Bandscheiben-Forum

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> Verzweifelt weil jeder was anderes sagt, Probleme LWS, leider auch bei der HWS
Bayernwolf
Geschrieben am: 26 Apr 2022, 10:52


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Hallo zusammen,
ich habe vor nunmehr 2,5 Monaten nachts einen heftigen Krampf in der linken Wade, der auch den ganzen Tag geschmerzt hat. Die nächste Nacht hatte ich ein sehr starkes ziehen seitlich und vorne im Unterschenkel, Taubehitsgefühl links am Sprunggelenk, Aussenrist und an die äußeren 3 Zehen, auch den ganzen folgenden Tag. Die nächste nacht hatte ich es beidseitig. Die Beschwerden blieben seither und verbessern sich tagsüber (bis auf das Taubheitsgefühl) bzw. gehen auch weg, abends auf der Couch aber vorallem Nachts kommen sie immer wieder. Bleiben in abgeschwächter Form bis mittags und dann ist es wieder ok. Ich habe dann auch noch Muskelzuckungen zuerst in den Waden, vorwiegend links, dann auch in den Oberschenkeln und mittlerweile am ganzen Körper bekommen.
Zu allem Überfluss, wurden beidseitig an den Händen die Finger 4/5 taub, vor allem nachts, tagsüber wieder Besserung.
Am Rücken hatte ich keine Schmerzen.
Mein Ortopäde hat mich dann ins MRT für HWS und LWS geschickt.
Hier die Diagnose:
HWS: Links betont Nachweis mehrere a.e. Synovialzyysten mit möglicher Affektion der Nervenwurzeln (HWK 4-7 links)
LWS: Bei Z.n. Laminotomie und Bandscheibenresektion LWK5/SWK1 1998 besteht eine kleine Rezidiv-Extrusion, welche sowohl die Wurzel S1 rechts als auch die Wurzel S1 links und möglicherweise auf die Wurzel L5 links affektiert.

Jetzt nur zur LWS (da LWS-Forum): war auch beim Neurologen vor dem MRT-Termin, der hat linksseitig NLG gemessen, war anscheinend normal
ansonsten keine Auffälligkeiten bei Kraft oder Reflexen.

Mein Ortopäde meinte die Beschwerden an den Unterschenkeln könnten von der LWS kommen, sollte aber in die Klinik mal gehen. Termin habe ich erst Mitte Mai. Da ich aber nachts Rückenschmerzen, ziehen in den Leisten (beidseitig) und vor allem links auch der Ischiasnerv der durch die Hüfte geht immer mehr unangenehm war, bin ich in die Notaufnahme. Ergebnis muss man nichts machen, Beschwerden Unterschenkel können nicht von der Bandscheibe kommen ist was neurologisches.
Seitdem habe ich totale Angst das ich ALS oder ähnliches habe, wenn es nicht von der Bandscheibe kommen sollte. Gerade bin ich deshalb extremst nervlich angespannt. Ich habe ja die Beschwerden auch noch in den Armen und an der HWS.
Wenn ich zuviel Sport (30 min, vor es begann hatte ich fast täglich immer eine Stunde Sport gemacht, jetzt nur noch ab und zu, da ich mich nicht traue) mache, dann kann ich nachts fast gar nicht schlafen da es so stark zieht und zuckt. Letztens bin ich outdoor Radgefahren über Schotterwege. Zum Schluß habe ich den unteren Rücken leicht gemerkt, in der Nacht 3 mal einen krampf links in der Wade gehabt und extremes Muskelzucken.
Ich war auch im März beim Hausarzt, der hatte Blut abgenommen und der CK-Wert war über 1000. Bei der Kontrolle 1 Woche später wieder über 1000. 2 Wochen später war er dann unter 200, also wieder normal.
Mir ist auch aufgefallen, dass ich rechts eine größere Delle im Oberschenkel aussen habe, fällt auch meiner Frau auf. man sieht da auch feine Muskelbewegungen. Sie hat sich jetzt die letzten 4 Wochen nicht verändert, aber ich habe auch seitdem Wasser im knie, woher man auch nicht weis, warum.

