Bandscheiben-Forum

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> Bandscheibenprothese soll raus
Swar
Geschrieben am: 18 Jul 2022, 19:00


Boardmechaniker
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Hallo Ihr Lieben,
ich war lange nicht hier, mir ging es nicht gut und wollte alles mit mir alleine ausmachen. Klappte auch nicht gut.

Seit meiner HWS OP habe ich ja erst Schmerzen, die nie mehr weggingen. Jeder Dauerschmerzler weiß, wie das zermürbt. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie es schmerzfrei war.

Seit der OP habe ich Schluckbeschwerden. Wenn ich was esse, muß ich mehrfach trocken nachschlucken, weil ich das Gefühl habe, es rutscht nicht, bleibt mir im Halse stecken. Wenn ich mich im Liegen umdrehe, spüre ich, das Kopf zu Körper mittig, also in der HWS, verrutscht. Als verschiebe sich was.
Bei kleineren Kopfnickbewegungen kann ich ein Klacken auslösen. Bewege ich meinen Kopf gerade nach vorn, dann wieder zurück, baut sich ein Druck im Nacken auf, als würde ich innerlich gewürgt.
Ich kann nur noch seitlich auf einem bestimmten Kissen liegen. Einmal machte ich mir einen Turban, legte mich auf mein Kissen und schlief ein. Nach einer Stunde wachte ich auf, merkte schon, das ich Nackendruck bekam, dann tat der Hinterkopf weh, bis dieser so schmerzte, das ich vor Schmerz zusammenbrach, mich nicht bewegen konnte und 4 Std. brauchte den Willen zur Kraftanstrengung aufzubringen um aufzustehen, um ans Telefon zu kommen, um Hilfe zu holen. Wünsche ich keinem!

Aber nicht mehr so schlimm wie nach der OP, das muß ich zugeben, aber auch nie mehr ok.
Nun war ich beim Kontrollröntgen. Prothese zeigt keine Lockerung, verrutscht aber, wie ein Gleitwirbel. Also im Kern. Der Neurochirurg meinte, wenn überhaupt, wäre ein Abstandshalter angebracht gewesen, eine Prothese hätte nicht zu mir gepaßt, nun müsse sie aber raus.
Schmerzmittel, aushalten und wenn ich soweit bin, Szintigramm, dann OP. Jetzt eines machen, nur um zu schauen, wäre zu große Strahlenbelastung.

Als ich kurz meine Ängste mitteilen wollte, kam nur ein……ach, das mache ich doch täglich……wo ich nur dachte, ach, da du täglich keine Prothesen einsetzt, machst du aber täglich welche raus! Laberhannes!
Nun Zweitmeinung im September.

Und aus privaten und gesundheitlichen Gründen war ich noch bei keinem Anwalt. Da wo ich hinwollte, übernehmen nichts mehr, machen nur noch BU, Kanzlei aus Rente geschlossen, Kanzlei entzweit…….dies ist mein 3. Jahr, wg. Verjährung.
Alles stürzt mal wieder ein.

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Swar
Geschrieben am: 18 Jul 2022, 19:01


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blumi
Geschrieben am: 19 Jul 2022, 07:57


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Hallo Swar,

Die Prothese ist eindeutig kaputt, da gibt es kein vertuen. Wenn die Platten sie so zueinander verschieben, ist der Kern hinüber. Kein Wunder, dass es dir damit schlecht geht, die Muskulatur versucht jetzt krampfhaft, das alles stabil zu halten.

Wichtig: Kläre vorab, dass du die Prothese ausgehändigt bekommst, wenn möglich mit Kern, und dass du einen OP-Bericht bekommst in dem genau beschrieben ist, in welchem Zustand die prothese aufgefunden wurde. das ist wichtig, denn das brauchst du fü das Klageverfahren. War das bei dir nicht auch eine M6-C? Da gibt es mittlerweile schon einige, die Klagen, veilleicht können die dir ja Unterstützung dazu geben.

Wo lässt du die Revisions-OP machen? Du brauchst davor keine Angst zu haben, es wird nur besser danach!!! So kann das definitiv nicht bleiben, und du wirst sehen, dass dir die Prothesenentfernung eine Erleichterung bringt.

