin beim Neurochirurgen, um mir eine Zweitmeinung zu holen. Der NC davor war einfach unmöglich, nachzulesen siehe oben. Auf jeden Fall untersuchte mich der Neurochirurg nochmal, und nahm sich vor allem endlich mal richtig Zeit, mit mir über meine Situation zu sprechen, mein MRT zu erklären etc. Er meinte, dass er mir auf jeden Fall zu einer OP rät, da es unwahrscheinlich sei, dass nach dieser langen Zeit noch eine deutliche Verbesserung eintritt, und auch, je länger man warten würde, umso größer wäre die Chance, dass sich die Nerven im Anschluss eben nicht mehr erholen und weitere größere Schäden eintreten. Seiner Meinung nach stünden die meisten Probleme nach OPs auch damit in Zusammenhang, dass die Leute zu lange gewartet hätten.
Er hatte dann auch gleich in der kommenden Woche zufällig einen abgesprungenen Patienten und somit Zeit. Ich habe mich dann gleich für die OP entschieden und mir den Termin gesichert.
Die Vorbereitung letzte Woche (Blutabnahme, Röntgen, Untersuchung, Aufklärung etc.) war nochmal eine ganz schöne Tortur, da ich von 8-16 Uhr im Krankenhaus war, oft warten und auf verschiedene Stationen musste. Kein schönes Erlebnis, wenn man Schmerzen im Stehen, Gehen und Sitzen hat.

Am 6.10. bin ich 6.30 Uhr stationär aufgenommen wurden und um 10 Uhr war ich fällig. Die OP wurde durch einen kleinen Schnitt durchgeführt, endoskopisch wollte der Arzt nicht angesichts meines Befunds (Sequester). Anberaumt war eine Stunde, erwacht bin ich dann 14 Uhr. Der Vorfall war wohl schon ziemlich verkalkt und vor allem steinhart, lt. Aussage des NC hätte ich den nie konservativ in den Griff bekommen. Der Eingriff sei aber gut verlaufen und es wäre wieder ausreichend Platz da.
Am Tag der OP habe ich mich dann noch nicht aus dem Bett getraut. Blasenkatheter blieb mir zum Glück erspart. Am nächsten Morge bin ich dann schon aufgestanden und am Nachmittag schon einige Minuten draußen unterwegs gewesen. Ich habe so gut wie keine Schmerzen, bin aber auch gut medikamentös eingestellt und bewege mich sehr vorsichtig und rückenfreundlich.
Morgen darf ich dann schon nach Hause und dann heißt es 6 Wochen Schonung, anschließend dann ambulante Reha gleich bei mir um die Ecke.

Ich bin gerade sooooooo froh, diese elendigen Schmerzen los zu sein. Mir ist klar, dass so eine Heilung auf Phasen verläuft, und es auch wieder schlechter werden kann, aber ich werde alles dafür tun, dass es gut wird. Im Moment bereue ich den Schritt OP keine Sekunde und würde mich wieder so entscheiden.
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