Meine Frage, können die Beschwerden durch die Bandscheibe kommen?
Hat jemand auch solche Beschwerden?
Kann die Delle auch von den Bandscheiben kommen?
Kann das dicke Knie evtl. auch was mit dem Oberschenkel oder der Bandscheibe zu tun haben?
Danke schon mal im voraus für die Antworten.
Zu der HWS stelle ich extra einen Thread ein.
Viele Güße
Wolferl

Bearbeitet von Juergen73 am 26 Apr 2022, 12:47
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Bayernwolf
Geschrieben am: 26 Apr 2022, 11:03


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Hallo zusammen,
ich habe vor nunmehr 2,5 Monaten nachts einen heftigen Krampf in der linken Wade, der auch den ganzen Tag geschmerzt hat. Die nächste Nacht hatte ich ein sehr starkes ziehen seitlich und vorne im Unterschenkel, auch den ganzen folgenden Tag. Die nächste nacht hatte ich es beidseitig. Die Beschwerden blieben seither und verbessern sich tagsüber bzw. gehen auch weg, abends auf der Couch aber vorallem Nachts kommen sie immer wieder. Bleiben in abgeschwächter Form bis mittags und dann ist es wieder ok. Ich habe dann auch noch Muskelzuckungen zuerst in den Waden, vorwiegend links, dann auch in den Oberschenkeln und mittlerweile am ganzen Körper bekommen.
Zu allem Überfluss, wurden beidseitig an den Händen die Finger 4/5 taub, vor allem nachts, tagsüber wieder Besserung.
Am Rücken hatte ich keine Schmerzen.
Mein Ortopäde hat mich dann ins MRT für HWS und LWS geschickt.
Hier die Diagnose:
HWS: Links betont Nachweis mehrere a.e. Synovialzyysten mit möglicher Affektion der Nervenwurzeln (HWK 4-7 links)
LWS: Bei Z.n. Laminotomie und Bandscheibenresektion LWK5/SWK1 1998 besteht eine kleine Rezidiv-Extrusion, welche sowohl die Wurzel S1 rechts als auch die Wurzel S1 links und möglicherweise auf die Wurzel L5 links affektiert.

Jetzt nur zur HWS (da HWS-Forum): war auch beim Neurologen vor dem MRT-Termin, der hat beidseitig NLG gemessen und festgestellt, dass diese verlangsamt waren. Dadurch wurde Ulinarisrinnen-Syndrom und jeweils Bandagen verschrieben. Ansonsten keine Auffälligkeiten bei Kraft oder Reflexen.

Mein Ortopäde meinte die Beschwerden an den Armen könnten aber auch von der HWS kommen mit den Zysten, sollte aber in die Klinik mal gehen. Termin habe ich erst Mitte Mai.

Aufgrund meiner Beschwerden bei der LWS/Unterschenkeln und keiner Diagnose habe ich totale Angst das ich ALS oder ähnliches habe, wenn es nicht von der HWS/LWS kommen sollte. Gerade bin ich deshalb extremst nervlich angespannt. Ich beobachte meine Hände ob ich welche Atrophien habe.

Hat jemand auch solche Beschwerden?
Danke schon mal im voraus für die Antworten.
Zu der LWS stelle ich extra einen Thread ein.
Viele Güße
Wolferl
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Bayernwolf
Geschrieben am: 26 Apr 2022, 11:08


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Was ich ganz vergessen hatte.
Ich war auch im März beim Hausarzt, der hatte Blut abgenommen und der CK-Wert war über 1000. Bei der Kontrolle 1 Woche später wieder über 1000. 2 Wochen später war er dann unter 200, also wieder normal.
Mir ist auch aufgefallen, dass ich rechts eine größere Delle im Oberschenkel aussen habe, fällt auch meiner Frau auf. man sieht da auch feine Muskelbewegungen. Sie hat sich jetzt die letzten 4 Wochen nicht verändert, aber ich habe auch seitdem Wasser im knie, woher man auch nicht weis, warum.
Daher noch weitere Fragen:
Kann die Delle auch von den Bandscheiben kommen?
Kann das dicke Knie evtl. auch was mit dem Oberschenkel oder der Bandscheibe zu tun haben?
Viele Grüße
Wolferl

Habe ich im Originalthread eingefügt.