LG, Elke
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Swar
Geschrieben am: 19 Jul 2022, 11:42


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Spüre gerade mein Herz stocken.
Ich habe die Baguera C. Und da ich ja keinen Implantatpaß habe, habe ich ja nicht mal eine Seriennr. etc. Ich habe auf Spineart mal geschaut, da gibt es z.B. auch Rückrufaktionen, da werden Fotos gezeigt, sowas habe ich ja nicht.

Kern kaputt, die soll so gut sein.
https://www.medicalexpo.de/prod/spineart/pr...546-517496.html
Bilder und da ist auch ein Video, wie sie aufgebaut ist, da wunderte ich mich schon, wie sie so verrutschen kann.

Ich habe so Angst, weiß ich ja noch, wie es nach der OP war, die Schmerzen, Schluckbeschwerden, sich nicht bücken können, Haare waschen, Hunde raus…….alles nochmal?! Und Sorge, was wenn……?!
Und wohin? Du bist ja auch weit gefahren. Dorthin wäre für nah.

Seit der Funktionsaufnahme, ich mußte sehr lange Kopf im Nacken halten, die Frau hatte Probleme mit dem PC, ich mußte dann meinen Kopf mit beiden Händen hoch nehmen, ist es wie ein Wundschmerz, Ohrendruck- und sausen, pulsieren, mal plötzlich wie „Hirnfrost“, ohne ein Eis zu essen, Kloß im Hals…….und dieses Klacken und Schmatzen, als würde ich einen Saugnapf lösen, glaubte mir ja keiner, käme einem kaputten Kern nahe…….

Ja, ich habe total Schiß.
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paul42
Geschrieben am: 19 Jul 2022, 13:59


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Hallo Swar,

ich denke auch, dass die Prothese ihre Funktion nicht richtig mehr richtig erfüllt.

Dem Video nach könnte man annehmen, als sei der Kern herausgerutscht. :kinn

Den richtigen Arzt zu finden ist sicherlich nicht einfach, aber wenn der Doc sagt, er hat schon einige ausgbaut, gibt es keinen Grund das gleich in Frage zu stellen.

Was hat denn der Arzt gesagt, der sie eingebaut hat? :sch

Wende dich gleichzeitig an den VdK damit du einen Rechtsbeistand hast.
Als Mitglied erhälst du kostenlose Patienten und Rechtsberatung.
Um die Fristen zu wahren, musst du jetzt zeitnah irgendwie reagieren und den Mangel fristgerecht schriftlich anzeigen.

Viele Grüße

paul42
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Swar
Geschrieben am: 19 Jul 2022, 14:57


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Bei mir war damals das Problem, das der Einbau unnötig war. Mein Operateur wollte sich dazu nicht äußern, und da er als Klinikarzt keine Verordnungen ausschreiben durfte, mußte ich mir ja einen Arzt außerhalb der Klinik suchen und hörte dann jedesmal…….warum wurde das operiert….wer hat denn das operiert……

Mein Operateur sagte dann wörtlich zu mir, er tat dies, weil er es kann und komme ich nicht damit klar, dann soll ich zum Psychiater. Das erhielt ich sogar schriftlich, auch die Ergotherapeutin und der Schmerztherapeut hätten dies gesagt.
Nur beide haben nie mit ihm gesprochen, und die Ergo kennt ihn seit Jahren der Einstellung nicht mal.

Ich wurde ja aus der Klinik geschmissen!

Und nun erfuhr ich, das die Klinik aufgelöst wurde und mein Operateur ganz woanders nun tätig ist. Wo ist dann meine Akte? Wen kann ich noch anklagen, denn meine Verjährungsfrist läuft nun aus.

Und nun der 2. Ärger. Wer ist schuld? Noch der erste Arzt? Der Hersteller? Ohne Paß keine Impantatnr., keine Rückverfolgung.
Gerne würde ich den Hersteller anrufen, aber wäre das gut? Kopf rast und ich kann mich nicht bewegen.

Der Neurochirurg, bei dem ich zum 1. Mal war, war mir etwas von oben herab. Schmerz bilde ich mir alles ein, dann anhand der Bilder, kam nur, sollte raus. Wenn er sagt, er nähme Prothesen täglich raus, er ist Belegarzt mit privater Praxis und hat 2 OP Tage in der Woche, also geht das gar nicht. Ich kann nicht mehr vertrauen.

VDK muß ich mal schauen, kenne ich nicht. Danke.

Bearbeitet von Swar am 19 Jul 2022, 15:00
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paul42
Geschrieben am: 19 Jul 2022, 15:45


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Hallo Swar,

deine Akten müssten eigentlich noch in der Klinik sein.

Ok wenn das ein Belegarzt ist der das Teil ausbauen möchte wäre ich auch eher skeptisch. :kinn

Deine KK solltest du auch zeitnah informieren, weil die haben ja die Kosten getragen.
Die Krankenkassen haben durchaus Interesse bei Verdacht auf Behandlungsfehlern mitzuwirken.
Vielleicht können sie dir auch Kliniken benennen, die dir helfen könnten.

Den VdK halte ich in deinem Fall, für ganz wichtig, damit deine med. Belange entsprechend auch rechtlich vertreten werden.

viele Grüße

paul42
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Swar
Geschrieben am: 19 Jul 2022, 16:20


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Habe VDK mal gegoogelt, die beraten nur in sozialen Belangen…..oder falsch gelesen. Kannst Du das bitte erklären, ich blicke nicht mehr durch.

KK…..mit denen hatte ich damals auch telefoniert. Die sagten, der MD mache ein Gutachten, aber nur zum Ablauf der OP, war der ok, kann ich zivil nichts mehr machen, man riet mir also dazu, zivil vorzugehen.
Denn es ging ja um unnötige OP, evt. noch Aufklärungsfehler……dann kam aber, das ich somit Gutachten selber zahlen muß, meine Rechtsschutzversicherung zahlt nur Gutachten, wenn sie gerichtlich angefordert werden.
Und das Geld bekam ich nicht zusammen…..daher ja auch die verlorene Zeit….nun das…..
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Urmel1987
Geschrieben am: 19 Jul 2022, 17:56


Öfter dabei
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Hallo,

ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, das Krankenakten auch bei Schließung eines Krankenhauses innerhalb der Aufbewahrungszeit/ Verjährungsfrist aufbewahrt werden müssen. Wenn nicht durch die Klinik selbst, dann durch den Träger der Klinik. Wenn auch dieser nicht mehr besteht, muss ein ein Rechtsnachfolger einspringen.

In dieser Akte/ bzw. im OP- Bericht muss die Seriennummer deines Implantates ersichtlich sein, damit im Falle eines Verlustes ein neuer Implantatausweis ausgestellt werden kann. Ich glaube in Deutschland gibt es auch ein Implantateregister, wo Implantate gelistet werden müssen, mit Angaben des Patienten (ich weiß allerdings nicht genau, ob das auch für Bandscheiben gilt, und seit wann das besteht) Dafür verantwortlich müsste die DWG (Deutsche Wirbelsäulengesellschaft) und das Bundesministerium für Gesundheit sein.

Du kannst die auch an die Krankenkasse wenden, grade wenn ein Folgeeingriff notwendig ist, sind KK immer bestrebt jemanden zu finden, der dafür aufkommen muss. Die könnten dich beraten wie du an die erforderlichen Unterlagen kommst.

Wer dafür jetzt verantwortlich gemacht werden kann, ist so eine Sache. Wenn die OP unnötig war, muss das bewiesen werden. Du müsstest also Ärzte finden, die zunächst einmal bestätigen, das die Implantation nicht notwendig war. Und das ist ein sehr schwieriges Unterfangen. Auch hier kannst du dich mit dem Verdacht an die KK wenden.

Ich wünsche dir viel Erfolg.
LG Nicole
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Swar
Geschrieben am: 19 Jul 2022, 18:32


Boardmechaniker
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Hatte ich damals, was rauskam, schrieb ich ja, heute kam es mir eher so vor, zivil war der KK lieber, wegen der Kosten.
Alle, echt alle Neuros sagten unnötig, hatte immer einen Zeugen mit, aber keiner schrieb das im Bericht! Warte nun auf den Bericht des jetzigen, die Empfangsfrau sagte, sie frage ihn, ob er einen schreibt. Aber nur, wenn ich einen Rückumschlag bringe. Als wenn ein Bericht erbettelt werden müsse.

Sie las aber dann in der Akte laut vor, das er eine Entfernung empfiehlt.
Prothese kaputt, das kam nicht. Ich weiß nicht, ob ich der KK Bescheid sagen soll, nicht das die sich quer stellen und ich auf OP Kosten hängen bleibe. Hinterher.

PM
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