Bearbeitet von Bayernwolf am 26 Apr 2022, 11:18
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blumi
Geschrieben am: 26 Apr 2022, 11:22


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Hallo und willkommen,

Bei Dir werden Synovialzysten beschrieben, die links möglicherweise die Wurzeln von C4 bis C7 ärgern könnten.
Der 4. und 5. Finger ist aber C8, und auf der rechten Seite ist gar nicht auffälliges beschrieben. Daher könnte der Neurologe mit dem Ulnarissyndrom recht haben. C4 - C7 würde sich eher an Schulter, Oberarm, radialer Unterarm, Daumen und Finger 2 - 3 abspielen.
Wenn du sicher gehen willst kann dein Neurologe mal ein EMG der Kennmuskeln von C4 - C7 (8) machen, dann wirst du sehen, ob es da eine Beeinträchtigung gibt.
Synovialzysten entstehen in der Regel durch Abnutzung oder Instabilität.
Sind sie klein können sie ein Zufallsbefund sein und keine Therapie benötigen.
Wenn sie aber groß sind und Dir auf die Nerven drücken müssen sie meist entfernt werden. Ich hatte eine große in der LWS die mir auf der Wurzel L5 herumtanzte. Die war am Schluss aber auch 13 x 11 x 7 mm groß und engte auch den Spinalkanal stark ein, da war eine OP nötig.
LG, Elke
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blumi
Geschrieben am: 26 Apr 2022, 11:34


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Hallo,

Erst einmal:
Natürlich können deine Beinbeschwerden von der Bandscheibenproblematik kommen, denn es wird beschrieben, dass beidseitig die Wurzel S1 und links auch L5 tangiert werden.
Die Wade passt zu S1, genauso die Taube Fußaußenseite und die äußeren Zehen. Der seitliche Oberschenkel und die seitliche Wade passen zu L5.

Die Höhe CK spricht für stattgehabt Muskelabbau. Das tritt aber nicht nur bei neurologischen Systemerkrankungen, sonder auch bei Muskelabbau anderer Genese, also z.B. Weil durch einen Vorfall ein Bereich nicht so gut angesteuert wird. Statine, also Cholesterinsenker, können das übrigens auch machen falls du so etwas nimmst.

Ich würde an deiner Stelle die neurologische Abklärung forcieren. Die Nervenleitgeschwindigkeit sagt erst mal gar nichts in dieser Hinsicht. Ein EMG ( Elektromyogramm) wäre hier ganz wichtig, denn damit kannst du genau unterscheiden, ob es sich um eine muskuläre Erkrankung oder eine Erkrankung der Nervenwurzeln handelt. Danach muss dann weiter entschieden werden, wie eine Behandlung oder auch weitere Diagnostik aussieht.

LG, Elke
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Harro
Geschrieben am: 26 Apr 2022, 12:33


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Moin Bayernwolf,
Themen verschmolzen zu "Einem" da thematisch gleich

Liebe Grüße Harro :winke

Bearbeitet von Harro am 26 Apr 2022, 12:40
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SamMil2017
Geschrieben am: 26 Apr 2022, 22:51


Öfter dabei
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Ich frage mal ganz blöd off topic - bist Du vorher zeitnah geimpft worden? Es gibt mittlerweile viele Betroffene mit diesen Beschwerden. Auch ich selbst...
Habe kribbelnde Füsse, Brennschmerzen, Muskekzuckungen am ganzen Körper. Schmerzen in den Nerven, Ischias, Plexus usw.
Bin neurologisch durchgecheckt weil der Verdacht auf Polyneuropathie bestand. Bis auf 2 nicht so gut leitende Nerven in den Beinen wurde ich als gesund entlassen. Da ich aber auch eine bekannte Hws Problematik habe mit BSV und leichter Einengung des Rückenmarks hat die neurologische Ambulanz empfohlen das noch einmal zu kontrollieren. Letztes Jahr hatte ich mich gegen eine OP entschieden weil die Meinung der Neurochirurgen hier 50/50 waren ob OP oder nicht.
Das werde ich jetzt auch auf jeden Fall nochmal kontrollieren assen. Nichts desto trotz gibt es Viele Betroffene mit Sensibilitätsstörungen und Muskelzucken nach den Impfungen. Ich habe übrigens auch eine Verschlechterung nach Sport. Nach einer Radtour regelrecht Puddingbeine. Und das obwohl ich früher Spinning gefahren bin..
Außerdem Gangunsicherheit v.a bei Dunkelheit.
Vg Kerstin
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blumi
Geschrieben am: 27 Apr 2022, 09:47


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Hi Kerstin,

Die Beschwerden, die der Bayernwolf angibt, sind aber doch andere und passen auch gut zu seinen Wirbelsäulenveränderungen, zumindest was die LWS angeht.
Es mag einige Berichte über neurologische Problematik ( bis hin zu Guillon- Barre- Syndrom) geben, die sind aber nicht häufiger als bei anderen Impfungen auch, werden jetzt aber natürlich im Netz extrem zur Kenntnis genommen.

Die hier beschriebenen Symptome sollten m.E. Neurologisch genau mittels EMG abgeklärt werden, ggf. kann man noch mittels SsEP die langen Bahnen testen.

LG, Elke
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Bayernwolf
Geschrieben am: 28 Apr 2022, 18:08


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Hallo zusammen
War heute beim Neurologen. Es wurde mehrere EMG‘s gemacht, es gab wohl keine Auffälligkeiten. Es könnte aber von der Wirbelsäule kommen und nervenreizungen verursachen. Muss jetzt in 3 Monaten wieder hin. Witzigerweise gab es keine Muskelzuckungen während der Untersuchung, sonst sind sie ständig da.
Wenigstens glaubt der Neurologe nicht das es ALS, MS oder eine andere schlimme Krankheit ist. Aber nur „glaubt“.

Zu der Frage wegen Impfung.
Ich bin Mitte Dezember geboostert worden, sprich 2 Monate vor die Beschwerden anfingen, daher denke ich nicht das es zusammen hängen wird.
Wobei ich seit der 2. Impfung einen gestörten Geruchssinn habe, und nach der 3. Impfung lag ich 2 Wochen flach.

Nach der heutigen Untersuchung bin ich wohl ein Hypochonder, aber die Beschwerden sind ja da.
Nächste Woche habe ich bei einem2. Neurologen einen Termin, wenn der das auch bestätigt dann muss ich es wohl glauben.

Danke und viele Grüße

Bearbeitet von Bayernwolf am 28 Apr 2022, 18:12
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blumi
Geschrieben am: 29 Apr 2022, 08:39


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Hallo Wolferl,

Das darfst du so nicht interpretieren!
Unauffälliges EMG heißt nur, dass kein manifester Nervenwurzelschaden und auch keine manifeste muskuläre Erkrankung nachweisbar ist, und das ist doch wunderbar!
Trotzdem können die Nerven immer wieder durch den Kontakt gereizt werden, z.B. wenn du im Stand oder im Sitzen oder bei Belastung, vielleicht auch durch eine ungünstige Schlafposition, den Kontakt deiner geschädigten Bandscheibenstrukturen mit den Nervenwurzeln verstärkst.
Das bedeutet für dich, dass du Zeit hast, das gesamte Spektrum der konservativen Therapien ( manuelle Therapie, Osteopathie, Physiotherapie, Kräftigung der Tiefenstabilisatoren, alternative Therapieformen wie z.B Akupunktur, Schröpfen oder Neuraltherapie, Triggerpunktbehandlung, Quaddeln, Wassergymnastik, Übungen nach Janda, Medikamentöse Behandlungen bis hinzu PRT, PDA) komplett ausschöpfen kannst, wenn es ambulant nicht ausreicht auch unter stationärem Setting.

Sind denn die EMG sowohl für die Arm- als auch für die Beinmuskeln durchgeführt worden?

LG, Elke
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